Also, habe in New York angerufen, wurde dann nach London in das dortige Office verbunden, da dieses Office wohl für die Betreuung der Aktien der HRE zuständig ist. Hier die Kurzzusammenfassung meines GEspräches:
1) Klar ist, dass JC FLowers immer noch sein Aktienpaket hat und sein eigentliches Interesse ist, weiterhin Aktionär zu bleiben.
2) J.C. Flowers nimmt keine Stimmrechtsübertragungen an. Das hat was mit Haftung zu tun und wurde von seinen Rechtsanwälten angeraten. Es besteht die Angst, dass Aktionäre, die die Stimmrechte an JC Flowers übertragen, anschliessend gegen ihn klagen könnten.
3) Der Mitarbeiter von Herrn Flowers hat mir geraten bei Nichterscheinen einfach schriftlich gegen den einzigen Tagesordnungspunkt zu stimmen. Das Formular gibt es auf der HRE Seite
Insgesamt war es ein sehr informatives und langes Telefonat. Ich werde dem Rat folgen und schriftlich mein NEIN zum Squeeze-Out der HRE mittels Formblatt zukommen lassen.
Letzendlich verwies der Mitarbeiter darauf, dass es wahrscheinlich zu Klagen kommen würde. Falls ein Gericht einen höheren Squeeze-Out Preis festsetzen würde, würden wahrscheinlich alle diese Differenz nachgezahlt bekommen.
Aber, und das ist jetzt meine persönliche Einschätzung von diesem GEspräch, Flowers geht es nicht so sehr um die Höhe einer Entschädigung: er will schlicht und ergreifend Aktionär bleiben. Das ist keine Überraschung, das hat er schon früher - auch gegenüber der Presse immer wieder betont.
Nach diesem Telefonat geht es mir jedenfalls besser: für mich gilt: dieses Formblatt mit meinem Nein abschicken und anschliessend abwarten und Teetrinken und sich auf eine lange Zeit des Wartens einstellen.