19.05.2002, 19:57
Gummibärchen knacken Sicherheitssysteme
Material für knapp 10 Euro reicht, um an Fingerabdruck-Scannern vorbeizukommen. Wichtiges Utensil: aufgelöste Gummibärchen.
München (fs) – Zugang nur per Fingerabdruck - Einbruch also unmöglich? Der japanische Mathematiker Tsutomoto Matsumoto hat ein Verfahren entwickelt, das fast alle Fingerabdruck-Scanner überlisten kann. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Alles was Sie brauchen: Ein bisschen Silikon und ein paar Gummibärchen.
In das erwärmte Silikon wird der Finger hinein gepresst, in die dadurch entstandene Mulde wird in Wasser gelöste Gelatine gekippt. Ein paar aufgelöste Gummibärchen tun's auch. So entsteht anschließend im Kühlschrank ein Kunstfinger.
Nun werden Sie fragen, wie kann man so irgendwo einbrechen? Schließlich braucht man ja den Originalfinger, um einen solchen Abdruck zu machen. Matsumotos zweites Verfahren erinnert an eine Szene aus dem Film "Drei Engel für Charlie". Ein simpler Fingerabdruck genügt: Fingerabdruck sichtbar machen, digital fotografieren, Kontraste am PC nachbessern, auf Folie drucken und diese dann als Maske für die Belichtung einer Leiterplatte hernehmen. So entsteht ein Relief des Fingerabdrucks - Gelatine drübergießen, fertig ist ein Fingerüberzug.
Alle gängigen und bezahlbaren Fingerabdruck-Zugangskontrollen, die für den PC auf dem Markt sind, lassen sich so überlisten. Da Gelatine ähnliche physikalische Eigenschaften besitzt wie menschliches Gewebe, funktioniert es mit Gelatine-Finger auch auf Systemen, die scheinbar prüfen, ob der Finger lebt.
Das Beste an der Gummibärchen-Methode: "Wenn Sie drin sind, essen Sie das Beweismaterial einfach auf", empfiehlt der kalifornische Sicherheitsexperte Bruce Schneider in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Info: www.faz.net

Gummibärchen knacken Sicherheitssysteme
Material für knapp 10 Euro reicht, um an Fingerabdruck-Scannern vorbeizukommen. Wichtiges Utensil: aufgelöste Gummibärchen.
München (fs) – Zugang nur per Fingerabdruck - Einbruch also unmöglich? Der japanische Mathematiker Tsutomoto Matsumoto hat ein Verfahren entwickelt, das fast alle Fingerabdruck-Scanner überlisten kann. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Alles was Sie brauchen: Ein bisschen Silikon und ein paar Gummibärchen.
In das erwärmte Silikon wird der Finger hinein gepresst, in die dadurch entstandene Mulde wird in Wasser gelöste Gelatine gekippt. Ein paar aufgelöste Gummibärchen tun's auch. So entsteht anschließend im Kühlschrank ein Kunstfinger.
Nun werden Sie fragen, wie kann man so irgendwo einbrechen? Schließlich braucht man ja den Originalfinger, um einen solchen Abdruck zu machen. Matsumotos zweites Verfahren erinnert an eine Szene aus dem Film "Drei Engel für Charlie". Ein simpler Fingerabdruck genügt: Fingerabdruck sichtbar machen, digital fotografieren, Kontraste am PC nachbessern, auf Folie drucken und diese dann als Maske für die Belichtung einer Leiterplatte hernehmen. So entsteht ein Relief des Fingerabdrucks - Gelatine drübergießen, fertig ist ein Fingerüberzug.
Alle gängigen und bezahlbaren Fingerabdruck-Zugangskontrollen, die für den PC auf dem Markt sind, lassen sich so überlisten. Da Gelatine ähnliche physikalische Eigenschaften besitzt wie menschliches Gewebe, funktioniert es mit Gelatine-Finger auch auf Systemen, die scheinbar prüfen, ob der Finger lebt.
Das Beste an der Gummibärchen-Methode: "Wenn Sie drin sind, essen Sie das Beweismaterial einfach auf", empfiehlt der kalifornische Sicherheitsexperte Bruce Schneider in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Info: www.faz.net
