Nel Chef über Riesenprojekt: - Wir müssen schnell sein!
Jon André Løkke glaubt, dass Nel schnell sein muss, um das spanische Abkommen in Kraft zu setzen.
- Um den Zeitplan für die Produktion von grünem Wasserstoff beim Düngemittelprojekt von Iberdrola in Spanien einzuhalten, sollte vor dem neuen Jahr eine Vereinbarung mit Nel formalisiert werden.
Dies sagt CEO Jon André Løkke in Nel an TDN Direkt nach der vierteljährlichen Präsentation am Donnerstag. Nels Ziel ist es, die Vereinbarung bis Ende 2021 abzuschließen.
- Wir müssen versuchen, schnell zu sein, damit sich der Zeitplan nicht verzögert, sagt der CEO.
Nel lieferte am Donnerstag ein leuchtend rotes Ergebnis und braucht einen Schub, um die Anleger wieder auf ihre Seite zu bringen.
Riesenprojekt
Wenn die Vereinbarung zwischen Nel und Iberdrola abgeschlossen ist, wird Nel 20 Megawatt PEM-Elektrolyselösungen für ein grünes Düngemittelprojekt in Spanien produzieren.
In Europa sind keine Wasserstoffproduktionen dieser Größe in Betrieb, und die größte, die derzeit in Betrieb ist, beträgt 9 Megawatt in Rjukan. Dies nutzt auch die Nels-Technologie.
Iberdrola plant außerdem eine Skalierung auf bis zu 800 Megawatt bis 2027.
- Wie viele dieser 800 Megawatt Nel bekommt, hängt davon ab, wie gut wir die Arbeit machen. Wenn wir einen schlechten Job machen, können wir nicht damit rechnen, weiterzumachen. Wenn wir aber gute Arbeit leisten, haben wir bei Iberdrola bereits einen Fuß in der Tür. Dann stehen wir an erster Stelle, sagt Løkke.
Stark investieren
Iberdrola hat am Donnerstag auch einen Bericht für das dritte Quartal vorgelegt.
Das Unternehmen rechnet in den nächsten fünf Jahren mit Investitionen in Höhe von 75 Milliarden Euro. Ziel ist es, die Kapazität des Unternehmens im Bereich erneuerbare Energien zu verdoppeln. 68 Milliarden Euro dieser 75 werden aus organischem Wachstum stammen.
Das Engagement beinhaltet eine Erweiterung der bisherigen Pläne des Unternehmens, im Jahr 2020 und in den darauf folgenden Jahren rund 10 Milliarden Euro zu investieren. Für den Zeitraum 2020-2022 werden nun 10 Milliarden Euro und im Zeitraum 2023-2025 rund 13 Milliarden Euro pro Jahr erwartet.
Der Vorsitzende von Iberdrola, Ignacio Galán, berichtet, dass die Kapazität des Unternehmens für erneuerbare Energien laut Financial Times von 32 Gigawatt im letzten Jahr auf 60 Gigawatt bis 2025 steigen wird.
Von dieser Kapazität stammen 26 GW aus Onshore-Windkraft, 16 GW aus Solarenergie und 14 GW aus Wasserkraft. Die verbleibende Kapazität wird voraussichtlich aus Offshore-Windkraft stammen.
finansavisen.no/nyheter/energi/2020/11/05/...i-ma-vaere-raske