FRÜHAUFSTEHER: Der tägliche Ausblick auf die Börse


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FRÜHAUFSTEHER: Der tägliche Ausblick auf die Börse

 
08.08.03 07:43

FRÜHAUFSTEHER: Der tägliche Ausblick auf die Börse 1126708

Dax vor ruhigem Wochenausklang
 
08. August 2003 Der Dax hat zuletzt an Boden eingebüßt und dabei etwas den Kontakt zur psychologisch wichtigen Marke bei 3.400 Punkten verloren. Zum Wochenausklang rechnen Händler vorbörslich nicht mit entscheidenden Kursbewegungen. Dazu fehle es derzeit an neuen wichtigen Impulsen. Es wird deshalb mit einem Handel in etwa auf dem Kursniveau des Vortages gesrechnet.

Rentenmarkt vor Verschnaufpause

Am deutschen Rentenmarkt kam es am Donnerstag zu einer weiteren Stabilisierung. Die Ausverkaufswelle sei abgeebbt und das Geschehen habe sich wieder beruhigt. Diese Entwicklung dürfte sich auch am Freitag fortsetzen, so die Einschätzung. Die jüngsten Konjunkturdaten machten zunächst einen weiteren Anstieg der Renditen nicht zwingend notwendig.

Euro wenig verändert

Spekulationen über ein Eingreifen der Bank von Japan zu Ungunsten des festen Yen haben am Freitag in Fernost den Dollar gestützt. Mit Kursen nur knapp über 119 Yen pendelt die amerikanische Devise gegen 7.30 Uhr um das New Yorker Schlußniveau. Der Euro präsentiert sich nahezu unverändert gegenüber der Vortagesspanne mit Kursen um 1,1355 Dollar.

Händler erwarteten, daß Japan einen weiteren Kursverfall des Dollar aufhalten wird, um die Wettbewerbschancen der japanischen Exportindustrie nicht zu gefährden. Längerfristig habe der Dollar wegen der guten Konjunkturaussichten in Amerika ohnehin Aufwärtspotenzial, sagten Händler. Der Kursrückgang des Dollar zum Yen, der am Vortag in New York den Greenback zeitweise sogar unter 119 Yen gedrückt hatte, sei nur vorübergehend. Wegen bevorstehender Feiertage in Japan in der nächsten Woche sei das Geschäft sehr gering gewesen, sagten Händler. Zwar hätten die Märkte auf, doch nutzten viele Investoren die Feiertage für einen verlängerten Urlaub. Bis auf weiteres werden die wichtigsten Weltwährungen in den zuletzt gültigen Bandbreiten gesehen.

Börse Japan freundlich

Die Tokioter Börse profitiert am Freitag von den gut aufgenommenen Quartalszahlen des führenden japanischen Mobilfunk-Konzerns NTT DoCoMo profitiert und legt etwas zu. Von einem echten Trend mochten Händler nicht sprechen, da wegen der Ferienzeit die Umsätze zu gering seien. Zusätzlich zur Sommersaison stünden in der nächsten Woche noch japanische Feiertage an, die viele Marktteilnehmer zu einem verlängerten Urlaub nutzten, auch wenn die Finanzmärkte geöffnet bleiben. Die Vorgaben aus New York waren gemessen am Dow-Jones-Index, der gut 0,7 Prozent zulegte, gut. Die Technologiebörse Nasdaq hatte dagegen fast unverändert geschlossen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewinnt gegen 6.00 Uhr 0,3 Prozent auf 9.295 Punkte an. Der breiter gefaßte Topix-Index präsentiert sich dagegen unverändert. Die Aktien von DoCoMo verteuern sich um gut vier Prozent. Zudem hätten auch die Ergebnisse des Videospiele-Herstellers Sega dem Markt gefallen, deren Aktien um fast drei Prozent zulegen. Mit Spannung warte der Markt nun noch unter anderem auf die Halbjahresergebnisse des Reifenkonzerns Bridgestone, die nach Börsenschluß erwartet werden.

Aktien Hongkong am Mittag gut behauptet

Mit einer gut behaupteten Tendenz zeigen sich die Kurse am Freitagmittag (Ortszeit) in Hongkong. Der Hang-Seng-Index (HSI) erhöht sich bis zum Ende der ersten Sitzungshälfte um 0,2 Prozent auf 9.981 Punkte. Auf der Gewinnerliste ganz oben stehen Cathay Pacific, die nach den sehr guten Quartalszahlen vom Mittwoch um weitere 1,8 Prozent auf 11,50 Hongkong-Dollar zulegen. Mit einer Erholung nach den jüngsten Abgaben zeigen sich auch die Immobilienwerte. Dagegen geben China Mobile im Vorfeld der Bekanntgabe von vorläufigen Zahlen am Dienstag leicht nach. Für den weiteren Sitzungsverlauf wird der HSI in einer Spanne zwischen 9.900 und 10.000 Punkten gesehen.

Nachbörsliche Neuigkeiten und Kursbewegungen

Wenig verändert präsentierten sich die Kurse am Donnerstag nachbörslich an der Wall Street. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator ging mit einem kleinen Minus von 0,06 Prozent bei 1.216,41 Zählern aus dem Handel.

Unter den Einzelwerten zeigten sich verzeichneten Pixar trotz überraschend guter Quartalszahlen Kursabschläge. Die Titel reduzierten sich um 1,3 Prozent auf 64,74 Dollar.Mit einem Gewinn je Aktie von 0,34 Dollar im zweiten Quartal lag das Ergebnis deutlich über den von Analysten durchschnittlich erwarteten 0,22 Dollar. Im Vorjahr wurde noch ein Gewinn je Aktie von 0,20 Dollar erzielt. Alkermes fielen um 5,3 Prozent auf 11,55 Dollar. Das Unternehmen hatte für das erste Quartal einen Verlust vor außerordentlichen Posten von 0,44 Dollar je Aktie ausgewiesen, Analysten hatten nur ein Minus von 0,30 Dollar erwartet. Natus Medical stiegen dagegen um 9,6 Prozent auf 4,32 Dollar. Den regulären Handel hatten die Titel bei 3,94 Dollar beendet. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal einen Verlust von 0,07 Dollar je Aktie erwirtschaftet, im Vorjahresquartal hatte das Minus noch 0,12 Dollar je Aktie betragen.

Wall Street schließt freundlich

Die amerikanischen profitierten am Donnerstag vom Rückgang der Renditen an den Kreditmärkten. Auch die guten Sommer-Geschäfte von führenden Einzelhändlern wie dem Börsenschwergewicht Wal-Mart trugen zu den Kursanstiegen bei. Der Dow-Jones-Index schloß mit 9.126 Punkten um 0,71 Prozent höher. Der breiter gefaßste S&P-500-Index legte 0,73 Prozent auf 974 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag mit 1.652 Punkten praktisch unverändert.

Bei der Auktion von zehnjährigen Staatsanleihen über 18 Milliarden Dollar habe es eine solide Nachfrage gegeben, sagten Händler. Danach fiel die Rendite der Titel auf 4,21 Prozent von 4,27 Prozent am Vortag. „Niedrigere Renditen sind positiv für die Anleger am Aktienmarkt", sagte Aktienhändler Jeff Swensen. Der Aktienmarkt sei sehr besorgt gewesen, wie die Auktionen des Finanzministeriums laufen würden, fügte er hinzu. Auch die erfreulichen Geschäftszahlen von Einzelhandelsunternehmen stützten die Wall Street. Das warme Wetter und ein umfangreicher Sommerschlußverkauf bescherten den Firmen im Juli unerwartet starke Umsatzzuwächse. Zudem hoben neben Marktführer Wal-Mart auch andere Branchengrößen ihre Schätzungen für die Ergebnisse im gerade abgelaufenen Geschäftsquartal an. Wal-Mart legten 2,26 Prozent auf 57,00 Dollar zu. Die Papiere des Textileinzelhändlers Gap Inc. verbesserten sich um 2,54 Prozent auf 18,16 Dollar.

Amerikanische Anleihen schließen nach erfolgreicher Auktion sehr fest

Dank einer erfolgreich verlaufenen Auktion zehnjähriger Titel zeigten sich die amerikanischen Anleihen am Donnerstag im späten New Yorker Handel mit fester Tendenz. Zehnjährige Titel mit einem Kupon von 3,625 erhöhten sich nach anfänglichen Verlusten um 14/32 auf 95-10/32 und rentierten mit 4,211 Prozent nach 4,414 Prozent. Dir mit 5,375 Prozent verzinste dreißigjährige Staatsanleihe stieg um 11/32 auf 102-9/32. Die Rendite lag bei 5,214 Prozent nach 5,24 Prozent. Nach der erfolgreichen Platzierung sei die Erleichterung geradezu spürbar gewesen, berichteten Marktbeobachter. Jedoch hätten einige Anleger sofort ihre Portfolios angepasst, so daß der Markt lange im Minus notierte.

Einsetzende Short-Eindeckungen hätten dann aber die Verluste verringert und den Markt ins Plus drehen lassen. Die überraschend guten Konjunkturdaten seien angesichts der Refundierung in den Hintergrund getreten und hätten keinen nachhaltigen Einfluss auf den Markt ausgeübt, sagten Händler. Das Schatzamt hatte am Donnerstag zehnjährige Titel im Volumen von 18 Milliarden Dollar emittiert, und dabei ein so hohe Nachfrage gehabt, daß die Auktion zehnjähriger Notes zweifach überzeichnet war. Am Dienstag und Mittwoch waren drei- und fünfjährige Staatsanleihen ausgegeben worden. Nachdem die erste Auktion enttäuschend, und die zweite erfolgreich verlaufen war, war mit Spannung auf die letzte Emission gewartet worden.

Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.

Medienschau
 
08. August 2003 Unternehmensnachrichten

Tochter von Schwarz Pharma reicht Patentklage ein

Die amerikanische Tochter der Schwarz Pharma AG Kudco hat beim amerikanischen Bezirksgericht in Columbia gegen die Mylan Pharmaceuticals Inc eine Patentklage eingereicht. Es geht um das Nachahmermedikament Omeprazol des Magen-Darm-Wirkstoffs „Prilosec“ des Pharmakonzerns AstraZeneca , das bisher nur von Kudco vertrieben wurde. Mylan hatte aber vor kurzem angekündigt, generisches Omeprazol in Amerika vertreiben zu wollen. Schwarz Pharma teilte am Donnerstag nach Börsenschluß in einer Pflichtveröffentlichung mit, Kudco beanspruche das rechtmäßige Eigentum an dem von Mylan verwendeten Formulierungspatent. Außerdem werde ein gerichtliches Verbot beantragt, das Mylan untersagen solle, dieses Patent zu nutzen, darunter Produkte herzustellen oder sie zu vertreiben. Mit dieser Klage eröffne sich Kudco auch die Möglichkeit, Schadenersatz von Mylan zu verlangen, hieß es. (Reuters)

Deutsche Börse steigert Betriebsgewinn - Erwartungen knapp verfehlt

Die Deutsche Börse hat im zweiten Quartal 2003 die Erwartungen der Analysten beim Betriebsergebnis trotz einer deutlichen Gewinnsteigerung verfehlt. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) habe sich auf 115,3 Millionen Euro von 80 Millionen Euro im Vorjahr erhöht, teilte die Börse am Donnerstag nach Börsenschluß mit. Der Umsatz sei auf 351,9 Millionen Euro von 205,3 Millionen Euro gewachsen. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von rund 357 Millionen Euro und einem Ebit von 119,53 Millionen Euro gerechnet. „Die Zahlen sind unter Konsensus, aber solide. Die Börse ist auf dem Weg, ihre Gesamtjahresziele beim Ergebnis zu erreichen", sagte Joachim Müller, Analyst bei JP Morgan, in einer ersten Einschätzung. Die Börse rechnet nach früheren Angeben für das Gesamtjahr mit einem Ebit von 440 bis 460 Millionen Euro. (Reuters)

Eon will Mehrheit an schwedischer Graninge übernehmen

Die Eon AG strebt einem Bericht der “Financial Times Deutschland“ zufolge die Mehrheitsübernahme an dem schwedischen Versorgungsunternehmen Graninge an. Eon nehme in den Verhandlungen eine Favoritenrolle ein, schreibt das Blatt am Freitag unter Berufung auf informierte Kreise. Neben dem Düsseldorfer Konzern seien der staatliche schwedische Marktführer Statkraft und der finnische Fortum-Konzern an Graninge interessiert. Die Electricite de France (EdF), Paris, will sich dem Bericht zufolge von ihrem Graninge-Anteil von 36,3 Prozent trennen. Laut Branchenkreisen hat die Transaktion einen Wert von 900 Millionen Euro, wie das “Handelsblatt“ in seiner Freitagausgabe schreibt. (vwd)

Wirtschaftsnachrichten

Regierung senkt Geringverdienergrenze für Azubis

Tausende von Lehrlingen vor allem in den neuen Bundesländern müssen ab August wieder mehr Sozialbeiträge zahlen. Zum 1. August hat die Bundesregierung die so genannte Geringverdienergrenze von 400 auf 325 Euro abgesenkt, wie die Bundesknappschaft dem „Tagesspiegel“ (Freitagausgabe) bestätigte.  Erst im April war diese gleichzeitig mit Einführung der 400-Euro-Minijobs angehoben worden. Ausbildende Unternehmen werden damit finanziell entlastet, die Lehrlinge belastet. Die Gewerkschaften lehnten die Senkung ab. Das Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftbundes, Ingrid Sehrbrock, bezweifelt, daß die Arbeitgeber nun aufgrund der zusätzlichen Einnahmen mehr Lehrstellen anbieten. Als „sehr ärgerlich und konzeptlos“, bezeichnete Verdi-Vorstandsmitglied Isolde Kunkel-Weber die Maßnahme. Azubis würden im Vergleich zu Minijobbern schlechter gestellt. Die Arbeitgeber begrüßten dagegen die Maßnahme. „Damit wird ein handwerklicher Fehler behoben“, sagte Günter Lambertz, Ausbildungsexperte vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), dem Blatt. Wäre die Grenze bei 400 Euro geblieben, hätte das die Bereitschaft der Betriebe, auszubilden, erheblich belastet. (AFP)

Japans Notenbank bestätigt De-Facto-Nullzinspolitik

Die Bank von Japan (BoJ) hat am Freitag ihre Geldpolitik erwartungsgemäß unverändert gelassen. Damit bleibt die japanische Notenbank bei ihrer De-Facto- Nullzinspolitik. Die Leitzinsen in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft liegen seit Jahren nahe null Prozent. Die BoJ teilte nach zweitägigen geldpolitischen Beratungen in Tokio mit, das Ziel für die Höhe der Bankreserven bei der Zentralbanken bleibe bei 27 bis 30 Billionen Yen. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen. Die BoJ hat wiederholt angedeutet, sie werde erst von ihrer lockeren Geldpolitik abrücken, wenn die seit Jahren anhaltende Deflation in Japan beendet sei. Die Märkte hatten mit einer Beibehaltung der bisherigen Geldpolitik gerechnet und reagierte kaum auf die Entscheidung. (Reuters)

Japans Leistungsbilanzüberschuß erstmals wieder gesunken

Der Überschuß in der japanischen Leistungsbilanz ist im Juni erstmals seit drei Monaten wieder gesunken. Wie das Finanzministerium am Freitag in Tokio mitteilte, gingen erstmals seit mehr als einem Jahr die Ausfuhren der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft leicht zurück. Das Plus in Japans Leistungsbilanz schrumpfte den Angaben zufolge um 23,5 Prozent auf 1,1006 Billionen Yen (umgerechnet etwa 8,12 Milliarden Euro). Der Handelsbilanzüberschuss rutschte um 24,6 Prozent auf 1,0302 Billionen Yen. Erstmals seit 15 Monaten seien die Exporte relativ geringfügig auf 4,2054 Billionen Yen von 4,2058 Billionen Yen vor einem Jahr gefallen. Zugleich seien die Einfuhren um 11,8 Prozent auf 3,1752 Billionen Yen von 2,8391 Billionen Yen vor einem Jahr geklettert. Möglicherweise habe die Abwanderung japanische Industrie nach China die Bilanz beeinflußt, teilte das Ministerium weiter mit. Auch auf Sicht von sechs Monaten ging der Überschuß den Angaben zufolge zurück, und zwar um acht Prozent auf 7,2425 Billionen Yen. Das Ministerium hofft, daß die Weltkonjunktur im weiteren Jahresverlauf anziehen wird. Dann würden voraussichtlich auch die Exporte bald wieder anziehen, sagte ein Ministeriumssprecher vor Journalisten. (Reuters)

Amerikanische Verbraucherkredite sinken im Juni

Die ausstehenden Kredite von amerikanischen Verbrauchern haben sich im Juni zum ersten Mal seit November 2002 verringert. Sie sanken um 400 Millionen Dollar auf 1,761 Billionen Dollar, während Volkswirte einen Zuwachs von 7,5 Milliarden Dollar prognostiziert hatten. Im Vormonat hatte sich der Betrag um revidiert 8,2 Milliarden Dollar auf 1,762 Billionen Dollar erhöht, berichtete die Notenbank Federal Reserve in der Nacht zum Freitag. Allerdings sind die Daten recht volatil und werden häufig revidiert. Nicht-revolvierende Kredite stiegen im Juni um 0,900 (Mai: 4,1) Milliarden Dollar. Revolvierende Kredite, wie etwa über Kreditkarten, verringerten sich im Juni um 1,3 (Mai: 4,0) Milliarden Dollar. Annualisiert fielen die Konsumentenkredite um 0,2 Prozent, nachdem sie im Mai noch um 5,6 Prozent gestiegen waren. (vwd)

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Pichel:

Morning News

 
08.08.03 07:48
DJII: 9.126,45 (+ 64,71)
   Nasdaq:§1.652,18 (-    0,50)

US:Markt:   Dow schliesst auf gestrigem Höchststand. Allerdings seien die guten Nachrichten bereits eingepreist und es müsse mehr passieren, damit die Kurse weiter steigen können. (Händler) Chipaktien riefen Kaufinteresse hervor, nachdem sich MS positiv zu den bevorstehenden Zahlen von Applied Materials geäußert hatte. Bradcom wird von einigen Analysten auf „Übergewichten“ heraufgestuft.

Financials:
         ·§Versicherer müssen mit rd. 5 Bln € an zusätzlichen Steuerzahlungen rechnen. Eine vom Bundesfinanzministerium eigentlich geplante Entlastungsmaßnahme, die in der kommenden Woche zusammen mit anderen Steueränderungen im Kabinett behandelt werden sollte, findet sich nach Informationen der „FTD“ nicht mehr in der  Kabinettsvorlage. Jetzt ist Hans Eichel am Zuge. (FTD)
         ·§Deutsche Börse verfehlt die Erwartungen der Analysten beim Betriebsergebnis, ist aber auf  dem Wege, ihre Gesamtjahresziele beim Ergebnis zu erreichen.  (Reuters)
         ·§Deutsche Börse und London Stock Exchange greifen Euronext an . Es sollen Initiativen gestartet werden, um Orders von holländischen Adressen von Euronext auf die eigenen Handelsplattformen umzuleiten. (BZ)
         ·§HVM wird den „Greenshoe“ bei dem Teilbörsengang ihrer Tochter Bank Austria nach Angaben aus Kreisen nicht ausüben, da der Kurs 29 € nicht erreicht habe. Macht rd. 140 Mln € Mindererlös aus. Kein Kommentar. „FTD“ schreibt, HVM bleibt auf Bank Austria-Aktien sitzen. (Reuters)

         ·§ING will die Allianz-Beteiligung AGF Belgium Bank für rd. 59 Mln € kaufen, so Kreise. (Reuters)
         ·§Mannheimer verhandelt mit Continentale über eine Kooperation. (FTD)
         ·§Gonthard&Metallbank verkauft ein Forderungsvolumen in Höhe von rd. 200 Mln € an Lone Star. Aktie war vor Bekanntwerden bei 0,03 €, dann ausgesetzt. (Reuters)
         ·§Der geschäftsführende Direktor und Leiter des weltweiten Devisen- und Risk-Managements der Commerzbank Securities in London, Ricardo Pascoe, hat seinen Posten aufgegeben. (Kreise/’Reuters) Hat das etwas mit der Erhöhung der Risikovorsorge zu tun?
Chemicals/Pharma:
         ·§Schwarz Pharma-Tochter Kudco hat an einem US-Bezirksgericht eine Patentklage gegen das Generikum von Mylan eingereicht. Kudco beanspruche das rechtmäßige Eigentum an dem von Mylan verwendeten Formulierungspatent. (Reuters/nachbörslich)
Logistics:
         ·§Neuer Thiel LogistiK-Chef Eierhoff will mit einer radikalen Sanierungskur im kommenden Jahr wieder in die operative Gewinnzone steuern. Hierfür soll eine klarere Struktur mit künftig 2 Geschäftsfeldern sorgen. Alles in allem seien etwa 500 – 1.000 Mitarbeiter betroffen (11.000). Bis Ende des Jahres sollen Unternehmensteile verkauft werden, als Verkaufserlös hieraus wird ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag erwartet. In 2005 soll die Umsatzrendite 3 – 4% betragen. (FTD)
Corporate Reports:
         ·DB1-Report          §(e) after market close or Friday 14:00 Uhr CC
         ·§DB1 Q2 range € consensus (vs) actual
     Sales                 345         -     356,5§Mln € 355,8 (205,3) 351,9
      EBIT               113,4         -     121,0§Mln € 116,4 (80) 115,3
    PreTax               116,2         -     121,0§Mln € 118,0 (89,4) 112,8
       Net                          64,9         -      84,0§Mln € 72,7 (59,7) 71,1
         ·§DB1 H1
     Sales               695,5         -     707,0§Mln € 704,3 (410,2) 702,4
      EBIT               239,5         -     244,5§Mln € 242,5 (167,4) 241,4
    PreTax               243,0         -     245,1§Mln € 244,8 (184,4)
       Net                         134,7         -     149,0§Mln € 142,5 (124,3)



Gruß Pichel FRÜHAUFSTEHER: Der tägliche Ausblick auf die Börse 1126711
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EZB nährt Hoffnung auf Aufschwung

 
08.08.03 08:46
Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht die Euro-Zone kurz vor einem Aufschwung. Eine erneute Zinssenkung wird damit unwahrscheinlich.

Es bestehe immer mehr Grund zu der Annahme, dass sich die Wirtschaft im Währungsraum im zweiten Halbjahr 2003 erholen und im Jahr 2004 weiter festigen werde, schreibt die EZB in ihrem Monatsbericht. Die Abwärtsrisiken hätten nachgelassen. Mit dieser Einschätzung äußert sich die EZB erstmals seit August 2002 wieder optimistisch über die Konjunkturentwicklung. Bisher hatte sie stets die "überwiegenden Abwärtsrisiken" betont oder gemischte Signale für das Wirtschaftswachstum gesehen.

Die Zentralbank hatte die Erholung zwar lange vorhergesagt, jedoch ihre Prognosen immer wieder senken müssen. Nun sind die Notenbanker sicher, dass es zu einer Belebung kommt. Am Mittwoch deutete EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing an, dass das Wachstum 2004 die von der EZB erwarteten 1,6 Prozent übertreffen könne.

Zinserhöhung im Gespräch

Die optimistischere Sichtweise macht eine weitere Zinssenkung der EZB unwahrscheinlich. Akteure an den Finanzmärkten und Ökonomen hatten noch im Juli mit einer neuerlichen Senkung im Herbst gerechnet. Nun erwarten die Märkte eher eine Zinserhöhung im ersten Halbjahr 2004. Bankenvolkswirte sind vorsichtiger. Der Chefvolkswirt von M.M. Warburg, Carsten Klude, rechnet mit einem konstanten Leitzins: "Die EZB wird den Zins lange bei 2,0 Prozent lassen - vielleicht bis Herbst 2004." Deka-Bank-Ökonom Ulrich Kater sagte: "Eine weitere Zinssenkung schließen wir nicht aus, aber die Wahrscheinlichkeit dafür nimmt ab."

Diese Tendenz deutete auch der finnische Notenbankchef Matti Vanhala an, der im EZB-Rat sitzt. Er nannte die Erholung "verhalten und zögerlich". Eine Zinsänderung helfe der Wirtschaft nicht viel, sagte er der Agentur Reuters.


Mit einer längeren Niedrigzinsphase würde sich die EZB der US-Notenbank anschließen. Fed-Chef Alan Greenspan hat versprochen, die Zinsen so lange wie nötig bei 0,75 Prozent zu belassen.

Binnennachfrage zieht an

Die positive Einschätzung begründet die EZB vor allem mit der verbesserten Lage der Weltwirtschaft. "Jüngste Wirtschaftsdaten aus mehreren Regionen der Welt bestätigen tendenziell frühere Erwartungen einer Konjunkturbelebung." Auch die Binnennachfrage werde anziehen. Die EZB sieht zudem Anzeichen dafür, dass die Banken, die allmählich die Talsohle durchschritten und ihre Ertragslage verbesserten, ihre bisher restriktive Kreditvergabe lockerten.

Skeptisch blickt dagegen die Chemieindustrie in die Zukunft. Branchenführer BASF rechnet mit einer Belebung frühestens im vierten Quartal, sagte Konzernchef Jürgen Hambrecht am Donnerstag. Auch Bayer hatte am Mittwoch wie zuvor schon andere Chemieunternehmen erklärt, dass es in diesem Jahr mit keiner Erholung rechne. Allerdings leidet die Branche besonders unter dem starken Euro und den hohen Ölpreisen.

ftd.de
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