"Nur mal so am Rande, SIE sollten doch wissen, dass Rückstellungen für das Geschäftsjahr zu bilden sind und nicht unbedingt quartalsweise..."
K+S macht es zumindest quartalsweise und passt u.a. die wichtigste und größte Rückstellung auch zum Abschluß H1/2022 an (S. 31:
"Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen
Für die Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen wird wie im Vorjahr grundsätzlich eine Preissteigerung von 1,5% p.a. unterstellt. Um den derzeit hohen Inflationsraten Rechnung zu tragen, wurden die erwarteten höheren Preissteigerungsraten für die Jahre 2022 und 2023 in Form eines einmaligen Kostenaufschlags von 5,7% berücksichtigt. Hieraus resultierte eine Rückstellungserhöhung von 49,3 Mio. €, die in Höhe von 22,0 Mio. € ergebniswirksam erfasst wurde und in Höhe von 27,3 Mio. € das Sachanlagevermögen erhöht hat."
Und jetzt kommen wir zum Wichtigsten. Seit der Bilanzprüfung macht K+S JEDES Quartal inzwischen den Wertminderungstest nach IAS 36. Der Test zum H1/2022 ergab eine ÜBERDECKUNG von 1,4 Mrd EUR. Man könnte es auch stille Reserve nennen, die im EK nicht abgebildet ist. Von daher sehe ich mit Spannung entgegen, welche Positionen Hugo aufführen wird, die "anders" in der Bilanz dargestellt sind. Ich vermute mal das da nichts kommen wird. Siehe S. 34:
"Der Buchwert der ZGE Kali-und Magnesiumprodukte hat sich im Wesentlichen aufgrund des gestiegenen Forderungsvolumens infolge der höheren Verkaufspreise deutlich erhöht. Auf dieser Basis wurde der erzielbare Betrag der ZGE Kali- und Magnesiumprodukte im Einklang mit den zum 31. Dezember 2021 verwendeten Methoden ermittelt.
...
Auf dieser Grundlage ergab sich kein Wertminderungsbedarf für die ZGE Kali- und Magnesiumprodukte, der erzielbare Betrag hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 nochmals signifikant erhöht. Die Überdeckung im Vergleich zum Buchwert ist im Vergleich zum Jahresabschluss 2021 ebenso nochmals gestiegen und beträgt rd. 1,4 Mrd. €."
www.kpluss.com/.downloads/ir/2022/q2-2022/...inanzbericht.pdf