Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
in der vergangenen Woche gab es einige Anzeichen einer Bodenbildung. Für unsere beiden Depots nutzten wir die aktuelle Situation für einen ersten Aufbau neuer Positionen. Weiterhin haben wir genügend Liquidität um gegebenenfalls nochmals neue Engagements einzugehen, sofern der Markt noch etwas nachgibt. Allerdings erwarte ich, dass die Börsen in Kürze nach oben drehen werden.
Der Pessimismus ist inzwischen sehr groß. Während in den letzten Wochen recht viele Marktteilnehmer von einem Fortsetzen der Aufwärtsbewegung ausgingen, hört man nun mehr und mehr warnende Stimmen. Man liest und hört immer wieder, dass eine umfangreiche Abwärtsbewegung zu erwarten sei. Kaum einer traut sich derzeit aus dem Fenster zu lehnen und von neuen Jahreshöchstständen zu sprechen.
Weiter sind die Märkte mittelfristig als deutlich überverkauft einzustufen. Lesen Sie hierzu mehr in unserer heutigen Marktanalyse. Hier betrachten wir den Dow Jones, den DAX sowie den Euro.
Zum Dow Jones möchte ich an dieser Stelle noch etwas äußern. Sie erinnern sich an den großen Bärenmarkt in den Jahren 2000 bis 2002 in den USA? Im Jahr 2000 verlor der Dow Jones ca. 6 % an Wert, im Jahr 2001 gab er knapp 7% ab. Nur im Jahr 2002 war das Minus mit 17% etwas höher.
Vergleichen Sie diese Angaben mit dem Verlust des Jahres 2005. In der Spitze gab der Dow Jones im laufenden Jahr über 7% ab. Aktuell notiert er mit 5,8% im Minus. Erwarten Sie in diesem Jahr einen Bären- oder einen Bullenmarkt?
Diese Angaben sollen verdeutlichen, dass selbst in den Jahren 2000 und 2001, welche in vielen Köpfen in schlechter Erinnerung stecken, das Minus beim Dow Jones im Jahresvergleich nicht höher war, als das laufende Jahr 2005 bereits jetzt vorweist. Sofern man auf dem aktuellen Niveau Käufe auf Jahressicht tätigt, erscheint das Risiko ebenfalls stark begrenzt.
Behalten Sie diese Angaben im Hinterkopf und erinnern Sie sich an die Argumente eines Bullenmarktes in diesem Jahr. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist unverändert hoch. Die Chancen sind den Risiken auf dem aktuellen Niveau deutlich überlegen.
Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Handelswoche!
Mit freundlichen Grüßen,
Michael Jansen
Chefredakteur, Stockstreet.de
Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen: M.Jansen@stockstreet.de
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Marktanalyse (DAX, Dow Jones, Euro)
Charts by: MARKET MAKER Software AG
Nach einer kurzfristigen Topbildung riss der DAX zwei lange rote Kerzen und verlor somit innerhalb von zwei Tagen deutlich an Wert. Die Unsicherheit unter den meisten Anlegern ist zum aktuellen Zeitpunkt sehr groß.
Betrachten wir den Index aus technischer Sicht, fällt auf, dass das charttechnische Bild übergeordnet weiterhin positiv einzustufen ist. Der Index erreicht das Unterstützungsniveau bei 4160 Punkten. An diesem Support scheiterte der DAX mehrmals Anfang 2004, sodass sich hier ein ausgeprägter Widerstand bildete. Umgekehrt stellt der Support nun ein deutliches Unterstützungsniveau dar. Die nächste nennenswerte Unterstützung befindet sich im Bereich von 4090 Punkten.
Interessant ist die untere Parallele zu der oberen Trendgeraden. Hier könnte sich ein neuer Aufwärtstrend bilden. Suchen Sie immer nach Trendlinien, die man nur schwer sieht. Ist eine Trendlinie in aller Munde, so ist deren Bruch nicht sonderlich weit.
Kurzfristig weise ich auf die überverkaufte Lage des DAX hin.
Charts by: MARKET MAKER Software AG
Beim Dow Jones habe ich einen Wochenchart gewählt um die mittelfristige Lage besser darzustellen. Beachten Sie, dass der Index auf mittelfristige Sicht deutlich überverkaufte Tendenzen zeigt und eine Erholung nicht mehr in weiter Ferne zu sein scheint.
Der Index brach im vierten Quartal 2004 aus einer großen Fortsetzungsformation nach oben aus. Bei der aktuellen Abwärtsbewegung könnte es sich um eine Pullbackbewegung handeln. Weiter befindet sich auf diesem Niveau ein horizontaler Unterstützungssupport. Der nächste Widerstand liegt bei 10370 Punkten.
Wir haben uns bereits positioniert, da eine Bodenbildung aus vielen Gesichtspunkten sehr wahrscheinlich erscheint. Beachten Sie jedoch, dass ein erneuter Rückgang nicht ausgeschlossen ist. Die Abwärtstrendlinie wurde noch nicht Punktgenau getroffen. Man kann die Pullbackbewegung dennoch als gültig erklären. Einen nochmaligen Rückgang würden wir zum Aufbau weiterer Positionen nutzen.
Gruß, hardyman
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