Angeschlagenes Unternehmen will staatliche Kreditgarantien beantragen
Chicago - US Airways, die sechstgrößte Fluggesellschaft der USA, befürchtet einen Bankrott. Ohne staatliche Rückendeckung sei der Gang zum Konkursrichter vermutlich nicht zu vermeiden, warnte das Unternehmen. US Airways will jetzt nach ihren hohen Verlusten seit den Anschlägen vom 11. September staatliche Kreditgarantien beantragen. Gleichzeitig ziehe der Konzern einen Antrag auf Gläubigerschutz in Erwägung, sollte es nicht zu einer Übereinkunft mit seinen Angestellten, Zulieferern und Gläubigern über Kostensenkung kommen, teilte US Airways am Wochenende mit. Die Aktien des Unternehmens verloren am Freitag in einem schwächeren Marktumfeld 27 Prozent des Werts auf 3,60 Dollar.
Das Unternehmen aus Chicago verfügte am Ende des ersten Quartals noch über Barreserven von 561 Mio. Dollar. Die Gelder schrumpfen allerdings den Angaben von US Airways zufolge pro Tag um etwa 3,5 Mio. Dollar. Demnach würden die Gelder - gerechnet ab Quartalsende am 31. März - noch bis zum 8. September dieses Jahres reichen.
US Airways arbeitet derzeit an einem Umstrukturierungsplan mit der Belegschaft, den Lieferanten und den Gläubigern zusammen, um die Kosten zu senken. Es gebe allerdings keine Sicherheit über das Erreichen eines Abkommens. Im Interesse einer erfolgreichen Umstrukturierung werde deswegen auch ein Antrag auf Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Konkursrechts in Erwägung gezogen.
Noch gibt es keinen genauen Zeitplan für die geplante Umstrukturierung. Ein Antrag auf eine staatliche Kreditgarantie kann aber nur bis zum 28. Juni 2002 gestellt werden. Ein Arbeitnehmervertreter sagte in Chicago, die Fluglinie US Airways wolle die Gewerkschaften über Einzelheiten des Umstrukturierungsplans am 16. Mai informieren.
Die Fluggesellschaft US Airways hatte in den vergangenen drei Quartalen Verluste über zwei Mrd. Dollar verbucht. Auch die anderen großen amerikanischen Fluggesellschaften verbuchten im ersten Quartal des Geschäftsjahres fast ausnahmslos hohe Verluste. Das Verkehrsaufkommen hatte sich noch nicht deutlich von den Terroranschlägen im September erholt.
welt.de
Chicago - US Airways, die sechstgrößte Fluggesellschaft der USA, befürchtet einen Bankrott. Ohne staatliche Rückendeckung sei der Gang zum Konkursrichter vermutlich nicht zu vermeiden, warnte das Unternehmen. US Airways will jetzt nach ihren hohen Verlusten seit den Anschlägen vom 11. September staatliche Kreditgarantien beantragen. Gleichzeitig ziehe der Konzern einen Antrag auf Gläubigerschutz in Erwägung, sollte es nicht zu einer Übereinkunft mit seinen Angestellten, Zulieferern und Gläubigern über Kostensenkung kommen, teilte US Airways am Wochenende mit. Die Aktien des Unternehmens verloren am Freitag in einem schwächeren Marktumfeld 27 Prozent des Werts auf 3,60 Dollar.
Das Unternehmen aus Chicago verfügte am Ende des ersten Quartals noch über Barreserven von 561 Mio. Dollar. Die Gelder schrumpfen allerdings den Angaben von US Airways zufolge pro Tag um etwa 3,5 Mio. Dollar. Demnach würden die Gelder - gerechnet ab Quartalsende am 31. März - noch bis zum 8. September dieses Jahres reichen.
US Airways arbeitet derzeit an einem Umstrukturierungsplan mit der Belegschaft, den Lieferanten und den Gläubigern zusammen, um die Kosten zu senken. Es gebe allerdings keine Sicherheit über das Erreichen eines Abkommens. Im Interesse einer erfolgreichen Umstrukturierung werde deswegen auch ein Antrag auf Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Konkursrechts in Erwägung gezogen.
Noch gibt es keinen genauen Zeitplan für die geplante Umstrukturierung. Ein Antrag auf eine staatliche Kreditgarantie kann aber nur bis zum 28. Juni 2002 gestellt werden. Ein Arbeitnehmervertreter sagte in Chicago, die Fluglinie US Airways wolle die Gewerkschaften über Einzelheiten des Umstrukturierungsplans am 16. Mai informieren.
Die Fluggesellschaft US Airways hatte in den vergangenen drei Quartalen Verluste über zwei Mrd. Dollar verbucht. Auch die anderen großen amerikanischen Fluggesellschaften verbuchten im ersten Quartal des Geschäftsjahres fast ausnahmslos hohe Verluste. Das Verkehrsaufkommen hatte sich noch nicht deutlich von den Terroranschlägen im September erholt.
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