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Freddie Mac und Fannie Mae Vorzugsaktien im Blickpunkt
Sep. 13, 2022 7:22 AM
Zusammenfassung
- Wertpapiere in Sondersituationen können manchmal erfolgreich sein, selbst wenn der Gesamtmarkt unruhig ist.
- Unter dem Gesichtspunkt der Marktbewertung sind die Vorzugsaktien von Freddie Mac und Fannie Mae (F&F) in hohem Maße von künftigen Gerichtsentscheidungen und künftigen Maßnahmen der Federal Housing Finance Agency abhängig.
- Frühere Gerichtsentscheidungen hatten erhebliche Auswirkungen auf die Bewertungen der F&F-Vorzugsaktien (JPS, A.L.). In den nächsten Monaten könnten neue Gerichtsentscheidungen veröffentlicht werden.
- Die Bedingungen der F&F-Vorzugsaktien (JPS) sind unterschiedlich. Es ist daher notwendig, die verschiedenen F&F-Vorzugsaktien genau zu prüfen, bevor man sich für eine Anlage entscheidet....
...In diesem Seeking Alpha-Artikel stelle ich meine derzeitige "Arbeitshypothese" in Bezug auf die potenzielle Erholung der GSE-Vorzugsaktien auf ein Niveau vor, das näher an ihrem angegebenen Rückzahlungswert [A.L.: meist 25 $] liegt. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Wochen die Aussichten der GSE's näher beleuchten kann, wobei ich mich vor allem auf folgende Punkte konzentrieren werde:
1. Untersuchung der Frage des "amtierenden Direktors". Ich bin besonders an dem Argument interessiert, dass der amtierende Direktor DeMarco zum fraglichen Zeitpunkt [in 2012] nicht die Befugnis hatte, einen Net Worth Sweep (NWS) via 3. Amendment anzuordnen, weil keine Legislative seine Ernennung zum Leiter der FHFA genehmigt hatte.
2. Prüfung der Beweise, die sich durch Expertenberichte und/oder Offenlegung in Richter Lamberths Verfahren angesammelt haben.
Für Anleger in F&F-Vorzugsaktien war der laufende Rechtsstreit natürlich ein langwieriger Prozess. Nichtsdestotrotz können "Buy-and-Hold"-Investoren in F&F-Vorzugsaktien, die die nötige Disziplin und Geduld aufbringen, am Ende eine Auszahlung erhalten. Es ist jedoch nicht möglich, den Zeitpunkt und das Ergebnis des laufenden Rechtsstreits zum jetzigen Zeitpunkt vorherzusagen. Anleger sollten ihre eigene Due-Diligence-Prüfung durchführen.
Die Aktionärsklagen
Seit dem Sommer 2013 wurden zahlreiche Aktionärsklagen bei US-Bezirksgerichten und beim Bundesgerichtshof eingereicht.
Die Entscheidung von Richter Lamberth (vom 30. September 2014) am U.S. District Court (D.C.) fiel zuungunsten der Kläger aus - ein für die Inhaber von F&F-Stamm- und Vorzugsaktien sehr negatives Urteil.
(Es folgt eine Auflistung der bisherigen Prozesse und deren Ergebnisse)
Ich möchte kurz drei der zahlreichen Gerichtsverfahren erwähnen, die zurzeit anstehen:
1. Fairholme v. FHFA. Die Kläger müssen nachweisen, dass der NWS die stillschweigende Verpflichtung [A.L:: die guten kaufmännischen Sitten] gegenüber den nachrangigen Vorzugsaktionären [= JPS] gebrochen (bzw. verletzt] hat. Glen Bradford erklärt, Richter Lamberth habe entschieden, "dass, wenn die von den Aktionären vorgelegten Fakten ihre Behauptung stützen, dass ihre Verträge durch den Net Worth Sweep verletzt wurden,.... dies gute Aussichten für sie [bei der] Verhandlung im Oktober 2022 bedeutet". Zum jetzigen Zeitpunkt hatte ich noch keine Gelegenheit, die von den Parteien in diesem Verfahren vorgelegten Dokumente zu prüfen.
2. ROP vs. FHFA Entscheidung des Berufungsgerichts. Glen Bradford erklärt, dass dieser Fall "es wert ist, beachtet zu werden, und dass er [eine Entscheidung des Berufungsgerichts] in den nächsten 90 Tagen erwartet werden kann und sehr wohl den Net-Value-Sweep rückgängig machen könnte, weil er von einem amtierenden Direktor (Ed DeMarco) mehr als zwei Jahre, nachdem er [amtierender] Direktor wurde, durchgeführt wurde." Rule of Law Guy erklärt: "Die Kläger beantragen die Aufhebung des NWS, da DeMarco ohne Bestätigung durch den Senat unzulässigerweise als 'Principal Officer' gehandelt hat, sowie... die [wertlose] Ausbuchung der SPS (= Regierungsbeteiligung), [genauso wie es auch die Collins-Kläger verlangt hatten."
3. Collins vs. Yellen. Obwohl SCOTUS in diesem Fall in einigen Punkten gegen die GSE-Vorzugsaktionäre entschied, bedeutet dies nicht unbedingt, dass die Lage für die GSE-Vorzugsaktionäre schlecht ist. Laut SCOTUS-Blog "stimmte das Gericht zwar mit 7:2 Stimmen zu, dass die Struktur der Bundesbehörde, die Fannie und Freddie reguliert, zumindest teilweise verfassungswidrig ist, aber das Gericht hielt sich zurück und ordnete nicht an, dass die Gelder aufgrund dieses Verfassungsfehlers an die Aktionäre zurückgegeben werden müssen. Stattdessen geht der Fall nun zurück an die unteren Gerichte, die entscheiden werden, ob die Aktionäre Anspruch auf eine Entschädigung haben."...
Der Rechtsstreit um die GSE wirft unweigerlich wichtige Fragen der öffentlichen Ordnung auf. In den USA sind sich die meisten "amtierenden Direktoren" von Bundes- oder einzelstaatlichen Aufsichtsbehörden darüber im Klaren, dass sie nicht von der zuständigen Legislative bestätigt wurden, und sind daher sehr darauf bedacht, sich an die "Grundregeln" zu halten, die durch Gesetze, Gerichtsurteile und Verwaltungsvorschriften festgelegt wurden, die ihr Verhalten und ihren Ermessensspielraum überwachen und begrenzen. Meines Erachtens hat der amtierende FHFA-Direktor DeMarco nicht im Einklang mit den Grundregeln gehandelt, die sein Verhalten hätten leiten sollen. Wenn dem so ist, könnten die Gerichte letztendlich zugunsten der Kläger entscheiden....
Bewertung von GSE-Vorzugsaktien
Der zukünftige Wert der GSE-Vorzugsaktien lässt sich nur schwer vorhersagen. Die FMCKJ- und FNMAS-Vorzugsaktien werden am meisten gehandelt, weshalb ich sie manchmal stellvertretend für die vielen anderen GSE-Vorzugsaktien verwende. Anhang 1 enthält eine Liste der F&F-Vorzugsaktien, ihre aktuellen Marktpreise, die in ihren Prospekten angegebenen Rückzahlungswerte und das Verhältnis von Marktpreis zu Rückzahlungswert (MP/RV) für diese Vorzugsaktien zum 6. September 2022.
Eine [vereinfachende Annahme] ist, dass eine Entscheidung, die den NWS des 3. Nachtrags aufhebt, die GSE-Vorzugsaktien auf das Kursniveau zurückbringen könnte, das vor der Entscheidung von Richter Lamberth vom 30. September 2014 galt. Beachten Sie, dass der Aktienkurs von FMCKJ am 30. September 2014 bei 10,30 $ lag und dass der aktuelle Aktienkurs bei etwa 3,24 $ pro Aktie liegt. Der Aktienkurs von FNMAS lag am 30. September 2014 bei 9,20 $ und wird derzeit zu etwa 3,40 $ je Aktie gehandelt. Um Nietzsches "Götterdämmerung" zu zitieren: "Aus der Kriegsschule des Lebens - was mich nicht tötet, macht mich stärker."
Alternativ wäre die Annahme, dass die Finanzstruktur der GSE schließlich umstrukturiert wird, um neue Stammaktien herauszugeben und die Vorzugsaktien auf der Grundlage ihres Nennwertes [meist 25 $] zurückzukaufen...
...Die Entscheidung für eine Investition [in die JPS] setzt voraus, dass der Anleger (1) eine angemessene Due-Diligence-Prüfung der in Betracht gezogenen Anlage durchführt und (2) beurteilt, wie gut sie in das Gesamtanlageportfolio des Anlegers passt. Die Investition in F&F-Vorzugsaktien erfordert Zeit, Geld und Geduld, aber die Investition kann sich für den Anleger letztendlich auszahlen.
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A.L.: In den nachfolgenden Leserkommentaren gibt es auffallend weniger "Bashing" als bei der Glen-Bradford-Artikeln auf S.A.