Für die hochverschuldete Kirch Gruppe ist nach einem Zeitungsbericht eine "nationale Lösung" geplant. Der Medienkonzern Pro Sieben Sat 1, derzeit im Mittelpunkt eines Streits zwischen dem Springer-Verlag und der Kirch Gruppe, hat 2001 einen Gewinnrückgang erlitten.
Die von der Bundesregierung vorgeschlagene "nationale Lösung" sehe eine weitgehende Aufteilung des Münchner Medienkonzerns vor und sei auch zur Abwehr des Chef der News Corporation Rupert Murdoch gedacht, berichtet die "Süddeutschen Zeitung". "Niemand hat ein Interesse, Murdoch den roten Teppich auszurollen", zitiert die Zeitung einen führenden Vertreter der rot-grünen Regierungskoalition in Berlin.
Die von der Regierung favorisierte Lösung für die Kirch Gruppe solle von den Banken und der Medienbranche schnell umgesetzt werden. Bisher scheitere sie aber an Leo Kirch. Die "nationale Lösung" sehe vor, den Kirch-Konzern aufzuspalten. Die Beteiligung an der Formel 1 solle an Autokonzerne wie DaimlerChrysler abgegeben werden. Kirch solle auch aus dem Springer-Verlag aussteigen, an dem er 40 Prozent halte. Mehrere Verlage sollen die Anteilscheine übernehmen.
Die Bedenken gegen Murdoch beziehen sich nach den Angaben auf dessen Geschäftsmethoden. Murdoch habe seine Zeitungen in England mit Preiskriegen gegen andere Verlage nach oben gebracht und benutze eigene Blätter wie die britische "Sun", um Einfluss auf Wahlen zu nehmen. Nun dränge er auch in die Kirch Gruppe und damit in Kernbereiche des deutschen Medienmarkts.
Ergebnis übertrifft Erwartungen
Trotz des Gewinnrückgangs gibt sich Pro Sieben Sat 1 optimistisch. Das Ergebnis sei besser ausgefallen, als zuletzt erwartet, teilte der Konzern am Dienstagabend mit. Der Jahresüberschuss sei nur um 27 Prozent auf 68 Mio. Euro gesunken. Noch im November hatte der Konzern ein Minus von 45 Prozent angekündigt. Das Ergebnis vor Steuern brach von 205 auf 106 Mio. Euro ein. Die jüngste Prognose lautete hier 90 Mio. Euro. Diese Prognose, die nun übertroffen wurde, war zuvor allerdings mehrfach gesenkt worden.
Zum Jahresanfang 2001 hatte Pro Sieben Sat 1 ein prozentual zweistelliges Plus beim Vorsteuergewinn versprochen, wurde dann aber von der Werbeflaute voll erwischt. Für den geringeren Gewinnrückgang machten die Sender ein "straffes Kostenmanagement" verantwortlich. Der Umsatz sank im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent auf gut zwei Mrd. Euro.
Quelle: FTD / © dpa
Die von der Bundesregierung vorgeschlagene "nationale Lösung" sehe eine weitgehende Aufteilung des Münchner Medienkonzerns vor und sei auch zur Abwehr des Chef der News Corporation Rupert Murdoch gedacht, berichtet die "Süddeutschen Zeitung". "Niemand hat ein Interesse, Murdoch den roten Teppich auszurollen", zitiert die Zeitung einen führenden Vertreter der rot-grünen Regierungskoalition in Berlin.
Die von der Regierung favorisierte Lösung für die Kirch Gruppe solle von den Banken und der Medienbranche schnell umgesetzt werden. Bisher scheitere sie aber an Leo Kirch. Die "nationale Lösung" sehe vor, den Kirch-Konzern aufzuspalten. Die Beteiligung an der Formel 1 solle an Autokonzerne wie DaimlerChrysler abgegeben werden. Kirch solle auch aus dem Springer-Verlag aussteigen, an dem er 40 Prozent halte. Mehrere Verlage sollen die Anteilscheine übernehmen.
Die Bedenken gegen Murdoch beziehen sich nach den Angaben auf dessen Geschäftsmethoden. Murdoch habe seine Zeitungen in England mit Preiskriegen gegen andere Verlage nach oben gebracht und benutze eigene Blätter wie die britische "Sun", um Einfluss auf Wahlen zu nehmen. Nun dränge er auch in die Kirch Gruppe und damit in Kernbereiche des deutschen Medienmarkts.
Ergebnis übertrifft Erwartungen
Trotz des Gewinnrückgangs gibt sich Pro Sieben Sat 1 optimistisch. Das Ergebnis sei besser ausgefallen, als zuletzt erwartet, teilte der Konzern am Dienstagabend mit. Der Jahresüberschuss sei nur um 27 Prozent auf 68 Mio. Euro gesunken. Noch im November hatte der Konzern ein Minus von 45 Prozent angekündigt. Das Ergebnis vor Steuern brach von 205 auf 106 Mio. Euro ein. Die jüngste Prognose lautete hier 90 Mio. Euro. Diese Prognose, die nun übertroffen wurde, war zuvor allerdings mehrfach gesenkt worden.
Zum Jahresanfang 2001 hatte Pro Sieben Sat 1 ein prozentual zweistelliges Plus beim Vorsteuergewinn versprochen, wurde dann aber von der Werbeflaute voll erwischt. Für den geringeren Gewinnrückgang machten die Sender ein "straffes Kostenmanagement" verantwortlich. Der Umsatz sank im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent auf gut zwei Mrd. Euro.
Quelle: FTD / © dpa