Von Peter Kleinort, Hamburg
Die europäischen Aktienmärkte werden nach Händlereinschätzung am Freitag eine von den Telekom-Werte angeführte Abwärtsbewegung vollziehen. Als Impuls werden die schwache Wall Street vom Donnerstag und die enttäuschenden Ergebnisse des US-Börsenschwergewichts General Electric angeführt.
Die Citibank berechnet den Dax am Morgen mit 5164 Punkten und den Nemax 50 mit 925 Punkten. Das Düsseldorfer Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax am Morgen bei 5166 Punkten und den Nemax 50 bei 928 Punkten. Die 30 Standardwerte waren am Donnerstag 1,9 Prozent schwächer bei 5163 Punkten und die 50 Wachstumswerte des Neuen Marktes gar drei Prozent schwächer bei 933 Zählern aus dem Handel gegangen. Die Abwärtsbewegung wird durch die erwartete Reaktion europäischer Telekommunikationswerte auf die massiven Unternehmensverluste des US-Netzwerkausrüsters Juniper im vierten Quartal in Gang gesetzt werden.
Die Vorzugsaktien des Düsseldorfer Konsumgüterkonzerns Henkel rücken in die Familie der an den Finanzmärkten vielbeachteten Indizes der Morgan Stanley Capital International (MSCI) auf. Die Aufnahme erfolge zu 31. Mai, teilte MSCI am Donnerstagabend mit. Hintergrund ist eine Änderung bei der Berechnungsmethode der Indizes. Zu den insgesamt 18 Neuzugängen gehören auch die Papiere des US-Mischkonzerns Honeywell , des US-Lebensmittelherstellers Kraft und des russischen Ölförderers Yukos .
Der Energiekonzern Eon bietet einem Zeitungsbericht zufolge der RAG für deren Ruhrgas-Paket die Mehrheit an seiner Spezialchemietochter Degussa an. Zur Finanzierung des Desgussa-Kaufs wolle Eon der RAG einen Kredit von zwei Mrd. Euro einräumen, berichtete die in Essen erscheinende "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) ohne Angabe von Quellen.
Bei Siemens wird gestreikt
Die Warnstreiks in der bayerischen Metallbranche konzentrieren sich seit Freitagmorgen auf die Siemens-Familie. Nach Angaben der IG Metall wurden etwa 9400 Mitarbeiter von Siemens , Infineon und Epcos aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. In ganz Bayern sollten rund 23.000 Beschäftigte an den Warnstreiks teilnehmen. Die Aktionen beenden die erste Warnstreikwelle, mit der die IG Metall ihre Forderungen nach 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt untermauert.
Der vom Ausschluss aus dem Neuen Markt bedrohte Film- und Musikproduzent IN-Motion erwartet ein durchwachsenes Jahr 2002. "Wir haben ein schwieriges Jahr vor uns", sagte der in Folge von Bilanz-Problemen scheidende Finanzchef Klaus Manz der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX am Donnerstag in Frankfurt. Der Umsatz werde steigen, IN-Motion aber rote Zahlen schreiben. Die Jahresplanung will Manz Ende April nach Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Geschäftsquartal (31.12.2001) bekannt geben.
Die Quartalsergebnisse des Internetunternehmens Yahoo und des Mischkonzerns General Electric (GE) sowei wieder aufkeimende Sorgen um die Bilanzierungsmethoden der US-Firmen haben die New Yorker Aktienmärkte am Donnerstag deutlich ins Minus gedrückt. Der Blue-Chip-Index Dow Jones fiel zwei Prozent auf 10.176 Zähler. Der Nasdaq-Index gab 2,4 Prozent auf 1725 Punkte nach.
Verluste in Tokio
Hohe Verluste im Bankensektor haben den Nikkei-Index in Tokio am Freitag zum ersten Mal seit fünf Wochen wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 11.000 Punkten gedrückt. Die Ankündigung der japanischen Finanzaufsicht (FSA), das Ergebnis einer Sonderprüfung heimischer Banken am Freitag bekannt zu geben, lastete Händlern zufolge besonders auf den Aktien der Großbanken. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fiel um 2,2 Prozent auf 10.896 Zähler.
Der Euro zeigte sich in Tokio behauptet. Zum Dollar wurde der Euro mit 0,8812 $ gehandelt nach 0,8806 $ am späten Vortag.
Quelle: FTD.de
Die europäischen Aktienmärkte werden nach Händlereinschätzung am Freitag eine von den Telekom-Werte angeführte Abwärtsbewegung vollziehen. Als Impuls werden die schwache Wall Street vom Donnerstag und die enttäuschenden Ergebnisse des US-Börsenschwergewichts General Electric angeführt.
Die Citibank berechnet den Dax am Morgen mit 5164 Punkten und den Nemax 50 mit 925 Punkten. Das Düsseldorfer Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax am Morgen bei 5166 Punkten und den Nemax 50 bei 928 Punkten. Die 30 Standardwerte waren am Donnerstag 1,9 Prozent schwächer bei 5163 Punkten und die 50 Wachstumswerte des Neuen Marktes gar drei Prozent schwächer bei 933 Zählern aus dem Handel gegangen. Die Abwärtsbewegung wird durch die erwartete Reaktion europäischer Telekommunikationswerte auf die massiven Unternehmensverluste des US-Netzwerkausrüsters Juniper im vierten Quartal in Gang gesetzt werden.
Die Vorzugsaktien des Düsseldorfer Konsumgüterkonzerns Henkel rücken in die Familie der an den Finanzmärkten vielbeachteten Indizes der Morgan Stanley Capital International (MSCI) auf. Die Aufnahme erfolge zu 31. Mai, teilte MSCI am Donnerstagabend mit. Hintergrund ist eine Änderung bei der Berechnungsmethode der Indizes. Zu den insgesamt 18 Neuzugängen gehören auch die Papiere des US-Mischkonzerns Honeywell , des US-Lebensmittelherstellers Kraft und des russischen Ölförderers Yukos .
Der Energiekonzern Eon bietet einem Zeitungsbericht zufolge der RAG für deren Ruhrgas-Paket die Mehrheit an seiner Spezialchemietochter Degussa an. Zur Finanzierung des Desgussa-Kaufs wolle Eon der RAG einen Kredit von zwei Mrd. Euro einräumen, berichtete die in Essen erscheinende "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) ohne Angabe von Quellen.
Bei Siemens wird gestreikt
Die Warnstreiks in der bayerischen Metallbranche konzentrieren sich seit Freitagmorgen auf die Siemens-Familie. Nach Angaben der IG Metall wurden etwa 9400 Mitarbeiter von Siemens , Infineon und Epcos aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. In ganz Bayern sollten rund 23.000 Beschäftigte an den Warnstreiks teilnehmen. Die Aktionen beenden die erste Warnstreikwelle, mit der die IG Metall ihre Forderungen nach 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt untermauert.
Der vom Ausschluss aus dem Neuen Markt bedrohte Film- und Musikproduzent IN-Motion erwartet ein durchwachsenes Jahr 2002. "Wir haben ein schwieriges Jahr vor uns", sagte der in Folge von Bilanz-Problemen scheidende Finanzchef Klaus Manz der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX am Donnerstag in Frankfurt. Der Umsatz werde steigen, IN-Motion aber rote Zahlen schreiben. Die Jahresplanung will Manz Ende April nach Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Geschäftsquartal (31.12.2001) bekannt geben.
Die Quartalsergebnisse des Internetunternehmens Yahoo und des Mischkonzerns General Electric (GE) sowei wieder aufkeimende Sorgen um die Bilanzierungsmethoden der US-Firmen haben die New Yorker Aktienmärkte am Donnerstag deutlich ins Minus gedrückt. Der Blue-Chip-Index Dow Jones fiel zwei Prozent auf 10.176 Zähler. Der Nasdaq-Index gab 2,4 Prozent auf 1725 Punkte nach.
Verluste in Tokio
Hohe Verluste im Bankensektor haben den Nikkei-Index in Tokio am Freitag zum ersten Mal seit fünf Wochen wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 11.000 Punkten gedrückt. Die Ankündigung der japanischen Finanzaufsicht (FSA), das Ergebnis einer Sonderprüfung heimischer Banken am Freitag bekannt zu geben, lastete Händlern zufolge besonders auf den Aktien der Großbanken. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fiel um 2,2 Prozent auf 10.896 Zähler.
Der Euro zeigte sich in Tokio behauptet. Zum Dollar wurde der Euro mit 0,8812 $ gehandelt nach 0,8806 $ am späten Vortag.
Quelle: FTD.de