Investoren lassen den Euro abblitzen
Von Wolfram Trost, Frankfurt Der Euro hat es weiterhin schwer, das Vertrauen der Investoren zu gewinnen. Nachdem am Donnerstag bekannt wurde, dass die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr nur um 0,6 Prozent gewachsen ist, rutschte die europäische Gemeinschaftswährung weiter nach unten.
Sie durchbrach sogar zeitweise die Marke von 0,88 $. Gegen 20 Uhr kostete ein Euro 0,8813 $. Yen und Pfund bewegten sich kaum, und der Schweizer Franken gab seinen Gewinn vom Mittwoch wieder ab. In den vergangenen Wochen hatten die Investoren den Euro anfangs zunächst nach oben getrieben, ihn dann aber wieder fallen gelassen. Zu Beginn dieses Jahres drücken gleich mehrere Faktoren auf die Stimmung der Anleger. Die italienische Regierung äußert sich kritisch zur Gemeinschaftswährung und zu Europa. Die Argentinienkrise belastet Spaniens Banken. Deutschland enttäuscht mit einem schwachen Wirtschaftswachstum und läuft zusammen mit Portugal Gefahr, von der Europäischen Kommission eine Verwarnung hinsichtlich der Haushaltspolitik zu erhalten.
"Hinzu kommt, dass immer noch viele Euro-Long-Positionen im Markt sind, die nach den Terroranschlägen in den USA aufgebaut wurden und sukzessive abgebaut werden", sagte Patrick Laub, Chefhändler Devisen bei der Helaba. "Ich rechne mit anhaltender Euro-Schwäche in den nächsten Tagen", sagte Laub. Einen Rückgang bis 0,8735 $ schloss er nicht aus.
Staatsanleihen unverändert
An den europäischen Rentenmärkten ging es wegen der festen Eröffnung an den Aktienbörsen zunächst mit den Kursen nach unten. Bei Handelsschluss notierten deutsche Staatsanleihen nahezu unverändert. Neue Impulse erwarten die Investoren am Freitag von der Veröffentlichung des US-Verbrauchervertrauens der Universität von Michigan für Januar.
In den USA belasteten gute Arbeitsmarktdaten den Bondmarkt. Die Rendite zweijähriger Treasuries stieg bis 20 Uhr MEZ um elf Basispunkte auf 2,92 Prozent, die zehnjähriger Titel kletterte um acht Basispunkte auf 4,93 Prozent. In der vergangenen Woche hatten sich 384.000 Amerikaner arbeitslos gemeldet statt der erwarteten 430.000. Die Erwartungen einer weiteren Fed- Zinssenkung haben deswegen weiter abgenommen.
Von Wolfram Trost, Frankfurt Der Euro hat es weiterhin schwer, das Vertrauen der Investoren zu gewinnen. Nachdem am Donnerstag bekannt wurde, dass die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr nur um 0,6 Prozent gewachsen ist, rutschte die europäische Gemeinschaftswährung weiter nach unten.
Sie durchbrach sogar zeitweise die Marke von 0,88 $. Gegen 20 Uhr kostete ein Euro 0,8813 $. Yen und Pfund bewegten sich kaum, und der Schweizer Franken gab seinen Gewinn vom Mittwoch wieder ab. In den vergangenen Wochen hatten die Investoren den Euro anfangs zunächst nach oben getrieben, ihn dann aber wieder fallen gelassen. Zu Beginn dieses Jahres drücken gleich mehrere Faktoren auf die Stimmung der Anleger. Die italienische Regierung äußert sich kritisch zur Gemeinschaftswährung und zu Europa. Die Argentinienkrise belastet Spaniens Banken. Deutschland enttäuscht mit einem schwachen Wirtschaftswachstum und läuft zusammen mit Portugal Gefahr, von der Europäischen Kommission eine Verwarnung hinsichtlich der Haushaltspolitik zu erhalten.
"Hinzu kommt, dass immer noch viele Euro-Long-Positionen im Markt sind, die nach den Terroranschlägen in den USA aufgebaut wurden und sukzessive abgebaut werden", sagte Patrick Laub, Chefhändler Devisen bei der Helaba. "Ich rechne mit anhaltender Euro-Schwäche in den nächsten Tagen", sagte Laub. Einen Rückgang bis 0,8735 $ schloss er nicht aus.
Staatsanleihen unverändert
An den europäischen Rentenmärkten ging es wegen der festen Eröffnung an den Aktienbörsen zunächst mit den Kursen nach unten. Bei Handelsschluss notierten deutsche Staatsanleihen nahezu unverändert. Neue Impulse erwarten die Investoren am Freitag von der Veröffentlichung des US-Verbrauchervertrauens der Universität von Michigan für Januar.
In den USA belasteten gute Arbeitsmarktdaten den Bondmarkt. Die Rendite zweijähriger Treasuries stieg bis 20 Uhr MEZ um elf Basispunkte auf 2,92 Prozent, die zehnjähriger Titel kletterte um acht Basispunkte auf 4,93 Prozent. In der vergangenen Woche hatten sich 384.000 Amerikaner arbeitslos gemeldet statt der erwarteten 430.000. Die Erwartungen einer weiteren Fed- Zinssenkung haben deswegen weiter abgenommen.