Leider "nur" 800 Tonnen, die Nano dort produzieren kann. Ihre ganzen Gedankengänge in der Vergangenheit waren richtig, aber es kam leider kein E. Musk der sagte, "hey, ich finanziere euch das alles, egal wie das ausgeht!"
Auch das JDA mit ONE. Wir sind alle immer davon ausgegangen, dass das dann für deren GEMINI Plattform (E-Fahrzeuge) ist, oder hat damals einer von euch schon vermutet, dass das vielleicht in die ARIES Plattform fließt, mit denen ONE LFP Zellen herstellt, für Speichercontainer für Rechenzentren? Klar, ich kann mich auch an das eine Foto erinnern, aber das war mir alles zu abstrakt und auch Nano erwähnte darüber kein Wort.
Weil LFP-Akkus im Vergleich zu herkömmlichen NMC-Akkus (Nickel-Mangan-Cobalt) chemisch extrem stabil sind und keine Brandgefahr (Thermal Runaway) aufweisen, eignen sie sich perfekt für die dichte Aufstellung direkt neben empfindlichen Serverräumen. Deshalb werden jetzt auch die alten Blei-Säure Akkus in den Rechenzentren ausgetauscht.
Ein einziges großes KI-Rechenzentrum benötigt somit bis zu 1.000 Tonnen reines LFP-Kathodenmaterial.
Ihr wisst, was das bedeutet? ONE wird die komplette Jahresproduktion von Nano One kaufen.
Die US Autobauer (Ford/GM) benötigen dringend lokal produziertes Kathodenmaterial, um die steuerlichen IRA-Vorteile zu sichern.
Wenn ONE das nicht nimmt, da stehen Kunden Schlange, um die 800 Tonnen abzugreifen. @Kata, das hast auch du damals nicht verstanden, warum die Schlange stehen ;-)!
Deshalb schrieb ich oben auch "leider nur" 800 Tonnen.
Denn auch daran hat sich in den letzten Jahren nichts geändert, "Nano One betreibt das derzeit einzige operative LFP-Kathodenwerk in Nordamerika."
Es gibt auch dazu eine einfache Erklärung, nämlich die Tatsache, dass sie damals ein "voll genehmigtes!" Fabrikgebäude von JM inklusive einer hocherfahrenen Mannschaft (über 40 LFP-Spezialisten vor Ort) übernehmen konnten, was dem Unternehmen jahrelange Genehmigungsverfahren einsparte, an denen heute viele geplante Werke viel Zeit und Geld verlieren.
Und natürlich ist Nano nur ein kleiner Fisch im Haifischbecken mit CATL, BYD, EVE und Samsung, die das alle auch können und jetzt auch so wie Nano denken.
Jetzt kommt der US Inflation Reduction Act (IRA) ins Spiel und bestraft Batterien, die zu viele chinesische Komponenten enthalten, mit dem Entzug von Steuergutschriften.
Westliche Tech-Riesen fordern aus Gründen der Nationalen Sicherheit zunehmend "Non-Chinese Supply Chains" (Lieferketten ohne China-Beteiligung) für ihre kritische Infrastruktur.
Deshalb klopfte ja auch das US Verteidigungsministerium bei Nano One an der Tür. Hier kam jetzt auch die ALTA mit ins Spiel.
Dies ist ein exklusiver Zusammenschluss aus US-Verteidigungsbehörden, Rüstungskonzernen und ausgewählten Tech-Firmen. Nano One sitzt dort als einziger echter Lieferant für LFP-Kathodenmaterial am Tisch, um die zukünftigen Batteriestandards für das amerikanische Militär mitzugestalten.
Das Pentagon stellt seine Flotten und Ausrüstungen schrittweise auf elektrische Systeme um und fordert dafür LFP-Akkus. LFP-Batterien brennen selbst bei Beschuss, Unfällen oder extremen Temperaturen nicht (kein Thermal Runaway) und sind extrem robust. Da China fast 100 % des weltweiten LFP-Marktes kontrolliert, will das US-Militär verhindern, dass seine Drohnen, Kommunikationssysteme, Militärfahrzeuge und taktischen Speicher im Ernstfall von chinesischen Rohstoffen oder Importen abhängen.
Gehen wir jetzt davon aus, dass die 800 Tonnen > 10 Millionen Umsatz bringen, dann haben wir schon eine kleine Hausnummer für Nano One.
Das Lizenzmodell hat lediglich zwei Fragezeichen. Keiner weiß, wie oft es sich verkaufen lässt und wie hoch die Tonnagen sind, die damit produziert werden.
Das könnten 10.000, aber auch 25.000, 50.000 oder vielleicht auch 75.000 Tonnen Werke werden, aber wer weiß das heute schon?
Nano verdient wahrscheinlich 3, 4, oder 5 % an deren Jahresumsatz. Das kann jetzt also immer ausgehend von 13.000 USD pro Tonne, in den obigen Beispielen zwischen 5, 13, 26 oder 39 Millionen pro Jahr variieren. Derartiges gibt es nicht auf der Welt, sodass es auch nicht mit anderen zu vergleichen ist und das entscheiden jetzt andere, wie hoch der Umsatz in den nächsten Jahren werden "könnte". Eine Berechnung ist also erst möglich, wenn der Käufer seine geplanten Produktionsabsichten kommuniziert.
Auch wenn Nano erst bei Produktionsstart daran finanziell partizipiert, so lässt sich sicher eins sagen. Geht eine Lizenz über den Tisch, ist das Vertrauen der Anleger da und es gibt dann auch den Beweis, dass das funktioniert.
Das wird sich dann aber nicht erst in zwei Jahren nach Fertigstellung des Werkes im Kurs bemerkbar machen, sondern schon viel früher.
Noch ein paar Sätze zu Dans Ruhestand. Es war ein gutes Zeichen! Fakt ist, die ganze Entwicklung ist abgeschlossen. Man hat jetzt ein Pferd gesattelt, was die nächsten 20 Jahre, Jahr für Jahr an den Start geht und Geld in den Stall spült. So hart es klingt, Dan hat das Pferd als Fohlen bekommen, zum Rennpferd ausgebildet, zur Startbox gebracht, aber das Pferd reiten, werden andere, denn Dan ist kein Reiter!
Zudem wurde Jason Zandberg jetzt eingestellt. Man brauchte also ein Gehalt, damit nicht zusätzlich Personalkosten entstehen ;-).
Nicht umsonst wurde Jason Zandberg eingestellt, der jetzt das korrigieren darf, was die letzten Jahre so wirklich richtig schlecht lief, die Kommunikation und der Kursverlauf.
Ich bin heute überzeugt, auch das gehört der Vergangenheit an und deshalb lässt es sich jetzt auch leichter und positiver nach vorne schauen.