Hier ein Auszug:
"Kupfer kann nicht einfach – wie Salz –
aus der Erde geholt werden. Man muss
es aus dem geförderten Gestein, dem
Kupfererz, herauslösen. Das geschieht
durch die sogenannte Biolaugung, wobei
Mikroorganismen die unlösbaren
Kupfererzminerale zu lösbaren Salzen
umformen. Doch die Technologie hat
zwei entscheidende Nachteile: Der Prozess
dauert lang, und es sind große Mengen
an Schwefelsäure nötig. Darum sind
seit einiger Zeit Wissenschaftler und Ingenieure
auf der Suche nach alternativen
Fördermethoden. Dabei experimentierten
sie auch erfolgreich mit Meersalz, und die
Forscher von K+S Chile nutzten ihre Chance.
Sie nahmen die Idee auf, um sie weiterzuentwickeln:
„Der Versuch, das Salz
bei der Gewinnung von Kupfer einzusetzen,
ist noch recht neu. Doch bereits unsere
ersten Versuche haben gezeigt, dass
diese Art der Förderung viele Vorteile hat [...]
". Dabei wird
das Kupfererz zerkleinert und mit einer
Lauge aus Natriumchlorid und Schwefelsäure
versetzt. In aufgestapelten Haufen
erfolgt dann das regelmäßige Besprühen
mit Wasser, die Lauge sickert nach unten.
Durch das Salz werden der Schwefel und
das Gangerz, die Bestandteile des Kupfererzes
bilden, poröser und durchlässiger.
Das ermöglicht eine schnellere Bewegung
der Kupferionen. Bereits nach 120 bis 150
Tagen sind 80 Prozent aller vorhandenen
Kupferionen ausgelöst. „Mit der Biolaugung
dauert es mehr als doppelt so lang,
um dieselbe Menge zu bekommen“, erklärt
Engdahl. Aus der mit den Kupferionen
versetzten Lösung wird dann mittels
Elektrolyse Kupfermetall gewonnen. "
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Quelle: www.k-plus-s.com/de/pdf/2014/scoop-2-2014.pdf // Seite 9.
Insofern Zeit letztendlich Effizienz bedeutet, wird das Thema sicherlich nicht spurlos an den Förderern vorbeigehen. Denke das es durchaus ein interessanter Einsatz ist. Wenns lediglich um die Umwelt ginge - ich entschuldige die Formulierung da ich Umweltschutz als wichtig erachte - würde ich das ganze nicht als ertragreich ansehen. Den Großkonzernen ist sowas nicht wirklich wichtig. Auch wenn sie das Gegenteil behaupten. Letztendlich geht es immer nur um Profitmaximierung. In der Hinsicht ist die Technologie aber anwendbar. Zumindest stand heute.
Wer schon dabei ist in dem Magazin zu lesen, kann sich gleich Seite 7 ansehen. Interview mit Dr. Radmacher zu Legacy und Unternehmensstrategie. Das beantwortet auch die Frage(n) hinsichtlich Produktmix Legacy.