FRÜHAUFSTEHER Der tägliche Ausblick auf die Börse


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das Zentrum d.:

FRÜHAUFSTEHER Der tägliche Ausblick auf die Börse

 
18.01.02 08:26
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IBM und Microsoft verderben die Stimmung


18. Jan. 2002 IBM und Microsoft verderben schon wieder die Stimmung

Fast mag es scheinen, als hätte gestern einmal der deutsche Aktienmarkt die Tendenz in den USA bestimmt, und nicht umgekehrt. Doch hellten hauptsächlich die nachbörslichen Zahlen von Apple und Compaq die gestrige Tagestendenz auf. Heute droht dasselbe, nur mit umgekehrtem Vorzeichen.

Die Aussagen der Technologieriesen IBM und Microsoft lasteten auf der US-Nachbörse (siehe unten), was dem Dax einen schwierigen Wochenausklang bescheren dürfte. Die Erholung in Tokio ist nach den schweren Verlusten der Vortage nicht überzubewerten.

Bund-Future könnte gut gestimmt ins Wochenende gehen

Eigentlich hätte auch der Bund-Future nach dem Wechselbad dieser Woche eine Ruhepause verdient. Am Donnerstag schloss er mit 36 Ticks im Minus bei 108,44 Prozent. Diesmal steht aber wieder eine Erholung an. Die kurzfristige Konjunktureuphorie gestern scheint schon wieder zu weit gegangen zu sein.

Euro in Asien wenig verändert

Kaum verändert zeigt sich der Euro am Freitag im späten asiatischen Handel. Um 6.45 Uhr MEZ werden 0,8814 Dollar genannt nach 0,8808 Dollar im späten New Yorker Geschäft. Der US-Dollar notiert zum Yen mit 132,87 Yen nach 132,50 Yen. Die US-Handelsbilanzdaten, die um 14.30 Uhr MEZ veröffentlicht werden, hat der Euro kaum zu fürchten. Experten erwarten davon wenig Anzeichen auf eine Besserung.

Aktien Tokio gehen fest ins Wochenende

Fest haben die Aktienkurse in Tokio ihre Sitzung am Freitag beendet. Der Nikkei schloss 1,6 Prozent höher bei 10.293,32 Punkten. Der Topix-Index gewann 2,3 Prozent auf 1.007,64 Punkte. Nachdem der Markt sieben Tage in Folge Abschläge verzeichnete, würden die Investoren nun verstärkt Gelegenheitskäufe tätigen, erklärt ein Teilnehmer. Das Aufwärtspotenzial dürfte allerdings bis auf 10.300/10.400 Yen begrenzt sein, heißt es weiter.

Aktien Hongkong mittags knapp behauptet

Knapp behauptet tendiert die Börse in Hongkong bei lustlosem Handel am Freitagmittag (Ortszeit). Bis zum Ende der ersten Sitzungshälfte verliert der Hang-Seng-Index 0,1 Prozent auf 11.007,04 Punkte. Am Vormittag bewegte er sich in einer engen Spanne. Der Index werde sich über der Marke von 11.000 Punkten halten können, wird erwartet. Tagesverlierer sind PCCW mit minus 3,4 Prozent bedingt durch Sicherungsverkäufe im Zusammenhang mit der Wandelanleihe über 450 Millionen Dollar. Dem stehen TVB mit einem Plus von 3,6 Prozent als Tagesgewinner gegenüber.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss in den USA

Die Euphorie hielt nachbörslich nicht lange. Microsoft rechnet im laufenden Quartal mit geringeren Umsätzen als von Analysten erwartet, und IBM enttäuschte mit seinen Umsätzen im abgelaufenen Quartal. Die Microsoft-Aktie verlor 3,9 Prozent auf 67,15 Dollar, IBM gaben um 5,25 Dollar auf 114,65 Dollar nach. Der Nasdaq 100 After Hours Indicator verlor deutliche zwei Prozent auf 1.570,16 Punkte, und erreichte damit wieder den Stand des Vorabends. Dafür waren auch Abschläge bei Dell, Oracle und Sun verantwortlich.

Auch die Index-Futures lagen im Minus: Der S&P 500-Future gab 6,60 Stellen auf 1.127,60 Zähler ab, der Nasdaq 100-Future verlor 25,50 Zähler auf 1.567,50 Punkte.

Wall Street schließt fest

Mit fester Tendenz sind die Standardwerte an Wall Street am Donnerstag aus dem Handel gegangen, während die Technologiewerte sehr fest tendierten. Der Dow Jones stieg um 1,4 Prozent auf 9.850,04 Stellen. Der Nasdaq Composite kletterte um 2,1 Prozent auf 1.985,82 Zähler.

Nach den harschen Verlusten am Vortag hellten nun Unternehmenszahlen die Stimmung merklich auf. Auch von konjunktureller Seite hatten die Anleger Grund zur Freude. Nachdem bereits zu Handelsbeginn die US-Arbeitsmarktdaten erfreulich positiv ausgefallen waren, hat sich auch der später mitgeteilte Philadelphia-Fed-Index im Januar auf 14,7 Zähler erholt. Volkswirte hatten nur mit einem Indexstand von minus 1,9 gerechnet, nachdem der Index im Dezember bei minus 5,5 gelegen hatte. Der Dow kletterte im Anschluss an die Veröffentlichung des Indizes über 100 Punkte.

Das beherrschende Thema am Markt seien jedoch die Unternehmenszahlen gewesen, sagte ein Beobachter. Vor den nachbörslich erwarteten Zahlen reihten sich IBM auf der Gewinnerseite ein. Die Analysten von Lehman Brothers hatten bereits im Vorfeld der Zahlen ihre Einschätzung der Titel auf “Buy“ von zuvor “Market Perform“ hochgenommen. IBM notierten 2,3 Prozent höher auf 119,90 Dollar. Auch Microsoft legten vor ihren Zahlen zu, die Titel wurden mit einem Aufschlag von 2,9 Prozent zu 69,86 Dollar gekauft.

United Technologies verzeichneten ebenfalls Kursgewinne. Nachdem der Triebwerkhersteller noch im September seine Vorgaben heruntergeschraubt hatte, übertrafen die am Donnerstag mitgeteilten Ergebnisse diese gesenkten Erwartungen. United Technologies erhöhten sich um 7,3 Prozent auf 63,35 Dollar. Auch die Zahlen von General Electric enttäuschten die Anleger nicht. Die Titel trugen daraufhin mit einem Aufschlag von 2,9 Prozent zu dem Plus des Dow bei und gingen auf 38,75 Dollar aus dem Handel.

Citigroup waren gesucht, nachdem das Institut dem Markt besser als erwartete Zahlen präsentiert hatte. Zwar zeigte sich Citigroup ebenfalls von den Schwierigkeiten um Enron und Argentinien belastet, doch hätten sich die Bereiche Private Banking und Investment verbessert, teilte die US-Bank mit. Citigroup stiegen um 2,1 Prozent auf 49,90 Dollar.

Bereits zu Handelsbeginn hatten die erfreulich positiven Unternehmenszahlen von Yahoo, Apple und Compaq, die am Vortag nach US-Börsenschluss vorgelegt wurden, die Anleger beflügelt. Yahoo! hatte im vierten Quartal einen Pro-Forma-Gewinn je Aktie von 0,03 Dollar erzielt, und damit die Erwartungen der Analysten um 0,02 Dollar übertroffen. Zudem beflügele der Ausblick, heißt es aus dem Markt. Yahoo verteuerten sich daraufhin um 12,6 Prozent auf 20,12 Dollar. Im Zuge von Yahoo waren auch andere Titel der Internetdienstleister gesucht. So erhöhten sich Electronic Data Systems, die zudem noch von einer positiven Einschätzung von Lehman Brothers profitierten, um 4,5 Prozent auf 68,40 Dollar.

Die Papiere der Computerbranche profitieren vor allem von den Zahlen von Apple und Compaq. Apple kletterten um 8,2 Prozent auf 22,48 Dollar, Compaq stiegen um 6,3 Prozent auf 11,80 Dollar.

Eine negative Überraschung waren jedoch die Zahlen von US Airways. Mit einem operativen Verlust im vierten Quartal von 8,16 Dollar je Aktie lagen diese deutlich unter den Analystenprognosen. Die Experten hatten immerhin bereits einen Verlust von 7,54 Dollar je Aktie befürchtet. US Airways büßten 7,3 Prozent auf 5,20 Dollar ein.

US-Anleihen schließen schwach - Optimismus belastet Treasuries

Mit schwacher Tendenz haben sich die US-Anleihen am Donnerstag im späten Geschäft in New York gezeigt. Zehnjährige Titel mit einer Zinsausstattung von fünf Prozent ermäßigten sich um 26/32 auf 100-13/32. Die Rendite stieg von 4,823 auf 4,942 Prozent. Der Longbond mit einem Kupon von 5-3/8 Prozent büßte 31/32 auf 99-14/32 ein und die Rendite lag bei 5,411 Prozent, nach 5,336 Prozent am Mittwoch. Schon zu Handelsbeginn hatten die Anleihen unter Abgabedruck gestanden, nachdem die neusten US-Konjunkturdaten die Hoffnung auf eine bevorstehende Erholung der US-Wirtschaft untermauerten. Steigende Aktienkurse und optimistische Unternehmensausweise setzten die Treasurys im Verlauf weiter unter Druck.

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Medienschau


18. Jan. 2002
Unternehmensnachrichten

Microsoft: Ertrag stimmt, Ausblick nicht berauschend

Der Software-Riese berichtete zum vergangenen Quartal einen Pro-Forma-Gewinn pro Aktie von 49 Cents und liegt damit über den erwarteten 43 Cents. Auch der Umsatz liegt mit 7,74 Milliarden Dollar über den Erwartungen von 7,27 Milliarden. Der Pferdefuß liegt allerdings in wenig optimistischen Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr und der Aussage, die Märkte hätten sich in weiten Teilen noch nicht erholt. Die Microsoft-Aktie verlor nachbörslich 3,9 Prozent auf 67,15 Dollar. (FAZ.NET)

IBM erfüllt Ergebniserwartung - Umsatz enttäuscht

Mit einem Ergebnis von 1,33 Dollar je Aktie für das vierte Quartal 2001 hat IBM zwar die Erwartungen von 1,32 Dollar leicht übertroffen. Negativ wurde allerdings der Rückgang der Umsätze um 11,2 Prozent auf 22,8 Milliarden Dollar aufgenommen. Denn hier hatte der Markt knapp 24 Milliarden erwartet. Ernüchternd dürfte auch der Ausblick auf die nähere Zukunft sein. Hier lautet die Firmenformulierung: „Das Umfeld bleibt weiter schwierig“. Die Aktie gab nachbörslich um 5,25 Dollar auf 114,65 Dollar nach. (FAZ.NET)

Nortel sinkt tiefer in die roten Zahlen

Nortel Networks ist im vierten Quartal bei fallenden Umsätzen weiter in die Verlustzone gerutscht. Das teilte das kanadische Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Das Defizit stieg auf 1,83 Milliarden Dollar oder 57 Cent je Aktie, von 1,41 Milliarden Dollar oder 46 Cent je Aktie in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Der Umsatz fiel um 58 Prozent auf 3,46 (8,2) Milliarden Dollar. Nortel geht jedoch davon aus, im vierten Quartal 2002 einen Gewinn zu erwirtschaften. (dpa)

DaimlerChrysler ruft 2002er Jeep Grand Cherokee zurück

DaimlerChrysler ruft 76.143 Jeeps des Modells Grand Cherokee aus der Baureihe 2002 zurück. Damit reagiert das Unternehmen auf den Streit um die Nichteinrichtung eines “Refueling Vapor Recovery Systems“, dessen Einbau von der US-Regierung seit kurzem verlangt wird. 71.677 der betroffenen Fahrzeuge sind in den USA zugelassen. (vwd)

Hynix-Gläubiger erwägen entschuldeten Verkauf an Micron

Die Gläubigerbanken der Hynix Semiconductor begutachten nach einem Bericht der Wirtschaftszeitung Maeil vom Freitag erneut das Angebot der Micron Technology Inc, einige der Speicherchipwerke von Hynix unbelastet von Verbindlichkeiten zu kaufen. Der US-Konzern will lediglich einen Teil der Hynix-Produktion übernehmen und erwartet von den Banken deren vorherige Entschuldung. (vwd)

Wirtschaftsnachrichten


US-Konjunktur: Keine eindeutige Wende zum Besseren zu erkennen

Eine lediglich geringfügige Verbesserung erwarten Ökonomen bei den für Freitag angekündigten US-Konjunkturdaten. Positive und negative Faktoren hielten sich in etwa die Waage, so dass mit einer deutlichen Aufhellung nicht zu rechnen sei, sagten Volkswirte. Bei der Handelsbilanz für November, deren Veröffentlichung für 14.30 Uhr MEZ vorgesehen ist, gehen die Konsensprognosen von einer Abnahme des Defizits auf 28,3 Milliarden Dollar aus. Im Oktober war ein Handelsbilanzdefizit von 29,4 Milliarden Dollar ausgewiesen worden. (vwd)
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1Mio.€:

Danke :-) 8.30 noch frühaufsteher? Gruss

 
18.01.02 08:28
FRÜHAUFSTEHER Der tägliche Ausblick auf die Börse 544920
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das Zentrum d.:

war leider nicht früher verfügbar :o) o.T.

 
18.01.02 08:31
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Pichel:

Morning News

 
18.01.02 08:36
DJII: 9.850,04 (+ 137,77)
   Nasdaq:§1.985,82 (+   41,38)
 US-Markt:§ Microsoft hat im abgelaufenen Q wegen hoher Prozesskosten weniger verdient=2,28 Mrd $ (-13%), lag damit am unteren Rand der Erwartungen, die Prozesskosten betragen 660 Mio , der Umsatz erhöhte sich auf 7,8 Mrd  (6,5). Microsoft zeigt sich besorgt über die Verfassung der Weltwirtschaft. IBM hat angesichts der gesunkenen Technologieausgaben erneut einen geringeren Q-Gewinn verzeichnet und erwartet keine schnelle Verbesserung der Situation. Das Geschäft bleibt zunächst schwierig und erst im Laufe des Jahres wird es wieder stärker werden. Nortel hat im 4Q einen deutlichen Umsatzrückgang und einen Verlust (im Rahmen der Erwartungen) abgeliefert.

  Termine:§-Porsche HV 10:00Uhr
                    §-Deutsche Lufthansa mit Passagier- und Sitzladefaktoren Dezember 01
                    §-Sun Microsystems vorbörslich

Technologies:
         ·§Siemens erwartet rückläufige Erträge im 1Q aber erfolgreiches Gesamtjahr (bekannt), die gewinnträchtigen Sparten sollen mit den von General Electric (best of) verglichen werden. (FTD)
         ·§Weltweiter Chipabsatz in 2001  minus 4,6% (Reuters)
         ·§T-Mobile Börsengang im Herbst (VWD)
Financials:

         ·§Dexia will angeblich Depfa übernehmen (Tele-Börse)
         ·§Consors braucht für schwarze Zahlen rd. 45.000 neue Kunden und 8 Mio Transaktionen in Deutschland. Bisher haben sie 566.907 Kunden. Schmidt will wieder Kurs auf ausgeglichenen Ergebnis in 2002  nehmen, für 2001 rechnet er mit einem Verlust von 79 Mio € (bereits bekannt). (Reuters)
Telecoms:
         ·§Ron Sommer bestätigt, daß DTE in 2001 nach Abzug der Ausgaben für Investitionen, Zinsen und Dividenden einen negativen „free-cash-flow“ aufweist. Spätestens 2003 wird der Kapitalfluss wieder positiv sein, da das operative Ergebnis jährlich zweistellig wachsen wird und keine Zukäufe geplant seien. Keine Zahlen. (FAZ)
Utilities:
         ·§American Waters-Aktionäre stimmen der Übernahme durch RWE zu.  Kaufpreis 4,6 Mrd, endgültiger Erwerb nicht vor 2003. (Reuters)
         ·§Bundeskanzler Schröder will die Übernahme von Ruhrgas durch E.ON unterstützen, falls das Kartellamt dagegen sei. (HB)
Automobiles:
         ·§Chrysler ruft 76.000 „Grand Cherokee“ zurück=Benzintank. (Reuters)
         ·§Volkswagen Brasilien hofft trotz Konjunkturschwäche die Exporte um 10% in 2002 anzuheben. (Reuters)
Airlines:
         ·§LHA streicht 47 Flüge wegen der Streiks von italienischen Flughafenangestellten. (Reuters)
Diverses:

Neuer Markt:
         ·§SMH will nach eigenen Angaben für 3,7 Mio € die Vermögensgegenstände und Aufträge des insolventen Laborausrüsters B.L.E. Laboratory Equipment GmbH übernehmen.
         ·§Brain International hat nach eigenen Angaben seine Eigenkapitalbasis verbessert. Gründungsgesellschafter hätten auf ein Darlehen in Höhe von 8,1 Mio € zum Teil verzichtet.
         ·§Lion Bioscience reduziert die Umsatzerwartungen für 2001/2002 leicht auf 340 Mio €, rechnet aber weiterhin mit einer Verdopplung. Will 2003/2004 Break Even erreichen.
Antworten
das Zentrum d.:

IBM und Microsoft enttäuschen tendenziell

 
18.01.02 08:43

17. Jan. 2002 Mit IBM und Microsoft berichteten am Donnerstag nach Börsenschluss die beiden absoluten Schwergewichte des Technologiebereiches über die Ergebnisse der vergangenen Quartale.

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Sahen diese auf den ersten Blick noch positiv aus, so kommt zwischen den Zeilen ein nüchterneres Bild zu Tage.

IBM "verdient" vor allem an Kostensenkungen

Mit einem Ergebnis von 1,33 Dollar je Aktie für das vierte Quartal des Jahres 2001 hat IBM zwar die Erwartungen von 1,32 Dollar leicht übertroffen. Negativ dürfte allerdings der Rückgang der Umsätze um 11,2 Prozent auf 22,8 Milliarden Dollar sein. Denn hier hatte der Markt knapp 24 Milliarden erwartet. Ernüchternd dürfte auch der Ausblick auf die nähere Zukunft sein. Hier lautet die Firmenformulierung: „Das Umfeld bleibt weiter schwierig“. Die Aktie reagiert im nachbörslichen Handel folglich auch etwas leichter, der Kurs fiel im Instinet-Handel auf 114,70 Dollar. Der reguläre Handel endete bei 119,90 Dollar.

Bei den einzelnen Unternehmensbereichen konnte die Software sechs Prozent zulegen, während die Hardware 24 Prozent nachgab. Beides war erwartet worden. Etwas nachdenklich stimmt der Bereich Dienstleistungen mit einem Minus von 1,4 Prozent. Von diesem Bereich hatten Marktteilnehmer mehr erwartet.

Insgesamt scheint IBM das Ergebnis vor allem auf Grund von Kostensenkungen erreicht zu haben. Im Jahr 2001 wurde eine Milliarde Dollar eingespart, im Jahr 2002 soll sich diese Position sogar auf zwei Milliarden belaufen.

Microsoft: Ertrag stimmt, Ausblick nicht berauschend

Positiv erscheint auf den zweiten Blick das Resultat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres von Microsoft zu sein. Das Unternehmen berichtetete zwar nur von einem Gewinn pro Aktie von 41 Cents und schien damit unter den erwarteten 43 Cents zu liegen. Allerdings beziehen sich diese auf Pro-Forma-Zahlen und die liegt nach der Korrektur um Sonderrückstellungen von acht Cents bei 49 Cents. Das ist weit mehr als erwartet. Auch der Umsatz liegt mit 7,74 Milliarden Dollar über den Erwartungen von 7,27 Milliarden. Allerdings gibt es ähnlich wie bei IBM auch hier einen Pferdefuss. Der liegt in wenig optimistischen Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr und der Aussage, die Märkte hätten sich in weiten Teilen noch nicht erholt. Auch hier gerät die Aktie mit Notierungen von 67,01 Dollar nachbörslich etwas unter Druck, nachdem sie mit 69,86 Dollar (plus 2,93 Prozent) aus dem Handel gegangen war.

Erste Stimmen aus dem Markt zeigten sich leicht enttäuscht. Alles komme jedoch darauf an, wie das Geschäft weiter laufen werden. Und hier zeichneten sich Signale für eine langsame Verbesserung ab, hieß es. Außerdem sei zu bedenken, dass beide Unternehmen traditionell zu den Tiefstaplern gezählt werden, die dann bei normalem Geschäftsverlauf ihre Prognosen nach oben anpassen. Der Optimismus schimmert also durch. Sicher dürfte sein, dass diese beiden Aktien dank ihrer Marktstellung zum Besten gehören, was auf dem Markt zu finden sein dürfte. Wenn also die Konjunktur auch nur langsam anziehen sollte, kann ein Anleger mit solchen Werten nicht allzu viel falsch machen.

IBM ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von gut 26 zwar schon wieder ein beachtliches Stück von der 20iger Marke entfernt. Auf jenem Niveau konnte man die Aktie noch im September zu einem fairen Preis kaufen. Jetzt möglicherweise einsetzende Kursrückschläge könnten also wieder Kaufgelegenheiten bieten. Ähnliches dürfte für Microsoft gelten, nur liegt da das Bewertungsniveau noch etwas höher.

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Die Charts zeigen die Entwicklung der Microsoft-Aktie (oben) und der IBM-Aktie (unten) in den vergangenen fünf Jahren

Text: @cri
Bildmaterial: IBM Inc.

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Brummer:

Danke für den interessanten Lesestoff

 
18.01.02 08:50
Gruß Brummer
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das Zentrum d.:

Porsche mit Rückenwind

 
18.01.02 09:04
18. Jan. 2002 Der Autobauer Porsche wird in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres (1. August 2001 bis 31. Januar 2002) nach vorläufigen Zahlen einen Konzerngewinn vor Steuern von rund 154 (139,7) Millionen Euro erzielen.

Das entspricht einem Plus von 10,2 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahlen gab das Unternehmen im Vorfeld der Hauptversammlung am Freitag in Stuttgart bekannt.

Plus vom Fiskus

Weil sich die Steuerquote aufgrund der Unternehmensteuerreform ermäßigt, werde der Nach-Steuer-Gewinn mit 87,8 (69,1) Millionen Euro den Vorjahreswert um 27 Prozent übertreffen.

Der Konzernumsatz wird den vorläufigen Zahlen zufolge gegenüber der ersten Hälfte des letzten Geschäftsjahres um 6,3 Prozent auf rund 1,83 Milliarden Euro steigen. Der Absatz wird sich um 0,7 Prozent auf voraussichtlich 23.370 Fahrzeuge erhöhen, davon 13.090 Einheiten des Typs 911 (plus 15,5 Prozent) und 10.280 Boxster (minus 13,4 Prozent). Die Nachfrage nach beiden Modellreihen - ganz besonders jedoch nach dem neuen 911 - sei weltweit stark, erklärte Porsche.

Der Mix macht's

Selbst wenn im Gesamtjahr 2001/02 angesichts der unsicheren Entwicklung der Weltwirtschaft die Absatzzahl des Vorjahres nicht erreicht werden sollte, erwartet Porsche dank des veränderten Modell-Mix hin zu den höherwertigeren Sportwagen ein Vor-Steuer-Ergebnis zumindest auf Vorjahreshöhe.
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