http://www.k-plus-s.com/de/news/...ormationen/2018/presse-180727.html
"Mit Verlaub, diese Sichtweise in ein bissel einseitig.
Wäre das Management in der Vergangenheit seinen originären Aufgaben nachgekommen, gäbe es keinen wiederholten Produktions- und Ergebnisausfall."
Sie werfen mir einseitige Sichweisen vor, sind aber nicht besser... Diese Aussage hat natürlich einen wahren Kern, trotzdem ist sie oberflächlich, plakativ und suggeriert dem Leser dass komplexe Zusammenhänge in wenigen Worten umfassend zu behandeln sind. Das Entsorgungsthema hatte sich erst in den letzten Jahren massiv verschärft. Insofern stellt sich die Frage wann und mit welchem Aufwand das Management Gelder einfach hätte für ein Projekt ausgeben können, bevor institutionelle Investoren ihm Verschwendung vorgeworfen hätte. Nach Zusammenbruch des Kali-Kartells war zudem deutlich weniger Geld übrig, und es dürfte wohl kaum jemand bestreiten, dass die Liegenschaften und die Mine in Kanada sowohl sehr teuer, als auch langfristig überlebenswichtig für K+S sind.
Außerdem ist nicht sicher belegt, dass damit die Entsorgung in diesem Sommer gesichert gewesen wäre, die Pegelstände der Weser waren nämlich auch rekordverdächtig niedrig (ich komme ja aus der Gegend, sehe also öfters das Rinnsal was sich eigentlich Fluss nennt, Pegelstände kann sich jeder im Netz raussuchen der sie sehen will).
Und auf den fahrenden Zug "angeblich fehlende Mitarbeiter" würde ich als K+S auch nicht springen, denn schließlich wurden in gleichen Zeitraum aufgrund der Schließung von Sigmundshall MA freigesetzt."
Auch hier entgehen Ihnen aufgrund Ihrer etwas oberflächlichen Betrachtungsweise wichtige Details: Ich habe hierzu mal einen Link auf einen Pressebericht vom 27.07.2018 eingefügt. Aufgrund der Verhandlungen über die Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter von Sigmundshall an anderen Standorten, konnten wohl selbige vakante Stellen um die es ging wohl kaum gleichzeitig extern besetzt werden, während man mit dem Betriebsrat darüber verhandelt. Sie können sich sicher ausmalen was passiert wäre, hätte man sowas getan. Das überlasse ich Ihrer Vorstellungskraft.
Die logische Folgerung daraus ist, dass man erst danach wissen konnte welche Stellen frei bleiben würden und erst nach dem Termin der Veröffentlichung dieser Pressemitteilung die externe Ausschreibungen für die frei bleibenden Stellen gemacht hat.
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