Neuer Markt klettert ans Licht


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Neuer Markt klettert ans Licht

 
30.04.02 13:57
Neuer Markt klettert ans Licht  


Der Neue Markt kann sich zur Abwechslung einmal mit ordentlichen Pluszeichen präsentieren. Der Nemax50 legt um 1,41 Prozent auf 850,07 Zähler zu, der Nemax All Share gewinnt 0,78 Prozent auf 886,17 Punkte.

Nachdem gestrigen Kursfeuerwerk, lässt es die Aktie des Direktbrokers Consors heute ein wenig ruhiger angehen. Der Titel startet mit einem kleinen Minus von 0,65 Prozent auf 12,27 Euro in den Tag. Die Nachricht von der Mehrheitsübernahme von Consors durch die französische Großbank BNP Paribas hatte der Aktie am Vortag ein Plus von exakt 30 Prozent auf 12,35 Euro beschert.

Genug gesungen und getanzt, heißt es bei der DEAG-Entertainment AG. Der Konzertveranstalter will sich vollständig von seiner Musical-Tochter Stella Entertainment trennen. Sämtliche Stella-Aktien sollen mit sofortiger Wirkung verkauft werden. Grund sei ein Antrag der Stella-Tochtergesellschaft Broadway Musical Management GmbH auf Einleitung eines Planinsolvenzvertrages, hieß es. Auf dem Börsenparkett war denn auch keinem mehr zum tanzen zumute, die Aktie verliert 7,8 Prozent auf 2,01 Euro.

Zahlen gab es von SAP Systems Integrations. Das IT-Beratungshaus hat im ersten Quartal 2002 ein rückläufiges Betriebsergebnis verzeichnet, den Ausblick für das Gesamtjahr aber bekräftigt. Das Betriebsergebnis vor Goodwill-Abschreibungen verringert sich von 8,8 Mio. Euro auf 5,5 Mio. Euro. Der Umsatz kletterte zugleich um 23,8 Prozent auf 74,4 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet SAP SI weiterhin mit einem Umsatzplus von 15 bis 20 Prozent. Zudem wird eine operative Gewinnmarge von 15 bis 17 Prozent angepeilt. Auf die Anleger machte dies wenig Eindruck, die Aktie verbilligt sich um 0,07 Prozent auf 14,67 Euro.

Intershop konnte im ersten Quartal 2002 den Nettoverlust herunterschrauben. Inklusive der Restrukturierungskosten sank der Nettoverlust von 24,7 Mio. Euro im vierten Quartal 2001 auf 13,3 Mio. Euro im ersten Quartal. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorquartal von 11,7 Mio. Euro auf 12,2 Mio. Euro. Die kleineren roten Zahlen werden gleich belohnt, die Intershop-Aktie klettert um gut 14 Prozent auf 1,30 Euro.

Schlechte Nachrichten kamen dagegen von Intertainment. Die Medienfirma hat wegen des immer noch offenen Rechtsstreit mit dem früheren US-Partner Franchise 2001 dramatische Verluste verbucht. Aufgrund hoher Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungne sei ein Fehlbetrag von 86,8 Mio. Euro entstanden, hieß es. Noch im Spätsommer hatte Intertainment einen kleinen Gewinn in Aussicht gestellt. Der Umsatz brach von 87,8 Mio. Euro auf 31,1 Mio. Euro ein. Die Aktie tut es dem Umsatz gleich und verliert 27,27 Prozent auf 1,20 Euro.

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