Mal abgesehen davon, dass die Lage des Gebäudes direkt am Alex (und das Gebäude selbst) klasse ist, fand ich vor allem auch die Athmosphäre im Manegement sehr angenehm. Zur eigentlichen HV hatte ich mich bei W:O ja schon geäußert, die im Stil wirklich symphatisch und angenehm war, weil gleichzeitig locker/humorvoll (vor allem durch CEO Slabke) und seriös und detailliert (durch die drei Vorstände der Segmente).
Aber auch danach gings so weiter. Einige der Vorstände und auch 1-2 Mitarbeiter der zweiten Führungsebene setzten sich dann beim Mittagessen mit zu den Aktionären an die Tische, und so konnte man noch etwas plaudern. Das führte dann dazu, dass Scansoft, Netfox und meine Wenigkeit dann nach dem Essen noch eine kleine Tour durch die Räumlichkeiten des Gebäudes angeboten bekamen und das auch nutzten. Auch diese Räumlichkeiten gaben dieses offene Arbeitsverhältnis, das man auf der HV spürte, ebenso wieder. Hat was von "Klein-Google" mit Couch im Büro, verglasten Wänden zwischen den Büros, so dass die IT Mitarbeiter halt gefühlt direkt neben dem Segmentvorstand sitzen, sie zusammen ihre Projekte in lockerer Athmo führen können. Die Fluktuaktion ist dementsprechend gering bei Hypoport, was im IT-Markt nicht selbstverständlich ist.
Und wie ich schon bei W:O schrieb, ... Die HV also solche hab ich insofern noch nie bei irgendeiner HV erlebt, als das die Gesprächsathmosphäre in den Themen sehr detalliert und in Form und Stil sehr angenehm war, weil es nicht die üblichen 0815 Fragen und Kritikpunkte oder die üblichen 1-2 Meckerköppe gab. Okay, das kann auch am gestiegenen Kurs liegen, aber bei anderen Unternehmen gabs die auch bei ähnlichen Kursanstiegen. Hab das Gefühl, Hypoport ist immernoch was für eine gewisse Nische von Anlegern. Das sah man auch an der Präsenzliste, wo faktisch keine Fonds aufgeführt waren. SDK und DSW waren ebenso nicht dort, offenbar weils nichts zu beanstanden gab oder weil sie Hypoport noch gar nicht auf der Liste haben. In den Gesprächen während und nach der HV kam auch klar zum Ausdruck woran das geringe Fondsinteresse und die entsprechend geringe IR-Arbeit bisher lag. Schlichtweg an fehlender Größe und Handelbarkeit der Aktie sowie den Sonderfaktoren der Vorjahre, was zusammengenommen für Fonds NOCH nicht attraktiv war und eine übertriebene IR-Arbeit im Grunde auch nicht nötig machte, da es eh ins Leere gelaufen wäre. Jetzt beginnt sich das auf der Grundlage des anlaufenden operativen Geschäfts mit entsprechenden Hebeleffekten auf die Konzerngewinne halt zu verändern. Jetzt hat man die Möglichkeiten unterfüttert von dem Sockel der Investitionen der Vorjahre mit steigenden Gewinnen und Cashflows den Kapitalmarkt entsprechend zu bedienen. Ich glaub da hat die HV mit den Fragen und Anregungen der Aktionäre auch dem Vorstand und Aufsichtsrat weitergeholfen. Ich hatte jedenfalls den Eindruck, das Management war ebenso erfreut von der HV wie wir.