Für die US-Regierung und Atomkraft-Befürworter sind sie der Beweis, dass Atomkraft in den USA eine Zukunft hat; für Gegner sind sie ein Beleg des Scheiterns: Denn ursprünglich sollten die beiden Reaktorblöcke bereits 2017 ans Netz gehen und 14 Milliarden US-Dollar kosten, nicht 30 Milliarden. Der Konstrukteur der Anlage, der Konzern Westinghouse, ging durch den Bau bankrott. Ein vergleichbares Projekt in South Carolina konnte er nie fertigstellen. Und für Kunden von Vogtle-Betreiber Georgia Power sind die Stromkosten mit der Inbetriebnahme der neuen Blöcke auch nicht gefallen, sondern gestiegen, um die Mehrkosten wieder reinzuholen.
Kernkraftwerke schneiden ihm zufolge nicht gut ab, sie werden im Schnitt fast 120 Prozent teurer als geplant. Beim Bau von Windparks steigen die Kosten dagegen nur um 13 Prozent, beim Bau von Solarparks sogar nur um ein Prozent.
Der Grund ist keine große Überraschung: Atomkraftwerke benötigen viele teure Spezialbauteile, außerdem gelten für Kernreaktoren sehr viel höhere Sicherheitsvorgaben als für Windkraftanlagen oder Solaranlagen, die man auf dem Dach installieren kann - erst recht seit den Atomunfällen von Tschernobyl und Fukushima.
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