Die Verfilmung des "Herr der Ringe" enttäuscht


Thema
abonnieren
Beiträge: 10
Zugriffe: 1.215 / Heute: 2
calexa:

Die Verfilmung des "Herr der Ringe" enttäuscht

 
19.12.01 15:53
"Der Herr der Ringe" ist in vieler Hinsicht ein verspätetes Buch. Das beginnt mit seinem augenfälligsten Merkmal: dem gewaltigen Umfang, der von keinem populären Roman auch nur annähernd erreicht wird. Nach dem Ersten Weltkrieg schrieb man so dicke Bücher, als es galt, die Fragmente einer zerfallenden Welt durch das Wort ein letztes Mal zu vereinen. "Der Herr der Ringe" handelt von einer solchen Welt, dem Ersten Zeitalter in Mittelerde. Es endet damit, daß der Held Frodo Beutlin den unheilbringenden Ring der Macht zerstört. Doch so paradox wie die Heldentat ist ihre Wirkung. Mit dem absolut Bösen fällt auch das absolut Gute: die Weisheit der Zauberer, die Schönheit der Elben und die harmlose Freundlichkeit der Hobbits.

Daß sein Mittelerde nur eine Phantasiewelt war, hat John Ronald Reuel Tolkien niemals gestört. Denn das, was er darin zum letzten Mal aufleben ließ, war durchaus real: das Erzählen in Überlieferungen und Mythen, das Pathos und der hohe Ton - eine Tradition, die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts ausgedient zu haben schien. Nicht umsonst nahm der Mediävist es übel, daß man sein Werk immer wieder als Allegorie auf den Zweiten Weltkrieg las. Daß Hitler die Verfilmung des "Herrn der Ringe" gemocht hätte, war kürzlich in einer Kritik des "Independent" zu lesen. Aber Tolkien hätte Hitler nicht gemocht. Als Vorbild für die Schurken seines Romans wäre er ihm zu mittelmäßig gewesen. Den Demagogen seiner Zeit widmet er nur eine Nebenfigur, Grima Schlangenzunge, der mit seinem Namen schon hinlänglich beschrieben ist. Und auch wenn wir kaum umhinkommen, Zeittypisches in den Büchern zu finden, bleibt deutlich, daß der Verfasser alles tat, um es zu vermeiden. Nichts Gegenwärtiges sollte ihm Vorbild sein. Er wollte ganz zurück, zu Gilgamesch, in das Dunkel der schriftlosen Zeit. So erfand er sich nachträglich seine eigenen Legenden und tat so, als seien sie die Quellen seiner Inspiration.

Der Erfolg ist bekannt. Was ein Ende bezeichnen sollte, schuf einen neuen Anfang. Millionen von Menschen traten seithin in die Welt der Tolkienschen Erzählkunst ein, darunter viele, die sonst wenig von Literatur halten, und viele auch, die den Autor als engstirnigen Reaktionär bekämpft hätten, wenn sie seine Studenten statt seine Leser gewesen wären. "Der Herr der Ringe" begründete ein neues Genre, dessen Autoren es bis heute zufrieden sind, Fußnoten zu Tolkien zu liefern. Man kann verstehen, daß sich fast vierzig Jahre lang niemand traute, den Roman zu verfilmen. Ralph Bakshi hat es 1977 mit einer Zeichentrickfassung versucht, die nicht schlecht war, aber wegen einiger Freiheiten bei der Anhängerschaft des Buchs nur Empörung auslöste und wenig beachtet in der Versenkung verschwand (F.A.Z. vom 13. Dezember).

Der Film, der heute weltweit anläuft, hat eine andere Dimension. Die amerikanischen Produzenten haben sich über die Bedenken des wenig cinephilen Tolkien-Sohns Christopher hinweggesetzt und mit zweitausendvierhundert Darstellern achtzehn Monate lang in Neuseeland gedreht. Dabei entstanden drei Filme mit Überlänge, die im Abstand von je einem Jahr gezeigt werden sollen. Der Regisseur Peter Jackson stammt aus Neuseeland, und Literaturverfilmungen waren bisher nicht sein Fach. Sein Werk umfaßt einige Splatterfilme und das Teenagerdrama "Heavenly Creatures". Ein Mann also, der sich nicht so leicht einschüchtern läßt. Das verbindet ihn mit Bakshi; und tatsächlich wurden auch beim neuen Film die Abweichungen von der Vorlage beklagt. Was denn mit Seite 53 sei, wollte ein Zuschauer auf der Londoner Voraufführung wissen; ein anderer erregte sich über Unterschiede bei der Haarfarbe. So geht es, wenn man sich an ein Buch heranwagt, das von seinen Verehrern als Bibel betrachtet wird.

Doch diesmal haben die Produzenten alles getan, um sich die Gunst der Tolkienianer nicht zu verscherzen. Der Film folgt dem Buch sklavisch genau, und wie bei "Harry Potter", dem anderen großen Fantasy-Film dieses Jahres, hat man das Gefühl, daß dem Regisseur die eigene Phantasie verboten wurde. Sein Auftrag war, möglichst viel aus dem ersten Band in die erste Folge zu pressen, und das ist ihm gelungen. Er illustriert die Handlung mit grandiosen Bildern. An keinem Detail wurde gespart. Nur Sensibilität läßt er schmerzlich vermissen. Es liest sich eindrucksvoll, wenn dem dunklen Herrscher Sauron ein lidloses Auge vor flammendem Grund zugeschrieben wird. Aber niemand wird überrascht sein, daß es im Film reichlich albern aussieht.

Nur an wenigen Stellen entfernt sich Jackson vom Wortlaut der Vorlage, etwa dort, wo er richtig erkennt, daß die böse Macht des Rings hervorgehoben werden muß. Doch von allen filmischen Mitteln wählt er das unglücklichste: Er läßt den Ring flüstern. Auch die Schauspieler kommen nicht recht zum Zug - teils, weil man sie wie Liv Tyler nur einmal rasch durch das Bild reiten läßt, teils, weil sie wie Ian McKellen als Zauberer Gandalf dick auftragen müssen, um gegen die Spezialeffekte und ihren Bart zu bestehen.

"Der Herr der Ringe" ist nachgerade ein Lehrbuch der klassischen Erzählformen vom Epos bis zum Lied. Opulente Schlachtengemälde stehen neben dürrer Entsagungsprosa. Der Film dagegen kennt nur einen Ton, und der wird vom Willen zum Pomp und vom Zwang zur Eile diktiert. Pausenlos wabert Musik, und die Einstellungen geraten so kurz, daß man sich an einen Diavortrag erinnert fühlt. Gollum wurde in Mordor gefoltert, sagt Gandalf, und wir sehen eine Sekunde lang, wie Gollum in Mordor gefoltert wird, um gleich darauf wieder in eine behagliche Hobbithöhle zu blicken.

Aber so handlungsreich das Buch auch ist, liegt sein Geist doch gerade in den Abschweifungen, den seitenlangen Ausführungen über die Dialekte der elbischen Sprache und die Vorzüge des auenländischen Pfeifentabaks. Sie offenbaren eine Besessenheit des Autors von der eigenen Schöpfung, die sich auf den Leser überträgt. Wer sie wegläßt, begibt sich in die Nachfolge jener Literaturverhunzer, die meinten, "Moby Dick" zu verbessern, indem sie die walkundlichen Abschnitte strichen. Man versteht, was Tolkien meinte, als er im Vorwort schrieb, sein Buch sei zu kurz. Doch wie kurz ist dann erst dieser Film?

Daß man den Roman, wenn man ihn mag, oft liest und immer etwas Neues entdeckt, hat einen Grund, über den keiner seiner Bewunderer gern spricht: Man liest ihn nämlich nicht gründlich und erlaubt sich bisweilen, ein paar Absätze zu überspringen. Das ist keine Schwäche des Buchs, das ja nichts weniger sein will als ein durchkomponierter, "moderner" Roman. Im Gegenteil: Der Leser, der es noch nicht wußte, lernt hier, daß er der Herr über seine Lektüre ist, daß er aus dem Angebot des Erzählers so frei schöpfen kann, wie der aus der Fülle des Überlieferten schöpft. Der Film hat diese Möglichkeit nicht. Er scheucht sein Publikum im Schweinsgalopp durch die fünfhundert Seiten und bricht dann einfach ab, obwohl die Handlung zu keinem Abschluß gekommen ist. Die Fortsetzung folgt Weihnachten 2002.

Mit diesem abenteuerlichen Kalkül und mit nichts sonst wird "Der Herr der Ringe" Filmgeschichte schreiben. Aber es ist die Geschichte der Kapitulation eines Mediums vor einem anderen. Jackson hätte aus diesem Monolithen von einem Buch seinen "Herrn der Ringe" meißeln müssen, und wenn die Tolkien-Gemeinde unter Flüchen aus den Kinos gestürmt wäre. Statt dessen schneidet er ihn in drei Teile und baut ihn in Hollywood wieder auf wie ein Fundstück aus einer vergessenen Welt. Dieser Anfang markiert das Ende einer Dichtung, die vom eigenen Erfolg erdrückt worden ist. Man darf annehmen, daß die Rechnung trotzdem aufgeht. "Der Herr der Ringe" wird einmal einen sehr erfolgreichen Fernsehmehrteiler abgeben, und man wird finden, daß er sich in diesem Rahmen hervorragend macht. Doch die Chance, ein großes Werk mit einem großen Film zu ehren, ist vertan. Der Versuch kam wohl einfach zu spät.
(Quelle: Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)

So long,
Calexa
Antworten
sonntagnacht:

geh lieber ins kino, als solchen

 
19.12.01 15:59
käse zu verbreiten: film ist spitze (für jung und alt)
Antworten
calexa:

Das ist immer das Problem

 
19.12.01 16:04
mit Filmkritiken aus dem Feuilleton der FAZ: Die versuchen, geistigen Anspruch in allen Filmen zu finden. Wenn das nicht gelingt, wird der Film verrissen. Mir scheint auch, daß hier ein heimlicher Fan wohl persönlich vom Film enttäuscht war.

Ich selber bin schon sehr gespannt, habe das Buch mehr als 10 mal gelesen und werde ihn mir in der nächsten Woche anschauen (erst mal ein bißchen den großen Ansturm abwarten. Hier in Würzburg sind die guten Plätze schon für die nächsten Tage ausverkauft).

So long,
Calexa
Antworten
Bob Dylan:

Was ich am schlimmsten finde,

 
19.12.01 16:26
ist der ständige Vergleich mit Potter. "Hotter than Potter" und der ganze Quatsch. Das berührt mich deswegen so, weil ich auch Harry Potter gelungen finde, sowohl das Buch als auch den Film. Nur kann man diese beiden Werke doch nicht einmal ansatzweise einem Vergleich unterziehen.
Ich guck mir den Herrn der Ringe übrigens am Samstag an und bin auch schon sehr gespannt.

Gruß
Bob
Antworten
calexa:

Der Spiegel ist voll des Lobes

 
19.12.01 16:49
Phantastisch, praktisch, gut: Die Tolkien-Trilogie "Der Herr der Ringe" sei nicht verfilmbar, hieß es. Regisseur Peter Jackson hat mit hartnäckiger Ausdauer und einigen mutigen Kunstgriffen das Gegenteil bewiesen - und ein großes Kinoerlebnis geschaffen.

Natürlich hätte Hitler diesen Film gemocht. Da mag der Filmkritiker der linksliberalen Zeitung "The Independent" schon Recht haben. Denn schließlich strotzt der erste Teil der mythologisch angehauchten Trilogie "Der Herr der Ringe" nur so von großartigen Gesten und Landschaften, miesen Kreaturen und übernatürlicher Schönheit. Hitler hätte Regisseur Peter Jackson nach der Premiere cäsarisch ins Ohr gekniffen und ihn gebeten, fortan Filme für den Führer zu drehen. Dennoch wirbelt der Schreiber des britischen Blattes mit seiner Aussage nur noch den Staub einer gestrigen Debatte auf. Führer hin oder her, die Geschichte des kleinen Mannes, der sich ins Herz des Bösen begeben muss, um die Welt zu retten, ist ein mächtig beeindruckendes Werk.

Dabei gab es nicht wenige Befürchtungen: "Herr der Ringe"-Autor J. R. R. Tolkien selbst hatte schon zu Lebzeiten gegen die "schulmeisterliche" Art der Produktionsfirmen gewettert, die seinen Stoff verfilmen wollten, sein Sohn Christopher hielt noch viel weniger von der Idee, und der erste Versuch einer filmischen Adaption geriet zum finanziellen Desaster - er hörte einfach in der Mitte auf. Zudem hatten die unzähligen Tolkien-Jünger nicht nur leise Zweifel daran, dass sich ihre Bibel fangerecht ins Kino bringen lassen könnte. Nicht ganz zu Unrecht.

Denn auch Peter Jackson hat sich nicht exakt an die Vorlage gehalten. Ganze Kapitel und Jahre fallen weg, Dialoge werden nur bruchstückhaft übernommen und Handlungsstränge filmisch hingebogen So küsst die Elbenprinzessin Arwen Abendstern (puderzuckersüß: Liv Tyler) plötzlich schon im ersten Teil den Mann ihrer Wahl. Im Buch kriegt er sie erst im dritten Teil, der aber erst in zwei Jahren in die Kinos kommt - aber wer wird schon so lange auf die Liebe warten wollen.

Doch gerade in der vollen Ausschöpfung seiner künstlerischen Freiheit hat Jackson zumindest den Nichtlesern einen großen Gefallen getan. Er berichtet von der Geschichte des Hobbits Frodo Beutlin wie jemand, der das Buch vor Jahren gelesen und wohlig seufzend wieder ins Regal zurückgestellt hat. Nun schlägt er das Buch im Kopf wieder auf, und erzählt genüsslich das heiß geliebte Märchen so, wie er es behalten hat: in den schillerndsten Farben und groben Zügen, von A nach B.

Ein überraschend simples wie logisches Konzept. Die Geschichte des Ringes und der zugehörigen Völker sind bei Tolkien in klein gedruckten Anhängen und bruchstückhaft in Dialogen nachzulesen. Jackson setzt hingegen eine zehnminütige Voice-Over-Sequenz an den Anfang, die erläutert, dass der dunkle Herrscher Sauron den Ring des Bösen geschmiedet hat und von den Völkern niedergeworfen wurde. Der Ring wurde von dem Hobbit Bilbo wiedergefunden und muss jetzt von seinem Mündel Frodo mit Hilfe von acht Gefährten vernichtet werden - denn dann ist auch Sauron endgültig weg vom Fenster. So einfach ist das.

Das sagt sich so. Wie aber bringt man jene neun Gefährten überzeugend auf die Leinwand? Vier Hobbits, zwei Menschen, ein Zwerg und ein Elb werden von einem Zauberer angeführt, um die Welt zu retten. Da ziehen selbst hartgesottene Freunde des phantastischen Films die Augenbrauen hoch. Aber Jackson hat sechs lange Jahre für seine Mär gekämpft, um auch dieses multikulturelle Figurenkabinett glaubhaft auf Zelluloid bannen zu können. Das liegt nicht zuletzt natürlich auch an Tolkiens Vorlage, in der alle Figuren über einen zweischneidigen Charakter verfügen - oder wie es die "Bild"-Zeitung ausdrückt: "Alle sind gut und böse."

Das bietet Reales im Phantastischen, und zu diesem Zweck sind die Darsteller gut gewählt: Der Magier Gandalf wird von Ian McKellen, und nicht - wie ursprünglich angedacht - von Sean Connery dargestellt. Letzterer hätte der Figur zwar jenen ausgeprägten Hang zur Eitelkeit verpasst, der ihr literarisch gegeben ist, dafür hält sich McKellen angenehm bezaubernd zurück. Dies wiederum lässt Raum für den gefallenen Zauberer Saruman, den Christopher Lee blitzenden Auges darstellt. Der hat Spaß dabei - und das sieht man.

Sogar dem bescheidenen Held des Filmes, Aragorn (Viggo Mortensen), nimmt man sein schweres Dasein ab, König werden zu müssen, für das Gute zu kämpfen und zwischendurch auch noch aufs Kitschigste seine Arwen zu knutschen. Vielleicht liegt seine Überzeugungskraft an seinen beständig schwarzen Fingernägeln - Held sein ist keine Freude, sondern ein dreckiges und anstrengendes Geschäft.

Dies gilt auch für Frodo Beutlin (Elijah Wood). Große Begeisterung ist ihm nicht anzumerken, wenn es darum geht, seinen heroischen Weg zu beschreiten, stattdessen fürchtet er sich durch den ganzen Film hindurch und blickt großen blauen Auges in seine ungewisse Zukunft. Keine wirklich beeindruckende Leistung. Aber wie Tolkien selbst schon richtig bemerkte: "Frodo ist nicht wirklich interessant. Er hat ein hohes Ansinnen und eine Berufung."

Ausgesprochen interessant hingegen sind die Figuren der Elbenkönigin Galadriel (Cate Blanchett) und Bilbo Beutlin (Ian Holm). In ihnen manifestiert sich Jacksons retrospektive Erzählart bezüglich der eindrucksvollsten Szenen des Buches, ob derer sich auch Tolkienisten ihre Hände reiben können. Galadriel ist übermächtig und mit Vorsicht zu genießen: Entsprechend verpasst Cate Blanchett der Herrscherin solch gefährliche Untertöne, dass es bei einer simplen Frage ihrerseits dem Zuschauer kälter über den Rücken läuft, als wenn sie sich tricktechnisch in eine Banshee verwandelte.

Bilbo Beutlin wiederum ist für die gruseligste Szene des Filmes verantwortlich, mögen noch so viele alienartige Orks und apokalyptische Ringgeister von "Braindead"-Regisseur Jackson fachgerecht unter der enervierenden Musik von Howard Shore über die Leinwand gejagt werden. Im gemütlichen Gespräch mit Frodo versucht der ehemalige Ringträger Bilbo noch einmal einen Blick auf seinen "Schatz" zu werfen und verwandelt sich urplötzlich in eine gierige Fratze. Selbst im Buch ist dies nur eine Vision in Frodos Kopf - im Film gefriert einem das Blut.

So ist dem neuseeländischen Independent-Filmer das gelungen, was man lange nicht mehr gesehen hat: einen dreistündigen, unglaublich detailverliebten Film zu drehen, dessen Spielzeit wie im Fluge vergeht und den Kinogänger offenen Mundes entlässt. Tolkien könnte zufrieden sein: Das literarisch als "Bestes unter den Schlechtesten" beleumdete Basiswerk alles Phantastischen ist als solches nun in den Kinos zu sehen.
(Quelle: Spiegel.de)

So long,
Calexa
Antworten
Katjuscha:

Das ist ja lustig !!!!!!!!!!!!!! "Der Spiegel"

 
19.12.01 17:13
In der Printausgabe vom Spiegel steht genau das umgekehrte! Dort wird der Film richtig verrissen, als das schlimmste Machwerk des Jahrhunderts!

Die Überschrift "Murks in Mittelerde´" deutet das bereits an, aber der Artikel strotz gerade zu vor Beleidigungen!
Auszug (Ende des Artikels): "im Auenland gibt es Tolkien zufolge ein Museum, das Mathom-Haus, denn alles, wofür die Hobbits keine Verwendung hatten, das sie aber auch nicht wegwerfen mochten, nannten sie ein Mathom. Peter Jacksons -Herr der Ringe- wäre im Mathom-Haus gut aufgehoben."

Diesen "differenzierten" Beitrag verfasste Martin Wolf!

Antworten
calexa:

Das ist ja interessant

 
19.12.01 23:03
Dann unterscheiden sich ja die Beiträge in der Print- und der Online-Ausgabe ganz erheblich.
Das ist aber eigentlich nicht üblich, oder?

So long,
Calexa
Antworten
brudini:

Film ist wirklich spitze

 
19.12.01 23:19
Habe gestern Nacht das Vergnügen gehabt bei der ersten Aufführung dabei sein zu dürfen. Der Film erfüllt die Erwartungen absolut. Die Vermischung von realen Aufnahmen und Computereffekten ist in brillianter Art und Weise gelungen.
Die Schauspielerleistungen sind ebenfalls von größter Beachtung. Sowohl der Altmeister Christopher Lee als böser Zauberer, als auch der Hauptdarsteller Elijah Wood als Frodo spielen überzeugend.

Diese Verfilmung des Buch-Klassikers wird wohl bei der anstehenden Oscarverleihung im Frühjahr so manchen Preis kassieren können. Mein Tipp: Ein Oscar für die Computer- bzw. Special-Effects, ein Oscar für den Hauptdarsteller Elijah Wood (wohl als bester Nachwuchsdarsteller) und ein Oscar für den besten Film.

Obwohl ich kein Fantasy-Fan bin, habe ich mich in der vergangenen Nacht überzeugen lassen. Es kommt nur auf die Art und Weise der Verfilmung an.
Also, ab ins Kino - es lohnt sich wirklich.
Antworten
MaxCohen:

Komme gerade aus dem Kino...

 
20.12.01 00:34
und bin durchaus entzückt. Auch ich bin kein Fantasy-Fan, aber der Film konnte mich trotzdem fesseln, denn selbst wenn man der Story nichts abgewinnen kann, darf man sich an den wunderbaren Bildern ergötzen. Tricktechnisch auf jeden Fall state of the art, aber das hat man ja erwartet. Was mich aber ein wenig gestört hat, war die Musik, die dann doch meistens etwas zu dick aufgetragen hat, und außerdem in den ruhigen Momenten sehr an Titanic (glaub ich) erinnert hat. Was die Schauspielerleistungen betrifft, kann ich mich ohne wenn und aber der obigen Spiegel-Kritik anschließen, vor allem Cate Blanchett als Galadriel überzeugt auf voller Linie. Aber alle Interessierten werden sich eh ein eigenes Bild machen.

Grüße Max
Antworten
brudini:

@MaxCohen

 
20.12.01 00:47
Bei der Musik kann ich Dir nur zustimmen. Dafür kann man keinen Preis ernten. War etwas zu traurig, aber nur mein einziges Negativ-Kriterium dieses Films.
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--