FRÜHAUFSTEHER: Der tägliche Ausblick auf die Börse

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Anleger warten auf neue Irak-Nachrichten
 
04. April 2003 Dem deutschen Aktienmarkt ist am Donnerstag im Tagesverlauf etwas die Puste ausgegangen. Auch am Freitag ist eher mit einer abwartenden Tendenz zu rechnen, nachdem die Wall Street nach dem hießigen Börsenschluss wieder etwas abgebröckelt ist. Zudem gibt es vom Irak-Krieg, der zuletzt die Tendenz an den Börsen vorgab, wenig Neues.

Anleihemarkt weiter mit Problemen

Der Rentenmarkt hatte zuletzt mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen und Anleger gehen davon aus, dass sich der damit verbundene Kursdruck kurzfristig nicht auflösen wird. In Übersee hätten die Notierungen am Vortag jedenfalls letztlich nicht von schwachen Konjunkturdaten profitieren können. Welche Tendenz sich zum Wochenausklang ergebe, hänge unverändert stark mit den Nachrichten aus dem Irak zusammen. Der am Nachmittag erwartete US-Arbeitsmarktbericht sei zwar ein wichtiges Datum, gehe aktuell aber möglicherweise ebenso wie andere Wirtschaftsdaten etwas unter. Am Freitag zeigt sich der Bund-Future zur Eröffnung abwartend. Er verliert gegen 8.30 Uhr drei Basispunkte auf 113,61 Prozent.

Euro  etwas leichter

Etwas leichter zeigt sich der Euro zum Dollar am Freitag. Gegen 7.30 Uhr kostet ein Euro 1,0726 Dollar nach 1,0755 Dollar am Donnerstagabend in New York. Zum Yen geht der Dollar mit 120,09 Yen um nach 119,36 Yen am Donnerstag im späten US-Handel. Händler sagten, Investoren seien durch den weiteren Vormarsch der US-Truppen auf Bagdad zu Käufen ermutigt worden. Gleichzeitig hieß es jedoch auch, immer mehr Investoren seien es leid, auf jede Nachricht in Irak zu reagieren und wandten sich zunehmend den US-Wirtschaftsdaten zu. „Der Markt ist es allmählich leid, wegen des Krieges so unruhig zu sein", sagte ein Händler. Er erwarte, dass die Aufmerksamkeit sich in der kommenden Woche wieder auf Angebot- und Nachfrage-Bedingungen konzentrieren werde. Für Freitag wird unter anderem die Veröffentlichung von US-Arbeitsmarktdaten erwartet.

Börse Japan gut behauptet

Mit einer gut behaupteten Tendenz präsentierte sich die Börse in Tokio am Freitag. Der Nikkei-225-Index stieg um 0,7 Prozent auf 8.074 Yen und der marktbreitere Topix-Index um 0,2 Prozent auf 796 Zähler. Zykliker und Technologiewerte verbuchten Abgaben, Bankentitel wurden volatil gehandelt.  Der Markt sei zittrig, sagten Händler. Der Verkauf von Bankentiteln durch Institutionelle habe im Tagesverlauf etwas abgenommen, heißt es, doch Teilnehmer rechnen nicht mit einer durchgreifenden Erholung im Sitzungsverlauf. Die Unterstützung bei 7.800 Yen dürfte nach Angaben von Händlern gehalten werden.

Börse Hongkong sehr fest

Käufe auf breiter Front führen am Freitagmittag (Ortszeit) in Hongkong zu einem sehr festen Indexstand. Der Hang-Seng-Index steigt um 1,8 Prozent auf 8.801 Punkte. Ein Händler spricht von überwiegend future-getriebenen Käufen. Es gebe eine Reihe von Shorteindeckungen, aber wenig neue Nachrichten, die stützend gewirkt hätten. öglicherweise nehme der Markt positive Entwicklungen bei SARS oder im Irak-Krieg vorweg. Insbesondere die unlängst gebeutelten Immobilien-Titel legen zu.

Nachbörsliche Kursbewegungen in Amerika

Nach Börsenschluss am Mittwoch zeigten sich die amerikanischen Aktien leichter. Der Nasdaq 100 After-Hours Indicator fiel um 0,92 Prozent auf 1.054,23 Zähler.

Unter den Einzelwerten legten Starbucks um ein Prozent auf 26,06 Dollar zu, nachdem sie in der regulären Sitzung ein Minus von zwei Prozent verbucht hatten. Das Unternehmen vermeldete nach Börsenschluss bei Filialen, die mindestens ein Jahr geöffnet sind, für März ein Umsatzplus von sieben Prozent. Das Unternehmen rechnet für den genannten Monat demnach mit Einnahmen in Höhe von 380 Millionen Dollar, nach 316 Millionen Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Sybase gingen nach zwischenzeitlichen Abgaben im nachbörslichen Handel zum regulären Schlusskurs um. Das Unternehmen rechnet für das erste Quartal mit einem deutlich niedrigeren Ergebnis als prognostiziert. Das Unternehmen rechnet für das erste Quartal nur noch mit einem Gewinn je Aktie zwischen 0,12 und 0,16 Dollar Analysten hatten dagegen 0,23 Dollar erwartet. Research In Motion legten um 3,7 Prozent auf 15 Dollar zu, obwohl das Unternehmen für das vergangene Quartal einen höher als erwarteten Verlust auswies. In der regulären Sitzung hatten die Titel zwei Prozent gewonnen. Der Verlust je Aktie lag mit 0,16 Dollar um 0,04 Dollar über den Prognosen. Der Umsatz stieg allerdings gleichzeitig im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32 Prozent auf 87,5 Millionen Dollar.

US-Börsen kaum verändert

Nach der Kursrally am Vortag haben schwache Konjunkturdaten den US-Börsen am Donnerstag kurzfristig einen Dämpfer versetzt. Die Indizes tendierten rund eine Stunde vor Handelsschluss noch wenig verändert zum Vortag. Die Hoffnung auf ein schnelles Ende des Krieges sei für die Anleger weiterhin bedeutender als Nachrichten über die Schwäche der US-Wirtschaft, sagten Analysten. Der Dow Jones ging dann aber doch mit einem Minus von 0,54 Prozent bei 8.240,38 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq-Composite schloss nahzeu unverändert bei 1.396,58 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,51 Prozent auf 876,45 Punkte.

Das Institute for Supply Management (ISM) hatte kurz nach Handelsbeginn einen überraschend starken Rückgang seines Service-Index bekannt gegeben. Demnach sank der Index zum Dienstleistungssektor im März auf 47,9 Punkte nach 53,9 Zählern im Februar. Mit unter 50 Punkten signalisiert er eine rückläufige Geschäftstätigkeit. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Rückgang auf lediglich 52,3 Punkte gerechnet.

Analysten maßen den Zahlen aber angesichts des dominierenden Themas Irak-Krieg weniger Gewicht bei. „Die Wirtschaftsdaten waren relativ schwach, aber das dürfte letztlich nicht von zu hoher Bedeutung gewesen sein", sagte Bill Strazzullo von State Street Global Markets. „Die Leute schauen auf die Zahlen und sagen: Man kann nicht die Wirtschaftsdaten bewerten, bevor es eine Lösung im Irak gibt.“
Gestützt wurde der Markt von der Hoffnung, dass der Vormarsch der US-Streitkräfte auf die irakische Hauptstadt Bagdad ein schnelles Ende des Krieges andeuten könnte. Am Donnerstag hatten führende Vertreter des US-Verteidigungsministeriums mitgeteilt, die USA und ihre Verbündeten hätten 45 Prozent des irakischen Gebietes eingenommen.

Der Kursanstieg der Aktien von Altria, Mutterkonzern des weltgrößten Zigarettenherstellers Philip Morris, sorgte für einen zeitweisen Zuwachs beim Dow-Jones-Index. Altria-Titel legten zeitweise um mehr als vier Prozent auf 30,90 Dollar zu, gaben dann aber wieder nach und schlossen bei 29,70 Dollar mit einem geringen Plus von 0,05 Prozent. Das Unternehmen war zuletzt auf Grund eines Gerichtsverfahrens stark unter Druck geraten.

Die Aktien des Computerherstellers Dell stiegen zeitweise um mehr als drei Prozent auf 29 Dollar, schlossen dann aber bei 28,67 Dollar - ein Plus von 0,6 Prozent. Der Konzern hatte am Vorabend nach Börsenschluss seine Umsatzprognose für das laufende Quartal bekräftigt.

Der Aktienkurs des Reifenherstellers Goodyear zog um rund sechs Prozent auf 5,74 Dollar an. Die Aktien hatten im vergangenen Jahr rund 70 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Goodyear hatte am Donnerstag den stärksten Quartalsverlust seit mehr als zehn Jahren bekannt gegeben.

US-Anleihen im späten New Yorker Handel uneinheitlich

Nachdem die Notierungen am US-Anleihemarkt zu Beginn der Sitzung am Donnerstag noch von schwächer als erwarteten US-Konjunkturdaten profitierten, wurden die Gewinne im Laufe des Handels wieder eingebüßt. Im späten New Yorker Geschäft erhöhten sich zehnjährige Papiere mit einem Kupon von 3,875 Prozent um 3/32 auf 99-22/32 und rentierten mit 3,913 Prozent, nach 3,937 Prozent noch am Mittwoch. Die 30-jährige Anleihe mit einer Verzinsung von 5,375 Prozent gab dagegen um 8/32 auf 106-20/32 nach. Die Rendite stieg damit von 4,921 auf 4,933 Prozent. Im Mittelpunkt stand weiter die Entwicklung im Irak, sagte ein Teilnehmer. Zudem hätten sich die meisten Anleger im Vorfeld der US-Arbeitsmarktdaten am Freitag zurückgehalten, hieß es weiter.

Nach Berichten über den Beginn des Angriffs auf den Internationalen Flughafen in Bagdad sehen viele Anleger den Sieg der Amerikaner und Briten im Irak bereits als sicher an. “Befreit von den Sorgen um den Irak-Krieg richtet sich das Interesse der Anleger wieder auf die Konjunkturdaten, die nicht besonders gut aussehen“, so ein Analyst. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe haben sich um 38.000 erhöht und sind damit auf den höchsten Stand seit elf Monaten geklettert. Analysten hatten lediglich eine Zunahme um 6.000 erwartet.

Zudem ist der Index des Institute for Supply Management (ISM) für die Geschäftsaktivität im Nicht-Verarbeitende Gewerbe der USA im März deutlich auf 47,9 Prozent von 53,9 Prozent im Februar gesunken. Damit reduzierte sich der Index erstmals in den vergangenen 14 Monaten. Volkswirte hatten zwar mit einer Abnahme gerechnet, waren allerdings lediglich von einem Minus auf 52,3 Prozent ausgegangen.

Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.

Medienschau
 
04. April 2003 Unternehmensnachrichten

Bayer gewinnt weiteren Prozess um Cholesterinsenker in den USA

Der Pharmakonzern Bayer hat in der gerichtlichen Auseinandersetzung in den USA um seinen Blutfettsenker Lipobay einen weiteren Erfolg errungen. Ein Geschworenengericht habe sämtliche Regressansprüche einer Klägerin aus dem US-Bundesstaat Mississippi abgewiesen, teilte das Unternehmen am Donnerstag (Ortszeit) in New York mit. Die Klägerin hatte geltend gemacht, sie leide seit der Einnahme des Cholesterinsenkers unter Schmerzen, Depressionen und Muskelschwäche, und 50.000 Dollar Schadenersatz gefordert. Eine Bayer-Sprecherin teilte mit, der Arzt der Frau habe festgestellt, dass ihre Symptome auf Arthritis und nicht auf die Einnahme des Medikaments zurückgingen.

Mitte März war Bayer in einem ersten Lipobay-Prozess im US-Bundesstaat Texas von allen Anschuldigungen freigesprochen worden. Lipobay steht im Verdacht, weltweit rund hundert Todesfälle verursacht zu haben. In den USA sind rund 8.400 Klagen anhängig, in Deutschland gibt es drei Klagen auf Schadenersatz. Bisher hat das Unternehmen nach eigenen Angaben in mehr als 500 Fällen Vergleiche geschlossen und dafür insgesamt rund 140 Millionen Euro bezahlt.  Bayer hatte das Medikament im August 2001 vom Markt nehmen müssen. (AFP)

Bayer/Wenning: Müssten Ziele bei längerem Irak-Krieg überprüfen

Die Bayer AG geht für das laufende Geschäftsjahr 2003 weiter von einer Verbesserung des operativen Ergebnisses aus. Sollte der Krieg im Irak jedoch länger dauern, müsste das Unternehmen seine Prognose überprüfen, sagte Vorstandsvorsitzender Werner Wenning am Donnerstag am Rande einer Konferenz in Köln. Mit nachhaltigen Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt sei zu rechnen, falls der Krieg länger als sechs Monate dauern sollte. Ob dann auch Bayer betroffen wäre, müsse man abwarten. “Wir haben ein Risiko-ausbalanciertes Portfolio“, sagte Wenning. Zum Beispiel sei der Life-Science-Bereich nicht besonders abhängig von dieser Entwicklung. (vwd)

AWD bleibt im ersten Quartal 2003 auf Wachstumskurs

Deutschlands zweitgrößter Finanzdienstleister AWD bleibt auch 2003 wie geplant auf Wachstumskurs. Im ersten Quartal sei der Umsatz voraussichtlich um gut 15 Prozent auf etwa 122 Millionen Euro gesteigert worden, teilte AWD am Freitag unmittelbar vor der Bilanzpressekonferenz in Hannover mit. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde sich auf mindestens 8,5 Prozent des Umsatzes verbessern, hieß es weiter. Das würde umgerechnet einem Ebit von rund 10,4 Millionen Euro entsprechen. Für das Gesamtjahr 2003 rechnet AWD mit einem Umsatzwachstum von 15 bis 20 Prozent auf 530 bis 555 Millionen Euro und einer Ebit-Marge zwischen 8,5 bis 9,2 Prozent. Das würde ein operatives Ergebnis zwischen 45 Millionen und gut 50 Millionen Euro und eine Steigerung zwischen 20 und mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Ebit vor Sonderbelastungen von 37,4 Millionen Euro bedeuten. (Reuters)

STMicroelectronics verfehlt voraussichtlich Umsatzziel

Die STMicroelectronics NV verfehlt voraussichtlich ihr Umsatzziel im ersten Quartal. Auch die Bruttomarge werde nicht die angestrebte Größe erreichen, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. STMicro schätzt den Umsatz im ersten Quartal nun auf 1,618 Milliarden Dollar. Im Januar hatte das Unternehmen noch einen Umsatz von 1,62 bis 1,68 Milliarden Dollar prognostiziert. Die Konsensprognose der Analysten liegt bei 1,66 Milliarden Dollar. STMicro begründete die Korrektur ihrer Prognose mit Auftragsverschiebungen. Die Mehrzahl der betroffenen Produkte werde erst im zweiten Quartal ausgeliefert. (vwd)

Shell will 1.300 Stellen streichen - Überwiegend in Großbritannien

Der niederländisch-britische Mineralölkonzern Shell will im Rahmen einer Umstrukturierung bei Förderung und Produktion in Europa 1300 Stellen streichen. Wie das Unternehmen am Donnerstagabend in London und Aberdeen (Schottland) mitteilte, steht der Abbau der Arbeitsplätze in Zusammenhang mit einem bereits beschlossenen Programm zur Kostensenkung. Der Konzern strebt demzufolge an, seine globalen jährlichen Betriebskosten bis 2006 um zwischen 500 und 800 Millionen US-Dollar zu senken. (dpa)

DaimlerChrysler will Genehmigung für Aktienrückkauf-Programm

Die DaimlerChrysler AG will sich bei der Hauptversammlung in der kommenden Woche durch ihre Aktionären ein Aktienrückkauf-Programm von bis zu 263 Millionen Euro genehmigen lassen. Wie aus einer Eingabe an die US-Börsenaufsicht SEC am Donnerstag hervorgeht, soll die Genehmigung bis zum 9. Oktober 2004 gültig sein. Ein Sprecher von DaimlerChrysler sagte, die Beantragung eines solchen Programms bedeute nicht, dass tatsächlich ein Rückkauf beabsichtig sei. Es gebe auch keine Pläne für eine aktienfinanzierte Akquisition. (vwd)

Agiv Real Estate will 2003 schwarze Zahlen schreiben

Die Agiv Real Estate AG will im laufenden Jahr keinen Verlust machen. “Wir wollen schwarze Zahlen schreiben“, sagte Vorstandsvorsitzender Rainer Behne am Donnerstag im Gespräch mit vwd. Eine Prognose für Überschuss und Umsatz nannte er mit Verweis auf die Unsicherheiten im Markt nicht. Keiner könnte sagen, wie lange der Krieg dauere und wann sich das konjunkturelle Klima wieder bessere, sagte Behne. Der Immobilienkonzern setzt 2003 auf antizyklische Investitionen und schließt auch Käufe im Bereich Wohnimmobilien nicht aus. Allerdings seien Gewerbeimmobilien das Kerngeschäft. Dennoch will Behne Chancen mitnehmen, wenn sie sich bieten. Dies zeige sich beim Engagement bei Shopping-Zentren in Spanien. Die Kernkompetenz des Geschäftes sieht der Vorstand aber im Inland. (vwd)

Peoplesoft senkt Ergebnisprognose für das 1. Quartal

Die Peoplesoft Inc hat ihre Ergebnisprognose für das erste Quartal gesenkt. Das Unternehmen schätzt den Gewinn je Aktie nun auf 0,11 bis 0,12 Dollar. Im Januar hatte Peoplesoft für das erste Quartal einen Gewinn je Aktie von 0,13 bis 0,14 Dollar erwartet. Die Konsensschätzung der Analysten liegt bei 0,14 Dollar. Im ersten Quartal des Vorjahrs hatte Peoplesoft ein Ergebnis je Aktie von 0,14 Dollar erzielt. (vwd)

Snow: Wirtschaft hat mehr Probleme als den Irak-Krieg

Die US-Wirtschaft hat nach Aussagen von Finanzminister John Snow mehr Probleme als nur den Irak-Krieg und die mit ihm einhergehende Verunsicherung der Verbraucher. Das Problem sei die grundlegende Schwäche der US-Wirtschaft, erklärte Snow am Donnerstag (Ortszeit) seinem Redemanuskript zufolge vor dem Marks Street Senior Center in Orlando. Damit begab sich Snow in Widerspruch zu den derzeit vorherrschenden Kommentaren von Fed-Offiziellen und Bankvolkswirten, die die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg als Ursache der aktuellen Wirtschaftsschwäche betonen.

Nähere Erläuterungen gab Snow nicht. Er vermied die explizite Aussage, die US-Wirtschaft stehe am Rande des Abrutschens in die Rezession. Vielmehr sagte er, man müsse diese Gefahr im Auge behalten, die Wirtschaft zeige deutliche Schwäche. In einer anderen Rede am Donnerstag hatte Snow gesagt, die Medizin, die die Wirtschaft jetzt brauche, sei das Steuersenkungspaket von Präsident George W. Bush. (vwd)

Tarkett: Mehr Gewinn bei konstantem Umsatz

Der Frankenthaler Fußbodenbelaghersteller Tarkett Sommer hat im Geschäftsjahr 2002 bei annähernd gleichem Umsatz mehr Gewinn gemacht. Die Erlöse stiegen im Vorjahresvergleich um 0,6 Prozent auf 1,437 Milliarden Euro, wie der Vorstandschef der Tarkett Sommer AG, Marc Assa, am Donnerstagabend in Deidesheim (Kreis Bad Dürkheim) berichtete. Der Gewinn wuchs um 10,6 Millionen Euro auf 29,9 Millionen Euro. Als Grund nannte Assa eine gesunkene Zinsbelastung. Die Zahl der Mitarbeiter sank um 250 auf 6750. (dpa)

Wirtschaftsnachrichten

Ausblick/Lage auf US-Arbeitsmarkt im März abermals schlechter

Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt hat sich im März voraussichtlich neuerlich verschlechtert. Von vwd befragte Volkswirte rechnen im Mittel ihrer Prognosen dabei mit einem Rückgang der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um 62.000 verglichen mit dem Vormonat, nachdem sich das Minus im Februar auf 308.000 belaufen hatte. Ökonomen hatten zur Begründung des unerwartet kräftigen Minus im Februar unter anderem auf das ungewöhnlich kalte Wetter in weiten Teilen der USA sowie den späten Ostertermin verwiesen. Darüber hinaus dürfte ihrer Ansicht nach auch die Mobilisierung von Reservisten für den Irak-Krieg zu einem kräftigen Rückgang der Beschäftigtenzahlen beigetragen haben.

Damit ergäbe sich zwar für den Folgemonat März das Potenzial einer in der üblichen Frühjahrsbelebung sowie einem positiven Saisonbereinigungseffekt begründeten Gegenbewegung; allerdings dürfte sich diese nach Ansicht vieler Beobachter auf Grund der allgemein flauen konjunkturellen Entwicklung sowie der aus dem mittlerweile eskalierten Irak-Konflikt resultierende Verunsicherung nicht in dem März-Arbeitsmarktbericht manifestieren. Mit Blick auf die Arbeitslosenquote rechnen die von vwd befragten Ökonomen somit mit einem Anstieg auf 5,9 Prozent von 5,8 Prozent im Vormonat. (vwd)



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