Der NM entwickelt sich deutlich schlechter als die Nasdaq,
Grossinvestoren sollen sich zum Teil ganz aus dem NM verabschiedet haben.
Nichts hört der Kleinaktionär weniger lieb.
Was sind die Gründe? Es wird gesagt, dass die Titel an der Nasdaq eine
bessere Qualität aufwiesen! Njet. Ein Blick auf einzelne Titel
und die Anzahl der Drop-Outs zeigt, dass es dort viel schlechte Unternehmen
und IPOs gab und gibt. Ich erinnere an USWeb/CSK, Unify Corp, oder Convergent
Communications, letztere haben knapp 1 Jahr nach dem IPO den Geist aufgegeben.
Ich meine, der NM leidet daran, dass er noch zu jung ist um stabil zu sein,
es mangelt an einer Substanz guter Werte, die es übrigends trotz aller Unkenrufe gibt, und es mangelt jetzt auch schlechthin am Kapitalzufluss.
Um dies zu verstehen, sollte man sich den Börsengang eines Untenrehmens ansehen.
Es gibt 2 Hauptmotive: das Unternehmen nimmt Kapital auf, d.h. es verbessert
seine Liquidität und damit seine Fähigkeit zu investieren und strategisch zu
agieren, z.B. um höheres Wachstum zu realisieren. Das Börsenkapital ist
ein billiger Kredit.
Das 2te Motiv: dies ist ein glänzendes Geschäft für die Kapitalgeber (Venture,
Beteilingungsgesellschaften) und die Emissionsbanken.
Aus dem 2ten Motiv heraus ergibt jedoch eine fatale Konsequenz für den NM:
nach Ablauf festegelegter Haltefristen wollen zumindest die Kapitalgeber
(vor allem die Venture Kapitalgesellschaften) den Gewinn realisieren.
Denn deren Ziel ist es nicht, Beteiligungen zu halten, sondern Beteiligungen
zum Gewinn zu führen.
Schauen wir uns den NM an, so sehen wir derzeit einen Zyklus, in dem kein neues
Kapital zufliesst (z.B. Fonds), in dem aber Kapital massivst ausfliesst weil
1) wie oben geschildert Beteiligungsgesellschaften aufgrund ihres
Geschäftsmodells aussteigen (wichtig ist, dass es sich hier keineswegs
um keine Aussage über die Qualität der einzelnen Titel handelt,
sonder nur um normales Geschäft)
2) Fonds aufrgund des negativen Umfelds und Sentiments ebenfalls liquidieren.
Gemäss Angebot und Nachfrage bedeutet dies einen stabilen Trend sinkender Kurse.
Dieser Trend wird erst gestoppt, wenn die Nachfrage spürbar steigt.
Letzteres wird wahr wenn es auf breiter Front gute Nachrichten
gibt oder wenn die Mehrheit der Titel auf einem so attraktiven
Niveau liegen, dass sie für Fonds nicht zu ignorieren sind, d.h.
die Wetten sicher auch Gewinn stehen.
Bei den Nachrichten steht leider die sich zunehmend verschlechternde
Wirtschaftslage im Weg.
Aber auch ein attraktive Niveau sehe ich noch nicht, denn müssten zuvor erst
einige Fallen Angels wie z.B. eine Intershop aus dem Index entfernt werden.
Hier fragt sich jetzt der eine oder andere:
warum funktioniert es dann an der Nasdaq besser?
Der NM ist noch sehr jung und wir sehen ein unglückliches Zusammenfallen
eines konjunkturellen Tiefs mit dem Ausstieg der Kapitalgeber. Der
NM hat im Gegensatz zur Nasdaq zuwenig Substanz, sprich Masse, um
dies zu puffern. Wir sehen zwar auch an der Nasdaq einen deutlichen
Rückgang, jedoch gedämpfter im Vergleich zum NM.
Weiterhin gibt es an der Nasdaq weitere IPOs, der Kapitalfluss geht
also dort auch wieder an die Börse zurück in dem Wissen, dass sich
noch Gewinne für die Venture-Geber realisieren lassen.
Hingegen am NM ist das IPO-Geschäft nahezu erloschen ist, Börsengänge
besonders auch guter Unternehmen werden systemtisch verschoben.
Die jetzigen IPOs sind als Versuchsballons zu bewerten.
Der NM konsolidiert also.
Am Ende der Konsolidierung wird stehen:
1) eine neuer Nemax50, in dem sich Substanzwerte nach vorne gearbeitet
haben.
2) ein niedriges Indexniveau, das als attraktiv zu bewerten ist.
3) neue IPOs, die dann zunächst ebenfalls zu attraktiven Preisen angedient
werden, bevor eine dann notwenigerweise steigende Börse wieder die Preise
treibt.
Falls also noch jemand Lust hat, sein Geld am NM anzulegen,
so wird er noch eine Weile abwarten und sich nach den
möglichen Substanzwerten umschauen wollen.
Sobald sich die Konsolidierung einstellt, könnte man durchaus
mal über Indexzertifikate nachdenken. Dabei streut man sein Risiko,
spart Gebühren, und ist so gut (bzw. sogar besser) als die meisten Fonds.
Im Moment besteht noch kein Handlungsbedarf, da immer noch zuviele
unattraktiv bewertete bzw. problematische Unternehmen im Nemax-50 stehen.
Tetsuo
Grossinvestoren sollen sich zum Teil ganz aus dem NM verabschiedet haben.
Nichts hört der Kleinaktionär weniger lieb.
Was sind die Gründe? Es wird gesagt, dass die Titel an der Nasdaq eine
bessere Qualität aufwiesen! Njet. Ein Blick auf einzelne Titel
und die Anzahl der Drop-Outs zeigt, dass es dort viel schlechte Unternehmen
und IPOs gab und gibt. Ich erinnere an USWeb/CSK, Unify Corp, oder Convergent
Communications, letztere haben knapp 1 Jahr nach dem IPO den Geist aufgegeben.
Ich meine, der NM leidet daran, dass er noch zu jung ist um stabil zu sein,
es mangelt an einer Substanz guter Werte, die es übrigends trotz aller Unkenrufe gibt, und es mangelt jetzt auch schlechthin am Kapitalzufluss.
Um dies zu verstehen, sollte man sich den Börsengang eines Untenrehmens ansehen.
Es gibt 2 Hauptmotive: das Unternehmen nimmt Kapital auf, d.h. es verbessert
seine Liquidität und damit seine Fähigkeit zu investieren und strategisch zu
agieren, z.B. um höheres Wachstum zu realisieren. Das Börsenkapital ist
ein billiger Kredit.
Das 2te Motiv: dies ist ein glänzendes Geschäft für die Kapitalgeber (Venture,
Beteilingungsgesellschaften) und die Emissionsbanken.
Aus dem 2ten Motiv heraus ergibt jedoch eine fatale Konsequenz für den NM:
nach Ablauf festegelegter Haltefristen wollen zumindest die Kapitalgeber
(vor allem die Venture Kapitalgesellschaften) den Gewinn realisieren.
Denn deren Ziel ist es nicht, Beteiligungen zu halten, sondern Beteiligungen
zum Gewinn zu führen.
Schauen wir uns den NM an, so sehen wir derzeit einen Zyklus, in dem kein neues
Kapital zufliesst (z.B. Fonds), in dem aber Kapital massivst ausfliesst weil
1) wie oben geschildert Beteiligungsgesellschaften aufgrund ihres
Geschäftsmodells aussteigen (wichtig ist, dass es sich hier keineswegs
um keine Aussage über die Qualität der einzelnen Titel handelt,
sonder nur um normales Geschäft)
2) Fonds aufrgund des negativen Umfelds und Sentiments ebenfalls liquidieren.
Gemäss Angebot und Nachfrage bedeutet dies einen stabilen Trend sinkender Kurse.
Dieser Trend wird erst gestoppt, wenn die Nachfrage spürbar steigt.
Letzteres wird wahr wenn es auf breiter Front gute Nachrichten
gibt oder wenn die Mehrheit der Titel auf einem so attraktiven
Niveau liegen, dass sie für Fonds nicht zu ignorieren sind, d.h.
die Wetten sicher auch Gewinn stehen.
Bei den Nachrichten steht leider die sich zunehmend verschlechternde
Wirtschaftslage im Weg.
Aber auch ein attraktive Niveau sehe ich noch nicht, denn müssten zuvor erst
einige Fallen Angels wie z.B. eine Intershop aus dem Index entfernt werden.
Hier fragt sich jetzt der eine oder andere:
warum funktioniert es dann an der Nasdaq besser?
Der NM ist noch sehr jung und wir sehen ein unglückliches Zusammenfallen
eines konjunkturellen Tiefs mit dem Ausstieg der Kapitalgeber. Der
NM hat im Gegensatz zur Nasdaq zuwenig Substanz, sprich Masse, um
dies zu puffern. Wir sehen zwar auch an der Nasdaq einen deutlichen
Rückgang, jedoch gedämpfter im Vergleich zum NM.
Weiterhin gibt es an der Nasdaq weitere IPOs, der Kapitalfluss geht
also dort auch wieder an die Börse zurück in dem Wissen, dass sich
noch Gewinne für die Venture-Geber realisieren lassen.
Hingegen am NM ist das IPO-Geschäft nahezu erloschen ist, Börsengänge
besonders auch guter Unternehmen werden systemtisch verschoben.
Die jetzigen IPOs sind als Versuchsballons zu bewerten.
Der NM konsolidiert also.
Am Ende der Konsolidierung wird stehen:
1) eine neuer Nemax50, in dem sich Substanzwerte nach vorne gearbeitet
haben.
2) ein niedriges Indexniveau, das als attraktiv zu bewerten ist.
3) neue IPOs, die dann zunächst ebenfalls zu attraktiven Preisen angedient
werden, bevor eine dann notwenigerweise steigende Börse wieder die Preise
treibt.
Falls also noch jemand Lust hat, sein Geld am NM anzulegen,
so wird er noch eine Weile abwarten und sich nach den
möglichen Substanzwerten umschauen wollen.
Sobald sich die Konsolidierung einstellt, könnte man durchaus
mal über Indexzertifikate nachdenken. Dabei streut man sein Risiko,
spart Gebühren, und ist so gut (bzw. sogar besser) als die meisten Fonds.
Im Moment besteht noch kein Handlungsbedarf, da immer noch zuviele
unattraktiv bewertete bzw. problematische Unternehmen im Nemax-50 stehen.
Tetsuo