Enttäuschende Unternehmensberichte und schwache Konjunkturdaten haben den US-Aktienbörsen zum Wochenschluss teilweise empfindliche Verluste beschert. Der Standardwerte-Index Dow-Jones rutsche zwischenzeitlich unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Zählern ab. Der beginnende Konjunkturaufschwung hat in den USA bisher keinerlei Wirkung auf dem Arbeitsmarkt gezeigt. Im April stieg im Gegenteil die Arbeitslosigkeit auf den höchsten Stand seit sieben Jahren. Mit sechs Prozent lag die Arbeitslosenquote damit 0,3 Prozentpunkte höher als im März. Der Stand ist der höchste seit August 1994. Wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington weiter mitteilte, wurden zugleich 43.000 neue Arbeitsplätze geschaffen - deutlich weniger als erwartet. Die Unternehmen verhielten sich abwartend und wickelten Mehraufträge mit Hilfe von Teilzeitkräften oder Überstunden ab. Die Zahl der Überstunden in der verarbeitenden Industrie ist auf den höchsten Stand seit November 2000 gestiegen. Analysten hatten im April mit einer geringeren Zunahme der Arbeitslosenquote auf 5,8 Prozent und einem stärkeren Angebot neuer Arbeitsplätze gerechnet. Schon im März war die Zunahme nach korrigierten Angaben unter den Prognosen geblieben. Durch die Zahlen fühlen sich Experten in der Erwartung bestärkt, dass die amerikanische Notenbank in der kommenden Woche den Leitzins für Tagesgeld auf dem seit 40 Jahren niedrigsten Stand von 1,75 Prozent belassen wird.
“Sell in May and go away?“ Man könnte es fast glauben. Nur sind Panikverkäufe, trotz der Erosion der Aktienindices, nach wie vor nicht auszumachen. Es scheint gerade die Gleichgültigkeit der amerikanischen Anleger zu sein, was den Markt in der vergangen Woche nach unten zog. Trug der Markt bis 2000 noch Siebenmeilenstiefel, scheinen es nun Taucherschuhe aus Blei zu sein. Gefährlich ist vor allem die von den Marktkommentatoren immer wieder wiederholte „Tatsache“, das der Markt nicht unter die Tiefststände des Vorjahres (welche durch die Terror-Anschläge des 11.September ausgelöst wurden) fallen könne. Diese Annahme scheint viele Marktteilnehmer in einer falschen Sicherheit zu wiegen. So sollte nicht vergessen werden, das der Markt in 2001 auf grund von externen Faktoren in die Knie ging. In 2002 sind es immer neue marktinterne Fakten welche Druck auf den Aktienmarkt ausüben.
In der kommen Woche wird die Bushregierung beim Kongress um eine Erhöhung der, verfassungsmäßig festgelegten, Verschuldungsgrenze der USA um $ 750 Mrd. nachsuchen. Bereits Mitte Mai wird sonst die Obergrenze von $ 5,95 Trilliarden überschritten sein. Da das Fiskaljahr 2002 jedoch erst am 31.September endet und nach nur 1 ½ Jahren George W. Bush aus einem Haushaltsüberschuss eine Defizit wurde, werden die USA schon sehr bald wieder mehr langfristige Schuldverschreibungen begeben müssen. Noch vor wenigen Monaten war es umgekehrt, und die US-Treasury kaufte eigene Anleihen am offen Markt zurück. Mit Blick, auf die weiterhin langsam wachsenden Firmen-erträgen, den angekündigt stark steigenden Rüstungsausgaben, weiteren Steuersenkungen (vor allem für die reichsten 1% der US-Bürger) ist nicht damit zu rechnen, das die USA in den kommenden 5 wenn nicht 10 Jahren wieder einen Haushaltsüberschuss erwirtschaften können. Ein Teil der in den späten 90er Jahren stark angestiegenen Steuereinnahmen war auf den Boom im DotCom Bereich zurückzuführen. Nun sind dies jedoch steuermindernde Geschäftsbereiche. Interessant auch, das die Republikaner die Steuersenkungen für ihre Freunde, mit dem Argument (sowie netten Graphiken die nun verstauben) verlangten und durch den Senat & Kongess brachten, das auch in den kommenden Jahren stetig Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet würden. Im Nachhinein wird nun jedoch das Argument angeführt, die Wirtschaft solle dadurch stimuliert werden. Bis jetzt waren es jedoch die niedrigen Zinsen welche dies erledigten und nicht die paar Steuerdollar ($300 pro Durchschnittsbürger im Jahr).
Heute kommt Spider-Man in 3615 amerikanische und canadischen Kinos. Sony’s Columbia Pictures lies sich den Spaß ungefähr 130 Mio. Doller kosten. Allerdings mit der festen Überzeugung, dass sie einen neuen Blockbuster auf den Markt bringen, welcher schätzungsweise um die 80 Mio. Dollar am Auftaktwochenende einspielen soll (wahre Fans rechnen sogar mit einem neuen Rekord von über 90.3 Mio. USD, was Harry Potter am ersten Wochenende einspielte) und um die 300 Mio. Dollar insgesamt.
“Sell in May and go away?“ Man könnte es fast glauben. Nur sind Panikverkäufe, trotz der Erosion der Aktienindices, nach wie vor nicht auszumachen. Es scheint gerade die Gleichgültigkeit der amerikanischen Anleger zu sein, was den Markt in der vergangen Woche nach unten zog. Trug der Markt bis 2000 noch Siebenmeilenstiefel, scheinen es nun Taucherschuhe aus Blei zu sein. Gefährlich ist vor allem die von den Marktkommentatoren immer wieder wiederholte „Tatsache“, das der Markt nicht unter die Tiefststände des Vorjahres (welche durch die Terror-Anschläge des 11.September ausgelöst wurden) fallen könne. Diese Annahme scheint viele Marktteilnehmer in einer falschen Sicherheit zu wiegen. So sollte nicht vergessen werden, das der Markt in 2001 auf grund von externen Faktoren in die Knie ging. In 2002 sind es immer neue marktinterne Fakten welche Druck auf den Aktienmarkt ausüben.
In der kommen Woche wird die Bushregierung beim Kongress um eine Erhöhung der, verfassungsmäßig festgelegten, Verschuldungsgrenze der USA um $ 750 Mrd. nachsuchen. Bereits Mitte Mai wird sonst die Obergrenze von $ 5,95 Trilliarden überschritten sein. Da das Fiskaljahr 2002 jedoch erst am 31.September endet und nach nur 1 ½ Jahren George W. Bush aus einem Haushaltsüberschuss eine Defizit wurde, werden die USA schon sehr bald wieder mehr langfristige Schuldverschreibungen begeben müssen. Noch vor wenigen Monaten war es umgekehrt, und die US-Treasury kaufte eigene Anleihen am offen Markt zurück. Mit Blick, auf die weiterhin langsam wachsenden Firmen-erträgen, den angekündigt stark steigenden Rüstungsausgaben, weiteren Steuersenkungen (vor allem für die reichsten 1% der US-Bürger) ist nicht damit zu rechnen, das die USA in den kommenden 5 wenn nicht 10 Jahren wieder einen Haushaltsüberschuss erwirtschaften können. Ein Teil der in den späten 90er Jahren stark angestiegenen Steuereinnahmen war auf den Boom im DotCom Bereich zurückzuführen. Nun sind dies jedoch steuermindernde Geschäftsbereiche. Interessant auch, das die Republikaner die Steuersenkungen für ihre Freunde, mit dem Argument (sowie netten Graphiken die nun verstauben) verlangten und durch den Senat & Kongess brachten, das auch in den kommenden Jahren stetig Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet würden. Im Nachhinein wird nun jedoch das Argument angeführt, die Wirtschaft solle dadurch stimuliert werden. Bis jetzt waren es jedoch die niedrigen Zinsen welche dies erledigten und nicht die paar Steuerdollar ($300 pro Durchschnittsbürger im Jahr).
Heute kommt Spider-Man in 3615 amerikanische und canadischen Kinos. Sony’s Columbia Pictures lies sich den Spaß ungefähr 130 Mio. Doller kosten. Allerdings mit der festen Überzeugung, dass sie einen neuen Blockbuster auf den Markt bringen, welcher schätzungsweise um die 80 Mio. Dollar am Auftaktwochenende einspielen soll (wahre Fans rechnen sogar mit einem neuen Rekord von über 90.3 Mio. USD, was Harry Potter am ersten Wochenende einspielte) und um die 300 Mio. Dollar insgesamt.