Leo Kirchs Konzernkartenhaus wird von neuen Hiobsbotschaften geschwächt: Sollte der Axel-Springer-Anteil tatsächlich verkauft werden, hätte der Traviata-Kreis um Silvio Berlusconi das Recht, weitere 1,5 Milliarden Euro zu fordern. Der Rechtehandel wurde in Höhe der gleichen Summe verpfändet.
München - Die angeschlagene Kirch-Gruppe muss mit weiteren Schwierigkeiten und noch größerem Druck rechnen. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 22. Februar 2002). Danach lägen die Schulden des Münchener Medienunternehmens mit mindestens sieben Milliarden Euro deutlich höher als bislang vermutet. Wie es weiter heißt, sei auch Kirchs Kerngeschäft, der Rechtehandel, mit rund 1,5 Milliarden Euro verpfändet.
Börsengang nicht realisierbar
Die Fusion von Kirch Media mit der börsennotierten Pro Sieben Sat 1 Media AG ist überdies praktisch zum Stillstand gekommen: Kirchs Plan, sich im Juni an der Börse Kapital zu beschaffen, ist nicht mehr realisierbar.
Die Kirch-Gruppe widersprach unterdessen den Ausführungen des manager magazins. Die für Juni geplante Fusion der ProSiebenSAT.1 Media AG mit der KirchMedia GmbH & Co KGaA werde nicht gestoppt, sagte Unternehmenssprecher Hartmut Schultz. "Die Vorbereitungen laufen. Die Fusion steht nicht zur Disposition", so Schultz.
Wie das manager magazin weiter berichtet, habe Leo Kirch mehreren Gesellschaftern der Kirch Media Ausstiegsoptionen eingeräumt: So kann der so genannte Traviata-Kreis (u. a. der arabische Prinz Al Walid, Silvio Berlusconi und das Investmenthaus Lehman Brothers) nicht nur eine Put-Option ausüben, wenn der Börsengang gestoppt wird, sondern auch, wenn wesentliche Veränderungen im Portfolio der Kirch-Gruppe vorgenommen werden (wie etwa durch den Verkauf der Beteiligung am Springer-Verlag). Die Höhe der Ausstiegsforderung beläuft sich auf bis zu 1,5 Milliarden Euro.
Unternehmenssprecher Schultz wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen. "Wir kommentieren Verträge mit unseren Investoren nicht", so der Sprecher.
Kirchs Gläubigerbanken, so das manager magazin, wollten einen Zusammenbruch der Kirch-Gruppe unter allen Umständen bis April hinauszögern, damit Wertberichtigungen durch eventuelle Kreditausfälle nicht in die Bilanzen des Jahres 2001 einfließen.
München - Die angeschlagene Kirch-Gruppe muss mit weiteren Schwierigkeiten und noch größerem Druck rechnen. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 22. Februar 2002). Danach lägen die Schulden des Münchener Medienunternehmens mit mindestens sieben Milliarden Euro deutlich höher als bislang vermutet. Wie es weiter heißt, sei auch Kirchs Kerngeschäft, der Rechtehandel, mit rund 1,5 Milliarden Euro verpfändet.
Börsengang nicht realisierbar
Die Fusion von Kirch Media mit der börsennotierten Pro Sieben Sat 1 Media AG ist überdies praktisch zum Stillstand gekommen: Kirchs Plan, sich im Juni an der Börse Kapital zu beschaffen, ist nicht mehr realisierbar.
Die Kirch-Gruppe widersprach unterdessen den Ausführungen des manager magazins. Die für Juni geplante Fusion der ProSiebenSAT.1 Media AG mit der KirchMedia GmbH & Co KGaA werde nicht gestoppt, sagte Unternehmenssprecher Hartmut Schultz. "Die Vorbereitungen laufen. Die Fusion steht nicht zur Disposition", so Schultz.
Wie das manager magazin weiter berichtet, habe Leo Kirch mehreren Gesellschaftern der Kirch Media Ausstiegsoptionen eingeräumt: So kann der so genannte Traviata-Kreis (u. a. der arabische Prinz Al Walid, Silvio Berlusconi und das Investmenthaus Lehman Brothers) nicht nur eine Put-Option ausüben, wenn der Börsengang gestoppt wird, sondern auch, wenn wesentliche Veränderungen im Portfolio der Kirch-Gruppe vorgenommen werden (wie etwa durch den Verkauf der Beteiligung am Springer-Verlag). Die Höhe der Ausstiegsforderung beläuft sich auf bis zu 1,5 Milliarden Euro.
Unternehmenssprecher Schultz wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen. "Wir kommentieren Verträge mit unseren Investoren nicht", so der Sprecher.
Kirchs Gläubigerbanken, so das manager magazin, wollten einen Zusammenbruch der Kirch-Gruppe unter allen Umständen bis April hinauszögern, damit Wertberichtigungen durch eventuelle Kreditausfälle nicht in die Bilanzen des Jahres 2001 einfließen.