Das "Cicero"-Magazin widmet sich ausführlich dem Wasserstoff-Thema. Der Artikel ist nur gegen Cash lesbar. Ich kenne ihn, da ich Abonnent bin. Fazit ist, dass aus Sicht des Autors Wasserstoff kommen wird, sich aber all die Energieversorger einschl. Treibstoffen aus Geschäftsinteresse noch querstellen. Es ist klar, dass diese kein Terrain räumen wollen, das ihnen noch einträgliche Geschäfte beschert. Das sehe ich auch bei Shell so, und selbst wenn deren (hier immer wieder in Abständen angesprochene) Studie Wasserstoff im Kommen sieht, so doch recht langsam. Auch die Autoindustrie bremst.
Aus meiner Sicht wird Wasserstoff bei Fahrzeugen (und auch in einer Wasserstoffwirtscht) nicht aufzuhalten sein. Mit der Sicherstellung der Finanzierung bei NIkola und deren Ausbreitung in den USA, Europa und sicherlich auch anderswo, müssen die jetzt noch zögerlichen Firmen aufpassen, dass sie nicht abgehängt werden, und zwar technisch, kaufmännisch-betriebswirtschaftlich und politisch. Und schließlich werden auch irgendwann qualifizierte, knappe Fachkräfte abwandern zu den Erfolgreichen. Bosch, Elring-Klinger und andere Firmen schaffen sich schon heute ein 2. Standbein im Wasserstoffbereich und werden die Zukunft aktiv und konkret gestalten. Die EU wird mit immer engeren Vorgaben ihr Übriges tun, dem die Nationen folgen müssen und werden. Keine deutsche Firma wird es sich längerfristig leisten können, Zukunftsfähigkeit und potentielle Arbeitsplätze auf's Spiel zu setzen. Und was nicht freiwillig gemacht wird, wird die Konkurrenz , insbesondere auch die außereuropäische Konkurrenz, erzwingen. Und sicherlich werden leider auch Firmen bei dieser Umstellung/Bereinigung "über die Klinge springen" , weil sie die Umstellung nicht leisten können oder wollen.
Außerdem: Z.B. VW macht 40% seines Umsatzes in China, das sich für den Vorrang von Brennstoffzellenfahrzeugen entschieden hat und diese stark fördert. VW und andere deutsche Konzerne werden diesen Markt nicht abschreiben wollen und können.
Ich hoffe nicht nur, dass die beschriebene Entwicklung weiter schreitet, ich bin auch davon überzeugt, zumal das "Henne-Ei-Problem" mit der wachsenden Zahl der H2-Tankstellen kleiner werden wird.
Mit meinen "Nellys" bin ich long und ehrlich gesagt ärgern mich die "Kursdrücker" immer wieder, das wird auch anderen so gehen. Aber natürlich ist es legitim, auch kurzfristiger mit Kursveränderungen zu spekulieren. Längerfristig wird Nel mehr Umsätze generieren. Ich brauche keine Dividende, sondern sehe es mit Freude und Zuversicht, wenn Nel weiterhin weitsichtig investiert und nicht gackert, bevor das Ei gelegt ist. . Der zunehmende Erfolg von Nel wird die Kursdrücker dann woandershin treiben, wenn Nel's Erfolg nicht mehr aufzuhalten ist. Trevor steht zu Nel, wie wir sehen können. Eine Abkoppelung von Nel würde ihn inzwischen enorme Glaubwürdigkeit bei potentiellen Geschäftspartnern kosten. Nel wird seinen Weg gehen.
www.cicero.de/wirtschaft/...iertes-oel-fossile-energietraeger