Die Bestimmungen sind ja alle gut gemeint, aber sie lassen einen unheimlich großen Ermessensspielraum und sind letztendlich ein "Papiertiger".
Der AR wird so gut wie nie aus dem Kreis der freien Aktionäre vorgeschlagen, sondern in aller Regel von den Großaktionären (die bei LuS fehlen), dem Vorstand oder anderen interessengeleiteten Personen aus dem Hintergrund. Deshalb gibt es auch so gut wie nie Kampfabstimmungen. Der AR hat bei kleinen Unternehmen vielmehr üblicherweise eine große Nähe zum Vorstand. Und wenn dieser die Selbstbedienungsmentalität hat, kann er die in aller Regel auch durchsetzen. Genau das hat man bei LuS in der Vergangenheit gesehen.
Und wenn man der Meinung ist, man kann sein Salär gut vor den eigenen Angestellten und den Aktionären vertreten, dann gibt es auch kein Problem, diese Zahlen zu veröffentlichen (auch wenn man dazu gesetzlich nicht verpflichtet ist) wie wir es seit Aufnahme der Börsennotierung bei der WFA machen. Wenn man aber selbst ein ungutes Gefühl mit der Publikation seines Einkommens hat, dann versteckt man es, so wie das schon immer bei LuS der Fall war ....