Neuer Markt: Erholungen finden nicht mehr statt


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Fluffy:

Neuer Markt: Erholungen finden nicht mehr statt

 
16.11.00 18:21

NEUER MARKT MITTAGSBERICHT/"Erholungen finden nicht mehr statt"




Frankfurt (vwd) - Baissierend präsentiert sich der Neue Markt am
Donnerstagmittag. Der Nemax-All-Share-Index verliert bis 14.40 Uhr
4,3 Prozent oder 160,53 auf 3.572,15 Zählern, der Nemax-50 fällt um
5,1 Prozent oder 210,37 auf 3.760,96 Stellen. "Erholungen finden
nicht mehr statt", lautet der sarkastische Kommmentar eines
Händlers. Es sei schon deprimierend, was sich derzeit abspiele.
Positive Vorgaben der Nasdaq würden ignoriert, Abgaben bei den
US-Wachstumswerten dafür um so eifriger in massive Verluste
umgesetzt.

Der Verkaufsdruck komme primär von institutioneller Seite, was in
Anbetracht der Gerüchte um Mittelabflüsse bei Fonds mit Schwerpunkt
Neuer Markt bzw der angeblich bevorstehenden Schließung eines
derartigen Fonds schon zu denken gebe, meinte ein Marktteilnehmer.
Andererseits müsse man beachten, dass in einem derart
angespannten Umfeld Gerüchte dankbare Aufnahme fänden.
Belastend wirkten zudem die Bemerkungen der US-Notenbank zu
weiterhin vorhandenen Inflationsgefahren.

Der deutliche Rückgang im Handelsverlauf wird mit dem wachsenden Minus des Nasdaq-Future begründet. Viele Anleger verabschiedeten
sich daher wohl in Erwartung weiter sinkender Notierungen von ihren
Positionen. Sollte die Nasdaq am Nachmittag die Befürchungen der
Börsianer bestätigen und kräftig ins Minus rutschen, könne es zu
einem Desaster wie zu Wochenbeginn kommen. Der Nasdaq-Future
zeigt sich aktuell mit 1,7 Prozent im Minus.

Stark unter Druck stehen Intertainment. Marktbeobachter führen dies
auf eine Studie von Merrill Lynch zurück, in der Intertainment von

"Buy" auf "Hold" zurückgestuff wird. Die Ertragssituation habe sich
verschlechtert und die Auswertung der Filmrechte sei hinter den
Erwartungen zurückgeblieben, heißt es in der Studie. Intertainment
verlieren 21,9 Prozent oder 6,15 auf 21,96 EUR. Heyde fallen 13,8
Prozent oder 2,35 auf 14,70 EUR. Der Titel leitdet weiter unter der
Ankündigung des Ausscheidens dreier Vorstände. Die Analysten von
M. M. Warburg haben den Wert auf "Verkaufen" mit Kursziel zehn bis 13 EUR gestellt.

Pixelpark fallen ebenfalls mit hohen Verlusten auf. "Die Aktie ist
gerade im internationalen Vergleich immer noch hoch bewertet", meint
ein Händler. Da würden in Anbetracht des angespannten
Börsenumfeldes schon einmal Positionen abgebaut, zumal andere Titel
aus der Branche wie etwa Kabel New Media oder I-D Media in den
vergangenen Tagen ebenfalls saftige Verluste hinnehmen mussten.
Nach Marktgerüchten will Bertelsmann sich von seinem 57-Prozent-Anteil an Pixelpark trennen. Eine angelsächsische Bank sei
beauftragt worden, einen Käufer zu finden. Bertelsmann wollte das
Gerücht nicht kommentieren. Pixelpark sinken 18,5 Prozent oder 10,00
auf 44,00 EUR.

Die recht "eindrucksvoll" wirkenden Zahlen von Sunburst sind nach
Auskunft eines Händlers Grund für den Kursanstieg im frühen
Geschäft. Die Gewinne relativierten sich allerdings stark, wenn man
sich den bisherigen Kursverlauf der Aktie betrachte. Nach dem Absturz
von einem Jahreshoch bei knapp über 100 EUR auf fast 20 EUR sei ein
Anstieg um 12,8 Prozent oder 3,50 auf 30,80 EUR auch nicht allzu
beeindruckend. +++ Claus-Detlef Großmann

                   vwd/16.11.2000/cg/cü

---------------------------------------------

Verkaufsdruck von Institutionellen, Mittelabflüsse aus Fonds, alles viel zu teuer & alles scheisse...wenn das keine rosigen Aussichten sind...

:)
Fluffy
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Internet-Analy.:

I-D Media Zahlen waren auch mies...

 
17.11.00 22:32
...wurden nur gut in der Ad-Hoc versteckt.

Zitat:
Wir meinen: Tolle Zahlen, oder? Wir möchten uns erlauben, Ihnen die Zahlen für das 3. Quartal nachzureichen, die nicht aus der Meldung hervorgehen. Der Umsatz reduzierte sich gegenüber dem Vorquartal (27,74 Mio. DM) auf 18,25 Mio. DM. Das EBIT drehte wieder deutlich ins Minus, aus +4,72 Mio. DM wurden nun im Q3 -8,77 Mio. DM.

In diesem Blickwinkel verwundert das heutige Tagesminus...

Quelle: www.dynamitimdepot.de  
Antworten
coppara:

(Erholungen), Oder vielleicht doch?

 
17.11.00 23:05

 NEMAX-Rutsch stimmt vorsichtig & optimistisch (vwd-Umfrage)
__________________________________________________


 Nach dem erdrutschartigen Absturz des Nemax 50 am vergangenen
 Montag laufender Woche startete die Nachrichtenagentur vwd eine
 interessante Umfrage unter massgeblichen Fondsmanagern: Nun ist
 das grosse Wundenlecken angesagt, trotzdem sind einige Fondsmana-
 ger optimistisch, wenn auch vorsichtig. Markus Barth, Fondsmana-
 ger des Nordinvest Genetics und des Nordinvest Europe Health der
 Investmentgesellschaft Nordinvest GmbH, will die naechsten Tage
 erst einmal abwarten. Der Markt sei unsicher und emotionsgetrie-
 ben, erlaeutert er. Dies stehe auch im Zusammenhang mit dem Wahl-
 patt in den USA. Die Amerikaner realisierten gerade, dass ihr
 neuer Praesident noch nicht feststeht. Obwohl auch Barth vorsich-
 tig ist, haelt er die Reaktion vom Montag fuer uebertrieben.

 Langfristig sehe er - trotz einiger Enttaeuschungen - die Be-
 reiche Internet, Biotechnologie und Technologie positiv. Die
 Anleger haetten von Oktober 1999 bis Anfang Maerz diesen Jahres
 euphorisch und somit genauso uebertrieben reagiert wie gestern,
 nur in die andere Richtung. Eine sukzessive Entwicklung im Be-
 reich Neuer Markt sei sicherlich besser, da die Zukunft dem
 Internet gehoere und keiner sich diesem Trend entziehen koenne.
 Barth sei davon ueberzeugt, dass es immer wieder kleinere "Start-
 ups" geben werde. "Es ist sicherlich moeglich, dass sich ein paar
 Studenten zusammenfinden und in ihrer Wohnung eine neue Technolo-

 gieplattform entwickeln", sagte Barth.

 Das Internet habe das Leben der Menschen sowohl am Arbeitsplatz
 als auch im Privatbereich veraendert. Von einem Ende der Entwick-
 lung in den von ihm positiv bewerteten Bereichen koenne daher
 keine Rede sein. Barth ist daher in der allgemein schlechten
 Boersenstimmung noch optimistisch gestimmt. Aehnlich sieht auch
 Frank Hansen, Fondsmanager des DIT Lux Small Cap Europe bei der
 Fondsgesellschaft Deutscher Investment Trust, die momentane Lage
 nach dem Erdrutsch des Nemax 50. Auch wenn der Markt derzeit
 ziemlich am Boden sei, gehe er langfristig von einer positiven
 Entwicklung aus.

 Der Neue Markt stehe unter der Belastung der zum Jahresende
 ueblichen Portfoliobereinigungen, besonders durch Fondsmanager
 der Large-Cap-Fonds. "Wir werden noch einige Pleiten sehen, aber
 langfristig gibt es einen Aufwaertstrend." Die hohe Bewertung sei
 nicht fuer alle Unternehmen angemessen, und wer zweimal hinter-
 einander seine Unternehmenszahlen nicht bringe, sei "out", fuehr-
 te Hansen weiter aus. Der Absturz des Nemax 50 am Montag sei je-
 doch eine Uebertreibung nach unten. Besonders betroffen von dem
 Fall seien die Bereiche Internet und Software. Hansen sehe zu-
 kuenftig vor allem bei den kleineren Unternehmen der New Economy
 gute Chancen.

 Diese profitierten von den Grundtrends eBusiness, Outsourcing von
 Dienstleistungen durch grosse Unternehmen und UMTS. Die kleinen
 Unternehmen fungierten hier oft als Zulieferer. Reik Hoffmann,
 DWS-Fondsmanager fuer den DWS Euroland Neue Maerkte und den DWS
 New Markets Typ O, sieht kurzfristig ein weiteres Rueckschlags-
 risiko. Langfristig koennten sich aber bereits wieder interessan-
 te Einstiegskurse bieten. Der Markt sei insgesamt verunsichert.
 Der Nemax 50 habe sich seit Maerz halbiert und somit das Niveau
 von vor einem Jahr erreicht.

 "Die Auswahl einzelner Werte wird am Neuen Markt immer wichtiger.
 Es gibt viele Unternehmen, die in ihren Bereichen erfolgreich
 wachsen und somit fuer Investoren interessant sind", erlaeutert
 Hoffmann. Entscheidend sei, dass Unternehmen langfristig eine
 nachhaltige Profitabilitaet aufweisen. Hauptgruende fuer die
 insgesamt schlechte Boersenstimmung sehe er im Oelpreis, der
 Euro-Entwicklung und in den Gewinnwarnungen am US-Aktienmarkt.
 Die US-Wahlen sollten dagegen nur einen kurzfristigen Einfluss
 auf den Markt haben.

 Quellen: vwd 17.11.2000



MfG
coppara
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