Keine Verfassungskrise, kein Betrug!


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Keine Verfassungskrise, kein Betrug!

 
24.03.02 19:38
Nicht die Abstimmung im Bundesrat ist der Skandal, sondern die Haltung der Union zur Zuwanderung.

Je knapper ein Rennen ausgeht, desto höher fliegen die Emotionen. So auch nach der Abstimmung zum Zuwanderungsgesetz im Bundesrat. Kaum hatte Ratspräsident Klaus Wowereit die zerstrittenen Brandenburger als "Ja"-Stimme gewertet, sprachen Politiker und Medien von einer Verfassungskrise. Ein maßloser Vorwurf. Krisen sind Situationen, in denen nicht mehr sicher ist, ob ein System ein Problem mit Mitteln lösen kann, die innerhalb des Systems legal sind. Daran besteht in diesem Fall aber kein Zweifel. Natürlich wird das Problem verfassungstreu gelöst werden. Also gibt es keine Krise.

Auch der zweite Vorwurf wird sich schnell als haltlos erweisen: Wowereit habe bewusst die Verfassung gebrochen, indem er die Abstimmungsregeln manipuliert habe. Diese Kritik ist unfair. Nach dem Grundgesetz müssen die Länder ihre Stimmen im Bundesrat im Block abgeben. Als Versammlungsleiter hat Wowereit Brandenburg korrekt aufgerufen, bekam dann aber von zwei anwesenden Landesministern - einer davon Jörg Schönbohm - unterschiedliche Antworten.

Es blieb dem Versammlungsleiter nichts anderes übrig, als den brandenburgischen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe um Klarstellung zu bitten. Nach der Verfassung des Landes Brandenburg vertritt der Ministerpräsident dieses nach außen. In den Potsdamer Koalitionsverträgen zwischen SPD und CDU ist das zwar komplizierter geregelt, aber darauf hat ein Bundesratspräsident nicht zu achten. Auf Wowereits Nachfrage hat Stolpe eine klare Antwort gegeben: "Ja". Diese hat Wowereit dann als "Ja"-Stimme gewertet.

Keine vorsätzliche Manipulation

Ob beim offenen Dissens eines Landes im Bundesrat die Stimme des Ministerpräsidenten den Ausschlag gibt, ist eine komplizierte verfassungsrechtliche Frage. Es wird einige Zeit dauern, bis sich die juristische Abteilung des Bundespräsidenten, bei dem das Gesetz nun zur Unterschrift liegt, eine Meinung dazu bildet. Vielleicht lässt das Grundgesetz hier eine Lücke, die nur durch einen Spruch des Verfassungsgerichts oder durch eine Verfassungsänderung geschlossen werden kann. Wie auch immer diese Diskussion ausgeht: Niemand kann Klaus Wowereit vorwerfen, das juristische Problem am Freitag nicht ad hoc perfekt gelöst zu haben. Selbst wenn das Verfassungsgericht seine Entscheidung aufheben sollte - die Abstimmung hat er nicht vorsätzlich manipuliert.

Also keine Verfassungskrise und auch kein Wahlbetrug. Sondern lediglich ein juristischer Disput um ein Detail des Grundgesetzes. Sobald sich diese Einsicht durchgesetzt hat, wird der Blick frei für die politische Dimension dessen, was am Freitag geschehen ist: Wieder einmal ist Deutschland an der Lösung einer wichtigen Zukunftsfrage gescheitert.

Ob das Gesetz nun in Kraft tritt oder nicht - eine klare Mehrheit für eine vernünftige Zuwanderung gibt es nicht. Das liegt an der unheilvollen Rolle von CDU und CSU. Politiker wie Hessens Ministerpräsident Roland Koch und Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm sind viel zu intelligent, um die Dimension des Problems nicht zu begreifen. Ohne Zuwanderung läuft Deutschland schnurstracks auf die größte demografische und damit wirtschaftliche Krise seiner Nachkriegsgeschichte zu. Ohne Zuwanderung schrumpft die Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten womöglich um 20 auf rund 60 Millionen Einwohner.

Ein Viertel weniger Konsumenten

Was das zum Beispiel für die Immobilienmärkte heißt, kann man sich leicht ausmalen: 25 Prozent weniger Nachfrage bei nicht reduzierbarem Angebot löst automatisch einen Preisrutsch aus. Immobilien bilden einen großen Bilanzposten von Privatleuten und Unternehmen, vor allen Dingen von Banken und Versicherungen. Sie müssen ihren Immobilienbesitz zwangsläufig abwerten. Die Krise wird jede einzelne Bilanz berühren.

Fast alle anderen Branchen werden mitleiden. 25 Prozent weniger Konsumenten lassen kein Unternehmen kalt. Am härtesten trifft es die öffentlichen Sicherungssysteme. Kranken-, Sozial- und Arbeitslosenversicherung landen entweder im Bankrott oder müssen ihre Leistungen massiv einschränken.

Wie können CDU/CSU angesichts dieser Lage gegen ein intelligentes Zuwanderungsgesetz sein? Es sind zwei Gründe. Einerseits fürchten sich Teile der Basis vor "Überfremdung", weil sie bisher vor allem unqualifizierte Fluchtzuwanderung erlebt haben. Diesen Menschen klarzumachen, dass qualifizierte Einwanderung nach dem Modell von Australien, Neuseeland oder Kanada etwas völlig anderes ist, wäre Aufgabe der führenden Unionspolitiker gewesen. Doch stattdessen schüren Leute wie Koch und Schönbohm die Ressentiments weiter, gegen besseres Wissen.

Andererseits - und das ist der zweite, wichtigere Grund - will die Union aus wahltaktischen Gründen kein erfolgreiches Zuwanderungsgesetz von Rot-Grün. Die Köpfe von CDU und CSU sagen im Hintergrundgespräch offen, dass sie nach einer gewonnenen Wahl ein eigenes Gesetz verabschieden würden, das dem jetzigen sehr ähnlich sein dürfte. Auf dieses halbe oder ganze Jahr komme es nun auch nicht mehr an, sagen sie.

Doch das ist ein Irrtum. Es kommt auf jeden Monat an. Die Blockadepolitik der Union ist so schädlich wie damals die von Lafontaine. Genau dieses kurzsichtige Taktieren ist es, das dem Land am meisten schadet.

Gruß
Happy End
ftd.de
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gerschmi:

Verfassungskrise

 
24.03.02 19:48
Da kann ich mich nur anschließen.
Diese Verfassungskrise wird von Herrn Stoiber herbeigeredet !
Denn in seinem Land, aus dem auch ich komme , gibt es in der Regierung selten
eigentlich sehr selten, um nicht zu sagen keine 2 Meinungen.
Die die eine andere Meinung hatten sind heute nicht mehr in der Regierung Stoiber !!
Antworten
altus:

Guter Beitrag

 
24.03.02 20:15
Die Show-Einlage der Union war unerträglich. Früh am Morgen drohte Müller dem Wowereit schon mal Brandenburgs-Stimmen ja nicht zu werten.

Dann nach dem Mittag, der so genannte Eklat, die Kochs taten auf einmal alle ganz entrüstet, als ob sie aus allen Wolken fallen würden.

Zeitgleich stand die Junge Union schon mit Flugblättern parat und faselte was von Verfassungskrise.

Ein erbärmliches Schmierenstück........und die Yellow Press lechzt begierig den Irrsinn auf.  
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flexo:

Den Immobilienmarkt,

 
24.03.02 20:19
die Nachfrage oder die sozialen Betrugssysteme für ein ja oder nein zur Einwanderungspolitik herhalten zu lassen ist schon ein Knaller. Das Einwanderung grundsätzlich gut ist wurde auch einfacheren Zeitgenossen in unserem Land noch nie bewiesen.
Es gab nie eine qualifizierte Integration weder von der politischen Seite noch von der Seite der Einwanderer.
Antworten
Apatschenlam.:

@HE

 
24.03.02 20:55
Was ist denn deine Meinung?
Oder darf ich das Posten dieses Artikels als Ausdruck deiner Meinung auffassen?

Gruß

APL
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Happy End:

@APL

 
24.03.02 20:59
1 x gut analysiert ;-))

Gruß
Happy End
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Apatschenlam.:

@HE

 
24.03.02 21:04
Dann haben wir ja nicht nur denselben Lieblings-Verein ;-) !

Gruß

APL
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Hungerhahn:

@HappyEnd

 
24.03.02 21:11
Die Zahlen, die Du da wegen der Bevölkerungsentwicklung nennst, zweifel ich nicht an. Gleichwohl sehe ich die Zuwanderung als herumgedoktore an den Symptomen an.
Die Ursachen unseres demographischen Problems lassen sich jedoch nur durch eine sinnvolle Familien/Kinderpolitik lösen, die gewisse Anreize zum Kinderkriegen schafft.
(z.B.Vorschlag: Kindergeld in Müttergeld umwandeln und sozialvericherungsplfichtig machen, damit Mütter eigene Rentenansprüche bekommen.)
Es geht nicht darum, in Deutschland ein Bevölkerunsgwachstum von 3% herbeizuführen.
Wir müssen erreichen, daß Geburten- und Sterberate sich in etwa die Waage halten.
Nicht die ablehnende Haltung der CDU zur Zuwanderung ist der Skandal, sondern die Tatsache, daß die CDU in 16 Jahren Kohl  sich dieses Problems nicht angenommen hat, obwohl es schon 1982 absehbar war.
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Happy End:

Zuwanderung: Theater, Theater

 
24.03.02 23:10
Der Wahlkampf hat begonnen - mit einer meisterlich inszenierten Verfassungskrise und dem Reizthema Zuwanderung.

Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel war einer der wenigen, die am Freitag im Bundesrat die Wahrheit sagten. "Was hier passiert, ist doch absurdes Theater", hielt der SPD-Wortführer seinen Kollegen vor. Es gehe längst nicht mehr um Einwanderung, sondern darum, wer in der deutschen Politik das "Alpha-Tier" sei.

Die beiden Männer, die Alpha-Tier sein wollen, heißen Gerhard Schröder und Edmund Stoiber. Pflichtgemäß wiesen beide Gabriels Bemerkung zurück. "Die Entscheidung ist weder positiv noch negativ für die Bundestagswahl", sagte der Bundeskanzler über den Bundesratsbeschluss zum Zuwanderungsgesetz. Und sein Herausforderer Stoiber bestritt, dass der Druck, den er seit Tagen auf das Land Brandenburg ausgeübt hatte, etwas mit der Wahl am 22. September zu tun haben könnte.

Wahlkampfauftakt mit giftigen Atacken

Schön gesprochen - der Wahlkampf hat jetzt richtig begonnen. Die bisher dümpelnde Auseinandersetzung zwischen Schröder und Stoiber, zwischen CDU/CSU und Rot-Grün, hat ihr Thema. Und die Politiker giften seit Freitag auf allen Sendern. Ein eher ruhiger Politiker wie Rupert Scholz von der CDU ruft "Verfassungsbruch", CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer wirft dem Kanzler "Terminator-Methoden" vor.

Aus der Koalition tönt es zurück: Die Union verhalte sich "unanständig". "Stoiber hat es von Anfang an darauf angelegt, das Thema zum Wahlkampfthema zu machen", sagt Bundesinnenminister Otto Schily, der binnen weniger Monate vom Lieblingsfeind der Grünen wieder zum Helden des kleinen Koalitionspartners geworden ist.

Tatsache ist, dass der Wahlkampfbeginn am Freitag um 14.37 Uhr bewusst herbeigeführt wurde. Beide Seiten kannten spätestens seit Donnerstagabend das Drehbuch, in dessen Mittelpunkt Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe von der SPD und sein Innenminister Jörg Schönbohm von der CDU standen. "Die hatten das vorher abgekloppt", sagt Bundesratsmitglied Hans-Artur Bauckhage, FDP-Wirtschaftsminister in Mainz.

Strategische Meisterleistung

Stolpe stand bei Schröder im Jawort, Schönbohm hatte Stoiber ein Nein zum Zuwanderungsgesetz versprochen. Beide waren sich außerdem einig, dass ihre Koalition nicht platzen soll.

Dem Ex-General Schönbohm gelang eine strategische Meisterleistung: zwei Herren zu dienen und beiden nicht als Verräter zu erscheinen. Stoiber lobte, Schönbohm habe die Geschlossenheit der Union bewiesen. Mit aller Gewalt wollte die Union eine Wiederholung des 14. Juli 2000 vermeiden, als die Zustimmung mehrerer Unionsländer zur Steuerreform Schröder einen seiner größten Erfolge bescherte. Aber auch an der Spitze der rot-grünen Koalition findet man Gefallen an Schönbohm. "Dass Schönbohm beim zweiten Mal nicht mehr Nein sagt, damit hat die Union wohl nicht gerechnet", frohlockt man in Regierungskreisen, "Schönbohm hat Stoiber reingelegt".

Schröder benötigte das Ja Brandenburgs dringend. Zwar räumt man in der Koalition ein, dass das Abstimmungsverfahren dem Zuwanderungsgesetz geschadet hat. Bis zuletzt gab es auch in der SPD viele, die das Gesetz lieber still beerdigt hätten, weil es bei den SPD-Stammwählern nicht als Zugnummer gilt.

Alles oder Nichts

Aber in einer Zeit der Nackenschläge - von der Spendenaffäre bis zur Pleite des Holzmann-Konzerns - habe sich der Kanzler eine Niederlage nicht leisten können. Nun nimmt Schröder sogar in Kauf, dass ihm das Gesetz zu einem Zeitpunkt wieder vor die Füße fällt, den er nicht selbst bestimmen kann: Falls Bundespräsident Johannes Rau das Gesetz nicht unterschreibt oder das Verfassungsgericht es für nichtig oder änderungsbedürftig erklärt.

Auch für Stoiber ging es um alles oder nichts. Den gemeinsamen Versuch von Stolpe und Schönbohm, doch noch ein Vermittlungsverfahren zustande zu bekommen, blockte er ab. Allein während der Bundesratssitzung sprach Stoiber 18-mal mit Schönbohm. Die Union wusste, dass Bundesratspräsident Klaus Wowereit Brandenburg zweimal fragen würde. Schon am Morgen sagte Unionsfraktionschef Friedrich Merz, bei uneinheitlicher Abstimmung eines Landes müsse die Stimme als ungültig gewertet werden. Alles andere sei eine Verfassungskrise.

Merz nahm das entscheidende Stichwort vorweg. "Verfassungsbruch" und "Verfassungskrise" riefen die Ministerpräsidenten Roland Koch aus Hessen und Bernhard Vogel aus Thüringen in den Saal, nachdem Wowereit die Brandenburger Stimme für gültig erklärt hatte.

Das sollte nach spontaner Empörung klingen, aber Vogel las seinen Protest vom Blatt ab. Minuten später standen schon Vertreter der Jungen Union vor dem Bundesratsgebäude, um gegen den Verfassungsbruch durch Wowereit zu demonstrieren. Nachdem genügend Kamerateams ihre Aufnahmen gemacht hatten, verschwanden sie wieder.

Krisenstimmung aus taktischen Gründen

Vorher besprochen war auch, dass die Unionsländer den Bundesrat unter Protest verlassen würden, obwohl dadurch eine ganze Reihe für die Regierung wichtiger Gesetze von Wowereit im Eilverfahren abgestimmt werden konnte. Ohne Krisenstimmung und den Eklat im Bundesrat hätten sich schließlich weder der öffentliche Druck auf Bundespräsident Johannes Rau noch die Nutzung des Ausländerthemas im Wahlkampf rechtfertigen lassen.

Vor einem Wahlkampf auf dem Rücken der Ausländer hatten viele in der CDU immer gewarnt. Noch in der vergangenen Woche hieß es in der CDU-Zentrale, die Zuwanderung werde wohl nicht Top-Thema im Wahlkampf werden.

CDU-Chefin Angela Merkel, die anfänglich einen Ausländerwahlkampf vermeiden wollte, kündigte aber am Sonntag genau diesen an. Und Edmund Stoiber tat so, als sei ihm das Thema geradezu aufgezwungen worden: "Durch das von Rot-Grün erzwungene Abstimmungsergebnis wird das wichtige Thema Zuwanderung automatisch im Wahlkampf eine Rolle spielen müssen." In der SPD dagegen sagt man, dass der Ärger nach einer Unterzeichnung durch Rau deutlich nachlassen wird.

Politikverdrossenheit befürchtet

Gemeinsam besorgt äußern sich die Politiker nur mal wieder über die Politikverdrossenheit, die dieses Theater wohl verstärken wird. "Das Schlimmste ist, dass die Bürger nicht mehr wissen, wer für was verantwortlich ist", sagt FDP-Mann Bauckhage. Und der PDS-Bundestagsfraktionschef Roland Claus schimpfte: "Beide Kontrahenten haben bekommen, was sie wollten: die SPD ihr schlechtes Gesetz und die CDU ihr schlechtes Wahlkampfthema."

FDP und PDS müssen sich nicht nachsagen lassen, wesentlich an dem Stück beteiligt gewesen zu sein. Das war das Werk einer inoffiziellen großen Koalition der Union und SPD.

In der offiziellen großen Koalition in Brandenburg dagegen beruhigten sich die Gemüter auffallend schnell. In der Woche vor der Abstimmung hatten die Parteispitzen bis zur Erschöpfung beraten.

Friede und Koalitionsbestand in Brandenburg

Aber nach der Sitzungsunterbrechung, die auf den Bundesrats-Eklat folgte, setzten sich Stolpe und Schönbohm wieder friedlich nebeneinander, ein Teil der Anspannung war gewichen. Die CDU Brandenburgs folgte noch am Abend ihrem Vorsitzenden und sprach sich für eine Fortsetzung der Koalition aus - nach einer Zerknirschungsphase, die bis Ostern dauern soll.

Schönbohm bekannte in einem Interview im "Tagesspiegel": "Wenn ich in die Bundespolitik wollte, hätte ich im Bundesrat einen Riesen-Eklat gezaubert und die Koalition beendet." Als die Bundesratssitzung schon lief, kurz vor 10.00 Uhr im Brandenburg-Zimmer des Bundesrates, wählte Schönbohm endgültig die andere Möglichkeit. Jetzt bleiben er und Stolpe im Amt. Brandenburg könnte davon profitieren. Das Land hat jetzt bei der nächsten Bundesregierung etwas gut, egal ob das Alpha-Tier Schröder oder Stoiber heißt.
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Happy End:

Union will Zuwanderung als Top-Wahlthema

 
24.03.02 23:12
CDU und CSU haben angekündigt, das Thema Zuwanderung zu einem der Schwerpunkte im Wahlkampf zu machen. Nach der umstrittenen Bundesratsentscheidung werde das Thema im Wahlkampf automatisch eine Rolle spielen, sagte Stoiber.

Zuvor hatte Stoiber bereits angekündigt, er werde im Falle eines Wahlsieges am 22. September das beschlossene Gesetz rückgängig machen. Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel nannte ebenfalls die Zuwanderung als Thema für den Wahlkampf. Gerade im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt beschäftige die Einwanderung die Menschen.

Damit hat sich die Union endgültig für ein Wahlkampfthema entscheiden, das in ihren Reihen lange umstritten war. Im vergangenen Jahr hatten die Unionsparteien ein Einwanderungskonzept gebilligt, das Bundesinnenminister Otto Schily für weitgehend zustimmungsfähig hielt. Im beginnenden Wahlkampf hatten sich nicht die inhaltlichen Positionen, aber die Rhetorik von Union einerseits und den restlichen Parteien andererseits immer weiter voneinander entfernt. Stoiber sprach im Bundesrat davon, dass jährlich 500.000 bis 600.000 Menschen integriert werden müssten. Die Netto-Zuwanderung lag viel geringer.

Hessens Ministerpräsident Roland Koch sagte, eine Unterschriftenaktion wie 1999 gegen das Staatsbürgerschaftsrecht sei unnötig. Das Thema werde ohnehin bei der Bundestagswahl entschieden.

SPD-Bundesgeschäftsführer Matthias Machnig hält die Unions-Kritik für eine kalkulierte Wahlkampfstrategie. Unionskandidat Stoiber wolle die Zuwanderung ins Zentrum eines Wahlkampfes stellen, "der auf Angst setzt und auf Demobilisierung des Wählerspektrums der SPD", sagte er der "Frankfurter Rundschau".

Wirtschaft für Nachbesserungen

Vertreter von Wirtschaft und Gewerkschaften warnten davor, die Ausländerpolitik in den Wahlkampf zu ziehen. Dies schade der Anwerbung von Arbeitskräften, sagte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Michael Rogowski, sagte: "Ich hoffe, dass das Thema nicht mehr Gegenstand eines emotionalisierten Wahlkampfes wird." Die Wirtschaftsvertreter sagten jedoch auch, sie hätten sich noch Nachbesserungen an dem Gesetz gewünscht.

Innenminister Schily kündigte in der Bundesratsdebatte an, er werde Bedenken der Länder gegen einige Bestimmungen des Gesetzes bei der Formulierung der Ausführungsbestimmungen berücksichtigen. So erklärte sich der Bund bereit, mehr Geld für so genannte Orientierungskurse zur Verfügung zu stellen. Dadurch könnten die Länder bei den anschließenden Aufbaukosten sparen. Die Kurse seien außerdem erst der Einstieg in eine umfassende Integrationspolitik.

Weiter sagte Schily, er werde sicherstellen, dass einheimische Arbeitslose keinerlei Nachteile hätten. Die Härtefallregelung für Flüchtlinge könne nach zwei Jahren überprüft werden. Beide Punkte nannte der brandenburgische Ministerpräsident Manfred Stolpe vorher als Bedingungen seine Zustimmung.

Liberale halten sich zurück

Die FDP kommentierte die Vorgänge im Bundesrat uneinheitlich. FDP-Chef Guido Westerwelle nannte die Abstimmung ein "peinliches Trauerspiel", wollte sich aber über eine mögliche Verfassungsklage nicht äußern. Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage sagte der Financial Times Deutschland, die FDP werde vermutlich nicht der Union nach Karlsruhe folgen. "Warum sollten zwei Parteien nach Karlsruhe ziehen, wenn schon eine das macht?" Anders als Union und SPD sagte Bauckhage, er wolle Rau keinen Rat geben. "Ich bin da vorsichtig."

Die hessische FDP-Chefin und Wissenschaftsministerin Ruth Wagner sprach hingegen vom "eindeutigen Verfassungsbruch". Die FDP in Hessen erwarte, dass der Bundespräsident das "auf illegale Weise zustande gekommene Gesetz" nicht unterschreiben werde. Auch der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Walter Döring sagte: "Ich halte es für ausgeschlossen, dass wir das so akzeptieren und laufen lassen."
Antworten
hjw2:

Im Verfassungsorgan Bundesrat werden die Länder

 
25.03.02 00:54
durch die Ministerpräsidenten vertreten...Stolpe hat mit ja gestimmt..
Ende der Vorlesung...
Ein Verfassungsorgan kennt weder Koalitionsvertrag noch Parteien

...alles Scheingefechte das Gesetz ist durch...
Antworten
ribald:

zu Eurer Bestätigung

 
25.03.02 01:03
Artikel 51 Grundgesetz

(1) Der Bundesrat besteht aus Mitgliedern der Regierungen der Länder, die sie bestellen und abberufen. Sie können durch andere Mitglieder ihrer Regierungen vertreten werden.

(2) Jedes Land hat mindestens drei Stimmen, Länder mit mehr als zwei Millionen Einwohnern haben vier, Länder mit mehr als sechs Millionen Einwohnern fünf, Länder mit mehr als sieben Millionen Einwohnern sechs Stimmen.

(3) Jedes Land kann so viele Mitglieder entsenden, wie es Stimmen hat.
Die Stimmen eines Landes können nur einheitlich und nur durch anwesende Mitglieder oder deren Vertreter abgegeben werden.
 
Antworten
mod:

Ich bewundere Euch, was für

 
25.03.02 08:55
tolle Verfassungsrechtler Ihr alle seid!

Aber einen Gesetzestext lesen?
Antworten
uiuiui:

@ mod, Ich bewundere Uns

 
25.03.02 09:08
Ein Volk ohne Kinder, mit tollem Sozialsystem, mit Vollkaskofrührente, massenweise öffentlich Angestellte, lauter Profis in der Regierung, in Sonderprogrammen versteckte Arbeitslose und nur einer Hoffnung - Die Zuwanderer werdens richten.

Nichts gegen Zuwanderung, die ist gut und wichtig. Lösung der Problemeist sie aber nicht, höchstens ein Potenzial nach dem Muster Balkan.

lasst uns hoffen
Antworten
mod:

Wir haben genug tüchtige und fähige Leute

 
25.03.02 09:16
und bei den vielen Arbeitslosen - vor allem im Osten -
schlummern noch viele Talente.

Die Milliarden der Bundesanstalt für Arbeit
für die Weiterbildung
müssen nur gezielt und effizient ausgegeben werden.

Nicht nur immer Floristen und ähnliche Umschulungen.

Was wir brauchen, ist eine tüchtige Regierung und keine Verhinderer,
Umverteiler und Bürokraten.
Antworten
Happy End:

"Wowereit durfte das"

 
25.03.02 16:03
Ein Satz im Grundgesetz erhitzt derzeit die Gemüter in Deutschland. War nach Artikel 51 die Entscheidung von Bundesratspräsident Klaus Wowereit und damit die Verabschiedung des Zuwanderungsgesetzes rechtens? Auf jeden Fall, findet der Frankfurter Staatsrechtler Erhard Denninger.

SPIEGEL: Herr Professor Denninger, hat das Zuwanderungsgesetz im Bundesrat am Freitag eine Mehrheit gefunden?

Denninger: Ja.

SPIEGEL: Wie kann denn so ein Schmierentheater, wie es Brandenburg dem Bundesrat geliefert hat, als verfassungsrechtlich einwandfrei anerkannt werden?

Denninger: Es kommt im Bundesrat allein darauf an, ob die Stimmabgabe eines Landes formal wirksam war - egal, wie sie zu Stande gekommen ist.

SPIEGEL: Für eine formale Wirksamkeit verlangt das Grundgesetz in Artikel 51, die Stimmabgabe müsse "einheitlich" sein. Brandenburg sagte erst Ja, dann Nein, dann noch mal Ja.

Denninger: Die Frage ist, auf wessen Äußerung es ankommen soll. Auf die Nachfrage des Bundesratspräsidenten hat Manfred Stolpe klar "Ja" gesagt. Er hat als Ministerpräsident für Brandenburg gesprochen und damit klar gemacht, dass dies die verbindliche Stimmabgabe für sein Land ist.

SPIEGEL: Aber wenn ein Ministerpräsident sich so einfach über Koalitionsverträge hinwegsetzen kann, hätten in den vergangenen Jahrzehnten viele Bundesratsentscheidungen völlig anders ausgesehen.

Denninger: Das Grundgesetz teilt dem Bundesrat eine Rolle als reine Länderkammer zu. Parteipolitische Meinungsverschiedenheiten sollen da ganz gezielt ausgeblendet werden. Koalitionen und ihre Vereinbarungen sind etwas, was im Bundestag Gewicht bekommt - der Bundesrat kennt keine Parteien, der kennt nur Länder.

SPIEGEL: Man kann ja nun nicht so tun, als ob im Bundesrat keine Politik gemacht würde.

Denninger: Streng genommen, sitzen da keine Politiker, sondern Länderorgane oder deren Vertreter. Und deren Politik ist vom föderalistischen Staat, nicht von der Parteiendemokratie geprägt. Deshalb hat Herr Stolpe seine Stimme auch nicht als Leiter einer Koalitionsregierung abgegeben, sondern als Organ des Landes Brandenburg. Da hat sozusagen das Land seine Stimme erhoben.

SPIEGEL: Und wenn das Land sich so über ein Gesetz zerstreitet, dass es gar nicht reden kann?

Denninger: Das Land streitet sich nicht. Brandenburg hat eine Verfassung, in der steht, wer Streitfragen zu entscheiden und die Entscheidung nach außen zu vertreten hat. Das ist der Ministerpräsident. Und der hat Ja gesagt.

SPIEGEL: Ist es denn verfassungsrechtlich vollkommen unbeachtlich, wenn ein Ministerpräsident seine Befugnisse missbraucht, um seinen Parteifreunden einen Gefallen zu tun?

Denninger: Das müssen die in Brandenburg unter sich ausmachen. Der Bundesrat kennt keine Parteien.

SPIEGEL: Wieso konnte Herr Stolpe überhaupt zu Wort kommen? Nachdem Arbeitsminister Alwin Ziel Ja und Jörg Schönbohm Nein gesagt hatten, wäre es doch am Bundesratspräsidenten Klaus Wowereit gewesen, festzustellen, dass das Land Brandenburg keine vom Grundgesetz verlangte einheitliche Stimme abgegeben hat.

Denninger: Richtig. Wowereit hat stattdessen nachgefragt und damit Stolpe Gelegenheit gegeben, die Sache verfahrensmäßig in Ordnung zu bringen. Das hätte er nicht gemusst.

SPIEGEL: Die Frage ist doch, ob Wowereit das durfte - seinen Parteifreunden die Möglichkeit geben, die Sache mit einer erneuten Stimmabgabe zu ihren Gunsten zu wenden.

Denninger: Das ist sicher ein schwacher Punkt der Sache. Ich bin aber der Meinung, dass er das durfte, weil ein Bundesratspräsident für ein Verfahren zu sorgen hat, das die verfassungsmäßigen Beteiligungsrechte der Länder angemessen zur Geltung bringt. Also musste er erforschen, was bei diesem verwirrenden Vorgang wirklich gelten sollte.

SPIEGEL: Es besteht doch eher der Eindruck, dass der Ratspräsident in das abgekartete Spiel seiner Genossen eingeweiht war.

Denninger: Ich gebe zu, der Eindruck ist verheerend. Aber wir sind hier nicht mehr im Mittelalter, als die Juristen ihre Opfer am einmal gesprochenen Wort erbarmungslos festgehalten haben, selbst an Versprechern. Es ist schon erlaubt, zu prüfen, ob Nein wirklich Nein bedeuten soll.

SPIEGEL: Wowereit durfte nachfragen, er musste aber nicht: Das kann doch unter Juristen so nicht stehen bleiben.

Denninger: Unbefriedigend ist das sicher, aber die Verfahrensleitung einem Vorsitzenden anzuvertrauen, ist allemal besser, als dem Recht zu geben, der am lautesten schreien kann. Stellen Sie sich vor, Stolpe hätte gar nicht auf die Rückfrage gewartet, sondern einfach losgebrüllt: Jajajaja. Dann hätten Sie das Problem auch gehabt.

SPIEGEL: Kann es also wirklich ohne verfassungsrechtliche Sanktionen bleiben, wenn ein Land demokratische Bräuche und Entscheidungsverfahren derart missachtet?

Denninger: Der Bundespräsident und das Bundesverfassungsgericht werden sich ja aller Voraussicht nach damit beschäftigen müssen. Sicher ist: Man sollte das so nicht machen, wie die das gemacht haben. Es ist schrecklich.

SPIEGEL: Schrecklich, aber nicht verfassungswidrig?

Denninger: Nicht alle Katastrophen verstoßen auch gegen das Grundgesetz.
Antworten
Hungerhahn:

Wowereit durfte das?

 
25.03.02 16:23
Das Interview mit Prof.Dr.Denninger war sehr interessant.
Leider hat es Denninger versäumt, darauf hinzuweisen, daß die Frage nach der Wertung uneinheitlicher Stimmabgabe eines Landes strittig ist.
Die herrschende Meinung sieht eine uneinheitliche Stimmabgabe im Sinne von Art. 51 GG als ungültig an.
Nur eine Minderansicht will in diesem Fall den Ministerpräsidenten des Landes die Möglichkeit einräumen, hier das letzte Wort zu sprechen wie es Stolpe getan hat.
Denninger verschweigt hier eiskalt, daß seine Ansicht nicht einhellige Meinung ist.
Mag er hier seinen parteipolitischen Präferenzen Rechnung tragen, er genügt nicht den Anforderungen an wissenschaftliche und professorale Seriösität.  
Antworten
Eukalyptus:

Nächste Wahl

 
25.03.02 16:28
Es wird Zeit, dass die roten-grünen Brüder bei den nächsten Wahlen abgelöst werden!

Euka
Antworten
Hungerhahn:

Wir werden sehen...

 
25.03.02 16:32
Vor dem Hintergrund des Demokratieprinzips kann jedes Thema zum Wahlkampfthema gemacht werden - egal ob Zuwanderung oder die Frage, ob Hypochonder in der Gefangenschaft Kinder kriegen dürfen.
Wenn die CDU mit dem Zuwanderungsthema etwas bereißt, dann ist das gut. Wenn sie damit eine Bauchlandung macht, so ist das auch gut.
In jedem Falle hat das Volk entschieden.
Antworten
ottifant:

@Eukalyptus

 
25.03.02 16:35
Die Frage von wem abgelöst???
Antworten
Bankerslast:

Nun wissen wir es....

 
25.03.02 16:42
CDU/CSU sind nach einigen Beiträgen hier also die "Bösen",
andere wie SPD/Grüne/PDS etc. sind die "Guten". Ah ja, hmm,
hmmm, jetzt weiß ich's.
Ihr Prozuwanderfans werdet eines Tages eine sehr hohe Rechnung präsentiert bekommen. Nur.... zahlen sollens dann andere.
Antworten
Levke:

@Nervenlast

 
25.03.02 16:46
befass Dich bitte erstmal mit dem Gesetz und dann schreibe....

Auch die CDU/CSU gehört zu den "Prozuwanderfans", bei diesem
Gesetz-Hick/Hack ging es nur um kleine Details....
Antworten
Tyler Durdan:

Yeah, ich bin Prozuwanderfan.....

 
25.03.02 16:49
....vielen Dank für den erheiternden Beitrag Bankerslast.

Nach meiner Meinung gibt es bei der ganzen Sache keine "Bösen" und keine "Guten", sondern nur Verlierer.

Aber ich glaube, ich hatte vor einigen Monaten schonmal angemerkt, daß ich Dein Schubladendenken nicht nachahmenswert finde.

Ich geh jetzt mal ein bisschen für die Rechnung sparen, die ich als Prozuwanderfan dann wohl irgendwann präsentiert bekomme...

Grüsse,
Tyler Durdan

P.S. Das Fandasein ist echt hart, nachdem mir der 1.FC Köln diese Saison schon eine sehr hohe Rechnung (nämlich 2.Liga) beschert, jetzt auch noch ne Rechnung für die Zuwanderung.....*g*
Antworten
bernstein:

was momentan in ...

 
25.03.02 16:54
der der deutschen politik abgeht ist ein einziges schmierentheater.
wenn es nicht so ein trauerspiel wäre könnte man sich totlachen.
aber ich befürchte ganz egal wer oben sitzt,es wird sich nicht viel ändern.

gruß bernstein
Antworten
Bankerslast:

hi Tyler

 
25.03.02 17:05
ich muß Dir in einer Feststellungen recht geben.
Halt stopp: drei Feststellungen.
1. Es gibt in diesem Punkt nur Verlierer, das würde ich auch bestätigen. (im Ernst).
2. Vielleicht denke ich in "Schubladen". Oder bin einfach nur doof.
3. Rotes Schubladendenken dominiert in diesem Board.

N.B. das mit dem FC tut mir furchtbar leid, ehrlich,
wenn Du aber sonst keine Sorgen hast....

viele Grüße
Antworten
Tyler Durdan:

@Bankerslast

 
25.03.02 17:14
Hallo,

auch wenn Du Einsicht zeigst, lasse ich die ersten zwei Punkte mal unkommentiert.

Zu Punkt 3: Kann ich so nicht bestätigen. Es gibt hier immer wieder verbale Auseinandersetzungen zwischen sozialdemokratisch/sozialistisch oder sozialliberal eingestellten Usern und Konservativen (die mit dem "o" *g*). Das Ganze verläuft meist wenig fundiert und unterhalb der Gürtellinie. Woran das liegt, möchte ich gar nicht weiter erörtern, deshalb halte ich mich aus solchen Diskussionen weitestgehend raus.

Und nun zum Wichtigsten: Natrürlich habe ich auch andere Sorgen als den 1.FC Köln und meine Fanverbundenheit zu diesem Verein, aber keine Sorge ist momentan wichtiger. Da geht es schliesslich um die Existenz....

Mal ganz im Ernst: Kümmerst Du Dich im Leben immer nur um die größten Sorgen ? Dann solltest Du aufhören hier zu posten und was sinnvolles tun.

Grüsse,
Tyler Durdan
Antworten
hjw2:

@mod...interessant ..scheint noch andere Meinungen

 
25.03.02 17:21
als die der christliberalen Verfassungsexperten zu geben...
@Bankerslast..wie gut dass es kein schwarzes Schubladendenken hier gibt..

@Tyler..wie recht du hast..!!

Wiederhole mich zum X-ten mal...die Parteien gehören in ihrer Machtbefugnis
massiv eingeschränkt..

maximal 50% der Abgeordnetensitze für die Parteien
50% der Sitze für frei gewählte Bürger..


Verweigert euch..schafft Druck....und wählt diese Politkasper nicht mehr..

Mein Traumergebnis wären 20% ungültige Stimmzettel und 20% PDS..

Ob das Schwung in die Bude bringen würde...??

Antworten
Bankerslast:

@Tyler

 
25.03.02 17:29
ich lese bei ARIVA fast von anfang an. (Anmeldung erfolgte viel später).
Was sich aber in politischen Diskussionen hier ausdrückt, muß ich sagen, ist mehr als kopflastig.
Ich würde mich eigentlich als ein Mann "der Mitte" bezeichnen. Es ist immer schwer im Chat gewisse Dinge rüberzubringen, das ist mir klar, bedingt dadurch wird vielleicht leider zu rasch vorverurteilt.

Gefallen hat mir in Deinem letzten Posting der letzte Satz.... Du bist ja ein kleiner Philosoph...

Grüße Bankerslast
Antworten
SchwarzerLor.:

Fan der Zuwanderung?

 
25.03.02 17:44
Kopfschütteln...
Antworten
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