Frühaufsteher
Medienschau
31. Juli 2002 Unternehmensnachrichten
Metro präzisiert Umsatzplus für 2002 auf 5,5 bis 6,0 Prozent
Trotz einer erwarteten Gewinnwarnung hat die Metro AG ihre Ziele für das Gesamtjahr 2002 bekräftigt. Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Körber präzisierte am Mittwoch lediglich den erwarteten Umsatzzuwachs auf 5,5 bis 6,0 Prozent. Bislang hatte der größte deutsche Handelskonzern ein Umsatzplus von rund sechs Prozent in Aussicht gestellt. An der Wachstumsprognose von rund zehn Prozent für den Gewinn je Aktie in diesem Jahr halte Metro fest, führte Körber aus. Im zweiten Quartal lag Metro beim Umsatz mit 12,057 (11,868) Milliarden etwas unter den Erwartungen der von vwd befragten Analysten, die im Durchschnitt mit 12,263 Milliarden Euro gerechnet hatten. Dafür übetrafen die Ergebniskennziffern die Prognosen zum Teil deutlich, wenn sie auch klar unter den Ziffern der Vorjahreszeit lagen. So betrug das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) 181,8 (192,8), die Analysten hatten nur 173 Millionen Euro erwartet. Beim Gewinn je Aktie, der auf 0,18 (0,21) Euro sank, hatte Metro den Vorjahreswert angepasst, da das Unternehmen bei der unterjährigen Behandlung von Ertragsteuern von effektiven auf erwartete Steuern umgestellt hatte. Der bisher berichtete Vorjahreswert betrug 0,30 Euro, die Analysten hatten für das zweite Quartal 2002 nur 0,15 Euro erwartet. (vwd)
MobilCom: Stundung für UMTS-Kredit-Refinanzierung vereinbart
Die MobilCom AG hat mit dem kreditführenden Bankenkonsortium eine Stundung der für den 31. Juli fälligen Refinanzierung der UMTS-Kredite von 4,7 Milliarden Euro vereinbart. Diese stehe unter anderem unter der auflösenden Bedingung, dass ein Memorandum of Understanding über eine langfristige Lösung der Finanzierung zwischen der France Telecom und dem Bankenkonsortium unter Führung der ABN Amro Bank, der Deutschen Bank, der Societe Generale und Merrill Lynch bestandskräftig bleibe, teilte MobilCom am Dienstagabend mit. Der UMTS-Kredit werde damit zum 30. September fällig. (vwd)
Magazin: Verhandlungen um MobilCom ziehen sich hin
Die Chancen auf ein lukratives Übernahmeangebot für MobilCom-Aktionäre schwinden, schreibt das Wirtschaftsmagazin „Focus-Money“. Großaktionär France Telecom verhandele noch immer mit Nokia und Ericsson. Die UMTS-Netzhersteller sollen auf Forderungen aus UMTS-Lieferantenkrediten an MobilCom verzichten. Erst danach könnten Gespräche mit MobilCom-Gründer Gerhard Schmid über den Verkauf seiner Aktien beginnen, wird France-Telecom-Finanzvorstand Jean-Louis Vinciguerra zitiert. Die Verhandlungen könnten sich bis Anfang September hinziehen, sagte er dem Magazin: „Wir haben nicht gesagt, dass wir ein öffentliches Angebot abgeben werden“. (vwd)
Lufthansa rechnet mit höherem operativen Gewinn
Die Lufthansa erholt sich von der schweren Krise im internationalen Luftverkehr offensichtlich schneller als angenommen. Das Unternehmen rechnet nun mit einem deutlich höheren operativen Gewinn als noch vor gut einem Monat bei der Hauptversammlung angekündigt worden war. Damals war für dieses Jahr von einem operativen Ergebnis von 400 Millionen die Rede gewesen. „Wenn heute Hauptversammlung wäre, dann würden wir eher 500 Millionen Euro sagen“, betonte Finanzvorstand Karl-Ludwig Kley. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, S. 11)
Finnische Regierung untersucht Abschreibungen von Sonera
Die finnische Regierung will die von Sonera vorgenommenen Abschreibungen von mehr als vier Milliarden Euro prüfen. Das Telekommunikationsunternehmen hat die Abschreibungen vor allem mit Investitionen in den Mobilfunk der dritten Generation begründet. Die Regierung, die 53 Prozent an Sonera hält, wolle nun so schnell wie möglich eine Untersuchung durchführen, hieß es am Dienstagabend aus dem Justizministerium. Sonera hatte in der vergangenen Woche für das zweite Quartal einen Verlust von rund 2,8 Milliarden Euro gemeldet und ihn mit Abschreibungen von 4,28 Milliarden Euro auf die UMTS-Investitionen in Deutschland und Italien begründet. (vwd)
„Prior“: D.Logistics wollte Bilanz aufpolieren
D. Logistics soll nach einem Bericht der „Prior-Börse“ versucht haben, ihre Bilanz aufzupolieren. Wie der Börsenbericht in seiner Mittwochausgabe schreibt, wollte das Unternehmen seinen 60-prozentigen Anteil an der Gesellschaft PickPoint für vier Millionen Euro verkaufen. „Prior“ beruft sich dabei auf einen Vertragsentwurf über den Verkauf, der dem Börsenbrief vorliege. PickPoint beschäftige zwölf Mitarbeiter und errichte Abholstellen für Interneteinkäufe, z.B. Tankstellen und Videotheken. Als Käufer sei die Red Chilli GmbH aufgetreten. Nun vermuten Kreise ein versuchtes Scheingeschäft, wie es in dem Bericht heißt. Dieses sei im März vorbereitet worden, um die Bilanz aufzupolieren (vwd)
„FTD“: Holzmann vor Verkauf von US-Tochter J.A. Jones
Der insolvente Baukonzern Philipp Holzmann steht nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ vor dem Verkauf der US-Tochter J.A. Jones. Der wertvolle Konzernteil solle spätestens im September verkauft werden, schreibt das Blatt am Mittwoch. Die Gespräche seien in einer heißen Phase, hieß es unter Berufung auf unterrichtete Kreise. Es gebe Verhandlungen mit mehreren Interessenten, unter anderem dem Mannheimer Baukonzern Bilfinger + Berger sowie mit US-Wettbewerbern. (dpa)
Wirtschaftsnachrichten
USA sagen Uruguay Unterstützung in Wirtschaftskrise zu
Angesichts der sich verschlechternden Wirtschaftslage in Uruguay hat die USA der Regierung in Montevideo ihre Unterstützung zugesagt. Washington will sich beim Internantionalen Währungsfonds (IWF) für zusätzliche Gelder für das südamerikanischen Land einsetzen, wie das US-Finanzministerium am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. Uruguay zeige „solide Wirtschaftsleistungen“ und verdiene für seine Bemühungen um eine gesunde Wirtschaft die Unterstützung der internationalen Finanzinstitutionen, hieß es in einer Erklärung. (vwd)
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Text: @la
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31. Juli 2002 Unternehmensnachrichten
Metro präzisiert Umsatzplus für 2002 auf 5,5 bis 6,0 Prozent
Trotz einer erwarteten Gewinnwarnung hat die Metro AG ihre Ziele für das Gesamtjahr 2002 bekräftigt. Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Körber präzisierte am Mittwoch lediglich den erwarteten Umsatzzuwachs auf 5,5 bis 6,0 Prozent. Bislang hatte der größte deutsche Handelskonzern ein Umsatzplus von rund sechs Prozent in Aussicht gestellt. An der Wachstumsprognose von rund zehn Prozent für den Gewinn je Aktie in diesem Jahr halte Metro fest, führte Körber aus. Im zweiten Quartal lag Metro beim Umsatz mit 12,057 (11,868) Milliarden etwas unter den Erwartungen der von vwd befragten Analysten, die im Durchschnitt mit 12,263 Milliarden Euro gerechnet hatten. Dafür übetrafen die Ergebniskennziffern die Prognosen zum Teil deutlich, wenn sie auch klar unter den Ziffern der Vorjahreszeit lagen. So betrug das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) 181,8 (192,8), die Analysten hatten nur 173 Millionen Euro erwartet. Beim Gewinn je Aktie, der auf 0,18 (0,21) Euro sank, hatte Metro den Vorjahreswert angepasst, da das Unternehmen bei der unterjährigen Behandlung von Ertragsteuern von effektiven auf erwartete Steuern umgestellt hatte. Der bisher berichtete Vorjahreswert betrug 0,30 Euro, die Analysten hatten für das zweite Quartal 2002 nur 0,15 Euro erwartet. (vwd)
MobilCom: Stundung für UMTS-Kredit-Refinanzierung vereinbart
Die MobilCom AG hat mit dem kreditführenden Bankenkonsortium eine Stundung der für den 31. Juli fälligen Refinanzierung der UMTS-Kredite von 4,7 Milliarden Euro vereinbart. Diese stehe unter anderem unter der auflösenden Bedingung, dass ein Memorandum of Understanding über eine langfristige Lösung der Finanzierung zwischen der France Telecom und dem Bankenkonsortium unter Führung der ABN Amro Bank, der Deutschen Bank, der Societe Generale und Merrill Lynch bestandskräftig bleibe, teilte MobilCom am Dienstagabend mit. Der UMTS-Kredit werde damit zum 30. September fällig. (vwd)
Magazin: Verhandlungen um MobilCom ziehen sich hin
Die Chancen auf ein lukratives Übernahmeangebot für MobilCom-Aktionäre schwinden, schreibt das Wirtschaftsmagazin „Focus-Money“. Großaktionär France Telecom verhandele noch immer mit Nokia und Ericsson. Die UMTS-Netzhersteller sollen auf Forderungen aus UMTS-Lieferantenkrediten an MobilCom verzichten. Erst danach könnten Gespräche mit MobilCom-Gründer Gerhard Schmid über den Verkauf seiner Aktien beginnen, wird France-Telecom-Finanzvorstand Jean-Louis Vinciguerra zitiert. Die Verhandlungen könnten sich bis Anfang September hinziehen, sagte er dem Magazin: „Wir haben nicht gesagt, dass wir ein öffentliches Angebot abgeben werden“. (vwd)
Lufthansa rechnet mit höherem operativen Gewinn
Die Lufthansa erholt sich von der schweren Krise im internationalen Luftverkehr offensichtlich schneller als angenommen. Das Unternehmen rechnet nun mit einem deutlich höheren operativen Gewinn als noch vor gut einem Monat bei der Hauptversammlung angekündigt worden war. Damals war für dieses Jahr von einem operativen Ergebnis von 400 Millionen die Rede gewesen. „Wenn heute Hauptversammlung wäre, dann würden wir eher 500 Millionen Euro sagen“, betonte Finanzvorstand Karl-Ludwig Kley. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, S. 11)
Finnische Regierung untersucht Abschreibungen von Sonera
Die finnische Regierung will die von Sonera vorgenommenen Abschreibungen von mehr als vier Milliarden Euro prüfen. Das Telekommunikationsunternehmen hat die Abschreibungen vor allem mit Investitionen in den Mobilfunk der dritten Generation begründet. Die Regierung, die 53 Prozent an Sonera hält, wolle nun so schnell wie möglich eine Untersuchung durchführen, hieß es am Dienstagabend aus dem Justizministerium. Sonera hatte in der vergangenen Woche für das zweite Quartal einen Verlust von rund 2,8 Milliarden Euro gemeldet und ihn mit Abschreibungen von 4,28 Milliarden Euro auf die UMTS-Investitionen in Deutschland und Italien begründet. (vwd)
„Prior“: D.Logistics wollte Bilanz aufpolieren
D. Logistics soll nach einem Bericht der „Prior-Börse“ versucht haben, ihre Bilanz aufzupolieren. Wie der Börsenbericht in seiner Mittwochausgabe schreibt, wollte das Unternehmen seinen 60-prozentigen Anteil an der Gesellschaft PickPoint für vier Millionen Euro verkaufen. „Prior“ beruft sich dabei auf einen Vertragsentwurf über den Verkauf, der dem Börsenbrief vorliege. PickPoint beschäftige zwölf Mitarbeiter und errichte Abholstellen für Interneteinkäufe, z.B. Tankstellen und Videotheken. Als Käufer sei die Red Chilli GmbH aufgetreten. Nun vermuten Kreise ein versuchtes Scheingeschäft, wie es in dem Bericht heißt. Dieses sei im März vorbereitet worden, um die Bilanz aufzupolieren (vwd)
„FTD“: Holzmann vor Verkauf von US-Tochter J.A. Jones
Der insolvente Baukonzern Philipp Holzmann steht nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ vor dem Verkauf der US-Tochter J.A. Jones. Der wertvolle Konzernteil solle spätestens im September verkauft werden, schreibt das Blatt am Mittwoch. Die Gespräche seien in einer heißen Phase, hieß es unter Berufung auf unterrichtete Kreise. Es gebe Verhandlungen mit mehreren Interessenten, unter anderem dem Mannheimer Baukonzern Bilfinger + Berger sowie mit US-Wettbewerbern. (dpa)
Wirtschaftsnachrichten
USA sagen Uruguay Unterstützung in Wirtschaftskrise zu
Angesichts der sich verschlechternden Wirtschaftslage in Uruguay hat die USA der Regierung in Montevideo ihre Unterstützung zugesagt. Washington will sich beim Internantionalen Währungsfonds (IWF) für zusätzliche Gelder für das südamerikanischen Land einsetzen, wie das US-Finanzministerium am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. Uruguay zeige „solide Wirtschaftsleistungen“ und verdiene für seine Bemühungen um eine gesunde Wirtschaft die Unterstützung der internationalen Finanzinstitutionen, hieß es in einer Erklärung. (vwd)
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Text: @la