Muss dir zustimmen und gleichzeitig relativieren, dazu zitiere ich aus dem geschäftsbericht zum q3-2016:
"In Großbritannien sank der Umsatz in den ersten neun Monaten um 12 % auf 106,98 Mio. (9M / 2015: 121,43 Mio. ). Grund hierfür waren Verschiebungen einzelner Kunden- budgets von Großbritannien in die USA sowie Verzöge- rungen bei Projektentscheidungen aufgrund der rückläufigen Marktentwicklung im Investment Banking. Mit einem Anteil von 35 % am Konzernumsatz bleibt Großbritannien der größte Absatzmarkt der GFT in den ersten neun Monaten (9M / 2015: 45 %)."
Man beachte den Hinweis auf Verschiebungen von UK nach USA.
Das ist mitunter der wesentliche Grund, wieso USA gut wachsen und ohnehin schon (also q3-16) 13% von GFTs Umsatz ausmacht.
Ebenso sind die verzögerten Projektentscheidungen vom Sommer 2016 wohl nun entschieden und nicht weiter "verzögert".
Lese ich weiter im GB erkenne ich zudem, dass allein der Zuwachs in Spanien den rückgang in GB in absoluten Zahlen kompensiert.
Auf Seite 8 steht dann:
"Der Ergebnisbeitrag vor Steuern (EBT) des Segments Americas & UK reduzierte sich in den ersten neun Monaten um 41 % auf 6,63 Mio. (9M / 2015: 11,19 Mio. ). Die Umsatz- rentabilität fiel auf 4,0 % (9M / 2015: 7,1 %). Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus negativen Wechselkurs- effekten in Höhe von −2,44 Mio. (9M / 2015: −0,53 Mio. ) sowie aus der Unterauslastung von Mitarbeitern in den Geschäftseinheiten in Großbritannien und den USA auf- grund von Projektverschiebungen bei Investmentbanken."
Also die Unterauslastung der MA sollte nun wohl Geschichte sein und die negativen Wechselkurseffekten sind in absoluten Zahlen nicht sonderlich hoch.
Auf Seite 13 dann die Prognose:
"Die im Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2016 abgegebene Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2016 wird bestä- tigt. Nennenswerte Änderungen haben sich im dritten Quartal 2016 nicht ergeben.
Die mittelfristige Prognose der GFT wird bestätigt. Unter der Annahme, dass die Nachfrage nach Lösungen für die Umsetzung von regulatorischen Anforderungen anhält und sich der Trend zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen fortsetzt, strebt die GFT mittelfristig eine Umsatzsteigerung auf 800,00 Mio. bei einer EBITDA-Marge von rund 12 % für das Jahr 2020 an. Der zugrunde liegende Geschäfts- plan geht von einem kontinuierlichen organischen Wachs- tum in Höhe von rund 10 % pro Jahr in Kombination mit gezielten Zukäufen aus.
Unsere Prognosen beruhen auf den im Geschäftsbericht 2015 dargestellten Annahmen bezüglich der gesamtwirt- schaftlichen Entwicklung und der Entwicklung des Finanz- sektors sowie der IT-Branche. Die Prognosen schließen alle zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts bekann- ten Ereignisse ein, die einen Einfluss auf die Geschäfts- entwicklung der GFT haben könnten.
Stuttgart, den 9. November 2016"
Trotz Brexit wird an der Prognose festgehalten. Das würden sie nicht behaupten, wenn Ihnen der Brexit wirkliche Sorgen bereiten würde.
Ich bin von GFT und dem Management weiterhin sehr überzeugt und der Kurs wird schon nach Norden drehen.
Direkt morgen wäre super, vllt. auch später. Aber er wird kommen. Die Rahmenbedingungen, auf denen GFTs ganzes Business fusst, haben sich ja nicht verändert.
Wer will, kann hier alle Berichte nachlesen: www.gft.com/de/de/index/unternehmen/...richten/finanzberichte/