SPIEGEL ONLINE - 06. März 2002, 23:54
URL: www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,185849,00.html
Flossen 29 Millionen Mark in die Schweiz?
Der Skandal um illegale SPD-Parteispenden in Köln zieht immer weitere Kreise. Wie die Kölner SPD am Mittwochabend berichtete, liege ihr ein Papier aus der Justiz vor, nach dem sich eine Reihe von Firmen der Vorteilsgewährung und Steuerhinterziehung schuldig gemacht haben sollen.
Köln/Berlin - Im Zusammenhang mit der Kölner SPD-Spendenaffäre ermitteln die Behörden wegen umfangreicher Schmiergeldzahlungen. Dem Papier nach sollen laut einem Bericht der Deutschen Presseagentur in den Jahren 1994 bis 1998 insgesamt 29 Millionen Mark an Schweizer Domizil-Gesellschaften geflossen sein, die gegenüber den Finanzbehörden als steuermindernd geltend gemacht, vom Empfänger indes nicht versteuert wurden. Auf den Rechnungen der Schweizer Gesellschaften seien Leistungen ausgewiesen worden, die entweder überhaupt nicht oder nicht im ausgewiesenen Umfang erbracht worden waren. Der Kölner SPD sollen 511.000 Mark zugeflossen sein. Der Verbleib der restlichen 28,5 Millionen Mark sei unklar.
Als Beschuldigter soll der Unternehmer Hellmut Trienekens eine Großspende an die Kölner SPD geleistet haben, die dann aufgeteilt und unter Mitgliedern verteilt worden sei. Dafür hätten die Betreffenden zu Unrecht Spendenquittungen erhalten. Der Geschäftsführer der Kölner Abfallverwertungsgesellschaft (AVG) soll sich der Steuerhinterziehung und der Vorteilsnahme schuldig gemacht haben. Die AVG betreibt die Müllverbrennungsanlage im Kölner Stadtteil Niehl, für deren Bau in den neunziger Jahren die Schmiergelder gezahlt worden sein sollen.
Der Kölner SPD-Vorsitzende Jochen Ott und der Schatzmeister Martin Börschel berichteten weiter, dass die Partei der Staatsanwaltschaft am Mittwoch weitere Finanzakten zur Verfügung gestellt habe.
Bundeskanzler Gerhard Schröder versprach die volle Unterstützung der Bundespartei bei der Aufklärung der Affäre. Er habe "kein Verständnis" für die Vorgänge in Köln, sagte der Parteichef. Wer auch immer mit der Aufklärung betraut sei, werde "jede nur erdenkliche Unterstützung der Bundespartei bekommen".
Sicher hat Kohl sich wieder .... *lol*
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Flossen 29 Millionen Mark in die Schweiz?
Der Skandal um illegale SPD-Parteispenden in Köln zieht immer weitere Kreise. Wie die Kölner SPD am Mittwochabend berichtete, liege ihr ein Papier aus der Justiz vor, nach dem sich eine Reihe von Firmen der Vorteilsgewährung und Steuerhinterziehung schuldig gemacht haben sollen.
Köln/Berlin - Im Zusammenhang mit der Kölner SPD-Spendenaffäre ermitteln die Behörden wegen umfangreicher Schmiergeldzahlungen. Dem Papier nach sollen laut einem Bericht der Deutschen Presseagentur in den Jahren 1994 bis 1998 insgesamt 29 Millionen Mark an Schweizer Domizil-Gesellschaften geflossen sein, die gegenüber den Finanzbehörden als steuermindernd geltend gemacht, vom Empfänger indes nicht versteuert wurden. Auf den Rechnungen der Schweizer Gesellschaften seien Leistungen ausgewiesen worden, die entweder überhaupt nicht oder nicht im ausgewiesenen Umfang erbracht worden waren. Der Kölner SPD sollen 511.000 Mark zugeflossen sein. Der Verbleib der restlichen 28,5 Millionen Mark sei unklar.
Als Beschuldigter soll der Unternehmer Hellmut Trienekens eine Großspende an die Kölner SPD geleistet haben, die dann aufgeteilt und unter Mitgliedern verteilt worden sei. Dafür hätten die Betreffenden zu Unrecht Spendenquittungen erhalten. Der Geschäftsführer der Kölner Abfallverwertungsgesellschaft (AVG) soll sich der Steuerhinterziehung und der Vorteilsnahme schuldig gemacht haben. Die AVG betreibt die Müllverbrennungsanlage im Kölner Stadtteil Niehl, für deren Bau in den neunziger Jahren die Schmiergelder gezahlt worden sein sollen.
Der Kölner SPD-Vorsitzende Jochen Ott und der Schatzmeister Martin Börschel berichteten weiter, dass die Partei der Staatsanwaltschaft am Mittwoch weitere Finanzakten zur Verfügung gestellt habe.
Bundeskanzler Gerhard Schröder versprach die volle Unterstützung der Bundespartei bei der Aufklärung der Affäre. Er habe "kein Verständnis" für die Vorgänge in Köln, sagte der Parteichef. Wer auch immer mit der Aufklärung betraut sei, werde "jede nur erdenkliche Unterstützung der Bundespartei bekommen".
Sicher hat Kohl sich wieder .... *lol*
