KIRCH-GRUPPE: Hexensabbat


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KIRCH-GRUPPE: Hexensabbat

 
18.02.02 19:07
Leo Kirchs Konzernkartenhaus wird von neuen Hiobsbotschaften geschwächt: Sollte der Axel-Springer-Anteil tatsächlich verkauft werden, hätte der Traviata-Kreis um Silvio Berlusconi das Recht, weitere 1,5 Milliarden Euro zu fordern. Der Rechtehandel wurde in Höhe der gleichen Summe verpfändet.

München - Die angeschlagene Kirch-Gruppe muss mit weiteren Schwierigkeiten und noch größerem Druck rechnen. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 22. Februar 2002). Danach lägen die Schulden des Münchener Medienunternehmens mit mindestens sieben Milliarden Euro deutlich höher als bislang vermutet. Wie es weiter heißt, sei auch Kirchs Kerngeschäft, der Rechtehandel, mit rund 1,5 Milliarden Euro verpfändet.

Börsengang nicht realisierbar

Die Fusion von Kirch Media mit der börsennotierten Pro Sieben Sat 1 Media AG ist überdies praktisch zum Stillstand gekommen: Kirchs Plan, sich im Juni an der Börse Kapital zu beschaffen, ist nicht mehr realisierbar.

Die Kirch-Gruppe widersprach unterdessen den Ausführungen des manager magazins. Die für Juni geplante Fusion der ProSiebenSAT.1 Media AG mit der KirchMedia GmbH & Co KGaA werde nicht gestoppt, sagte Unternehmenssprecher Hartmut Schultz. "Die Vorbereitungen laufen. Die Fusion steht nicht zur Disposition", so Schultz.

Wie das manager magazin weiter berichtet, habe Leo Kirch mehreren Gesellschaftern der Kirch Media Ausstiegsoptionen eingeräumt: So kann der so genannte Traviata-Kreis (u. a. der arabische Prinz Al Walid, Silvio Berlusconi und das Investmenthaus Lehman Brothers) nicht nur eine Put-Option ausüben, wenn der Börsengang gestoppt wird, sondern auch, wenn wesentliche Veränderungen im Portfolio der Kirch-Gruppe vorgenommen werden (wie etwa durch den Verkauf der Beteiligung am Springer-Verlag). Die Höhe der Ausstiegsforderung beläuft sich auf bis zu 1,5 Milliarden Euro.

Unternehmenssprecher Schultz wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen. "Wir kommentieren Verträge mit unseren Investoren nicht", so der Sprecher.

Kirchs Gläubigerbanken, so das manager magazin, wollten einen Zusammenbruch der Kirch-Gruppe unter allen Umständen bis April hinauszögern, damit Wertberichtigungen durch eventuelle Kreditausfälle nicht in die Bilanzen des Jahres 2001 einfließen.  
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Schnorrer:

20 Milliarden Euro dürften die Untergrenze sein

 
18.02.02 20:17
bei den Schulden von Kirch.

Wurde hier schon öfters dargestellt.

Berlusconi wird wohl den alten Mann ablösen, und wenn auch nur als Mittelsmann für andere.
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Schnorrer:

Na, wer sagts denn. Bald ist es raus:

 
18.02.02 22:10
Fehlt nur noch das letzte Stück Wahrheit:


Montag 18. Februar 2002, 16:59 Uhr
Kirch soll 13 Milliarden Euro Schulden haben

Medienunternehmen dementiert - Warten auf Springers Bilanz - Telecinco-Gespräche fortgeschritten
München (AP) Die KirchGruppe soll nach einem Bericht des «Wall Street Journal» doppelt so hoch verschuldet sein wie bisher bekannt. Der Medienkonzern stehe mit mindestens 13 Milliarden Euro in der Kreide, berichtete die Zeitung (Montagausgabe) unter Berufung auf eine interne Studie einer Gläubigerbank. Kirch dementierte den Bericht allerdings.

Die Schulden des Unternehmens beliefen sich auf ungefähr sechs Milliarden Euro, sagte ein Sprecher in München. Gläubigerbanken lehnten jeden Kommentar ab. Das «Wall Street Journal» zitierte einen Insider mit den Worten, die 13 Milliarden Euro seien «nur die Schulden, die wir identifizieren können. Aber es könnte noch mehr geben.» Ein Vorstandsmitglied einer anderen Bank habe diese Zahlen allerdings nicht bestätigt.

Kirchs Gläubigerbanken warten unterdessen gespannt auf die Bilanzzahlen des Axel-Springer-Verlages, die am (morgigen) Dienstag veröffentlicht werden sollen. Die HypoVereinsbank will Kirchs 40-Prozent-Anteil an Springer zusammen mit der Dresdner Bank (Frankfurt: 804613.F, Nachrichten) übernehmen und Kirch dafür 1,1 Milliarden Euro zahlen. Die Bilanzzahlen seien für die weiteren Verhandlungen zwischen Dresdner und HypoVereinsbank (Frankfurt: 802200.F, Nachrichten) wichtig, hieß es in Bankenkreisen. Für die Dresdner Bank sei es vorstellbar, gemeinsam mit der Hypovereinsbank Springer-Aktien zu platzieren, hieß es weiter.

Weit fortgeschritten sind nach Angaben von Kirchs-Sprecher Hartmut Schultz unterdessen die Gespräche über den Verkauf der Beteiligung am spanischen Sender Telecinco. Nach Medienberichten will der italienische Medienunternehmer Ministerpräsident Silvio Berlusconi Telecinco demnächst für eine halbe Milliarde Euro kaufen.

Zweifel am Zeitplan für Börsengang
In Bankenkreisen wurden zugleich Zweifel am Zeitplan für den Börsengang der KirchMedia AG laut. Das Umfeld sei «nicht so prickelnd», hieß es. Nach der kompletten Übernahme der Pro-Sieben-Sendergruppe sollte die KirchMedia im Juni an die Börse. Schultz sagte, die Vorbereitungen liefen plangemäß. Kirch verhandle auch weiter mit Springer über die Forderung des Verlages, seinen Anteil an der Pro-Sieben-Gruppe für rund 770 Millionen an Kirch zurück zu geben.

Zum defizitären Abosender Premiere World gebe es keine Verkaufsgespräche, sagte Schultz. Bei der Formel Eins sei Kirch offen, die Autohersteller oder andere Gesellschafter mit aufzunehmen.
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Nowonder:

Gläubiger verfügen über weitere Ausstiegsoptionen

 
18.02.02 22:42
Hamburg (vwd) - Die KirchGruppe wird möglicherweise von weiteren Put-Optionen bedroht. Nach einem Vorabbericht aus dem am Freitag erscheinenden "manager magazin" verfügen mehrere Gesellschafter der KirchMedia GmbH & Co KGaA, Ismaning, über eine Ausstiegsoption. Der so genannte Traviata-Kreis, dem unter anderem der saudische Prinz Al Walid und die US-Bank Lehman Brothers Holdings Inc angehören, könne eine Put-Option sowohl dann ausüben, wenn der für Juni geplante Börsengang gestoppt wird, als auch im Falle wesentlicher Veränderungen im Portfolio der Gruppe. Dazu gehöre auch ein Verkauf der Springer-Beteiligung.

Die Höhe der Ausstiegsforderung beziffert das Magazin mit bis zu 1,5 Mrd EUR. Ferner heißt es, Kirchs Plan, sich im Juni an der Börse frisches Kapital zu beschaffen, sei nicht mehr realisierbar. Die Fusion mit der börsennotierten ProSiebenSAT1 Media AG, Unterföhring, sei praktisch zum Stillstand gekommen.

Laut dem Bericht ist Kirchs Filmrechtehandel und damit das Kerngeschäft des Konzerns mit 1,5 Mrd EUR verpfändet. Die Verbindlichkeiten von Kirch beziffert das "manager magazin" mit insgesamt sieben Mrd EUR. Der Bericht spekuliert, die Gläubigerbanken wollten den Konkurs der KirchGruppe deshalb unter allen Umständen bis April hinauszögern, damit die Blianzen 2001 nicht durch Wertberichtigungen auf Kirch-Kredite belastet würden.

www.vwd.de/news/tmt/381287.html
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