´Nationale Lösung´ für Kirch geplant


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Brummer:

Kirch-Gruppe gewinnt mit Notverkäufen Zeit

 
13.02.02 08:28
Mit den Verkäufen von Anteilen am Zeitungskonzern Springer und dem spanischen Fernsehsender Telecinco will die angeschlagene Kirch-Gruppe Zeit gewinnen. Die Schulden sind offenbar höher als angenommen. Am Dienstag bestätigte die Commerzbank einen Kredit von 300 Mill. Euro an Leo Kirch.

cbu/rob/mab/mw//hps/sk MÜNCHEN. Die finanziell angeschlagene Kirch-Gruppe, München, spielt auf Zeit. Mit einem abgestimmten Paket von Notverkäufen soll ein drohender Liquiditätsengpass vermieden werden. Die jetzt bekannt gewordenen Verkäufe würden dem Medienkonzern voraussichtlich bis April Luft verschaffen.

Schon in den nächsten Tagen will Kirch-Gruppe entscheiden, an wen die 40 %-Beteiligung an der Axel Springer Verlag AG (ASV) verkauft werden soll. Wie berichtet, hat die Hypo-Vereinsbank (HVB) der Kirch-Gruppe eine Option gewährt. Danach erklärt sich die Münchener Großbank bereit, das Springer-Paket für etwa 1,1 Mrd. Euro zu übernehmen. Mit der HVB-Option im Rücken spricht Kirch offenbar jetzt auch mit anderen Interessenten und versucht, einen höheren Preis zu erzielen.

An der Börse ist 40 %-Beteiligung derzeit etwa 800 Mill. Euro wert. Mit im Rennen ist nach Handelsblatt-Informationen zumindest noch ein Gebot der Deutsche Bank Tochter DB Investor. Dem Wall Street Journal Europe zufolge liegt das Angebot über dem der Hypo-Vereinsbank.

Nach Informationen des Handelsblattes sollen Credit Suisse First Boston und JP Morgan Chase auch Bieter sein. Unter den Interessenten für den Springer-Anteil soll auch die WAZ-Gruppe sein. Das Essener Zeitungshaus ist der viertgrößte Medienkonzern in Deutschland.

Nach negativen öffentlichen Äußerungen von Deutsche Bank Chef Rolf Breuer werden in München dem Angebot aber kaum noch Chancen eingeräumt. Breuer hatte in der vergangenen Woche öffentlich die Kreditwürdigkeit der Kirch-Gruppe in Frage gestellt.

Offen ist, ob die Kirch-Gruppe wegen der Äußerungen, die als geschäftsschädigend gelten könnten, gegen Breuer vor Gericht ziehen will. Ein Kirch-Sprecher wollte dies gestern auf Anfrage nicht kommentieren.

Sollte das Geschäft mit der HVB – oder einem anderen Käufer – zus Stande gekommen, könnte Kirch mit dem Erlös zunächst Kredite bei der Deutschen Bank von geschätzt 700 Mill. Euro tilgen, die mit der Springer-Beteiligung besichert sind.

Seinen im April auslaufenden Kredit von 460 Mill. Euro bei der Dresdner Bank könnte Kirch über den Verkauf eines 25-%-Anteils am spanischen Sender Telecinco finanzieren. Die Verhandlungen stehen nach Informationen aus Branchenkreisen kurz vor dem Abschluss. Sie sollen rund 500 Mill. Euro einspielen. Vor allem der italienische Medienkonzern Mediaset, der zu 48,3% vom italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kontrolliert wird, will seine Telecinco-Beteiligung von aktuell 40% auf bis zu 49% erhöhen. Die Mediengesetze in Spanien erlauben es keinen ausländischen Anbieter die Mehrheit an einem TV-Sender zu erwerben. Ursprünglich sollen die Gespräche bereits Ende letzten Jahres abgeschlossen sein.

Trotz des schwachen Werbemarktes in Spanien gilt Telecinco als profitabelster Sender in Europa. In Branchenkeisen wird Kirchs Anteil von 25 % auf 400 bis 500 Mill. Euro. Analysten schätzen den Wert des Pakets jedoch nur auf rund die Hälfte.

Möglicherweise liegen die Schulden der Kirch-Gruppe höher als ursprünglich angenommen. Bisher war von 5 bis 6 Mrd. Euro ausgegangen worden. So bestätigte die Commerzbank gestern, dass die Kirch-Gruppe bei ihr mit 300 Mill. Euro verschuldet sei. Auslöser der schweren Finanzkrise bei Kirch ist die Forderung von Springer über rund 770 Millionen Euro für dessen Beteiligung am Kirch-Fernsehkonzern Pro Sieben Sat 1.

Nach Informationen aus Branchenkreisen finden derzeit Gespräche zwischen Autoherstellern wie Daimler-Chrysler und Bertelsmann über eine Neuorganisation der Formel 1 statt. Derzeit vermarkten Kirch und Bernie Ecclestone den Rennzirkus. Einer Lösung stehen vor allem finanztechnische Probleme im Wege. Viele Fragen seien noch offen, heißt es bei der Bertelsmann-Tochter RTL. Der zu Bertelsmann gehörende Fernsehkonzern sieht sich jedoch als „natürlicher Partner“ für die Autokonzerne.


Quelle: HANDELSBLATT,

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Brummer:

Kirch erhält Gegenangebot für Springer

 
13.02.02 12:43
Von Rolf Lebert, Bertrand Benoit und Thomas Clark

Das Milliardenangebot der HypoVereinsbank für die Anteile von Leo Kirch am Hamburger Axel Springer Verlag hat bei anderen Banken hektische Aktivitäten ausgelöst. Nach Informationen der Financial Times Deutschland plant die Dresdner Bank eine Gegenofferte.

Übertragung eines Bundesliga-Spiels
 
Gerüchte, wonach auch die Deutsche Bank an dem Springer-Paket interessiert ist, wies diese vehement zurück. "Das ist absoluter Unsinn, wir planen kein Angebot," zitierte ein Sprecher der Deutschen Bank seinen Vorstandschef Rolf-E. Breuer. Stattdessen hat die Deutsche Bank, die einer der größten Kreditgeber Kirchs ist, für Mittwoch und Donnerstag zu einem Investorentreffen über die Zukunft der Kirch-Gruppe eingeladen. Ironischerweise hat dem Vernehmen nach auch Leo Kirch zu einem Treffen dieser Art geladen. Auf der Gästeliste des Kirch-Treffens sollen hochrangigere Namen stehen als auf der Konkurrenzveranstaltung der Deutschen Bank. "Das zeigt, wo derzeit die Musik spielt", sagte ein Banker.

Spielraum für die Mediengruppe

Die Deutsche Bank, die ihren Kredit über 700 Mio. Euro mit dem Springer-Paket besichert hat, übte in den letzten Tagen enormen Druck auf den mit 5,6 Mrd. Euro verschuldeten Kirch aus. Seit der Hypo-Offerte hat dieser wieder ein wenig Spielraum. Aus Kirch nahestehenden Kreisen war zu erfahren, dass für das Springer-Paket zumindest ein Gegenangebot vorliegt. Man wolle sich in einigen Tagen entscheiden, ob man die Hypo-Offerte annehme oder nicht.

Das große Interesse an der 40-prozentigen Beteiligung an Springer kommt für Experten nicht überraschend. Zwar liegt der Börsenwert des Kirch-Anteils an Springer derzeit deutlich unter einer Mrd. Euro. Dies ist aber der niedrigste Wert seit Jahren. Eine Bank mit langem Atem rechnet sich somit ein gutes Geschäft aus, wenn sie jetzt bei Springer einsteigt und später, bei einer Kurserholung, ihre Anteile weiterverkauft oder die Springer-Aktien am Markt platziert. Derzeit werden nur rund drei Prozent der Papiere frei gehandelt. Der Kurs stieg gestern um knapp acht Prozent auf 65,8 Euro.

Die Banken haben mit ihren Angeboten so lange gewartet, weil die Zeit für sie spielte. Der Druck auf Kirch stieg. Erst das Hypo-Angebot verschaffte dem Medienunternehmer wieder Spielraum.

"Einer Bank sollte das Wohlergehen eines Großkunden eben am Herzen liegen", begründete ein Abteilungsleiter der Hypo das Vorpreschen seiner Bank. Leo Kirch ist seit Jahrzehnten Großkunde. Derzeit belaufen sich seine Schulden bei der HypoVereinsbank auf etwa 460 Mio. Euro.

© 2002 Financial Times Deutschland  
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Brummer:

Neue Allianz im Ringen um Kirch

 
14.02.02 07:54
Im Rennen um die Anteile von Leo Kirch am Axel Springer Verlag hat die Dresdner Bank ihre Strategie geändert. Anstatt sich auf einen Bieterwettstreit mit der HypoVereinsbank (HVB) einzulassen, sollen die beiden Bankhäuser nun gemeinsam die 40 Prozent des Münchner Medienunternehmers an Springer erwerben.

Dies erfuhr die Financial Times Deutschland (FTD) aus Bankenkreisen. Die Gläubigerbanken von Kirch wollen bis Samstag eine Entscheidung über die Zukunft der Gruppe erreichen. Zunächst treffen sich Vertreter der Banken am Donnerstag in Frankfurt. Am Freitag oder Samstag soll es ein weiteres Treffen in München geben.

Mit der Allianz von HVB und Dresdner bliebe die von einigen Branchenkennern prophezeite Auseinandersetzung zwischen der Münchner und der Frankfurter Bank um eine wesentliche Säule der Kirch-Gruppe aus. Bis Anfang der Woche sah es noch so aus, als ob die Dresdner Bank ein eigenständiges Angebot für das Springer-Paket machen werde. Dabei hätte sie die Offerte der HypoVereinsbank in Höhe von mindestens 1,1 Mrd. Euro überbieten müssen, mit der die bayerische Großbank dem hoch verschuldeten Münchner Medienunternehmer Leo Kirch eine finanzielle Atempause verschaffen will.

Die Preisvorstellungen der Dresdner sollen sich "in ähnlicher Höhe" bewegen, hieß es in Bankenkreisen. Zudem könne die Dresdner-Offerte "einige kleine Zusatzelemente" enthalten. Details wurden nicht bekannt.

Geringes Risiko

"Warum also gegeneinander kämpfen, wenn ein gemeinsames Vorgehen im Interesse beider Banken sein könnte?" begründete ein Kenner des Vorgangs die Strategieänderung. Das Risiko sei geringer und der erwartete Gewinn bei einem Weiterverkauf wohl immer noch hoch genug, um "beide Seiten glücklich zu machen". Zudem könnte es sich als Vorteil erweisen, dass die Dresdner Bank ein Beratungsmandat von Springer hat.

Bei der HypoVereinsbank steht man einer Beteiligung der Dresdner Bank offen gegenüber. In der Führungsetage hieß es allerdings, dass die Dresdner nicht automatisch gleichberechtigter Partner werde. Wer später aufspringe, müsse eventuell als "Juniorpartner" einsteigen. Im Hintergrund haben dem Vernehmen nach auch Allianz und Münchener Rück mitgewirkt. Sie hätten kein Interesse daran, dass sich ihre wichtigsten Bankbeteiligungen - Dresdner bei Allianz, HVB bei Münchener Rück - ein Bietergefecht liefern. "Bei großen Deals haben Allianz und Münchener Rück noch nie gegeneinander gearbeitet", sagte ein Insider. Mit der Aufnahme der Dresdner Bank werde die Transaktion auf eine breitere Basis gestellt. Verdächtigungen, das Geschäft sei das Produkt einer Kungelei unter "bayerischen Spezis", würden so entkräftet.

Die HypoVereinsbank plant für den Fall ihres Einstiegs bei Springer, die Aktien so schnell wie möglich mit Gewinn weiterzuverkaufen. Ein Teil soll an die Börse gebracht werden, der Rest bei Investoren landen.

Druck aus Hollywood

Weitere Unsicherheit über die Lage Kirchs brachten am Mittwoch Vermutungen, der Medienunternehmer könnte seinen Springer-Anteil bei gleich zwei Banken als Sicherheit hinterlegt haben. Nach Informationen der FTD könnte die Bayerische Landesbank Kirch eine zweitrangige Beleihung des Pakets gewährt haben. Das hieße, dass Kirch mit dem Verkaufserlös nicht nur die Deutsche Bank, sondern auch die BayernLB auszahlen müsste. Das würde seine Finanzen weiter strapazieren.

Druck auf Kirch kommt auch aus Hollywood. Nach einem Bericht des Magazins "Stern" schuldet die Gruppe dem Hollywood-Studio Paramount rund 200 Mio. $. Das sei doppelt so viel wie bislang angenommen.

Allerdings gab es am Mittwoch auch gute Nachrichten für den angeschlagenen Unternehmer. Nach Meinung des Anteilseigners Rewe kommt die Kirch-Gruppe um eine Zerschlagung herum. Sein Unternehmen wolle den Kirch-Anteil langfristig halten, sagte Rewe-Chef Hans Reischl.

Die Gespräche mit den Banken liefen gut. Italiens Ministerpräsident und Medienunternehmer Silvio Berlusconi stärkte seinem Geschäftsfreund Leo Kirch den Rücken. Er bestätigte sein Interesse am Kauf des Kirch-Anteils am spanischen Fernsehsender Telecinco.


© 2002 Financial Times Deutschland
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Brummer:

Rettung des Kirch-Medienkonzerns auf Zielgeraden?

 
14.02.02 09:12
Frankfurt (vwd) - Die Bemühungen um eine Rettung der angeschlagenen KirchGruppe erreichen möglicherweise die Zielgerade. Am Freitag oder Sonnabend soll es nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe) ein weiteres Treffen der Kirch-Gläubiger in München geben. Inzwischen haben sich Berichte vom Vortag konkretisiert, wonach die involvierten Banken an diesem Donnerstag zusammen kommen, um eine Lösung für die Mediengruppe zu finden. Beim Pokern um die Anteile von Leo Kirch am Axel Springer Verlag habe die Dresdner Bank ihre Strategie geändert, heißt es in Zeitungensmeldungen.

Anstatt sich auf einen Bieterwettstreit mit der HypoVereinsbank einzulassen, sollen beide Institute nun die Absicht haben, gemeinsam die 40 Prozent der KirchGruppe an Springer erwerben. Anschließend solle "ein Großteil" des 40-prozentigen Aktienpakets an der Börse platziert werden. Im Prinzip seien sich Dresdner und HypoVereinsbank über das Vorgehen einig. Nachdem beim Münchner Institut eine Offerte von mindestens 1,1 Mrd EUR im Gespräch war, sollen sich die Preisvorstellungen der Dresdner in ähnlicher Höhe bewegen, signalisieren Bankenkreise.

Die Deutsche Bank war am Mittwoch hingegen erneut Spekulationen entgegen getreten, wonach sie für das Springer-Aktienpaket der KirchGruppe mitbieten soll. Der Kredit der Deutschen Bank ist nämlich mit dem Kirch-Anteil an Springer besichert. Überraschende Hilfe-Signale für Kirch kamen von der Kölner Handelsgruppe REWE. Sie will sich möglicherweise an der Sanierung des Kirch-Konzerns beteiligen. "Wenn wir helfen können, werden wir das tun", sagte Vorstandsvorsitzender Hans Reischl in Köln. In der Not helfe man seinen Freunden.

Der Gründer und langjährige Betreiber der Formel 1, Bernie Ecclestone, will die Rennsportserie von Kirch zurück kaufen. Bei Kirch und der Bayerischen Landesbank soll in den kommenden Tagen ein Angebot über 800 Mio EUR eingehen, hieß es. Trennen will sich Kirch zumindest von Teilen der Nachrichtenagentur ddp und spricht bereits mit möglichen strategischen Partnern, darunter mit dem Frankfurter PR-Berater Moritz Hunzinger. Zu den weniger guten Nachrichten gehörte am Mittwoch die Forderung des US-Filmstudios Paramount über rund 200 Mio USD. Paramount und die Muttergesellschaft Viacom Inc wollen nach einem Magazin-Bericht gegen den deutschen Filmhändler sogar klagen.

Der australische Medienunternehmer Rupert Murdoch hat inzwischen erklärt, er werde sich endgültig aus Kirchs defizitärem Bezahlfernsehen Premiere zurückziehen. Er werde die vereinbarte Summe von 1,7 Mrd EUR mit allen möglichen Mitteln einfordern. Die Verkaufsoption Murdochs gilt als eine der Schlüsselfragen bei der Rettung des Kirch-Konzerns. +++ Sigrid Meißner

Quelle: vwd/14.2.2002/mr/rio


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Pichel:

Treffen der Kirch-Gläubiger in Ffm. ohne Ergebnis!

 
14.02.02 17:10
Donnerstag 14. Februar 2002, 16:50 Uhr  
*Kreise: Treffen der Kirch-Gläubiger in Frankfurt ohne Ergebnis




FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein Treffen der Kirch-Gläubiger bei der Deutschen Bank in Frankfurt ist am Donnerstag ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Das erfuhr die dpa aus Finanzkreisen in Frankfurt. Bei der Versammlung diskutierten unter der Leitung von Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer unter anderem hochrangige Vertreter der Dresdner Bank (Frankfurt: 804613.F, Nachrichten) , der Bayerischen Landesbank und der HypoVereinsbank (Frankfurt: 802200.F, Nachrichten) die Lage bei der angeschlagenen KirchGruppe. Am Nachmittag trafen sich außerdem Vertreter der Gläubigerbanken bei der KirchGruppe in Ismaning bei München./ax/DP/ar  
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Pichel:

DZ Bank stellt Kirch 400-Mio-Euro-Kredit fällig

 
14.02.02 17:48
Donnerstag 14. Februar 2002, 17:24 Uhr  
Kreise - DZ Bank stellt Kirch 400-Mio-Euro-Kredit fällig




Frankfurt, 14. Feb (Reuters) - Die DZ Bank verlangt von der hoch verschuldeten Mediengruppe Kirch nach Angaben aus Bankenkreisen die Rückzahlung von Krediten im Volumen von 400 Millionen Euro. "Die Kredite laufen in den nächsten Tagen aus. Die DZ Bank hat sie fällig gestellt und drängt auf eine Rückzahlung", erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag aus den Kreisen. Zugleich werde sich das genossenschaftliche Spitzeninstitut einer Lösung, die Kirch derzeit mit einer Gruppe anderer Gläubigerbanken erarbeitet, nicht in den Weg stellen. Zu dieser Gruppe gehörten außer der DZ Bank die BayernLB, die Hypovereinsbank, die Commerzbank (Frankfurt: 803205.F, Nachrichten) und die Dresdner Bank (Frankfurt: 804613.F, Nachrichten) . Die DZ Bank wollte die Angaben aus den Kreisen zunächst nicht kommentieren.
Die Kredite der DZ Bank sind nach Angaben aus den Kreisen in erster Linie mit dem Kirch-Stock an Filmrechten besichert.


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cap blaubär:

OpaKirch geht in den St Demenz Stift Stoiber folgt

 
14.02.02 18:06
ihm leise
Die Bude wird von nem Kammerjäger(Berger/Mc Kinsey)wieder in schuss gebracht und als AG verbörst,dann hat das Leiden ein ende,soo stopfen die Leute nur mit Schiffsplanken Löcher(leider sind diese Planken an anderer Stelle unter der Wasserlinie rausgerissen worden)
A)die Bude iss wichtig und wird saniert(ohne Kirch)
B)Es wird ein Versicherungsfall draus gemacht(versenken)
Kirch hat bisher eindrucksvoll seine Orientierungslosigkeit unter beweis gestellt das gejammer der böse Murdoch frisst uns iss ja so falsch wie abgeschmackt Ruppert hat von tm3 noch genug und mit 40%Springer isser auch nicht gerettet
blaubärgrüsse      
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Brummer:

Die sieben Leben des Leo Kirch

 
15.02.02 12:43
von Lars Weide

Leo Kirch, Pate der Medienbranche, Überlebensgenie und kaltblütige Zockernatur, scheint das Ruder wieder einmal herum gerissen zu haben. Die Meldungen verdichten sich, wonach er einen Käufer für das Filetstück seiner Beteiligungen, den Axel Springer Verlag (ASV) gefunden habe. Die HypoVereinsbank (HVB), Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus, wolle zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro für Kirchs 40-Prozent-Beteiligung am ASV hinblättern. Eine Einigung zwischen Kirch und HVB-Chef Albrecht Schmidt sei bereits erzielt worden. Alle Probleme gelöst? Bankrott und damit Zerschlagung des Imperiums abgewendet? Deutschland AG gerettet? So schnell wohl nicht!

In einer konzertierten Aktion hatten die involvierten Banken – allen voran die Deutsche Bank, die größten deutschen Verlagshäuser wie die WAZ-Gruppe, Burda und Holtzbrinck, und selbst der Bundeskanzler – auf eine nationale Lösung gedrängt und Kirch unter Druck gesetzt. Zum einen, um das Bärenfell unter sich aufzuteilen, zum anderen um den australischen Konkurrenten Rubert Murdoch mit seinem lästigen Güllejournalismus vom deutschen Medienmarkt fernzuhalten.

Das Gezerre könnte nun aber trotz der zwischen HVB und Kirch erzielten Vereinbarung weitergehen. Denn die Deutsche Bank ist bei diesem Deal schlicht zu kurz gekommen. Noch in der vergangenen Woche hatte sich deren Chef Rolf Breuer negativ über Kirchs Kreditwürdigkeit geäußert, wohl auch in der Hoffnung, bei einer zügigen Aufteilung des Medienimperiums das eine oder andere Schnäppchen zu bekommen. Kirchs Springer-Aktien liegen als Sicherheit für einen 700-Millionen-Euro-Kredit bei der Deutschen Bank und sie hat daher ein Mitspracherecht. Fraglich ist also, ob der Handel so ohne weiteres abgenickt wird.

Quelle. instock.de
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Brummer:

Kirch-Gruppe: Premiere auf der Verkaufsliste?

 
16.02.02 00:22
Die hochverschuldete Kirch-Gruppe erwägt, sich vom Bezahlsender Premiere zu trennen. Die Rate von 100 Mio. Euro für die Übertragsrechte der Fussball-Bundesligen hat der Konzern pünktlich überwiesen.

Das teilte die Dachgesellschaft der Liga DFL am Freitag mit. Das Geld würde am Montag an die 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga weitergereicht, die auf die Einnahmen größtenteils dringend angewiesen sind. Der über vier Jahre laufende Vertrag zwischen Kirch und der DFL hat einen Umfang von 1,5 Mrd. Euro. Der Manager des Rekordmeisters FC Bayern München, Uli Hoeneß, forderte die Vereine zur Solidarität mit der Kirch-Gruppe auf. Es wäre eher richtig, "auch mal vier Wochen auf die nächste Rate warten zu können". Die Fußball-Übertragungsrechte gelten als gewinnbringendstes Angebot bei beim Bezahlsender Premiere.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet in ihrer Ausgabe vom Samstag, die Kirch-Gruppe wolle sich von Premiere trennen. Kirch hoffe auf die Übernahme des Senders durch den Mitgesellschafter Rupert Murdoch. Murdoch hatte bereits angekündigt, eine vereinbarte Option mit Kirch zu nutzen und seine Investitionen von rund 1,6 Mrd. Euro im Herbst zurückzufordern.

Außerdem setze Kirch auf einen Preisnachlass des Springer Verlags beim Ausstieg aus ProSieben Sat 1, berichtet die Zeitung weiter. Laut Vertrag ist vorgesehen, dass Kirch dem Springer Verlag 770 Mio. Euro für die Senderanteile zahlt. Laut Zeitungsbericht hofft er auf einen Abschlag von 45 Prozent. Die HypoVereinsbank hatte sich Ende vergangener Woche bereit erklärt, den 40-Prozent- Anteil Kirchs am Springer Verlag für über 1,1 Mrd. Euro zu übernehmen. Möglicherweise wollten sich neben der Dresdner Bank auch Commerzbank und Bayerische Landesbank sowie die DZ-Bank an einem Konsortium beteiligen, das die Aktien übernehmen und danach mit Gewinn weiter verkaufen wolle, hieß es in Bankenkreisen.

© 2002 Financial Times Deutschland




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Brummer:

Kirch-Gruppe: Feuer unterm Dach

 
17.02.02 13:53
Zwei neue Probleme für den Medien-Konzern: Ein Steuerfahnder bringt die bayerische Regierung wegen eines eingestellten Verfahrens gegen Kirch in peinliche Erklärungsnöte, und die ProSiebenSat.1 AG muss sich kurz vor der geplanten Fusion möglicherweise einen neuen Vorstandschef suchen. Gleichzeitig droht Kirch der Deutschen Bank.

Hamburg/München - Der hoch verschuldete Medienhändler Leo Kirch will Deutsche-Bank-Chef Rolf E. Breuer auf Schadenersatz verklagen. Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, geht Kirch von einer Schadenssumme von mindestens 800 Millionen Euro aus. Grundlage sei die Äußerung Breuers, dass der Finanzsektor sich weigere, dem Medienkonzern auf unveränderter Basis weitere Fremd- oder gar Eigenmittel zur Verfügung zu stellen. Die von Kirch in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten sollen beweisen, dass Breuer im Schadensfall haftbar gemacht werden kann.

Brisanter Steuervermerk

Gleichzeitig gerät die bayerische Regierung in unangenehme Erklärungsnöte. Der Aktenvermerk eines Steuerfahnders in einem Verfahren gegen den Münchner Medienhändler Leo Kirch könnte nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL für die bayerische Staatsregierung peinlich werden. Die Grünen im Landtag fordern dem Blatt zufolge jetzt die Vorlage der brisanten Notiz, um zu prüfen, ob auf das Steuerverfahren des unionsnahen Unternehmers politischer Einfluss genommen wurde.

Kirch war beschuldigt worden, dem deutschen Fiskus rund 400 Millionen Mark aus dem Verkauf von 2500 Filmen vorenthalten zu haben. Der Finanzbeamte, der jahrelang den Fall Kirch bearbeitet hatte, drückte in einem Vermerk an die bayerischen Ministerien für Finanzen und Justiz im April 1998 sein Erstaunen darüber aus, dass er, obwohl mit allen Details des komplexen Steuerfalls bestens vertraut, bei der Vernehmung des Beschuldigten Leo Kirch nicht dabei sein durfte.

Warum wurde das Verfahren eingestellt?

Die Staatsanwaltschaft habe das "weder für erforderlich noch für zweckmäßig erachtet", antwortete das Justizministerium jetzt dem Landtag. Drei Monate später wurden die Ermittlungen gegen Kirch eingestellt.

Unterdessen werden Gerüchte laut, Urs Rohner, der Vorstandschef der Münchener Senderfamilie ProSiebenSat.1 Media AG , wolle das Unternehmen verlassen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Wochenend-Ausgabe meldet, erwäge der gebürtige Schweizer diesen Schritt im Zusammenhang mit der geplanten Fusion mit KirchMedia.

Ein wesentlicher Grund für Rohners Entscheidung seien Probleme bei der Zusammenarbeit mit dem designierten Vorstandschef der neuen Gesellschaft, Kirch-Manager Dieter Hahn. Zudem sei Rohner in Ungnade gefallen, weil er habe prüfen wollen, ob angesichts der aktuellen Finanzprobleme Kirchs rechtliche Schwierigkeiten durch den Zusammenschluss drohten, berichtet die Zeitung.

Die Aktiengesellschaft selbst dementierte umgehend. "Das ist absoluter Unsinn", sagte ein Sprecher von ProSiebenSat.1 am Samstag in München.

Die Fusion der beiden Gesellschaften zu einem der größten börsennotierten Medienkonzerne Europas soll Mitte 2002 erfolgen. Kirch hält bereits jetzt die Mehrheit an ProSiebenSat.1.

Rohner soll im Vorstand der neuen Gesellschaft den Bereich für das frei empfangbare Fernsehen verantworten. Der Schweizer Jurist werde die Fusion begleiten und auch danach für das Medienunternehmen weiter arbeiten, betonte der Sprecher.

Quelle: manager-magazin.de
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Brummer:

Rettungsgruppe für Kirch noch unvollständig

 
18.02.02 11:57
Von unseren Korrespondenten

Der angeschlagene Kirch-Konzern hat bisher nicht alle Gläubiger-Banken auf eine Linie einschwören können. Die Deutsche Bank sperrt sich, an einem Konsortium teilzunehmen.

Verhandlungen unter den Banken gingen am Wochenende ergebnislos aus. Die Zustimmung der Deutschen Bank ist wichtig, da der wichtigste Teil des Kirch-Vermögens, ein 40-Prozent-Anteil am Springer Verlag, bei ihr erstrangig besichert ist. Drei andere Banken - JP Morgan Chase, Lehman Brothers und Bayerische Landesbank - verfügen nur über eine nachrangige Besicherung.

Alle Institute bis auf die Deutsche Bank konnte Kirch für kurzfristiges Stillhalten gewinnen. "Die Gläubiger-Banken haben sich darauf geeinigt, die Kreditlinien vorerst nicht zu schließen", sagte ein Kenner des Kirch-Konzerns. Damit konnte Kirch am Freitag die fällige Rate von 100 Mio. Euro an für die Bundesliga-Fernsehrechte überweisen.

Kirch prüft nun eine Klage gegen den Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Rolf-E. Breuer, wegen Kreditschädigung. Breuer hatte in einem Interview gesagt, Kirch sei nicht mehr kreditwürdig. Wie es in Finanzkreisen heißt, hängt die Mitarbeit der Deutschen Bank an einer Rettungsaktion auch vom Ausgang eines Richtungskampfes innerhalb der Bank ab. "Entweder es setzen sich die Investmentbanker aus London durch, die an einer Zerschlagung von Kirch Geld verdienen wollen, oder es geht weiter", sagte ein Kenner des Instituts.

Verkauf von Telecinco fast perfekt

Die DZ Bank, der Kirch 400 Mio. Euro schuldet, hatte Ende vergangener Woche erwogen, ihren Kredit fällig zu stellen. Sie bog am Wochenende aber auf die Linie der anderen Banken ein und gewährt Kirch eine Galgenfrist.

Aus Spanien kann Kirch frisches Geld erwarten. Der Verkauf eines Teils am Sender Telecinco ist nahezu unter Dach und Fach. Ein Vertrag mit den Haupteignern des Senders, der Mediaset-Holding von Silvio Berlusconi und dem Correo-Verlag, ist bis auf wenige Details unterschriftsreif. Der Verkauf bringt wahrscheinlich rund 360 Mio. Euro, die Kirch allerdings sofort zur Tilgung eines Kredits über 460 Mio. Euro an die Dresdner Bank weiterreichen muss.

Die Mediaset-Holding wird vier Prozent des Senders übernehmen. Zehn Prozent gehen ins Eigenkapital über. Ein europäischer Investmentfonds erwirbt die übrigen zwei Prozent des Pakets.

Die spanische Wirtschaftszeitung "Expansión" meldet, Kirch werde in den nächsten Tagen die restlichen neun Prozent an Telecinco verkaufen. Diese sollen an eine Gruppe spanischer Privatinvestoren gehen, die dafür etwa 216 Mio. Euro bezahlen. Damit hätte Kirch für Telecinco insgesamt mehr Geld erhalten als die zunächst angepeilten gut 500 Mio. Euro.



Quelle: FTD.de
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Brummer:

Kirch Gruppe: Nicht mehr zu retten?

 
18.02.02 14:25
Von Matthias Streitz

Kaum steht der vorläufige Restrukturierungsplan, da trifft die Sanierer der Kirch-Gruppe ein neuer Tiefschlag: Die interne Studie einer Gläubigerbank weist offenbar nach, dass Leo Kirch mehr Schulden hat als bisher angenommen. Die Verbindlichkeiten summieren sich auf 13 Milliarden Euro.

Medienmanager Kirch: Im Schuldenmachen ein Meister, im Schuldenverstecken offenbar auch

München - "Das sind nur die Schulden, die wir nachweisen konnten", zitiert das "Wall Street Journal Europe" ("WSJE") einen Mitarbeiter der Gläubigerbank. "Es könnte aber noch mehr geben". Bisher waren Bankenkreisen und Medien stets davon ausgegangen, dass Kirch sechs Milliarden Euro Schulden angehäuft hat, darunter rund 2,5 Milliarden Verbindlichkeiten für Options- und Lizenzzahlungen, der Rest Bankkredite.

Das "WSJE" berichtet nun unter Berufung auf "eine der wichtigsten Gläubigerbanken" Kirchs, tatsächlich stehe Kirch mit acht Milliarden Euro Krediten und fünf Milliarden Euro weiteren Verbindlichkeiten in der Kreide. Ein Sprecher der KirchGruppe habe keinen Kommentar zur Höhe der Verschuldung abgeben wollen. Auch ein Mitarbeiter einer anderen Gläubigerbank habe aber gesagt: "Es gibt mehr Schulden, als wir sehen können".

Das wahre Ausmaß der Misere ist schwer einzuschätzen

Obwohl sich die Banken für eine Rettung der KirchGruppe engagieren, falle es ihnen schwer, das wahre Ausmaß der Kreditmisere einzuschätzen, schreibt das Blatt. Anders als in angelsächsischen Ländern üblich erhalten die Banker keinen Einblick in Kirchs Bücher, weil Kirch für Kredite Sicherheiten wie etwa seine Springer-Aktien hinterlegt habe.

Am Wochenende hatten sich die HypoVereinsbank und die Dresdner Bank Medienberichten zufolge auf einen schon länger diskutierte Auffanglösung für Kirch verständigt. Demnach wollen sie Kirch für 1,1 Milliarden Euro seinen 40-prozentigen Anteil am Axel Springer Verlag abkaufen. Ganz spruchreif sei das Geschäft aber noch nicht, heißt es: Die beiden Banken wollen laut "Handelsblatt" warten, bis der Springer-Verlag am Dienstag seine Jahresbilanz vorlegt. Erstmals in seiner Geschichte wird das Verlagshaus rote Zahlen melden müssen.

Kirch wiederum verlangt laut "Handelsblatt" mehr als die angebotenen 1,1 Milliarden. Kein Wunder: Die Milliarden-Zahlung wird ihm kaum helfen, wenn die "WSJE"-Informationen korrekt sind. Die 1,1 Milliarden würden gerade eben reichen, um die Schulden bei der Dresdner Bank und der Deutschen Bank zu tilgen. Die im Oktober fällige Optionszahlung an Rupert Murdoch in Höhe von 1,7 Milliarden Euro ist damit noch lange nicht bezahlt.

Doch kein Börsengang?

Unterdessen kriselt es an immer mehr Ecken und Enden des Kirch-Reiches: Der Chef von Kirchs Free-TV-Arm ProSiebenSat.1, Urs Rohner, soll nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" bereits nach einem neuen Job in seiner Heimat Schweiz suchen. Die Chemie zwischen Rohner und Kirchs Vize Dieter Hahn stimme nicht, schreibt das Blatt, auch sei Rohner mit den Börsenplänen der KirchGruppe nicht einverstanden.

Erstmals ist aber zu hören, Kirch selbst wolle den lange angekündigten Börsengang seines Kernunternehmens KirchMedia aufschieben, das mit Sport- und Filmrechten handelt. Dieser Börsengang war für den Juni geplant und sollte über eine Verschmelzung mit der bereits gelisteten ProSiebenSat.1 Media AG verlaufen. Damit sei auch die Zukunft Hahns zweifelhaft, urteilt das "Handelsblatt" - denn der 41-jährige designierte Kirch-Nachfolger gilt als Architekt der Börsenstrategie. Auch zum Verkauf der Formel-1-Rechte und des Verlustbringers Premiere World sei Kirch - entgegen der Dementis seines Sprechers - nun bereit.

Die "Financial Times Deutschland" berichtet wiederum, bisher seien noch nicht alle Gläubigerbanken auf den Sanierungsplan eingeschworen. Vor allem die Deutsche Bank sträube sich weiterhin und wolle an keinem Konsortium für eine Auffanglösung teilnehmen. Der Medienunternehmer selbst will aber offenbar dennoch noch einmal in die Offensive gehen: Nach Berichten vom Wochenende will Kirch den Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer verklagen, weil der sich öffentlich negativ über Kirchs Kreditwürdigkeit geäußert hatte.

Quelle: manager-magazin.de
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SchwarzerLor.:

Commerzbank+DZ-Bank: Ende bei Kirch-Rettung!

 
04.04.02 07:13
"FT": Commerzbank/DZ-Bank steigen aus Kirch-Gesprächen aus
München (vwd) - Die Commerzbank und die DZ Bank sind nach Informationen
der "Financial Times" aus den Gesprächen zur Rettung der KirchGruppe
ausgestiegen. Ein Commerzbank-Sprecher sagte nach einem am Mittwochabend auf
der Internet-Seite des Blattes veröffentlichten Beitrag, die
Verhandlungsführer seines Hauses würden noch am Mittwoch nach Frankfurt
zurückfliegen, es seien keine neuen Gespräche mit den Minderheitsaktionären
von Kirch mehr geplant. "Wir haben lange genug an diesem Pokertisch gesessen
- wenn es kein Spiel gibt, dann gibt es kein Spiel."
Die Investoren hätten gezeigt, dass sie an einer Brückenfinanzierung für
Kirch nicht interessiert seien, und ohne diese gebe es keine
Kapitalerhöhung. Kirch-Kreise wurden in dem Beitrag mit der Äußerung
zitiert, die Liquiditätsprobleme von Kirch seien inzwischen so ernst, dass
das Unternehmen möglicherweise noch am Mittwoch Konkurs anmelden müsse.
Bayerische Landesbank und HypoVereinsbank haben nach Informationen der "FT"
Mitarbeiter nach Los Angeles geschickt, um dort mit News Corp über die
Zukunft von Kirchs Bezahlfernsehen Premiere zu verhandeln.
vwd/12/3.4.2002/hab/ll
03.04.2002 - 23:03 Uhr
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