Anzeige
Meldung des Tages: Gold wird wieder gesucht – und diese Aktie hat laut Analysten weit über +200% Kurspotenzial

Lang & Schwarz Aktie

Aktie
WKN:  LS1LUS ISIN:  DE000LS1LUS9 Branche:  Kapitalmärkte Land:  Deutschland
24,00 €
-0,2 €
-0,83%
16:41:46 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
205,79 Mio. €
Streubesitz
98,72%
KGV
10
Dividende
1,75 €
Dividendenrendite
7,38%
Index-Zuordnung
-
Lang & Schwarz Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Die Lang & Schwarz AG ist ein deutscher Finanzdienstleister mit Fokus auf außerbörslichen Wertpapierhandel, Market Making und börslichen Handelsplatzbetrieb. Das Unternehmen agiert insbesondere als Liquiditätsprovider für Privatanleger und institutionelle Investoren und betreibt mit der Tradegate Exchange eine auf Privatanleger spezialisierte Wertpapierbörse, an der Lang & Schwarz als Market Maker und technischer Dienstleister eng angebunden ist. Der Konzern ist an der Börse notiert und unterliegt der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Kernkompetenzen liegen in der Preisstellung für Aktien, Zertifikate, Optionsscheine, ETFs und weitere strukturierte Produkte, ergänzt um kommissionsfreien Direkthandel über kooperierende Online-Broker.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Lang & Schwarz basiert auf der Funktion als Market Maker im außerbörslichen und börslichen Handel sowie als technischer Infrastrukturanbieter. Das Unternehmen stellt kontinuierlich An- und Verkaufskurse für zahlreiche Finanzinstrumente und verdient an Geld-Brief-Spannen, Handelsmargen und Serviceentgelten. Ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung entsteht durch den Direkthandel mit Endkunden über angegliederte Online-Broker und Neobroker, die Orderströme an Lang & Schwarz routen. Daneben werden Derivate und strukturierte Produkte emittiert und im Sekundärmarkt betreut. Das Geschäftsmodell ist transaktionsgetrieben und stark abhängig von Handelsvolumina, Marktvolatilität und der Attraktivität der angebotenen Handelsplattformen für Privatanleger.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Lang & Schwarz lässt sich als Bereitstellung effizienter, kostengünstiger und möglichst durchgehender Handelbarkeit von Wertpapieren für Privatanleger und professionelle Marktteilnehmer beschreiben. Im Zentrum steht die Kombination aus hoher Liquidität, enger Spread-Struktur und nutzerfreundlichem Zugang über etablierte Online-Broker. Strategisch verfolgt das Unternehmen eine Vertiefung seiner Rolle im Ökosystem der Tradegate Exchange, den weiteren Ausbau des außerbörslichen Handels sowie die Optimierung der IT-Infrastruktur, um hohe Ordervolumina in Spitzenphasen verarbeiten zu können. Regulatorische Konformität, Risikomanagement und die Sicherung der eigenen Reputation als verlässlicher Handelspartner werden als zentrale Eckpfeiler der Unternehmensausrichtung kommuniziert.

Produkte und Dienstleistungen

Lang & Schwarz konzentriert sich auf ein breites Spektrum kapitalmarktorientierter Dienstleistungen. Die Hauptprodukte und -services umfassen:
  • Market Making für in- und ausländische Aktien, ETFs, ETCs und andere Exchange Traded Products
  • Emission und Handel von strukturierten Produkten, darunter Zertifikate und Optionsscheine
  • Außerbörslicher Direkthandel (OTC-Handel) für Privatanleger über kooperierende Online-Broker
  • Market-Maker-Funktion an der Tradegate Exchange für ein breites Universum an Wertpapieren
  • Handelsabwicklung, Preisstellung und Quoting-Services für Partnerbanken und Neobroker
  • Technische Infrastruktur- und IT-Dienstleistungen im Handelssystemumfeld
Der Produktfokus liegt auf liquiden Standardwerten, Nebenwerten und derivativen Instrumenten, die Privatanlegern den Zugang zu internationalen Kapitalmärkten ermöglichen.

Business Units und Struktur

Die Aktivitäten von Lang & Schwarz lassen sich funktional in mehrere Geschäftsfelder unterteilen, auch wenn die externe Berichterstattung sich primär an Handels- und Dienstleistungssegmenten orientiert. Wesentliche Bereiche sind:
  • Market Making und Handel: Kursstellung in Aktien, ETFs und Derivaten, inklusive Eigenhandelsbuch für die Erfüllung von Liquiditätsverpflichtungen
  • Derivate-Emissionsgeschäft: Strukturierung, Emission und laufende Betreuung von Zertifikaten und Optionsscheinen
  • Tradegate-bezogene Dienstleistungen: Erbringung von Liquiditäts- und Market-Maker-Funktionen an der Tradegate Exchange
  • Technologie und Infrastruktur: Entwicklung und Betrieb von Handelssystemen, Schnittstellen zu Brokern und Risikomanagement-Tools
Die Holding-Struktur der Lang & Schwarz AG bündelt diese Aktivitäten über Tochtergesellschaften, insbesondere die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG und verbundene Einheiten, die über die BaFin als Wertpapierinstitute reguliert sind.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal von Lang & Schwarz ist die starke Verankerung im deutschen Neobroker- und Online-Broker-Ökosystem. Die Gesellschaft profitiert von langfristig gewachsenen Verbindungen zu bedeutenden Retail-Brokern, über die ein erheblicher Teil des Orderflusses im außerbörslichen Handel und an der Tradegate Exchange abgewickelt wird. Dieser Orderflow erzeugt Skaleneffekte und Netzwerkeffekte, die Markteintrittsbarrieren für neue Market Maker erhöhen. Weitere strukturelle Vorteile sind:
  • Etablierte technologische Plattform mit hoher Verfügbarkeit und geringen Latenzen
  • Produktspektrum, das speziell auf Privatanlegerbedürfnisse zugeschnitten ist
  • Fokus auf erweiterte Handelszeiten gegenüber klassischen Börsenplätzen
  • Erfahrung in der Emission und Betreuung von strukturierten Produkten für den Retailmarkt
Der Burggraben beruht im Kern auf dem Zugang zu Retail-Orderströmen, der engen Verzahnung mit der Tradegate Exchange und der regulatorischen Zulassung als Wertpapierinstitut. Gleichwohl ist dieser Moat nicht unüberwindbar, da technologische und regulatorische Entwicklungen neue Wettbewerber begünstigen können.

Wettbewerbsumfeld

Lang & Schwarz operiert in einem hoch fragmentierten und wettbewerbsintensiven Markt für Wertpapierhandel und Market Making. Zu den wesentlichen Wettbewerbern im deutschsprachigen Raum zählen unter anderem:
  • flatexDEGIRO Bank AG mit ihrem eigenen außerbörslichen Handelsangebot
  • Baader Bank AG als Market Maker und Handelsbank
  • HSBC Trinkaus & Burkhardt, insbesondere im Bereich strukturierter Produkte
  • Citi, BNP Paribas, Société Générale und andere internationale Emittenten von Derivaten
  • gettex (Bayerische Börse) und Tradegate-Konkurrenten in der Handelsplatzstruktur
Darüber hinaus stehen internationale MTFs und systematische Internalisierer im Wettbewerb um Orderströme und Spreads. Der Preisdruck ist hoch, und die Differenzierung erfolgt primär über Ausführungsqualität, Handelszeiten, Produktauswahl und Integration in die Broker-Frontends.

Management und Strategie

Die Lang & Schwarz AG wird von einem Vorstand geführt, der über Kapitalmarkterfahrung und regulatorisches Know-how verfügt. Das Management verfolgt eine Strategie, die auf stabilem Wachstum im Retailhandelssegment, striktem Risikomanagement und fortlaufender Modernisierung der Handelstechnologie basiert. Nach regulatorischen Auseinandersetzungen und Marktverwerfungen hat die Unternehmensführung verstärkt Schwerpunkte auf Compliance, interne Kontrollen und Kapitalunterlegung gelegt. Strategische Leitlinien umfassen:
  • Vertiefung der Kooperationen mit Neobrokern und Online-Brokern
  • Ausbau des Produktspektrums, insbesondere bei derivativen Retail-Produkten
  • Stärkung der IT-Sicherheit und Skalierbarkeit der Handelssysteme
  • Verbesserung der Transparenz gegenüber Aufsicht, Geschäftspartnern und Anlegern
Die Führungsstruktur zielt darauf ab, operative Effizienz mit konservativem Risikoprofil zu verbinden, da das Geschäftsmodell inhärent handels- und volatilitätsabhängig ist.

Branchen- und Regionenfokus

Lang & Schwarz ist vorwiegend im europäischen Kapitalmarktumfeld aktiv, mit Schwerpunkt Deutschland. Die Gesellschaft bedient den Retail-Broker-Markt, der in den vergangenen Jahren durch die Verbreitung von Neobrokern, Zero-Commission-Modellen und Smartphone-Trading erheblich gewachsen ist. Branchenmäßig ist das Unternehmen im Segment Wertpapierhandel, Market Making und FinTech-nahe Marktplatzinfrastruktur angesiedelt. Die Marktdynamik wird beeinflusst durch:
  • Regulatorische Rahmenbedingungen der EU, insbesondere MiFID II und künftige Marktstrukturreformen
  • Technologische Entwicklungen in algorithmischem Handel und Order-Routing
  • Veränderungen im Anlegerverhalten, etwa Zunahme von Daytrading und ETF-Sparplänen
Regional bleibt Deutschland der wichtigste Markt, wobei internationale Märkte über den Handel ausländischer Aktien und ETFs indirekt bedient werden. Eine starke Abhängigkeit von der Attraktivität des deutschen Retailmarktes stellt gleichzeitig eine Konzentrationsrisiko-Komponente dar.

Unternehmensgeschichte

Lang & Schwarz wurde in den 1990er-Jahren als spezialisierter Finanzdienstleister gegründet, mit anfänglichem Fokus auf den außerbörslichen Handel für Privatanleger. In der Phase des Neuen Marktes und des Technologiebooms etablierte sich das Unternehmen als Anbieter verlängerter Handelszeiten und direktem Zugang zu internationalen Aktien. Mit dem Aufstieg des Online-Brokerage und der Deregulierung europäischer Finanzmärkte entwickelte Lang & Schwarz das Market-Maker-Geschäft weiter und baute die Palette an Zertifikaten und Derivaten aus. Ein Meilenstein war die enge Kooperation mit der Tradegate Exchange, die sich als Retail-orientierter Handelsplatz in Deutschland etablierte. Die Unternehmensgeschichte ist von Phasen kräftigen Wachstums in Zeiten hoher Börsenaktivität und von Rückschlägen in Niedrigvolatilitätsphasen oder bei regulatorischen Anpassungen geprägt. Jüngere Jahre waren dabei von intensivierter Überwachung durch die Aufsicht, strukturellem Wandel im Neobroker-Segment und Anpassungen im Risikomanagement geprägt.

Besonderheiten und regulatorische Aspekte

Eine Besonderheit von Lang & Schwarz liegt in der Doppelrolle als Market Maker sowohl im außerbörslichen Direkthandel als auch an einer spezialisierten Wertpapierbörse. Diese Struktur erfordert umfassendes regulatorisches Reporting, fortlaufende Abstimmung mit der BaFin und die Einhaltung europäischer Marktmissbrauchs- und Transparenzvorschriften. Das Unternehmen war in der Vergangenheit in regulatorische und bilanzielle Fragestellungen involviert, die zu erhöhter Aufmerksamkeit von Aufsicht und Marktteilnehmern geführt haben. Dies hat die Bedeutung eines robusten Compliance-Frameworks und eines konservativen Risikomanagements unterstrichen. Für Anleger ist bedeutsam, dass Ertragsströme stark von Handelsvolumina, Volatilität und Retail-Trading-Aktivität abhängig sind, was zu spürbaren Ergebnis-Schwankungen führen kann. Hinzu kommt eine hohe Sensitivität gegenüber Änderungen der Marktstruktur, etwa durch mögliche Einschränkungen des Payment-for-Orderflow-Modells oder veränderte Anforderungen an Systematische Internalisierer.

Chancen aus Sicht eines konservativen Anlegers

Für konservativ orientierte Investoren ergeben sich bei Lang & Schwarz mehrere potenzielle Chancen:
  • Strukturelles Wachstum des Retail-Anlegersegments, insbesondere durch digitale Broker und kostengünstige Handelsmodelle
  • Skalierbarkeit des Market-Maker-Geschäfts: steigende Ordervolumina können bei stabilen Fixkostenstrukturen überproportional auf die Erträge wirken
  • Starke Position im deutschen Markt für außerbörslichen Handel und im Umfeld der Tradegate Exchange
  • Mögliches Potenzial durch Produktinnovationen im Bereich strukturierter Produkte und ETFs
  • Nutzen von Marktphasen mit hoher Volatilität, in denen Spreads und Handelsaktivität typischerweise anziehen
Der etablierte Markenname im deutschen Retail-Trading-Umfeld und langjährige Geschäftsbeziehungen zu bedeutenden Online-Brokern können die strategische Ausgangslage unterstützen, sofern regulatorische Rahmenbedingungen und technologische Infrastruktur stabil bleiben.

Risiken aus Sicht eines konservativen Anlegers

Dem gegenüber stehen für risikobewusste Anleger mehrere relevante Risikofaktoren:
  • Ergebnisvolatilität: starke Abhängigkeit von Handelsvolumina und Marktstimmung kann zu erheblichen Schwankungen in den Jahresergebnissen führen
  • Regulierungsrisiko: potenzielle Einschränkungen von Geschäftsmodellen im Retailhandel, Veränderungen bei Order-Routing-Regeln oder verschärfte Eigenkapitalanforderungen
  • Reputations- und Compliance-Risiko durch die besondere Sensibilität der Aufsicht für Marktmissbrauchs- und Transparenzthemen
  • Wettbewerbsdruck durch Banken, internationale Market Maker und neue FinTech-Plattformen, die um Orderflow konkurrieren
  • Technologie- und Betriebsrisiko: Störungen der Handelssysteme oder Cybervorfälle könnten das Vertrauen von Brokern und Anlegern beeinträchtigen
  • Konzentrationsrisiko auf den deutschen Retailmarkt und ausgewählte Brokerpartner
Für konservative Investoren bedeutet dies, dass eine gründliche Einschätzung der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells, der Qualität des Risikomanagements und der regulatorischen Entwicklung wesentlich ist. Eine Anlageentscheidung sollte die inhärente Zyklik des Handelsgeschäfts, mögliche künftige Strukturbrüche in der europäischen Marktarchitektur und die Abhängigkeit von Retail-Trends sorgfältig berücksichtigen, ohne daraus eine pauschale Empfehlung abzuleiten.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 23,90 € / 24,00 €
Spread +0,42%
Schluss Vortag 24,20 €
Gehandelte Stücke 2.549
Tagesvolumen Vortag 40.550,8 €
Tagestief 23,80 €
Tageshoch 24,40 €
52W-Tief 17,40 €
52W-Hoch 25,80 €
Jahrestief 22,10 €
Jahreshoch 24,30 €

News

NEU
Kostenloser Report:
5 defensive Top-Picks für 2026!



Weitere News »

Nachrichtenlage zusammengefasst

  • Die Lang & Schwarz AG hat kürzlich ihre Zusammenarbeit mit neuen Partnern bekannt gegeben, um die digitale Handelsinfrastruktur zu verbessern.
  • Das Unternehmen plant, innovative Produkte im Bereich Finanzdienstleistungen anzubieten, um den wachsenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.
  • Analysten haben die positive Entwicklung der Lang & Schwarz AG hervorgehoben, insbesondere im Hinblick auf ihre Anpassungsfähigkeit an neue Marktbedingungen.
Hinweis

Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 739,52 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 50,04 €
Jahresüberschuss in Mio. 22,12 €
Umsatz je Aktie 78,36 €
Gewinn je Aktie 2,34 €
Gewinnrendite +37,17%
Umsatzrendite +2,99%
Return on Investment +2,54%
Marktkapitalisierung in Mio. 181,21 €
KGV (Kurs/Gewinn) 8,21
KBV (Kurs/Buchwert) 3,05
KUV (Kurs/Umsatz) 0,25
Eigenkapitalrendite +37,17%
Eigenkapitalquote +6,84%

Dividenden Historie

Datum Dividende
11.07.2025 1,75 €
05.07.2024 0,55 €
23.06.2023 0,64 €
01.09.2022 1,50 €
18.11.2021 4,00 €
05.07.2019 1,00 €
13.07.2018 1,70 €
14.07.2017 1,15 €
Werbung

Mehr Nachrichten kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse
Benachrichtigungen von ARIVA.DE
(Mit der Bestellung akzeptierst du die Datenschutzhinweise)

Termine

Keine Termine bekannt.

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 23,80 € +0,42%
23,70 € 16:30
Frankfurt 24,00 € +0,84%
23,80 € 08:07
Hamburg 23,90 € +0,42%
23,80 € 16.01.26
München 24,00 € +0,84%
23,80 € 09:05
Stuttgart 23,90 € -0,83%
24,10 € 17:01
Xetra 24,30 € +0,41%
24,20 € 15:08
Tradegate 24,00 € -0,83%
24,20 € 16:41
Quotrix 24,00 € -0,83%
24,20 € 07:27
Gettex 23,90 € -0,83%
24,10 € 17:13
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
16.01.26 24,20 40.551
15.01.26 24,00 260 T
14.01.26 23,90 297 T
13.01.26 23,90 180 T
12.01.26 23,70 127 T
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 23,60 € +0,85%
1 Monat 22,30 € +6,73%
6 Monate 20,10 € +18,41%
1 Jahr 19,60 € +21,43%
5 Jahre 29,4667 € -19,23%

Unternehmensprofil Lang & Schwarz AG

Die Lang & Schwarz AG ist ein deutscher Finanzdienstleister mit Fokus auf außerbörslichen Wertpapierhandel, Market Making und börslichen Handelsplatzbetrieb. Das Unternehmen agiert insbesondere als Liquiditätsprovider für Privatanleger und institutionelle Investoren und betreibt mit der Tradegate Exchange eine auf Privatanleger spezialisierte Wertpapierbörse, an der Lang & Schwarz als Market Maker und technischer Dienstleister eng angebunden ist. Der Konzern ist an der Börse notiert und unterliegt der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Kernkompetenzen liegen in der Preisstellung für Aktien, Zertifikate, Optionsscheine, ETFs und weitere strukturierte Produkte, ergänzt um kommissionsfreien Direkthandel über kooperierende Online-Broker.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Lang & Schwarz basiert auf der Funktion als Market Maker im außerbörslichen und börslichen Handel sowie als technischer Infrastrukturanbieter. Das Unternehmen stellt kontinuierlich An- und Verkaufskurse für zahlreiche Finanzinstrumente und verdient an Geld-Brief-Spannen, Handelsmargen und Serviceentgelten. Ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung entsteht durch den Direkthandel mit Endkunden über angegliederte Online-Broker und Neobroker, die Orderströme an Lang & Schwarz routen. Daneben werden Derivate und strukturierte Produkte emittiert und im Sekundärmarkt betreut. Das Geschäftsmodell ist transaktionsgetrieben und stark abhängig von Handelsvolumina, Marktvolatilität und der Attraktivität der angebotenen Handelsplattformen für Privatanleger.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Lang & Schwarz lässt sich als Bereitstellung effizienter, kostengünstiger und möglichst durchgehender Handelbarkeit von Wertpapieren für Privatanleger und professionelle Marktteilnehmer beschreiben. Im Zentrum steht die Kombination aus hoher Liquidität, enger Spread-Struktur und nutzerfreundlichem Zugang über etablierte Online-Broker. Strategisch verfolgt das Unternehmen eine Vertiefung seiner Rolle im Ökosystem der Tradegate Exchange, den weiteren Ausbau des außerbörslichen Handels sowie die Optimierung der IT-Infrastruktur, um hohe Ordervolumina in Spitzenphasen verarbeiten zu können. Regulatorische Konformität, Risikomanagement und die Sicherung der eigenen Reputation als verlässlicher Handelspartner werden als zentrale Eckpfeiler der Unternehmensausrichtung kommuniziert.

Produkte und Dienstleistungen

Lang & Schwarz konzentriert sich auf ein breites Spektrum kapitalmarktorientierter Dienstleistungen. Die Hauptprodukte und -services umfassen:
  • Market Making für in- und ausländische Aktien, ETFs, ETCs und andere Exchange Traded Products
  • Emission und Handel von strukturierten Produkten, darunter Zertifikate und Optionsscheine
  • Außerbörslicher Direkthandel (OTC-Handel) für Privatanleger über kooperierende Online-Broker
  • Market-Maker-Funktion an der Tradegate Exchange für ein breites Universum an Wertpapieren
  • Handelsabwicklung, Preisstellung und Quoting-Services für Partnerbanken und Neobroker
  • Technische Infrastruktur- und IT-Dienstleistungen im Handelssystemumfeld
Der Produktfokus liegt auf liquiden Standardwerten, Nebenwerten und derivativen Instrumenten, die Privatanlegern den Zugang zu internationalen Kapitalmärkten ermöglichen.

Business Units und Struktur

Die Aktivitäten von Lang & Schwarz lassen sich funktional in mehrere Geschäftsfelder unterteilen, auch wenn die externe Berichterstattung sich primär an Handels- und Dienstleistungssegmenten orientiert. Wesentliche Bereiche sind:
  • Market Making und Handel: Kursstellung in Aktien, ETFs und Derivaten, inklusive Eigenhandelsbuch für die Erfüllung von Liquiditätsverpflichtungen
  • Derivate-Emissionsgeschäft: Strukturierung, Emission und laufende Betreuung von Zertifikaten und Optionsscheinen
  • Tradegate-bezogene Dienstleistungen: Erbringung von Liquiditäts- und Market-Maker-Funktionen an der Tradegate Exchange
  • Technologie und Infrastruktur: Entwicklung und Betrieb von Handelssystemen, Schnittstellen zu Brokern und Risikomanagement-Tools
Die Holding-Struktur der Lang & Schwarz AG bündelt diese Aktivitäten über Tochtergesellschaften, insbesondere die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG und verbundene Einheiten, die über die BaFin als Wertpapierinstitute reguliert sind.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal von Lang & Schwarz ist die starke Verankerung im deutschen Neobroker- und Online-Broker-Ökosystem. Die Gesellschaft profitiert von langfristig gewachsenen Verbindungen zu bedeutenden Retail-Brokern, über die ein erheblicher Teil des Orderflusses im außerbörslichen Handel und an der Tradegate Exchange abgewickelt wird. Dieser Orderflow erzeugt Skaleneffekte und Netzwerkeffekte, die Markteintrittsbarrieren für neue Market Maker erhöhen. Weitere strukturelle Vorteile sind:
  • Etablierte technologische Plattform mit hoher Verfügbarkeit und geringen Latenzen
  • Produktspektrum, das speziell auf Privatanlegerbedürfnisse zugeschnitten ist
  • Fokus auf erweiterte Handelszeiten gegenüber klassischen Börsenplätzen
  • Erfahrung in der Emission und Betreuung von strukturierten Produkten für den Retailmarkt
Der Burggraben beruht im Kern auf dem Zugang zu Retail-Orderströmen, der engen Verzahnung mit der Tradegate Exchange und der regulatorischen Zulassung als Wertpapierinstitut. Gleichwohl ist dieser Moat nicht unüberwindbar, da technologische und regulatorische Entwicklungen neue Wettbewerber begünstigen können.

Wettbewerbsumfeld

Lang & Schwarz operiert in einem hoch fragmentierten und wettbewerbsintensiven Markt für Wertpapierhandel und Market Making. Zu den wesentlichen Wettbewerbern im deutschsprachigen Raum zählen unter anderem:
  • flatexDEGIRO Bank AG mit ihrem eigenen außerbörslichen Handelsangebot
  • Baader Bank AG als Market Maker und Handelsbank
  • HSBC Trinkaus & Burkhardt, insbesondere im Bereich strukturierter Produkte
  • Citi, BNP Paribas, Société Générale und andere internationale Emittenten von Derivaten
  • gettex (Bayerische Börse) und Tradegate-Konkurrenten in der Handelsplatzstruktur
Darüber hinaus stehen internationale MTFs und systematische Internalisierer im Wettbewerb um Orderströme und Spreads. Der Preisdruck ist hoch, und die Differenzierung erfolgt primär über Ausführungsqualität, Handelszeiten, Produktauswahl und Integration in die Broker-Frontends.

Management und Strategie

Die Lang & Schwarz AG wird von einem Vorstand geführt, der über Kapitalmarkterfahrung und regulatorisches Know-how verfügt. Das Management verfolgt eine Strategie, die auf stabilem Wachstum im Retailhandelssegment, striktem Risikomanagement und fortlaufender Modernisierung der Handelstechnologie basiert. Nach regulatorischen Auseinandersetzungen und Marktverwerfungen hat die Unternehmensführung verstärkt Schwerpunkte auf Compliance, interne Kontrollen und Kapitalunterlegung gelegt. Strategische Leitlinien umfassen:
  • Vertiefung der Kooperationen mit Neobrokern und Online-Brokern
  • Ausbau des Produktspektrums, insbesondere bei derivativen Retail-Produkten
  • Stärkung der IT-Sicherheit und Skalierbarkeit der Handelssysteme
  • Verbesserung der Transparenz gegenüber Aufsicht, Geschäftspartnern und Anlegern
Die Führungsstruktur zielt darauf ab, operative Effizienz mit konservativem Risikoprofil zu verbinden, da das Geschäftsmodell inhärent handels- und volatilitätsabhängig ist.

Branchen- und Regionenfokus

Lang & Schwarz ist vorwiegend im europäischen Kapitalmarktumfeld aktiv, mit Schwerpunkt Deutschland. Die Gesellschaft bedient den Retail-Broker-Markt, der in den vergangenen Jahren durch die Verbreitung von Neobrokern, Zero-Commission-Modellen und Smartphone-Trading erheblich gewachsen ist. Branchenmäßig ist das Unternehmen im Segment Wertpapierhandel, Market Making und FinTech-nahe Marktplatzinfrastruktur angesiedelt. Die Marktdynamik wird beeinflusst durch:
  • Regulatorische Rahmenbedingungen der EU, insbesondere MiFID II und künftige Marktstrukturreformen
  • Technologische Entwicklungen in algorithmischem Handel und Order-Routing
  • Veränderungen im Anlegerverhalten, etwa Zunahme von Daytrading und ETF-Sparplänen
Regional bleibt Deutschland der wichtigste Markt, wobei internationale Märkte über den Handel ausländischer Aktien und ETFs indirekt bedient werden. Eine starke Abhängigkeit von der Attraktivität des deutschen Retailmarktes stellt gleichzeitig eine Konzentrationsrisiko-Komponente dar.

Unternehmensgeschichte

Lang & Schwarz wurde in den 1990er-Jahren als spezialisierter Finanzdienstleister gegründet, mit anfänglichem Fokus auf den außerbörslichen Handel für Privatanleger. In der Phase des Neuen Marktes und des Technologiebooms etablierte sich das Unternehmen als Anbieter verlängerter Handelszeiten und direktem Zugang zu internationalen Aktien. Mit dem Aufstieg des Online-Brokerage und der Deregulierung europäischer Finanzmärkte entwickelte Lang & Schwarz das Market-Maker-Geschäft weiter und baute die Palette an Zertifikaten und Derivaten aus. Ein Meilenstein war die enge Kooperation mit der Tradegate Exchange, die sich als Retail-orientierter Handelsplatz in Deutschland etablierte. Die Unternehmensgeschichte ist von Phasen kräftigen Wachstums in Zeiten hoher Börsenaktivität und von Rückschlägen in Niedrigvolatilitätsphasen oder bei regulatorischen Anpassungen geprägt. Jüngere Jahre waren dabei von intensivierter Überwachung durch die Aufsicht, strukturellem Wandel im Neobroker-Segment und Anpassungen im Risikomanagement geprägt.

Besonderheiten und regulatorische Aspekte

Eine Besonderheit von Lang & Schwarz liegt in der Doppelrolle als Market Maker sowohl im außerbörslichen Direkthandel als auch an einer spezialisierten Wertpapierbörse. Diese Struktur erfordert umfassendes regulatorisches Reporting, fortlaufende Abstimmung mit der BaFin und die Einhaltung europäischer Marktmissbrauchs- und Transparenzvorschriften. Das Unternehmen war in der Vergangenheit in regulatorische und bilanzielle Fragestellungen involviert, die zu erhöhter Aufmerksamkeit von Aufsicht und Marktteilnehmern geführt haben. Dies hat die Bedeutung eines robusten Compliance-Frameworks und eines konservativen Risikomanagements unterstrichen. Für Anleger ist bedeutsam, dass Ertragsströme stark von Handelsvolumina, Volatilität und Retail-Trading-Aktivität abhängig sind, was zu spürbaren Ergebnis-Schwankungen führen kann. Hinzu kommt eine hohe Sensitivität gegenüber Änderungen der Marktstruktur, etwa durch mögliche Einschränkungen des Payment-for-Orderflow-Modells oder veränderte Anforderungen an Systematische Internalisierer.

Chancen aus Sicht eines konservativen Anlegers

Für konservativ orientierte Investoren ergeben sich bei Lang & Schwarz mehrere potenzielle Chancen:
  • Strukturelles Wachstum des Retail-Anlegersegments, insbesondere durch digitale Broker und kostengünstige Handelsmodelle
  • Skalierbarkeit des Market-Maker-Geschäfts: steigende Ordervolumina können bei stabilen Fixkostenstrukturen überproportional auf die Erträge wirken
  • Starke Position im deutschen Markt für außerbörslichen Handel und im Umfeld der Tradegate Exchange
  • Mögliches Potenzial durch Produktinnovationen im Bereich strukturierter Produkte und ETFs
  • Nutzen von Marktphasen mit hoher Volatilität, in denen Spreads und Handelsaktivität typischerweise anziehen
Der etablierte Markenname im deutschen Retail-Trading-Umfeld und langjährige Geschäftsbeziehungen zu bedeutenden Online-Brokern können die strategische Ausgangslage unterstützen, sofern regulatorische Rahmenbedingungen und technologische Infrastruktur stabil bleiben.

Risiken aus Sicht eines konservativen Anlegers

Dem gegenüber stehen für risikobewusste Anleger mehrere relevante Risikofaktoren:
  • Ergebnisvolatilität: starke Abhängigkeit von Handelsvolumina und Marktstimmung kann zu erheblichen Schwankungen in den Jahresergebnissen führen
  • Regulierungsrisiko: potenzielle Einschränkungen von Geschäftsmodellen im Retailhandel, Veränderungen bei Order-Routing-Regeln oder verschärfte Eigenkapitalanforderungen
  • Reputations- und Compliance-Risiko durch die besondere Sensibilität der Aufsicht für Marktmissbrauchs- und Transparenzthemen
  • Wettbewerbsdruck durch Banken, internationale Market Maker und neue FinTech-Plattformen, die um Orderflow konkurrieren
  • Technologie- und Betriebsrisiko: Störungen der Handelssysteme oder Cybervorfälle könnten das Vertrauen von Brokern und Anlegern beeinträchtigen
  • Konzentrationsrisiko auf den deutschen Retailmarkt und ausgewählte Brokerpartner
Für konservative Investoren bedeutet dies, dass eine gründliche Einschätzung der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells, der Qualität des Risikomanagements und der regulatorischen Entwicklung wesentlich ist. Eine Anlageentscheidung sollte die inhärente Zyklik des Handelsgeschäfts, mögliche künftige Strukturbrüche in der europäischen Marktarchitektur und die Abhängigkeit von Retail-Trends sorgfältig berücksichtigen, ohne daraus eine pauschale Empfehlung abzuleiten.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 205,79 Mio. €
Aktienanzahl 9,44 Mio.
Streubesitz 98,72%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Finanzen
Branche Kapitalmärkte
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+1,28% Weitere
+98,72% Streubesitz

Community-Beiträge zu Lang & Schwarz AG

  • Community-Beiträge
  • Aktuellste Threads

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Teilnehmer reagieren auf Ad‑hoc‑Meldungen zu einem Rekordergebnis aus der Handelstätigkeit 2025 (z. B. €145 Mio. vs. €109 Mio. 2024) und bewerten dies teils als Bestätigung für ein starkes Jahr und eine mögliche Kursrallye, während andere anmerken, die Informationen seien größtenteils bereits bekannt und daher nicht zwangsläufig kurstreibend.
  • Ein zentrales Thema sind unterschiedliche Dividendenerwartungen — von vorsichtigen Schätzungen um €2,00 (vs. €1,75 2024; genannte Rendite ~8,8% bei Kurs ~€22,80) bis hin zu Spekulationen von deutlich höheren Ausschüttungen bis €3,50 — wobei mehrere Nutzer wegen möglicher Rückstellungen (u. a. im Zusammenhang mit dem Ende von PFOF), steigenden Kosten und Steuern eine defensivere Dividende von rund €2–2,50 erwarten.
  • Weitere Diskussionspunkte sind die starke monatliche Umsatzvolatilität, Unsicherheit über Nachhaltigkeit des Handelsvolumens, die Bedeutung des Ausblicks für 2026 sowie mögliche regulatorische Änderungen Mitte 2026, die die künftige Entwicklung und Bewertungsbildung beeinflussen könnten.
Hinweis
Avatar des Verfassers
hobbytrader79
Ergänzungen meinerseits zur HV
Cumex: interne Prüfungen sind abgeschlossen und ab 2011 ist nix mehr zu erwarten, dadurch sinken erstmal die Rechtskosten der Prüfung. Den Vorgang beenden kann nur die Behörde und wann die Bescheide eintrudeln weiß keiner. PFOF: Es gibt mehrere Lösungen, aber bisher hat sich noch kein Kunde für einen Weg entschieden. Die Vorstände sehen durch Pfof auch Chancen, weil sich der Markt neu sortiert und L&S innovativ, schnell und mit einer hohen Qualität arbeitet, eventuell können dadurch auch neue Kunden gewonnen werden.
Avatar des Verfassers
1erGrandCru
Heute HV

Unter anderem wurden die beiden neuen Vorstände vorgestellt. Herr Reidel war vor Ort und seine Präsentation war eher unsicher aber seine Qualitäten liegen eher in der IT, die ja auch bei L&S immer wichtiger wird. Herr Fleischmanns Videobotschaft war deutlich souveräner aber das ist ja auch leichter, wenn man nicht vor Ort ist. Die Persönlichkeit und Erfahrung von Herrn Klanten ist sicherlich schwer zu ersetzen aber auch er war bei seiner ersten HV Vorstellung sehr unsicher. 

Zu Cum-Ex wurde natürlich wieder was erzählt und man kommt hier sicherlich ans Ende. Es stehen nur noch 2010-11 aus und die Rückstellungen sollten reichen. Ende 2027/28 sollten die letzten beiden Steuerbescheide eintrudeln. Eine monatliche Rückstellung über 100K für die Zinsen wird dann wegfallen und Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 200K im Monat reduzieren sich schon und fallen dann auch weg. 

Zu PFOF wollen sie noch nichts sagen, da sie ja in Verhandlungen mit den Brokern stehen. Da es ab 1.7.26 wegfällt müssen eher die Broker schauen, wie sie an ihre Einnahmen kommen. Man wird da schon eine Lösung finden und was auch immer man dann berechnet wird  sowieso vom Aktionär bezahlt. Die Margen sind eher rückläufig durch den Wettbewerb anderer Market Maker, die jetzt ebenfalls nachbörslichen Handel anbieten. Der höhere Umsatz sollte das aber kompensieren.

Das Gemecker über die Tranparenz bei den Quartalsergebnissen verstehe ich nicht. L&S ist ein kleines Unternehmen mit 80MA und muss in der Häufigkeit gar nicht berichten. Dass sie es inzwischen dennoch tun, ist doch eine deutliche Verbesserung gegenüber früher. Die Quartalsberichte kommen immer 6 Wochen nach dem Quartalsabschluss und das sollte doch reichen.

Ich bleibe dabei und freue mich auf die Dividenden, die m.M. eher leicht steigen werden. Ab 2026/27 sollte dann auch der Kurs wieder Richtung Höchststand wandern.

Avatar des Verfassers
Altersvorsorger_HH
@gofran

Die Zukunftsfantantsie ist das Eine. Das andere ist einfach die sehr bescheidene Kommunikation von L&S.

Quartalsergebnisse werden dieses Jahr nicht mehr zeitnah geteilt. Was in meinen Augen fragwürdig ist. Nach dem hohen Volumen haben ja einige mit hohen Gewinnen gerechnet und dann gab es plötzlich die kalte Dusche, die vermutlich seit Wochen bekannt war.

Wie man sich die Zeit nach dem Ende von PfOF vorstellt weiß keiner.

Margen wurden reduziert, welchen Einfluss das hat, gute Frage. 


Avatar des Verfassers
totenkopf
@Lerchengrund
Das Unternehmen wuchs halt stark. Das erfordert Investitionen in Hedges in Form von Käufen von Wertpapieren (zur Absicherung von Kundenpositionen). Das sagt mittelfristig aber nichts über die Kraft zur Generierung von freien Kapitalflüssen aus. Ginge das Geschäftsvolumen zurück, könnten Hedges aufgelöst werden und der Cashflow sähe ganz anders aus. In Summe liegt der freie CF momentan dort wo er ist, wegen der Bilanzsummenausweitung, die finanziert werden muss. Man sieht auch in der Bilanz, dass sie das Wachstum mit einer Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken fördern, um ausreichend Eigenkapital für die höhere Bilanzsumme und das höhere Geschäftsvolumen haben. Das könnte schnell drehen, falls keine zufriedenstellende Lösung für den Wegfall des PFOF gefunden wird.
Avatar des Verfassers
VerlustExperte
Die HauptVersammlung
könnte unverhofft einen Wendepunkt darstellen. Nicht allein, dass danach endlich der Dividendenabschlag bzw. die anhängige Kapitalertragssteuer aus dem Weg geräumt ist, sondern die Aussagen und Informationen hinsichtlich der Neuausrichtung 2026 könnten die Fantasie beflügeln. Im Moment stellt sich die Situation doch in etwa wie folgt dar: Kursgewinn seit 31.12.2024 ca 3,60 EUR - Nettoergebnis für die ersten 6 Monate ca. 3,30 EUR Das entspricht quasi einem KGV von 1 und ist sicher kein Kennzeichen überbordender Euphorie Angenommen, das Jahr endet mit 5 EUR Netto-Ergebnis, u.a. weil auf eine freiwillige Dotierung des Bankenfonds verzichtet wird und ein Steuerbescheid für die Jahre 2010/11 ausbleibt - dann gäbe es Spielraum für eine Dividende in Höhe von bspw 3,25 EUR - ich bezweifle, dass die Aktie in dem Fall in 12 Monate bei 22 EUR notiert.
Avatar des Verfassers
seitzmann
...
https://stock3.com/news/jeden-tag-neue-rekorde-die-leute-handeln-wie-verrueckt-16279572
Avatar des Verfassers
voltaren
ja, meinung hab ich.
würde dieses szenario nicht im raum stehen, dann wäre der aktienkurs von lang&schwarz doppelt so hoch. mindestens. ob damit das risiko bereits eingepreist ist, darüber kann man streiten. ich persönlich fände eine vertiefte partnerschaft inklusive gegenseitiger bzw einseitiger finanzieller beteiligung das sinnvollste. und das ist auch meine prognose zu diesem thema. sollte allerdings trade republic ab 2026 alles selber machen wollen, dann ist es halt so. l&s hat auch so noch assets, aber natürlich würden die börsenumsätze zumindest vorübergehend deutlich schrumpfen. ps: ich als kunde möchte übrigens nicht, dass mein broker zugleich der market maker und auch noch gleich der börsenbetreiber ist - das wäre mir dann etwas zuviel macht in einer hand und ich hätte immer ein komisches gefühl beim traden. und ich bin sicher nicht der einzige, der so denkt.
Avatar des Verfassers
Katjuscha
Sieht weiterhin sehr bullish aus
Fundamental sowieso, aber auch der Chart hat mit perfekter Bullenflagge und steigender 200TL auskonsolidiert und nun die Zwischenhochs bei 20-21 deutlich überwunden. Damit ist jetzt Potenzial bis 31-32 € in den nächsten 2-3 Monaten vorhanden.
the harder we fight the higher the wall
Avatar des Verfassers
nightfly
die heißesten Sachen
imho diese Woche passen leider terminlich nicht ganz zusammen. Am Mittwoch brauche ich Geld für Ariston,und am Abend gibts Zahlen von Evergreen Solar,wo ich eigentlich auch schnelle 20% sehe,und Donnerstag früh dann LUS.Schlecht zum switchen. Die Frage ist,wenn LUS wirklich gute Zahlen veröffentlicht, nutzen das nicht viele Kleinaktionäre zum Verkauf, so wie ich das in einigen Postings entnehmen kann,und wird dieser Schwund dann durch Fonds z.B. kompensiert?? @boersenfreak -Magix läuft nicht davon. mfg nf
Avatar des Verfassers
Pantani
dann kauf LUS.
Für Börsenspekulationen ist der Februar einer der gefährlichsten Monate. Die anderen sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Oktober.(Mark Twain)
Avatar des Verfassers
Börsenfreak89
schwere
entscheidung da ich nur noch wenig kapital zu verfügung habe werde ich montag entweder: Magix AG, forsys,betonusa oder lang&schwarz kaufen mal sehen... welche aktie haltet ihr für die beste?
Avatar des Verfassers
Pantani
Unter 11 Euro
wäre noch ein guter Einstieg, am Montach. Greetz Pantani
Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Zum Thread wechseln

Häufig gestellte Fragen zur Lang & Schwarz Aktie und zum Lang & Schwarz Kurs

Der aktuelle Kurs der Lang & Schwarz Aktie liegt bei 24,00 €.

Für 1.000€ kann man sich 41,67 Lang & Schwarz Aktien kaufen.

Die 1 Monats-Performance der Lang & Schwarz Aktie beträgt aktuell 6,73%.

Die 1 Jahres-Performance der Lang & Schwarz Aktie beträgt aktuell 21,43%.

Der Aktienkurs der Lang & Schwarz Aktie liegt aktuell bei 24,00 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 6,73% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Lang & Schwarz eine Wertentwicklung von 12,26% aus und über 6 Monate sind es 18,41%.

Das 52-Wochen-Hoch der Lang & Schwarz Aktie liegt bei 25,80 €.

Das 52-Wochen-Tief der Lang & Schwarz Aktie liegt bei 17,40 €.

Das Allzeithoch von Lang & Schwarz liegt bei 51,17 €.

Das Allzeittief von Lang & Schwarz liegt bei 3,80 €.

Die Volatilität der Lang & Schwarz Aktie liegt derzeit bei 42,65%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Lang & Schwarz in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 205,79 Mio. €

Insgesamt sind 9,4 Mio Lang & Schwarz Aktien im Umlauf.

Am 10.02.2022 gab es einen Split im Verhältnis 1:3.

Am 10.02.2022 gab es einen Split im Verhältnis 1:3.

Lang & Schwarz hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

Lang & Schwarz gehört zum Sektor Kapitalmärkte.

Das KGV der Lang & Schwarz Aktie beträgt 10.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Lang & Schwarz betrug 739.518.269 €.

Ja, Lang & Schwarz zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 11.07.2025 eine Dividende in Höhe von 1,75 € gezahlt.

Zuletzt hat Lang & Schwarz am 11.07.2025 eine Dividende in Höhe von 1,75 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 7,38%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Lang & Schwarz wurde am 11.07.2025 in Höhe von 1,75 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 7,38%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 11.07.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 1,75 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.