ich persönlich habe bislang noch kein Unternehmen gesehen, was an einer niedrigen Börsenbewertung interessiert ist. Hypoport hatte damals auf ein IPO verzichtet, weil man - im Zuge der Finanzkrise - keine angemessene Bewertung des Unternehmens erreichen konnte. Das aktuelle Kursniveau ist für mich auch nachvollziehbar. In den letzten Jahren gab es auf Hypoports Märkten disruptive Marktverwerfungen. Dies würde bekanntlich bei Hypoport zu einer Reihe von Gewinnwarnungen etc. Das der Vorstand in dieser Situation hauptsächlich bzw, ausschließlich an der schwierigen Anpassung des Unternehmens an diese Marktveränderungen arbeit, anstatt wie der MLP Vorstand alle zwei Wochen eine Roadshow zu veranstalten finde ich begrüßenswert. Am Beispiel MLP sieht man ja, dass die vielen Analystentermine den Kurs nichts nutzen, wenn am Ende die Zahlen nicht stimmen. Noch schlimmer war es damals bei Aragon. Da haben die Vorstände bei jeder Gelegenheit die Aktie gepusht und von Kurszielen jenseits der 40 EUR gefaselt. Nach unzähligen Kapitalerhöhungen steht die Aktie jetzt bei 1,8 EUR.
Nochmal: Das Spiel wird auf dem Platz gewonnen und auf diesem stehen die Hypoportvorstände glücklicherweise. Die Strukturprobleme wurden beseitigt und die Gewinne werden daher steigen. Bis so eine Entwicklung die Märkte erreicht, vergehen leider ein paar Quartale. Diese Abzuwarten ist leider das Schicksal der Valueinvestoren:-). Diejenigen, die jetzt wegen dem lächerlichen 11k Verkauf vom AR rumjaulen, sollten parallel auch festhalten, dass Herr Slabke seit Börsengang nicht eine einzige Aktie veräußert hat. So etwas gibt es auch selten an der Börse.
Aktienmarkt ist halt kein Ponyhof