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Kauflust ebbt langsam ab

 
14.06.03 22:17
Marktausblick: Kauflust an den Börsen ebbt langsam ab
Von Sebastian Sachs, Meike Schreiber, Christian Schwalb

Investoren und Anleger warten auf die Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am 24./25. Juni. Das lähmt in der kommenden Woche die Kauflust an den Börsen.

 

"Im Vorfeld der Fed-Sitzung werden wir eher eine ruhige Woche erleben", sagte Richard Zellmann, Leiter Strategie bei Helaba Trust. "Nächste Woche wird es eine Pause geben", prognostiziert auch Henning Gebhardt, Fondsmanager bei DWS.

Die gleiche Erwartungshaltung haben Experten für den Anleihe- und Devisenmarkt. Kräftige Kursausschläge dürften diese Woche die Ausnahme bleiben. "Der Markt ist derzeit nicht für eine kräftige Aufwärtsbewegung des Euro positioniert", schreiben die Experten die Deutschen Bank. BNP Paribas prognostiziert die kurzfristige Handelsspanne für die Einheitswährung zwischen 1,1610 und 1,1860 $.


Vergangene Woche lag der Dax mit 1,3 Prozent im Plus, der Stoxx50 gewann 0,8 Prozent. An der Wall Street freuten sich die Anleger über einen Anstieg von 0,6 Prozent des Dow Jones, während der Nasdaq Composite 0,06 Prozent unter seinem Vorwochenniveau schloss.



Furcht vor Überhitzung

"Wir sehen aktuell eine technisch getriebene Bärenmarkt-Rally", beschreibt Aktienstratege Jacob de Tusch-Lec von Merrill Lynch die Börsenlage. Für die kommenden Wochen erwartet er eine positive Kursentwicklung, da keine negativen Überraschungen seitens der Unternehmensgewinne zu befürchten seien. Vergangene Woche hatten Investoren ihr Kapital verstärkt aus Anleihen in Aktien umgeschichtet. Denn die Rekordtiefs der Bondrenditen lassen Engagements in diesen Papieren immer unattraktiver erscheinen.


Doch es gibt auch die ersten kritischen Stimmen. "Die Märkte sind kurzfristig heiß gelaufen", sagt beispielsweise Matthias Jörss, Aktienstratege von Sal Oppenheim. Besonders in den USA seien die Marktteilnehmer zu bullish. "Nächste oder übernächste Woche sollte man daher Vorsicht walten lassen." "Zweifellos ist eine Überhitzung im Markt zu sehen", meint auch Zellman.



Fed gibt die Richtung

Die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed wird auf jeden Fall die weitere Richtung für die Aktien vorgeben - darin sind sich die Experten einig. Am Geldmarkt ist eine Zinssenkung von 25 Basispunkte bereits in den Kursen enthalten. Hoffnungen auf einen weiteren Zinsschritt untermauerte das vergangene Woche veröffentlichte Beige Book - der Konjunkturbericht der Fed - das zuletzt zwar Besserungstendenzen signalisierte, aber keinesfalls den erhofften Boom nach Ende des Irak-Kriegs. "Der Bericht lässt die Zins-Tür weit offen", sagte Gary Thayer, Chef-Volkswirt von A.G. Edwards. "Es gibt immer noch zu viel Unsicherheit in der US-Konjunktur, dagegen wird die Fed etwas tun müssen."


Hauptsächlich sind es drei Gründe, die für sinkende Leitzinsen sprechen: Die anhaltende Sorgen vor einem Abrutschen der USA in die Deflation, die noch immer sehr niedrige Kapazitätsauslastung der amerikanischen Unternehmen sowie der nach wie vor sehr angespannte US-Arbeitsmarkt.



US-Arbeitsmarkt bleibt ein Sorgenkind

Die Deflation bleibt - dem verhaltenen Konjunkturoptimismus an der Wall Street zum Trotz - eine Hauptsorge der Experten. Nachdem die US-Konsumentenpreise (Dienstag) im April noch um 0,3 Prozent gefallen waren, erwarten Volkswirte im Mai eine Verlangsamung des Preisverfalls auf -0,1 Prozent.


Für die Industrieproduktion (Dienstag) erwarten Experten für Mai einen Anstieg um 0,1 Prozent, gleichzeitig aber dürfte die Kapazitätsauslastung der Industrie (ebenfalls Dienstag) bei 74,4 Prozent stagnieren. Und auch der schwache US-Arbeitsmarkt bleibt ein Sorgenkind. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Donnerstag) dürften auch diese Woche wieder stabil über 400.000 liegen. "Seit Mitte Mai haben wir hier keine Besserung mehr gesehen", kommentiert Maury Harris von UBS. "Die Unternehmen stellen einfach nicht ein. Auch das wird helfen die Fed zu einer Zinssenkung zu überzeugen."


Außerdem auf der Konjunkturagenda: Die Frühindikatoren und der Konjunkturindikator der Notenbank von Philadelphia (beide Donnerstag), der sich im Juni nach drei schwachen Monaten in Folge zum ersten Mal erholen könnte.



Kaum Unternehmenszahlen

Auf dem Unternehmenskalender stehen Morgan Stanley (Montag), Bear Stearns (Mittwoch) und Lehman Brothers (Donnerstag) ganz oben. Analysten gehen von guten Einnahmen speziell im Bond-Handel aus, die sich am deutlichsten in den Zahlen von Lehman und Bear Stearns zeigen sollten. Auch die Einzelhandelskonzerne Circuit City, Pier 1 Imports (beide Dienstag) und Best Buy (Mittwoch) legen ihre Zahlen vor.


In Europa ist die Berichtssaison hingegen so gut wie beendet und auch von volkswirtschaftlicher Seite sind diese Woche keine starken Impulse zu erwarten. Einzig die monatliche Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (Dienstag) zu den Konjunkturerwartungen könnte für etwas Schwung sorgen.



Freddie Mac im Blickpunkt

Ein großer Unsicherheitsfaktor bleibt das bisher ungeklärte Ausmaß der Bilanzprobleme beim Hypothekenfinanzierer Freddie Mac. Furcht vor einer strikteren Regulierung durch die Behörden haben die Aktien innerhalb einer Woche über 20 Prozent abstürzen lassen. Papiere der großen Schwester Fannie Mae gaben 8 Prozent nach.


Anleihen von Freddie Mac standen bisher besser da, weil die Anleger sich auf die "helfende Hand" der US-Regierung verlassen. Der Handel mit hypothekengesicherten Wertpapieren bleibt stabil, sagt Hypotheken-Spezialst Dale Westhoff von Bear Stearns. "Außer für den Fall, dass Unternehmen wie Freddie Mac ihr Gesicht fundamental ändern müssen, erwarte ich bei den Anleihen keine vergleichbaren Reaktionen wie bei den Aktien."

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taos:

Ich glaube,

 
14.06.03 23:11
daß die Fonds ab 3200 in den DAX einsteigen werden. Da ist also noch reichlich Luft nach oben.

Taos

Antworten
hartmoney:

@taos! Thats fact!

 
15.06.03 11:09
Geb Dir Recht. Die Institutionellen steigen verstärkt in die Märkte ein. Oft zu hören, dass sie unter erheblichen Anlagedruck stehen wegen hohem Cash. Die Sache mit dem DAX geht weiter....und wie...überhitzung keine Spur...was wir in letzter Vergangenheit hatten, war eine Überhitzung nach UNTEN. Mit dem momentanen Daxstand hab wir diese Sache abgekühlt und meiner Meinung nach wird der Dax Richtung 4000 Laufen bis Ende des Jahres und erst DANN könnte man mal von einer Erhitzung sprechen. Es gibt haufenweise FUNDAMENTAL bewertete Investments in Aktien... so what?

hartmoneygrüsse
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