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Ich sehe Schmodo hier auch in einem Interessenskonflikt als Kleinaktionär (falls er überhaupt noch Aktien hält, was mich bei seiner Meinung über HDM wundern würde) und als Mitarbeiter. Er schreibt hier offenbar vorrangig als Mitarbeiter, vor diesem Hintergrund sind seine Beiträge zu lesen.
Ich kann mich aber nicht an Des- oder Fehlinformationen erinnern, die von Schmodo gestreut wurden, das muss man ihm lassen. Wenn er sehr polarisierend seine deutlich von meiner abweichenden Meinung vorträgt, ist diese als Kommentar und nicht als Tatsachenbehauptung zu erkennen.
Die Informationen über Kurzarbeit decken sich auch mit dem, was ich in der Region so höre. Allerdings fragt man sich schon, wieso immer noch nichts an die Eigentümer (=Aktionäre) kommuniziert ist. Der VV muss entweder einen sehr geheimen und erfolgverschprechenden Masterplan verfolgen (dann sollten wir das bald an den Kennzahlen sehen können) oder er ist tatsächlich ein sehr schlechter Kommunikator und man muss sich dann schon fragen, ob es der richtige Mann an der richtigen Stelle ist. Ganz besonders bei derart schwierigen Unternehmensentscheidungen wie denen, die bei HDM gefällt wurden und noch werden, ist es extrem wichtig, die Belegschaft mitzunehmen. Bis jetzt nimmt er weder Belegschaft, noch Aktionäre so richtig mit.
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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung
@bcxxx: So wie ich das Gesetz verstehe, müssen drei Wochen zwischen Beantragung und Information des Betriebsrates einerseits und dem Beginn der Kurzarbeit andererseits verstreichen. Es spricht aber nichts dagegen, schon bei Beantragung der Kurzarbeit die Eigentümer der Firma (hier den Kapitalmarkt) über die Maßnahme zu informieren. Beispielsweise mit einer Ad-Hoc-Meldung, oder sehe ich das falsch? Auf der Unternehmenshompage steht aber in den IR-News aktuell: NIX.
Vorhersagen über die kurzfristige Reaktion der Aktienmärkte habe ich aufgegeben. Für die Firma ist dies aber einerseits eine schlechte Nachricht, nämlich die über zu wenig Aufträge für die vorhandene Belegschaft (m.M.n. bei HDM keine Neuigkeit). Andererseits ermöglicht es der Firma eine signifikante Reduktion der Kostenseite ohne Entlassungen und teure Abfindungen, was ja keine so schlechte Nachricht ist.
Natürlich ist das nicht die Wurzel allen Übels, da hat Schmodo schon recht. Aber die UBS investiert hier wieder, aktuell Überschreitung der Meldeschwelle von 3%.
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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung
@Horst1974:MAN(N) KANN –. MUSS ABER NICHT! an den anderen dt. Standorten läuft die KA schon. In HD Und WL hatte man sich noch die Tür für betriebsbedingte Kündigungen offengehalten.Die UBS und andere Kreditgeber werden (sind) vorrangig besichert sein. Eigentlich muß man nur Schmodo`s Meinungen aufmerksam lesen.
Vielen Dank für die Info. Kann sein, dass die Kreditlinien der UBS vorrangig besichert sind. Bei den Anteilen ist dies nach Aktienrecht unmöglich, da es nur eine Sorte Stammaktien gibt (gleiche WKN), welche insolvenzrechtlich gleichrangig behandelt werden müssen. Wenn die UBS also glauben würde, dass die Firma pleite geht, würden sie wohl nur in (vorrangig gesicherte) Unternehmensanleihen investieren und nicht >3% Anteile halten.
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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung
Danke für die interessanten Links.
Zitat: "Die Stellung der Arbeitnehmervertretung bei Heideldruck ist traditionell stark. Es gibt keine Leiharbeiter im Unternehmen, die Bezahlung ist in Teilen übertariflich." Vielleicht ist auch das ein Teil (!) des Problems.
Was die neuen Geschäftsfelder angeht, wäre es natürlich wünschenswert und gut, wenn es diese gäbe. Macht sicher mehr Spass als Leute zu entlassen. Ich höre aber hier und in der Presse immer nur, die Geschäftsleitung möge bitte Ideen generieren. Das ist keine Innovationskultur, die muss "von unten" kommen, von den Leuten, die beim Kunden sind. So oder so halte ich diesen Ansatz für aussichtslos, weil nicht die Firma, sondern die ganze Druckbranche ein Problem hat und die Konkurrenz ebenso nach neuen Märkten Ausschau halten wird, in denen ihre Kernkompetenzen einen Mehrwert bringen. Damit sind diese schon wieder mit hohem Konkurrenzdruck gesättigt.
Auch wenn es für die Stimmung eine Katastrophe ist: lieber 6500 Leute entlassen, als eine 20000-Mann-Firma an die Wand fahren. M.M.n. ist es hier Herr Mehdorn, der den Karren kaputtgemacht hat, aber auch Herr Schreier, der den Karren obwohl die Schäden jahrzehntelang bekannt waren/sind, den Karren nicht repariert hat. Wer so mit dem Rücken zur Wand steht, kann keine Innovationskultur oder neue Geschäftsfelder etablieren. Leider.
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Das sehe ich anders, der IG Metall Tarif ist im Branchenverglaich schon auf einem sehr sehr hohen Level. Warum man da noch mehr oben drauf legen muss (auch wenn es sich um gute, motivierte Mitarbeiter handelt), erschließt sich mir nicht. Außer sie übernehmen mehr Verantwortung im Unternehmen und dann sind es meist Positionen mit außertariflicher Einstufung. Gute Bezahlung für gute Arbeit: ja. Aber keine exorbitante Bezahlung ohne Übernahme von Verantwortung.
Wenn die übertarifliche Bezahlung gerechtfertigt sein soll, dann können diese Mitarbeiter ja mal strategische Pläne für neue Geschäftsfelder erarbeiten. Das wird hier ja immer von "denen da oben" verlangt. Selbst wenn Sie sich weiterführende Gedanken machen (wie beispielsweise Schmodo), dann sehe ich die übertarifliche Bezahlung auch als gerechtfertigt an. Aber dieselbe Bezahlung gibts im Tarifbereich ja auch für die Kollegen, die pünktliche um 4 den Hammer oder Bleistift fallen lassen und nach Hause gehen. Und da liegt das Problem.
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Die "Capri Sonne" Schlempe wird von Wild gemacht, in meinen Augen deren weitaus schlechtestes Produkt. Freudenberg ist eine andere Firma.
Bitte nicht schon wieder die Klassenkampfdiskussion beginnen. Ich habe mittlerweile gemerkt, dass Du Dich recht schnell angegriffen fühlst. Es geht auch nicht um Latzhosen oder Anzüge. Aber wenn eine Firma auf der einen Seite ca. 1/3 der Stellen aus wirtschaftlicher Not abbauen muss und sich trotzdem nach wie vor den Luxus leistet, (a) über Tarif zu bezahlen und (b) sei es auch nur zur Abfederung etwaiger Bedarfsspitzen, komplett auf Leiharbeit verzichtet, dann gibts hier eine massive Schieflage. Hätte man seinerzeit Bedarfsspitzen mit Leiharbeit abgefangen, hätte man jetzt weniger Leute mit teurer Abfindung nach Hause schicken müssen. Besser für die Belegschaft und die Firma. Statt sich komplett quer zu stellen, hätte der Betriebsrat sich ja für eine gleiche oder bessere (wegen deren schlechterer Absicherung) Bezahlung der Leiharbeiter einsetzen können.
Von mir aus kann HDM gerne wieder hohe Sozialstandards setzen, wenn der Laden profitabel läuft. Tut er aber nicht, schreibt ja nicht mal ne schwarze Null. Nutzlose Wasserköpfe gibts auch in anderen Firmen, die trotzdem nicht gleich kurz vor der Pleite stehen. Geh mal zur BASF und frag nach, wie viele Beschäftigte sich dort mit Projektmanagement oder dem Sicherheitswesen beschäftigen. Null produktiv. Man darf gerne das eine Übel ansprechen, deshalb ist das andere Übel aber noch lange nicht aus der Welt. Wenn weiter erst auf den Nachbarn gezeigt wird, bevor man vor der eigenen Tür kehrt, wird man gemeinsam im Dreck versinken.
PS: Tut zwar nichts zur Sache, aber wie früher schon geschrieben, ist deine Unterstellung, ich würde mich zu irgendeiner Oberschicht zählen, falsch. Ich bin ein Arbeiter- und Flüchtlingskind. OK, tut mir leid, ich habe Abitur gemacht und studiert (übrigens nicht BWL, Management o.ä.), während andere jahrelang übertariflich bezahlt wurden. Bin ich deswegen ein Parasit der "Produktiven"?
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Ich kenne zwar nicht alle genannten "anderen" Firmen, aber dass die alle besser bezahlen als HDM halte ich definitiv für ein Gerücht. Allein schon der IG Metall Tarif, der für HDM gilt, ist innerhalb der verschiedenen Branchentarife absolute Spitze, trotzdem legt HDM ohne Not noch was obendrauf (bzw. hat das früher getan und kann es jetzt nicht mehr zurücknehmen).
Übertarifliche Bezahlung und keine Leiharbeit bei Freudenberg? Frag mal die MA da, das ist einfach falsch! Ferner hat Freudenberg im Gegensatz zu HDM zahlreiche Untergesellschaften in denen die Leute für wesentlich schlechtere Bedingungen schaffen. Kenne einige HDMler und mehrere von denen haben sich in letzter Zeit extern beworben und auch Vorstellungsgespräche und konkrete Jobangebote gehabt. Diese wurden aber abgelehnt, weil der neue Arbeitgeber deutlich schlechter bezahlt hätte. Hier muss HDM endlich von seinem hohen Ross runter, nicht nur deine Beiträge zeigen, dass dort noch immer zu viele sitzen. Manche haben Anzüge an, aber manche tragen auch Latzhosen.
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