Einer der größten Skandale der US-Bankengeschichte ist am Montag mit einem Vergleich beendet worden. Demnach werden zehn der führenden US-Geldhäuser zusammen 1,4 Milliarden Dollar für geschönte Aktienempfehlungen zahlen, ohne dabei aber ihre Schuld einzugestehen. Im Gegenzug stellen die Staatsanwaltschaft von New York und die SEC ihre Untersuchungen gegen die Investmentbanken ein.
Den Instituten wird vorgeworfen, bei ihren Analysen nicht unabhängig vorgegangen zu sein und sich - um mögliche Kunden für ihre Häuser zu gewinnen - bei ihren Einschätzungen beeinflussen haben zu lassen.
Um solche Beeinflussungen für die Zukunft zu verhindern, sieht der Vergleich zudem vor, dass die Banken die Bereiche "Aktienanalyse" und "Investment-Banking" trennen. Darüber hinaus soll die Verteilung von Aktien bei Neuemissionen neu geregelt werden. Einige Banken haben angeblich "guten Kunden" bevorzugt Aktien zugeteilt - in der Boomphase um die Jahrtausendwende ein sicheres Geschäft.
Nach Ansicht von SEC-Chef William Donaldson handelt es sich "um ein trauriges Kapitel in der Geschichte der amerikanischen Geschäftswelt. Ein Kapitel, in dem diejenigen, die enorm am Vertrauen der Investoren verdient haben, dieses Vertrauen zerstört haben." Die Strafzahlungen gehören deshalb auch zu den höchsten, die die Behörden je verhängt haben.
Extra-Strafen für ehemalige Star-Analysten
Extra Strafen gibt es für die beiden ehemaligen Star-Analysten Jack Grubman und Henry Blodget, die das Vertrauen der Anleger besonders stark missbraucht haben. Grubman zahlt zusätzlich 15 Millionen Dollar, Blodget vier Millionen Dollar. Beide haben sich verpflichtet nie mehr im Wertpapierbereich zu arbeiten. Beide ehemaligen Wall Street-Propheten dürften die Zahlungen gut verschmerzen können. Schätzungen zufolge soll Blodget in der Boomphase 20 Millionen Dollar im Jahr verdient haben.
Auch die Banken wird der Betrag von 1,4 Milliarden Dollar kaum schmerzen. Alleine im ersten Quartal 2003 haben sie zusammen rund 12 Milliarden Dollar verdient.
Allerdings müssen die Zahlungen aus dem Vergleich nicht dass letzte Wort sein. Es ist davon auszugehen, dass eine Flut von Klagen gegen die Banken und Analysten hereinbricht. Besonders gefährdet dafür sind die Credit Suisse First Boston, Merrill Lynch und der Citigroup-Ableger Salomon Smith Barney, denen die SEC "betrügerisches" Verhalten vorwirft.
Den Instituten wird vorgeworfen, bei ihren Analysen nicht unabhängig vorgegangen zu sein und sich - um mögliche Kunden für ihre Häuser zu gewinnen - bei ihren Einschätzungen beeinflussen haben zu lassen.
Um solche Beeinflussungen für die Zukunft zu verhindern, sieht der Vergleich zudem vor, dass die Banken die Bereiche "Aktienanalyse" und "Investment-Banking" trennen. Darüber hinaus soll die Verteilung von Aktien bei Neuemissionen neu geregelt werden. Einige Banken haben angeblich "guten Kunden" bevorzugt Aktien zugeteilt - in der Boomphase um die Jahrtausendwende ein sicheres Geschäft.
Nach Ansicht von SEC-Chef William Donaldson handelt es sich "um ein trauriges Kapitel in der Geschichte der amerikanischen Geschäftswelt. Ein Kapitel, in dem diejenigen, die enorm am Vertrauen der Investoren verdient haben, dieses Vertrauen zerstört haben." Die Strafzahlungen gehören deshalb auch zu den höchsten, die die Behörden je verhängt haben.
Extra-Strafen für ehemalige Star-Analysten
Extra Strafen gibt es für die beiden ehemaligen Star-Analysten Jack Grubman und Henry Blodget, die das Vertrauen der Anleger besonders stark missbraucht haben. Grubman zahlt zusätzlich 15 Millionen Dollar, Blodget vier Millionen Dollar. Beide haben sich verpflichtet nie mehr im Wertpapierbereich zu arbeiten. Beide ehemaligen Wall Street-Propheten dürften die Zahlungen gut verschmerzen können. Schätzungen zufolge soll Blodget in der Boomphase 20 Millionen Dollar im Jahr verdient haben.
Auch die Banken wird der Betrag von 1,4 Milliarden Dollar kaum schmerzen. Alleine im ersten Quartal 2003 haben sie zusammen rund 12 Milliarden Dollar verdient.
Allerdings müssen die Zahlungen aus dem Vergleich nicht dass letzte Wort sein. Es ist davon auszugehen, dass eine Flut von Klagen gegen die Banken und Analysten hereinbricht. Besonders gefährdet dafür sind die Credit Suisse First Boston, Merrill Lynch und der Citigroup-Ableger Salomon Smith Barney, denen die SEC "betrügerisches" Verhalten vorwirft.