Solarkollektoren an einem sonnigen Tag (Symbolbild).
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190 Prozent Potenzial? Diese Aktie rüstet sich für ein Rekordjahr

Rekordabschlüsse, volle Projektpipeline und starke Perspektiven. Trotz Rückschlägen liegt der Kurs deutlich unter dem fairen Wert. Warum hier Geduld belohnt werden könnte.
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Der Wind- und Solarparkentwickler Energiekontor hat kurz vor dem Jahreswechsel seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025 bestätigt. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einem Ergebnis vor Steuern im Bereich von 30 bis 40 Millionen Euro. Rückenwind kam dabei von einer starken Entwicklung zum Jahresende.

Nach Einschätzung von Philipp Kaiser von Warburg Research basiert das Ergebnis auf Fortschritten in beiden Geschäftsbereichen, der Projektentwicklung und der Stromerzeugung. Besonders dynamisch entwickelte sich die Projektpipeline. Energiekontor schloss vor Jahresende Verträge über den schlüsselfertigen Verkauf von zwei benachbarten Windparks in Deutschland ab. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 geplant.

Insgesamt verkaufte Energiekontor im Jahr 2025 sieben Windparkprojekte. Ein Großteil der schlüsselfertigen Projekte wird allerdings erst ab 2026 und vor allem 2027 ergebniswirksam, da sie erst dann ans Netz gehen.

Auch im Segment Stromerzeugung gab es Bewegung 

Bereits im ersten Quartal 2026 soll der repowerte Windpark Oederquart in Betrieb gehen. Damit steigt die Gesamtleistung des Eigenbestands wieder auf etwa 450 Megawatt.

Beim finanziellen Abschluss verzeichnete Energiekontor 2025 einen neuen Rekord. Einschließlich des Projekts Alpen-Bönninghardt wurden 14 Wind- und Solarprojekte zum Financial Close gebracht. Aktuell befinden sich 21 Projekte mit rund 640 Megawatt im Bau oder in Vorbereitung. Das ist der höchste Stand in der Unternehmensgeschichte.

Warburg Research bewertet die Aktie weiterhin als attraktiv. Nach der Prognoseanpassung im Oktober 2025 hatte der Kurs deutlich nachgegeben. Projektverschiebungen gehörten zwar zum Geschäftsmodell, die betroffenen Vorhaben seien jedoch lediglich zeitlich verschoben worden.

Ein weiterer Kursrückgang folgte nach einer Stimmrechtsmeldung im November, als ein Großaktionär seine Beteiligung reduzierte. Seit dem Tiefpunkt hat sich der Kurs zwar erholt, liegt aber weiterhin deutlich unter dem ermittelten fairen Wert.

Trotz Belastungen durch Verzögerungen bei Projekten in Großbritannien bezeichnet Warburg Research das Jahr 2025 als operativ erfolgreich. Die gut gefüllte Projektpipeline bilde die Grundlage für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren. Die Kaufempfehlung wird bekräftigt. Das Kursziel liegt bei 106 Euro, was einem Aufwärtspotenzial von rund 190 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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