FRÜHAUFSTEHER Der tägliche Ausblick auf die Börse


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das Zentrum d.:

FRÜHAUFSTEHER Der tägliche Ausblick auf die Börse

 
15.03.02 07:59
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Hexensabbat auf dem Parkett


15. März 2002 Dax von Hexen dominiert

Am Freitag tanzen die Hexen auf dem Börsenparkett, denn der große Verfall steht an. Heuter verfallen die Futures auf den Dax, die Optionen auf den Dax sowie Optionen auf Einzelaktien. An diesen Tagen werden die Kurse oft wie von unsichtbarer Hand geführt, ohne dass fundamentale Gründe dahinter stehen. Denn Marktteilnehmer versuchen die Kurse in die von ihnen gewünschte Richtung zu schieben, damit sich ihre Terminkontrakte günstig entwickeln. Seriöse Prognosen sind am großen Verfallstag nicht möglich. Strategische Investoren halten sich am besten zurück und beobachten das Geschehen aus sicherer Entfernung.

Bund-Future in gefährlicher Region

Mit dem Rutsch auf 105 Prozent hat sich der Bund-Future in eine gefährliche Region vorgewagt. Technische Analysten machen die nächste Unterstützung erst bei 104,19 Prozent aus.

Euro legt leicht zu

Der Euro legt am Freitagmorgen leicht zu. Der Euro steigt gegen 7.30 Uhr auf 0,8834 Dollar, nach Kursen von 0,8823 Dollar am Donnerstagaben in  New York. Zum Yen notiert der Dollar mit 129,13 Yen, nach 129,24 Yen im späten New Yorker Handel am Vorabend.

Börse Tokio freundlich

Gestützt auf Kursgewinne bei Standardwerten wie Sony hat die Börse in Tokio am Freitag freundlich tendiert. Die Hoffnungen der Anleger auf bessere Aussichten der Unternehmen im kommenden Geschäftsjahr stiegen, sagten Händler. Als positives Signal sei vor allem der Einstieg der weltgrößten Supermarktkette Wal-Mart Stores beim japanischen Einzelhandelskonzern Seiyu aufgenommen worden. Der Nikkei-225-Index gewann 0,7 Prozent auf 11.648,01 Yen. Der Topix-Index rückte um 1,2 Prozent auf 1.097,24 Punkte vor.

Mit einer 6,1 Prozent-Beteiligung an Seiyu für sechs Milliarden Yen (40,5 Millionen Euro) hat sich Wal-Mart den Zutritt zum japanischen Markt verschafft und zugleich eine Option auf einen Mehrheitsanteil an der japanischen Kette gesichert. Analysten begrüßten den Einstieg eines ausländischen Investors. „Es ist gut, mehr Restrukturierungsfälle zu sehen, an denen ausländische Firmen beteiligt sind", sagte Kenji Kobata, Managing Director bei Ace Securities. „Angesichts der schneller als erwarteten Restrukturierung einiger großer Firmen kann eine V-förmige Erholung im kommenden Geschäftsjahr nicht ausgeschlossen werden.“ Für die Aktien der fünftgrößten japanischen Supermarktkette Seiyu lagen am Freitag Händlern zufolge nur Gebote bei 460 Yen vor. Die Papiere hatten am Vortag bereits um 80 Yen auf bei 380 Yen zugelegt. Sony-Aktien stiegen um 0,71 Prozent, Hitachi um 1,98 Prozent. Japans größter Elektronikhersteller Hitachi hatte am Vortag mitgeteilt, seine Beschäftigten hätten für das neue Geschäftsjahr, das im April beginnt, eine Lohnkürzung um fünf Prozent akzeptiert.

Aktien Hongkong am Mittag leichter

Leichter präsentieren sich die Aktienkurse am Freitagmittag (Ortszeit) in Hongkong. Zum Ende der ersten Sitzungshälfte verliert der Hang-Seng-Index (HSI) 0,7 Prozent Punkte auf 11.228,41 Punkte. Der HSI bewege sich seit acht Tagen in einer Spanne zwischen 11.000 und 11.400 Punkten und werde wahrscheinlich auch am Nachmittag in diesem Bereich bleiben, vermuten Händler. Die Unterstützung bei 11.000 Zählern werde wahrscheinlich halten. Kursverluste verzeichnen die Aktien von Landerschließungsgesellschaften vor der Veröffentlichung von Zahlen von Henderson Land, Cheung Kong und New World Development in der kommenden Woche.

US-Nachbörse im Minus

Die Aktien von Oracle gaben nachbörslich 31 Cents auf 13,13 Dollar nach. Das Softwareunternehmen meldete enttäuschende Ergebnisse und gab einen verhaltenen Ausblick für das laufende Quartal gab. Adobe Systems verteuerten sich dagegen um 1,24 Dollar auf 37,83 Dollar, nachdem das Ergebnis im vierten Quartal die Prognosen übertroffen hat. Intel verbilligten sich nachbörslich um elf Cents auf 30,86 Dollar, Sun Microsystems um um zehn Cents auf 9,11 Dollar und Cisco um neun Cents auf 16,65 Dollar. Der Future auf den Nasdaq 100 gab zehn Stellen auf 1.480 Punkte nach. Der S&P-500-Future fiel 0,70 Punkte auf 1.154,90.

Sorgen um Konjunkturaufschwung drücken US-Tech-Werte

Sorgen der Anleger, der Konjunkturaufschwung in den USA könne schwächer als erwartet ausfallen, haben am Donnerstag vor allem die Technologiewerte an den US-Börsen belastet. Die Blue Chips seien dagegen von Kursgewinnen der Aktien des Mischkonzerns General Electric und Eastman Kodak gestützt worden. "Es scheint, dass die Leute davon überzeugt sind, dass die Erholung da ist. Die Frage ist einfach, wie stark wird sie sein", sagte James Volk, stellvertretender Leiter Institutioneller Handel bei D.A. Davidson and Co. Der Dow-Jones-Index stieg zum Schluss leicht um 0,15 Prozent auf 10.517,14 Punkte, während der technologielastige Nasdaq-Index 0,42 Prozent auf 1.854,14 Zähler nachgab. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte mit minus 0,09 Prozent bei 1.153,04 Zählern nahezu unverändert.

Die Anleger sorgten sich, die Kursgewinne der Technologietitel könnten der erwarteten Erholung der Unternehmensgewinne bereits zu weit vorausgelaufen sein, sagten Börsianer. Die Kursverluste großer Konzerne wie Sun Microsystems und Juniper Networks hätten den Nasdaq-Index nach unten gezogen. Sun-Aktien verloren 2,85 Prozent auf 9,21 Dollar, die Titel von Juniper fielen 11,27 Prozent auf 11,50 Dollar. Die Titel des Telekomausrüsters Lucent Technologies gaben rund zwei Prozent auf 4,82 Dollar ab und waren der umsatzstärkste Wert an der New York Stock Exchange.

Bei den Standardwerten hätten dagegen Kursgewinne der Aktien des Mischkonzerne General Electric (GE) für Unterstützung gesorgt, hieß es auf dem Parkett. Der Kurs stieg um rund ein Prozent auf 40,41 Dollar. Die GE-Finanztochter, GE Capital, hatte am Vortag nach Börsenschluss mitgeteilt, sie habe eine weltweite Unternehmensanleihe im Volumen von elf Milliarden Dollar platziert. Damit habe sich der Konzern Finanzen zu den derzeit noch niedrigen Zinsen gesichert, sagten Händler. Positiv habe sich bei den Blue Chips auch die erneute Bestätigung der Ertragsprognosen des Herstellers von Filmen und Kameras, Eastman Kodak, ausgewirkt. Die Aktien des Dow-Wertes stiegen 4,35 Prozent auf 32,35 Dollar, nachdem der Konzern seine Prognose für das erste Quartal und das Gesamtjahr zum zweiten Mal in weniger als drei Wochen bekräftigt hatte.

US-Anleihen schließen sehr schwach

Sehr schwach haben sich die US-Staatsanleihen am Donnerstag präsentiert. Zehnjährige Papiere mit einem Kupon von 4,875 Prozent fielen um 30/32 auf 96-2/32 und rentierten mit 5,388 Prozent nach 5,271 Prozent. Der 30-Jährige Longbond mit einem Kupon von 5,375 Prozent gab um 1-4/32 auf 93-28/32 nach, Rendite: 5,812 Prozent nach 5,726 Prozent. Händler machten für die kräftigen Abschläge vor allem eine Welle an Unternehmensanleihen, den anhaltenden Konjunkturoptimismus sowie die Charthistorie verantwortlich. Dabei sollen die Umsätze jedoch relativ niedrig und ein Zeichen dafür gewesen sein, dass es praktisch kaum Käufer am Markt gegeben habe.

In den vergangenen Wochen hatten stärkere Konjunkturdaten und entsprechende Kommentare von Vertretern der Federal Reserve die Renditen der Staatsanleihen deutlich in die Höhe getrieben, weil man auch von der Fed in den nächsten Monaten Zinserhöhungen erwartete. Ein Blick in die Chart-Historie würde zudem zeigen, dass die Kurse in der jetzt anstehenden Zinserhöhungsphase noch weiter fallen werden, was zusätzlichen Druck ausübte, sagte ein Händler. Zu diesem negativen Sentiment seien Unternehmensanleihen hinzugekommen, welche die Anleger von den Staatspapieren weggelockt hätten, hieß es. Insbesondere die Begebung einer Mammut-Anleihe von General Electric Capital über elf Milliarden Dollar habe Fondsmanager dazu veranlasst, in ihren Portfolios Raum für diese Papiere zu schaffen.

Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters

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Medienschau


15. März 2002 Unternehmensnachrichten

Oracle erwartet keine schnelle Erholung

Der weltweit zweitgrößte Software-Hersteller Oracle hat im dritten Quartal 2001/2002 einen Gewinn- und Umsatzrückgang verzeichnet und erwartet auch weiterhin Ausgaben-Zurückhaltung im Technologiesektor. Oracle wies am Donnerstag für das dritte Quartal (zum 28. Februar) einen Umsatz von 2,2 (Vorjahr 2,7) Milliarden Dollar und einen Reingewinn von 508 (583) Millionen Dollar oder neun (zehn) Cents je Aktie aus. Während der Gewinn des Unternehmens den Entwartungen der Analysten entsprach, war der Umsatzrückgang stärker als erwartet. Der Kurs der Oracle-Aktie fiel im nachbörslichen Instinet-Handel auf 13,17 Dollar von 13,44 Dollar beim Börsenschluss. (FAZ.NET, Reuters)

Adobe sieht Gewinn auch im 2. Quartal

Adobe Systems hat im ersten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres einen Gewinnrückgang in Höhe der Erwartungen verzeichnet. Der Gewinn werde auch im zweiten Quartal im Rahmen der Prognosen liegen, teilte Adobe am Donnerstag in San Jose (Kalifornien) mit. Für die drei Monate zum 28. Februar 2002 wies der Hersteller der Software Photoshop und Acrobat einen Reingewinn von 49,8 (Vorjahr 69,8) Millionen Dollar oder 20 (28) Cents je Aktie aus. Für das laufende Quartal sagte Adobe den Umsatz zwischen 305 Millionen Dollar und 325 Millionen Dollar und den Gewinn je Aktie zwischen 24 und 27 Cents voraus. Diese Prognose liegt im Rahmen der Analysten-Erwartungen. Im nachbörslichen Instinet-Handel stieg der Kurs der Adobe-Aktie auf 37,95 Dollar von 36,95 Dollar beim Börsenschluss. (Reuters)

Boeing prüft Zusammenarbeit mit Cargolifter

Boeing prüft nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ eine Zusammenarbeit mit Cargolifter. Offen sei jedoch noch, ob es sich um eine finanzielle Beteiligung oder lediglich um eine technologische Kooperation handelt. Auch EADS habe Cargolifter intensiv geprüft, sich dann aber gegen ein Engagement entschlossen. (FTD, S. 3)

Allianz will Flugzeuge wieder gegen Terror versichern

Die Allianz will demnächst wieder Fluggesellschaften umfassend gegen Terror versichern, heißt es in einem Bericht der “Süddeutsche Zeitung“ (Freitagausgabe). Die Deckungssumme soll sich auf fünf Milliarden Dollar belaufen, schreibt die Zeitung unter Bezug auf Branchenkreise. Das Angebot solle “jeden Tag auf den Tisch kommen“. Nach den Terroranschlägen in den USA hatten alle Versicherer weltweit die Verträge gekündigt, mit denen sich Fluggesellschaften gegen Haftpflichtschäden versicherten, die beispielsweise durch entführte Flugzeuge entstehen können. (Süddeutsche Zeitung, S. 23)

Versicherer Gerling steht zum Verkauf

Die Versicherungsgruppe Gerling steht nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ zum Verkauf. Rolf Gerling habe sich bereit erklärt, seine Mehrheit an dem Konzern abzugeben, wenn die Deutsche Bank einen Käufer finde, berichtete die Zeitung am Donnerstag vorab unter Berufung auf Banken- und Versicherungskreise. Sollte der Käufer dies wünschen, werde Gerling seinen Anteil von 65,5 Prozent auch vollständig abgeben, hieß es im Zeitungsbericht weiter. Die Deutsche Bank wolle ihren Anteil von 34,5 Prozent an dem Versicherer ebenfalls verkaufen. (FTD, S. 1)

Drillisch 2001 mit Verlust - Umsatzziel übertroffen

Drillisch ist 2001 in den Verlust gerutscht. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) habe sich auf minus 4,3 Millionen Euro von plus 11,9 Millionen Euro im Vorjahr reduziert, teilte Drillisch mit. Der Umsatz sei auf 173 Millionen Euro von 187,9 Millionen Euro im Vorjahr gesunken, hieß es weiter. Damit sei aber das im dritten Quartal 2001 angekündigte Umsatzziel von 165 Millionen Euro übertroffen worden. Die Zahl der Mobilfunkkunden sei um 20,7 Prozent auf 607.000 gestiegen. Die Nettoschulden seien um 9,4 Millionen Euro auf 8,4 Millionen Euro reduziert worden. (Ad-hoc)


Wirtschaftsnachrichten

Opec-Ausschuss empfiehlt unveränderte Fördermenge bis Ende Juni

Der Ausschuss, der dem Ministertreffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) zuarbeitet, wird am Freitag die Beibehaltung der Fördermenge bis Ende Juni empfehlen. Der iranische Ölminister Bijan Namdar Zangeneh sagte nach einer Zusammenkunft des “Ministerial Monitoring Sub-Committee“ (MMC) am Donnerstag, dass die Einhaltung der geltenden Förderkürzungen bei 85 Prozent liege. Er hoffe im zweiten Quartal auf eine größere Einhaltung sowohl bei den Opec-Mitliedern als auch bei den Erdölproduzenten außerhalb der Opec. (vwd)

JP/Industrieproduktion Januar nach unten revidiert

Die japanische Industrieproduktion ist im Januar schlechter ausgefallen als zunächst gemeldet. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) am Freitag berichtet, fiel die Produktion saisonbereinigt und gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent, nachdem vorläufig ein Rückgang um 1,0 Prozent gemeldet worden war. Für die Lagerbestände der Industrie wurde wurde ein revidierter Wert von ebenfalls minus 1,5 (vorläufig: minus 1,1) Prozent zum Vormonat angegeben. (vwd)


das Zentrum der Macht

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das Zentrum d.:

DaimlerChrysler charttechnisch interessant

 
15.03.02 08:04
Daimler hat technisch Aufwärtspotenzial

14. März 2002 Die DaimlerChrysler-Aktie will nicht, wie die Analysten wollen: Waren die meisten nach der Fusion Anfang Mai 1998 zunächst Feuer und Flamme für den Titel, begann dieser just seit jenen Tagen seinen stetigen Abstieg von Kursen über 90 Euro bis auf 30 Euro im September.

Diesen fast dreijährigen Trend hat die Aktie am Mittwoch bei rund 50 Euro geknackt - obwohl immer mehr Analysten dem Titel den Rücken zukehrten, zuletzt anlässlich der Dividendenkürzung und des verhaltenen Ausblicks für 2002 am 6. Februar (vgl. „DaimlerChrysler kein Mercedes auf dem Parkett“).

„Technisch scheint die Wende geschafft“

Dennoch hat die Aktie den folgenden Aufschwung des Dax stark mitbestimmt, nach dem Börsenmotto „Jetzt ist es 'raus, und schlimmer kann es in nächster Zeit nicht werden“. Die Unwägbarkeiten um die Chrysler- und - nicht zu vergessen - die Mitsubishi-Sanierung sind damit nicht aus der Welt.

Dennoch: „Technisch jedenfalls scheint die Wende geschafft“, meinen die technischen Analysten von Staud Research. Sie halten nach dieser „bestechenden Entwicklung“ weitere nachhaltige Impulse für ziemlich wahrscheinlich. Als „eher konservativ bemessenes“ Kursziel für die nächsten Wochen fassen die Chartexperten jetzt Werte um 58 Euro ins Auge. Dabei schütze der überwundene Abwärtstrend bei derzeit rund 50 Euro recht gut vor größeren Rückschlägen.

„Marke von 51,20 bis 51,40 entscheidend“

Etwas vorsichtiger äußert sich Uwe Wagner von der Deutschen Bank, der Langfristtrends generell keine so große Bedeutung beimisst. „Viel wichtiger ist für mich der substanzielle Widerstand zwischen 51,20 und 51,40 Euro, der sich aus der Kursbewegung zwischen Ende November und der zweiten Januarwoche herleitet“, erklärt der technische Analyst.

Dabei ist Wagner durchaus optimistisch, dass die Aktie diese Marke im Verein mit dem Dax - wahrscheinlich nach einer kleineren Korrektur - überwinden kann. „Schafft der Dax wie von uns erwartet die 5.400 Punkte, wird auch Daimler die 51,40 überwinden“, so der Experte.

Fazit: Kurzfristig spricht einiges für eine weitere Erholung der Aktie, zumal in den nächsten Wochen kaum weitere Hiobsbotschaften zu erwarten sind. Auf Basis der aktuellen, von I/B/E/S gesammelten Gewinnschätzungen ergeben sich Kurs-Gewinn-Verhältnisse von 22,4 für 2002 und 13 für 2003, was die Aktie nicht allzu billig erscheinen lässt. Anleger, die den Titel schon seit langem halten, sollten daher aus jetziger Sicht über einen Ausstieg nachdenken, sollte die Aktie tatsächlich Kurse um 58 Euro erreichen.

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Fünfjahreschart der DaimlerChrysler-Aktie.

Text: @la
Bildmaterial: DaimlerChrysler



das Zentrum der Macht

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Stox Dude:

ZDM: da faellt mir doch

 
15.03.02 08:07
der Thread " DCX bei $36 kaufen ein" ;-))
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das Zentrum d.:

US-Justiziministerium verklagt Andersen

 
15.03.02 08:10
15. März 2002 Das US-Justizministerium hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Andersen wegen Behinderung der Justiz angeklagt. Das Ministerium beschuldigte dabei den ehemaligen Prüfer des zusammengebrochenen Energiehandelkonzerns Enron einer kriminellen Handlung bei der massenweisen Vernichtung von Enron-Dokumenten. Andersen bezeichnete die Beschuldigungen als grundlos.

Der stellvertretende Justizminister Larry Thompson sagte, Andersen habe mit der Vernichtung von wichtigen Dokumenten versucht, das Justizsystem zu untergraben. „Die Angestellten wurden aufgefordert, Überstunden zu machen, um die Arbeit bei der Vernichtung von Dokumenten zu beenden. Die Reißwölfe im Andersen-Büro in Houston und im Gebäude von Enron waren ununterbrochen im Betrieb".

Tonnen von Dokumenten vernichtet

Andersen habe auch angeordnet, Enron-Dokumente in Portland, Oregon, Chicago und sogar in London zu vernichten. Tonnen von Dokumenten seien vernichtet worden.

Nach Angaben aus dem Justizministerium seien keine Andersen-Mitarbeiter angeklagt worden. Die Untersuchung dauere aber noch an, hieß es.
Andersen warnte, eine Strafanzeige würde das Unternehmen ernsthaft gefährden. Thompson sagte: „Dies sind schwere Anschuldigungen. Niemand soll überrascht sein, dass schwere Anschuldigungen schwere Konsequenzen haben".

Andersen: „Faktisch und rechtlich grundlos“

Andersen wies die Anschuldigung des Justizministeriums zurück. Das Unternehmen teilte mit: „Die strafrechtliche Verfolgung der gesamten Firma wegen Rechtsbehinderung ist faktisch und rechtlich grundlos".

Die Anklage stellt für Andersen einen schweren Schlag dar, der die Existenz des seit 88 Jahren bestehenden Unternehmens bedrohen könnte. Nachdem zwei Konkurrenten einer möglichen Übernahme von Andersen - Ernst & Young und Deloitte Touche Tohmatsu - eine Absage erteilt haben, soll nach einem Bericht der „New York Times“ auch die Börsenaufsicht SEC mit den fünf größten Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaften Krisenpläne für den Fall eines Zusammenbruchs von Andersen diskutieren.

Fast 40 Klienten, darunter Schwergewichte wie der Pharmakonzern Merck & Co und die US-Fluglinie Delta Air Lines, haben sich bereits seit Jahresanfang von Andersen getrennt.
Andersen hatte zugegeben, dass tausende Enron-Dokumente im Herbst vergangenen Jahres im Reißwolf gelandet waren, und hatte Aktionären, Mitarbeitern und Gläubigern des Energiekonzerns 750 Millionen Dollar Schadenersatz angeboten. Führende Enron-Aktionäre erwarten jedoch nach eigenen Angaben mindestens das Doppelte und rechnen daher nicht mit einer raschen Lösung.

das Zentrum der Macht

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das Zentrum d.:

Oracle-Aktionäre bleiben leidgeprüft

 
15.03.02 08:12
15. März 2002 Punktlandung beim Gewinn im dritten Quartal bei Oracle. Wenigstens die Anfang März um einen Penny auf neun Cents je Aktie nach unten korrigierte Zielvorgabe hat der zweitgrößte Software-Hersteller der Welt erfüllt.

Freude kommt deswegen bei den Aktionären aber nicht auf. Denn aus dem Schneider ist der Titel deswegen noch lange nicht. Nach einem Kursminus von 3,2 Prozent im offiziellen Handel verlor der Wert nämlich nachbörslich an der Nasdaq weitere 2,53  Prozent auf 13,10 Dollar. Insgesamt beläuft sich damit das Kursminus gegenüber dem Hoch von Anfang September 2000 bei 46,31 Dollar inzwischen auf über 70 Prozent.

Umsatz verfehlt Prognosen

Viel mehr als möglicherweise eine Kursstabilisierung auf dem derzeitigen Niveau sollten sich die Anteilseigner nach einem Rückgang beim Reingewinn auf 508 von 583 Millionen Dollar zunächst noch nicht erhoffen. Denn der Umsatz ist mit einem Minus von 17 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar nicht nur zum vierten Mal in Folge gefallen, sondern auch hinter den von Analysten erwarteten 2,42 Milliarden Dollar zurück geblieben.

Wenig ermutigend klingt auch die Einschätzung von Jeff Hensley. Der Oracle-Finanzvorstand sprach trotz spürbarer Konjunkturerholung von einer weiterhin relativ schwachen Neigung bei den Kunden zu Technologieinvestitionen. Nach einer schnellen geschäftlichen Besserung hört sich diese Aussage jedenfalls nicht an.

Kritik am Vorstandschef

Auch Vorstand Larry Elison räumte ein, dass die Kunden sehr preissensitiv seien. Dies hat Oracle auch schon in Form von Marktanteilsverlusten zugunsten der preisagressiver agierenden Anbieter IBM und Microsoft zu spüren bekommen. Auffällig ist auch, dass Oracle zuletzt von Problemen in Asien berichtete, während sich Konkurrent SAP für diese Region erst jüngst wieder recht zuversichtlich zeigte. Dies alles weist darauf hin, dass die Gesellschaft derzeit auch mit internen Problemen zu kämpfen hat.

Kritik wird unter anderem von Analystenseite an Vorstandschef Elison geübt. Er feiere angeblich eine Ein-Mann-Show und vergesse dabei, ein schlagkräftiges Management-Team aufzubauen. Dies sei auch deshalb problematisch, weil sich Elison oft intensiv um andere Aufgaben, wie etwa seinem Engagement beim Segel-Wettbewerb Americas Cup kümmere. Craig Stone, Analyst bei Kayne Anderson Rudnick Investment Management halt mit seiner Kritk jedenfalls nicht hinter dem Berg: „Oracel fehlt es an Tiefe im Management“, bemängelt er.

Prekäre charttechnische Lage

Alle Probleme zusammen genommen lässt die Anleger sensibel auf die Bewertung der Aktie schielen. Bei einem erwarteten Gewinn im Gesamtjahr 2001/2001 von 42 Cents errechnet sich ein trotz der Kursverluste noch immer recht hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 30. Auch das Kurs-Umsatz-Verhältnis fällt mit über sieben sehr anspruchsvoll aus.

Entschließen sich die Märkte dazu, diese Bewertung weiter zu korrigieren, droht der Aktie auch charttechnisch neues Ungemach. Denn bei einem nachhaltigen Fall auf Schlusskursbasis unter rund 13,40 Dollar wäre eine wichtige Unterstützungszone unterboten. Theoretisch wäre dann Platz bis zum Tief vom September 2001 bei 10,76 Dollar.

So schlimm wird es dank der sich aufhellenden Konjunktur zwar vermutlich nicht kommen, aber ein Überwinden des vom September 2000 stammenden langfristigen Abwärtstrends bei 16 Dollar scheint derzeit ohne klare Signale auf eine geschäftliche Belebung auch bei Oracle aber ebenfalls Utopie zu sein.

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Im Chart sehen Sie den Kursverlauf der Oracle-Aktie an der Nasdaq in den vergangenen fünf Jahren.

Text: @JüB
Bildmaterial: AP



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das Zentrum d.:

Premiere vor dem Ende?

 
15.03.02 08:14
14. März 2002 Der Bezahlsender Premiere der Kirch-Gruppe wird in den nächsten Monaten mehrere hundert Stellen streichen. Die Banken machen Kirch offenbar Druck, den defizitären Sender ganz einzustellen.

In Hamburg sollen bis Jahresende 150 Arbeitsplätze wegfallen, in München werde ein Call Center mit 120 Beschäftigten Mitte des Jahres geschlossen, sagte ein Premiere-Sprecher. Insgesamt beschäftigt Premiere World 2.400 Mitarbeiter, davon rund 1.400  in Callcentern in  Hamburg, Lübeck, Schwerin, München und Augsburg.

Täglich fährt der Sender zwei Millionen Euro Verlust ein, heißt es in Branchenkreisen. Die Mehrheit der Banken soll bei Kirch auf eine rasche Einstellung des Abosenders drängen. Den Plänen des neuen Premiere-Chefs Georg Kofler, den Sender innerhalb von zwei Jahren in die Gewinnzone zu bringen, räumten die meisten Gläubiger wenig Chancen ein, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Mit 6,5 Milliarden Euro steht die Kirch-Gruppe bei den Gläubigerbanken in der Kreide.

Verhandlungen über Lokalsender

Für die drei Lokalsender TV München, TV Berlin und Hamburg 1 hat der baden-württembergische Regionalfernseh-Betreiber Bernd Schumacher ein Angebot unterbreitet. Schumacher sagte, die Kirch-Gruppe habe am Donnerstag telefonisch auf sein Schreiben vom Ende vergangener Woche reagiert. Ob und wann verhandelt werde, stehe jedoch noch nicht fest. Es gebe bisher auf beiden Seiten noch keine Preisvorstellungen. Der baden-württembergische Regionalsender B.TV macht seit 1995 lokales Ballungsraumfernsehen, das über Kabel und Hausantenne empfangen werden kann.

Wie die Zukunft von Premiere aussieht, wird sich vermutlich am Dienstag entscheiden. Dann wird sich der Premiere-Aufsichtsrat mit der Liquiditätssicherung des Senders befassen. Der Münchner Verdi-Mediengewerkschafter Steffen Schmidt befürchtet, dass „Premiere die nächsten Monate nicht überlebt“. Schmidt verwies darauf, dass es für die meisten Mitarbeiter keinen Betriebsrat gebe und damit auch keinen Sozialplan.

Kirch bald ohne die Formel 1?

Abgeben könnte Kirch möglicherweise auch die Formel 1. „Die Formel-1-Anteile werden alle verkauft“, zitiert das „Handelsblatt“ einen Kirch-Insider. Die Kirch-Gruppe hält derzeit zusammen mit EM.TV drei Viertel an der Formel 1.


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das Zentrum d.:

Allianz fürs Bezahlen per Handy

 
15.03.02 08:17
14. März 2002 Die Mobilfunkkonzerne T-Mobile (D1) und Vodafone (D2) wollen das Handy mit vereinter Kraft zur Geldbörse aufrüsten. Die beiden schärfsten Konkurrenten auf dem deutschen Mobilfunkmarkt gaben am Donnerstag auf der weltgrößten Computermesse Cebit eine Kooperation für das elektronische Bezahlen per Handy bekannt. Noch in diesem Jahr solle eine gemeinsame Plattform starten, die später auch von anderen Netzbetreibern genutzt werden kann.

Damit machen sie vor allem dem Marktführer paybox Konkurrenz, der das Bezahlen per Handy in Kooperation mit der Deutschen Bank anbietet. „Die Pläne von T-Mobile und Vodafone zeigen die Bedeutung des mobilen Bezahlens“, sagte Paybox-Chef Mathias Entenmann. Bislang verwendet nach Einschätzung von Branchenkennern nur jeder Hundertste Nutzer das Handy, um damit Bücher, Blumensträuße oder andere Waren und Dienstleistungen im Internet zu bezahlen.

Telefonie, SMS und Bezahlservice

Angesichts der schrumpfenden Wachstumsraten setzen die Mobilfunkanbieter große Hoffnungen auf das Bezahlen per Handy. Nach Einschätzung von paybox gehören mobile Zahlungsdienste zu der exklusiven Gruppe von „Killerapplikationen“, die neben Telefonie und SMS sichere Zusatzumsätze versprechen.

Bei ihrer Plattform wollen T-Mobile und Vodafone die Technologie des inzwischen Pleite gegangenen Software-Unternehmens Brokat einsetzen. Die persönlichen Daten sollen in einer Art virtuellen Brieftasche gespeichert werden. Die Abrechnung ist individuell per Kreditkarte oder anderen Zahlungsarten für kleinere Beträge möglich. Die Plattform von T-Mobile und Vodafone soll zunächst in Deutschland und Großbritannien starten und die Akzeptanz des mobilen Bezahlens bei Kunden und Händlern erhöhen.

Voraussetzung für UMTS-Erfolg

Das einfache Bestellen von Waren und Dienstleistungen per Handy, der so genannte M-Commerce, gilt als eine Voraussetzung für den Erfolg des künftigen Mobilfunkstandard UMTS. „Eine offene Plattform wird dem M-Commerce einen erheblichen Schub verleihen“, sagte der bei Vodafone für das weltweite Produkt- und Servicegeschäft zuständige Manager Thomas Geitner.

Konkurrent Paybox hat die Zahl der Kunden nach Angaben von Entenmann im vergangenen Jahr auf 750.000 mehr als verdreifacht und damit seine Position als Weltmarktführer ausgebaut. Für eine Jahresgebühr von 9,50 Euro können die Paybox-Kunden mit dem Handy Geld überweisen oder Bezahlungen abwickeln. Dabei wird der Kunde auf seinem Handy angerufen und muss dort die Zahlung mit einer Geheimnummer bestätigen. Der Betrag wird dann automatisch vom Konto abgebucht. Rund 10.000 Händler und Dienstleister wie beispielsweise Taxen akzeptieren diese Bezahlungsform. Vor der großen Konkurrenz fürchtet sich Entenmann nicht. „Wir spielen dann eben David gegen Goliath“. Von einer konkreten Lösung seien T-Mobile und Vodafone bislang ohnehin weit entfernt.

Encorus als Partner statt Brokat

Die Stuttgarter Brokat AG hatte in der Vergangenheit bereits Großaufträge von den Mobilfunkriesen erhalten, musste aber im November 2001 wegen Überschuldung Insolvenz anmelden. Die Sparte für das mobile Bezahlen wurde an das amerikanische Unternehmen EONE Global verkauft und in Encorus Technologies umbenannt. Encorus ist nun der Partner der geplanten Initiative.


das Zentrum der Macht
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das Zentrum d.:

Langschläfer UP

 
15.03.02 09:23


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1Mio.€:

Vielen dank :-) Immer gerne gelesen! Gruss

 
15.03.02 09:26
FRÜHAUFSTEHER Der tägliche Ausblick auf die Börse 608979
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