Insidergeschäfte am Neuen Markt
Ein Rückblick auf vier Wochen Meldepflicht
Seit dem 1. März veröffentlicht die Deutsche Börse AG täglich Geschäfte von Insidern am Neuen Markt – eine zweifellos vertrauensbildende Massnahme. Dem Anleger eröffnet das interessante Einblicke in die Börsentätigkeit der Führungsriege der Unternehmen, an denen er beteiligt ist.
Nicht automatisch folgt aus jedem Verkauf, dass sich die Unternehmenslenker mental und finanziell aus dem Unternehmen verabschieden. Aber zu erhöhter Aufmerksamkeit gibt das allemal Anlass. Umgekehrt können natürlich laufende Käufe signalisieren, dass das Management die Aktie auf dem ermäßigten Niveau für interessant hält und Zutrauen zum eigenen Wirken besitzt.
Direkt ins Auge springt die rege Verkaufstätigkeit von Ernst Rüdiger Bäres von Intertainment, der bis heute mehr als 350.000 Anteilsscheine seines Unternehmens losgeschlagen hat . Aber auch Dieter Worms, Aufsichtsratsmitglied von Travel 24.com fand am 16. März keinen Gefallen mehr an rund 23.000 Papieren. Am 29. März und 2. April mochte dann auch Ausichtsratsmitglied Klaus Frank nicht länger im Besitz von insgesamt 23.000 Anteilsscheinen seines Unternehmens bleiben.
Vorstandsvositzender Falk Kübler scheint den Kurs seines Unternehmens Parsytec am 22. März einladend zu finden und kauft 50.000 Anteilsscheine zu rund 33€. Heute notiert die Aktie bei rund 25€.
Unternehmensvertreter von ACG, b.i.s., DEAG, Mania, Mensch und Maschine, Transtec und anderen fallen durch regelmäßige Käufe kleinerer Positionen auf. Sie wollen vielleicht ihren durchschnittlichen Einkaufskurs über einen längeren Zeitraum optimieren.
Keine schlechte Idee.
Bei ACG springt eine bemerkenswerte Transaktion ins Auge: Am 6. März kauft und verkauft Vorstand Gerd Oliver Martens 5.000 Aktien – just an dem Tage, als sein Unternehmen die guten 2000-er Zahlen bekannt gibt. Der Kurs stieg damals intraday von 29 auf 32,50€. Das Unternehmen hat das Verhalten seinen Aktionären gegenüber missbilligt und Martens hat in der Folgezeit 1.000 Aktien von ACG erworben. Bleibt dennoch ein Nachgeschmack.
Dass Vorstand Finn von Amatech nach der Schreckensmeldung seines Unternehmens von Mitte März rund 160.000 Aktien kaufte, ist bekannt . Theo Lieven von Elsa trennte sich am 14. und 15. März von rund 33.000 ELSA-Papieren, just als das Unternehmen meldete, den Turaround geschafft zu haben . Auch Bernd Dörflinger von AT & S trennte sich am 9. März von 3.000 Aktien zum Kurs von mindestens 29€. Nun werden noch lediglich knapp 19€ bezahlt.
Bemerkenswert sind Verkäufe von Systematics-Insidern am 2. April, dem Tag, an dem die Übernahme durch EDS bekannt gegeben wurde . Die Vorstände Clemens, Fischer, Klein und Preuschhof verkauften insgesamt rund 4,8 Millionen Stück, Preuschhof kauft offensichtlich 840.400 Aktien wieder zurück.
Quelle: WO
Ein Rückblick auf vier Wochen Meldepflicht
Seit dem 1. März veröffentlicht die Deutsche Börse AG täglich Geschäfte von Insidern am Neuen Markt – eine zweifellos vertrauensbildende Massnahme. Dem Anleger eröffnet das interessante Einblicke in die Börsentätigkeit der Führungsriege der Unternehmen, an denen er beteiligt ist.
Nicht automatisch folgt aus jedem Verkauf, dass sich die Unternehmenslenker mental und finanziell aus dem Unternehmen verabschieden. Aber zu erhöhter Aufmerksamkeit gibt das allemal Anlass. Umgekehrt können natürlich laufende Käufe signalisieren, dass das Management die Aktie auf dem ermäßigten Niveau für interessant hält und Zutrauen zum eigenen Wirken besitzt.
Direkt ins Auge springt die rege Verkaufstätigkeit von Ernst Rüdiger Bäres von Intertainment, der bis heute mehr als 350.000 Anteilsscheine seines Unternehmens losgeschlagen hat . Aber auch Dieter Worms, Aufsichtsratsmitglied von Travel 24.com fand am 16. März keinen Gefallen mehr an rund 23.000 Papieren. Am 29. März und 2. April mochte dann auch Ausichtsratsmitglied Klaus Frank nicht länger im Besitz von insgesamt 23.000 Anteilsscheinen seines Unternehmens bleiben.
Vorstandsvositzender Falk Kübler scheint den Kurs seines Unternehmens Parsytec am 22. März einladend zu finden und kauft 50.000 Anteilsscheine zu rund 33€. Heute notiert die Aktie bei rund 25€.
Unternehmensvertreter von ACG, b.i.s., DEAG, Mania, Mensch und Maschine, Transtec und anderen fallen durch regelmäßige Käufe kleinerer Positionen auf. Sie wollen vielleicht ihren durchschnittlichen Einkaufskurs über einen längeren Zeitraum optimieren.
Keine schlechte Idee.
Bei ACG springt eine bemerkenswerte Transaktion ins Auge: Am 6. März kauft und verkauft Vorstand Gerd Oliver Martens 5.000 Aktien – just an dem Tage, als sein Unternehmen die guten 2000-er Zahlen bekannt gibt. Der Kurs stieg damals intraday von 29 auf 32,50€. Das Unternehmen hat das Verhalten seinen Aktionären gegenüber missbilligt und Martens hat in der Folgezeit 1.000 Aktien von ACG erworben. Bleibt dennoch ein Nachgeschmack.
Dass Vorstand Finn von Amatech nach der Schreckensmeldung seines Unternehmens von Mitte März rund 160.000 Aktien kaufte, ist bekannt . Theo Lieven von Elsa trennte sich am 14. und 15. März von rund 33.000 ELSA-Papieren, just als das Unternehmen meldete, den Turaround geschafft zu haben . Auch Bernd Dörflinger von AT & S trennte sich am 9. März von 3.000 Aktien zum Kurs von mindestens 29€. Nun werden noch lediglich knapp 19€ bezahlt.
Bemerkenswert sind Verkäufe von Systematics-Insidern am 2. April, dem Tag, an dem die Übernahme durch EDS bekannt gegeben wurde . Die Vorstände Clemens, Fischer, Klein und Preuschhof verkauften insgesamt rund 4,8 Millionen Stück, Preuschhof kauft offensichtlich 840.400 Aktien wieder zurück.
Quelle: WO