die grünen wollen das ehegattensplitting

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C.F.Gauss:

Ehrlich, das verstehe ich nicht! Warum sollte

 
04.10.02 23:31
keine zweite Person in der Wohnung sein? Ist halt eine Freundin, die auf Besuch ist. Zum Zweiten kenne ich Leute, die das schon lange so machen und wo es wunderbar funktioniert. Etwas Geschick ist dann eben angebracht, aber ein verheiratetes Paar kann nichtmal dran denken, Sozialhilfe zu beantragen.

Und mal ganz abgesehen davon. Nehmen wir mal an, Rot-Grün würde das mit dem Splitting durchziehen und ab 45000€ kappen, mit dem Geld kannst Du in München nicht mehr leben (mit Kindern). Das würde für viele bedeuten, aus München wegziehen zu müssen und die Kinder in Ganztagesstätten schicken zu müssen. Daß das Kindergeld dann angehoben wird, davon war nicht die Rede und das werden sie auch nicht machen.

Summasummarum: Es wird zum Betrug förmlich aufgerufen und Du kannst Dich drauf verlassen, daß das auch gemacht wird, so wie jetzt schon.  
Antworten
Karlchen_I:

Wat is dabei gerecht? Verteilung auf Kosten....

 
04.10.02 23:32
der Allgemeinheit?
Antworten
C.F.Gauss:

??? Welche Kosten für die Allgemeinheit???

 
04.10.02 23:37
Die Kosten für die Allgemeinheit sind höher, wenn es kein Ehegattensplitting gibt.
Antworten
MadChart:

@Karlchen

 
04.10.02 23:40
Wat gerecht is?

Ganz einfach:

Hier  unserem Lande bezahlst Du auf dein Einkommen 'x' einen Steuersatz 'y', egal, ob Du das Einkommen als Student, Familienvater, oder was auch immer erwirtschaftet hast.

Und zwar immer nach der Einkommensteuertabelle. Die is unterm Strich gleich, egal ob gesplittet oder nich.


Gruesse

MadChart
Antworten
MadChart:

Mist!!! nach "Hier" fehlt ein "in" o.T.

 
04.10.02 23:42
Antworten
Karlchen_I:

@Mad, Gauss: Verstehe ich nicht.

 
04.10.02 23:50
Also das gesamt Familengedöns abschaffen. Was man noch akzeptieren sollte. Wenn bei einem kinderlosen Ehepaar ein Partner für den anderen sorgen muß, dann kann hier über die außerordentlichen Aufwendungen was steuerlich abgesetzt werden.

Ansonsten: Nur wenn Kinder da sind, gibt es steuerliche Vorteile. Wo ist da das Problem?
Antworten
Loepi:

Vielleicht

 
05.10.02 00:06
kommt ja in nächster Zeit doch mal
was vernünftiges von Schröder, versprochen
hat er ja dran zu denken da er aus einfachen
Verhältnissen erwachsen ist und sich
immer daran erinnern wollte.

Man soll die Hoffnung nie aufgeben.

Löpi

Antworten
Rexini:

vieleicht müßte man die obergrenze

 
05.10.02 08:48
regionsbezogen anordnen.
wenn ich nachweislich in münchen lebe ist die grenze höher als wenn ich im tiefsten osten lebe.
aber das würde warscheinlich wieder zu sozialer ungerechtigkeit ,neid und betrug führen.
Antworten
callput:

scheidung ist billiger,

 
05.10.02 09:33
wenn man den zugewinn mit einrechnet.
Antworten
C.F.Gauss:

Aber Karlchen, das macht doch keinen

 
05.10.02 09:55
Sinn! Der Ehevertage ist BINDEND, egal, ob der andere versorgt werden muß, oder nicht. Was ist z.B. mit Ehepaaren, die Kinder großgezogen haben und wo die Mutter dann mit 55 Jahren keine Stelle mehr suchen will bzw. auch keine bekommt? Für die wäre das ein Schlag vor den Kopf. Und das mit den Sozialhilfeproblemen ist dadurch in keiner Weise aus der Welt geschafft. Was ist denn nun, wenn eine Mutter mit ihrem Partner Kinder hat, natürlich verstehen sie sich nicht und leben nach ihren Angaben getrennt. Sie bekommt Sozialhilfe für sich und ihre Kinder und der Partner geht normal arbeiten? Das kann man nicht verhindern, und das wird auch gemacht. Warum wurde denn das Ehegattensplitting bisher nicht angetastet? Gerade deswegen, weil Ehepartner sonst schlechter gestellt würden. Das Bundesverfassungsgericht hat derartige Vorhaben schon öfters abgeschmettert und wird es auch hoffentlich wieder tun.

Und wenn Du von Familiengedöns redest, dann heißt das für mich ganz klar, daß hier Familien in Deutschland nicht mehr erwünscht sind. Alles was über das allgemeine Gleich- und Gerechtigkeitsprinzip hinausgeht, ist schlecht und gehört abgeschafft. So funktioniert das nicht.

rexini: Regionsbezogen...etc...da fängt das doch schon wieder an mit Bürokratismus usw., der soll doch vermindert werden.
Antworten
Trader:

Das antiquierte Steuerrecht

 
05.10.02 10:44


Leitartikel

Von Konrad Adam, DIE WELT

Von den drei Wegen, die sich zur Sanierung der notgeplagten Staatskassen anbieten, hat der Kanzler den ersten, die Neuverschuldung, zunächst einmal ausgeschlossen. Auf den zweiten, den über höhere Steuern, hat er die Länder verwiesen, die kurzsichtig genug waren, mit solchen Gedanken öffentlich herumzuspielen. Damit bleibt für den Kanzler und seine Regierung nur noch der dritte Weg, das Sparen. Oder, wie er das selbst ausdrückt: das Abschmelzen von Privilegien und Subventionen.

Als erstes Opfer ist das Ehegattenspitting ausersehen. Dies Verfahren, bei dem das gemeinsam erzielte Einkommen fiktiv durch zwei geteilt und erst dann versteuert wird, gilt als ungerecht, weil durch das Auseinanderfallen von Ehe und Familie die recht erheblichen Steuervorteile, die sich beim Splitten ergeben, immer seltener der Familie und immer häufiger der kinderlosen Ehe zugute kommen: in der Tat eine Fehlsubvention, da ja nicht einzusehen ist, warum die Existenz der vielzitierten Frau an seiner Seite - des Mannes an seiner Seite übrigens auch! - aus öffentlichen Kassen unterstützt werden sollte.

Um diesem Missstand abzuhelfen, gibt es einen einfachen Weg: das Ehegatten- zum Familiensplitting zu erweitern. Das Einkommen wäre dann, bevor es versteuert wird, nicht mehr durch zwei, sondern durch die Zahl der insgesamt zu versorgenden Personen, der Kinder also auch, zu teilen. Das Steuerrecht würde damit nachholen, was im Sozialhilferecht, das jedes Familienmitglied einzeln berücksichtigt und einzeln begünstigt, schon heute üblich ist. Die deutsche Gesetzgebung krankt an dem ärgerlichen Widerspruch, dass der Staat die Eltern zu Unterhaltsleistungen verpflichtet, die er beim Festsetzen der Steuerschuld entweder gar nicht oder nicht angemessen berücksichtigt. Ein Arbeitszimmer ist absetzbar, ein Kinderzimmer nicht: warum?

Antiquiert ist eben nicht nur das Ehe- und Familienrecht, das Steuerrecht ist es auch. Obwohl die Einwohnerstatistik längst das Gegenteil ausweist, tut der Gesetzgeber so, als wäre das Zusammenleben mit Kindern die Regel. Dass Singles und kinderlose Paare den Lebensstil prägen und beim Konsum, beim Reisen und beim Wohnen die Maßstäbe setzen, mit denen Kinderreiche auch dann nicht mithalten können, wenn sie das wollten, findet im Steuerrecht kein ausreichendes Echo. Der Kanzler selbst spricht immer wieder so, als käme es vor allem darauf an, den Ausgleich zwischen Kindern aus reichen und bedürftigen Elternhäusern herzustellen, nicht den zwischen Paaren mit und ohne Kinder.

Die richtige Antwort darauf wäre ein Steuerrecht, das den Grundsatz der Belastungsgerechtigkeit dadurch zu erfüllen sucht, dass es sich bei der Höhe der Abgaben stärker als bisher an der Zahl der zu versorgenden Menschen orientiert. Also darauf verzichtet, durch das Austeilen von irgendwelchen Almosen den gebeutelten Familien einen Bruchteil von dem zurückzugeben, was das Finanzamt ihnen vorher aus den Taschen gezogen hat. Die Regierung soll sich nicht als Vormund aufspielen, in der Erziehung schon gar nicht, sondern den Eltern soviel lassen, wie sie brauchen, um ihre Kinder nach ihren Vorstellungen heranwachsen zu lassen. Davon nämlich dürften die meisten Eltern immer noch mehr verstehen als die Sozial-, Verteilungs- und Familienpolitiker in den Parteien.

"Für uns stehen die Kinder im Mittelpunkt", heißt es in den familienpolitischen Grundsätzen der SPD. Für die Eltern, sollte man hinzusetzen, erst recht. Wenn es die SPD Ernst meint, hätte sie etwas für Eltern zu tun, die etwas für Kinder, für ihre Kinder tun wollen. Mehr Betreuung ist dafür nur die eine Voraussetzung, die andere wäre ein ungefährer Ausgleich für das, was Eltern ja nicht nur zum eigenen Vergnügen, sondern zum Vorteil aller, vor allem auch der Kinderlosen, für ihre Kinder tun. Erst wenn die Entscheidung für Kinder nicht mehr das Abdriften an den Rand der Gesellschaft bedeutet, wäre das große Ziel, Wahlfreiheit zwischen Familien- und Berufsarbeit herzustellen, annähernd erreicht.

Die Aufzucht von Schweinen sei eine volkswirtschaftlich wünschenswerte Tätigkeit, hat Friedrich List einmal gesagt, die von Kindern nicht. Das war ein Sarkamus. Aber die Familienpolitiker haben ihn ernstgenommen, und manche scheinen das heute noch zu tun.

Dieser Artikel spricht mir aus der Seele!!!

Gruß
Trader
Antworten
post:

@all, schon komisch, dass 10 Tage nach der

 
05.10.02 11:28
Wahl keiner mehr Schröder undd Konsorten gewählt haben will! Ich kann mich nur wundern. Ich hoffe, dass Schröder und seine Kumpane den roten Wählern jetzt noch einmal so richtig zeigen, wohin es geht. Ich, für mich, habe mich schon vor langer Zeit darauf eingestellt und meine Koffer fast fertig gepackt.Bei so einem Lügenpack sehe ich keine Zukunft für meine Kinder.  Gruss
Antworten
maxperforma.:

die Ehe ist das einzige

 
05.10.02 11:38
'Sozialsystem' in Deutschland das funktioniert
auch Dank des Splittingvorteils. Ein Familiensplitting
wäre sicher noch sinnvloller.

Komisch dass Rot-Grün hier ansetzen will und uns in den anderen Sozialsystemen
(Rente, Gesundheit), die bald kollabieren sehenden Auges zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung an die Wand fahren läßt.
Was kommt als Nächstes? Abschaffung der Witwenrente (ab 40.000 € Jahreseinkommen des Verstorbenen), Abschaffung der Mitversicherung
von Familienangehörigen in der GKV? (ab xx.€ Jahreseinkommen)??

Der Hintergrund ist, dass rot-grün die klassische Familie (verheiratet)
unattraktiv machen will, Hausfrauen zur Arbeitsaufnahme drängen will
- in Jobs, die es momentan nicht gibt - und dadurch eine Nachfrage Ihres
Systems der Ganztags-Kinderbetreuung schaffen will.

Das System der privaten Vorsorge ist immer effizienter als jegliche
staatliche Regularien - sieht man auch in der Rentenpolitik.
Ich bin nicht verheiratet und als ökonomisch denkender Mensch
sehe ich in absehbarer Zeit nur finanzielle Pflichten und
Risiken ohne Kompensationsmöglichkeiten und daher eine Schlechter-
stellung ggü. Singles und Alleinerziehendenden

Heiraten wird zum Luxus für die ganz Reichen
Die Familienpolitik von Rot-Grün ermutigt zu Transferempfängerdenken und
nicht zur finanziellen Selbstverantwortung in der Familie

Genau das falsche Signal in dieser Zeit
Antworten
Quigley:

Soso.. :o)

 
05.10.02 12:12
...

da soll also eingeschränkt oder abgeschafft werden...

Und der politisch gebildete Pöbel dreht wieder am Rad, diskutiert über Sinn und Unsinn und am Ende kommt sowiso nichts dabei raus.

Leute, woher soll eine Regierung auf Dauer Geld beziehen, wenn nicht am Ende wieder von den Bürgern, die die Masse darstellen?

Nachdenken! Nicht gleich loswettern.

Und dass es wieder etwas gibt, das gestrichen oder gekürzt werden soll, das nervt natürlich besonders, gelle?

Was wollt ihr denn?

Einen König der auf dem Ross zu jedem von euch geritten kommt, und im seinen Zehnt wieder gibt? Wacht auf!

Und sind wir mal ehrlich. Das was ihr dadurch "verliert" dafür findet ihr doch sicherlich Ersatz!

da gibt es so viele Schlupflöcher....oder wie wäre es mit Rauchen aufgeben? :o)Bringt mindestens 50€ im Monatersparnisse.
Oder weniger mit dem Handy telefonieren? Locker weitere 30€....

Aber das geht an Euer Freiheitsempfinden."Wozu sollte ich...."

Ihr führt Euch auf wie kleine zickige Hofpomeranzen, kaum geht es Euch an den Beutel.

Es grüßt ein amüsierter,

Quigley :o)




Antworten
Trader:

Ehe-Schutz aus Karlsruhe

 
05.10.02 12:34

Von REINHODL MICHELS

DÜSSELDORF. Den Grundstein für das steuerliche Ehegatten-Splitting legte 1957 das Bundesverfassungsgericht: Aus Artikel 6 des Grundgesetzes (Schutz von Ehe und Familie) verbiete sich eine Benachteiligung von Verheirateten; deren Bevorzugung mache Artikel 6 jedoch möglich.

1982 fügte das höchste Gericht in Karlsruhe dem Grundstein von 1957 juristische Stützpfeiler zu Gunsten des Ehegatten-Splittings hinzu: Das Splitting stelle keine beliebig veränderbare Steuer-"Vergünstigung" dar. Es orientiere sich vielmehr sachgerecht - bei aller Gestaltungsbefugnis des Gesetzgebers - am Schutzgebot des Artikels 6 der Verfassung und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Ehepaare. Das Ehegatten-Splitting wurde vom Bundesverfassungsgericht auch als eine Möglichkeit gesehen, Familienarbeit zu honorieren. Zwar darf nach der Entscheidung "Karlsruhes" das Steuerrecht nicht den Effekt haben, "die Ehefrau ins Haus zurückzuführen". Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass mit steuerpolitischen Entscheidungen des Gesetzgebers, wie etwa der Streichung oder Kappung des Ehegatten-Splittings, nicht der umgekehrte Effekt verfolgt werden darf: nämlich den bislang zu Hause arbeitenden Ehepartner in eine Erwerbsarbeit zu drängen.

1999 ging das Bundesverfassungsgericht noch einen Schritt weiter beim Rechtsschutz für Ehe und Familie. Die Richter bestimmten, dass Ehegatten-Splitting und Kindergeld nicht mehr als ausreichender Ausgleich für diejenigen Kosten angesehen werden können, welche durch das Aufziehen von Kindern entstehen.

Vor dem Hintergrund dieser Rechtssprechung dürfte es der rot-grünen Berliner Regierungskoalition schwer fallen, eine Kappung des steuerlichen Ehegatten-Splittings verfassungsrechtlich einwandfrei durchzusetzen.
Quelle: Rheinische Post

Ein schönes Wochenende!
Gruß Trader  die grünen wollen das ehegattensplitting 807016hennes.esmartweb.com/animierte%20gif-dateien/smily5.gif" style="max-width:560px" >
Antworten
maxperforma.:

@ trader

 
05.10.02 14:12
sehr interessant

@quigley

denk du lieber mal nach -
und versuch mal die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge
zu verstehen (auch wenn es für Deine Gruppe weh tut).
Es ist nicht immer richtig nur die Einnahmenseite zu betrachten
Irgendwann ist die Schraube überdreht.

Wenn der Staat ständig nur die belastet, die Arbeit geben
und nehmen wird der Wirkungsgrad der Arbeit immer geringer.
Und dadurch gibt es mit jeder Steuererhöhung oder Erhöhung
der Lohnnebenkosten ein Klientel an Arbeitnehmern oder -gebern

für die das Arbeitnehmen oder -geben einen negativen Grenznutzen
bekommt.
Folge es wird weniger gearbeitet oder aufgehört zu arbeiten oder
Arbeitsplätze werden abgebaut.

Daher ist es auch an der Zeit mal die Kostenseite des Staates zu betrachten,
wie es für jedes Unternehmen selbstverständlich wird. Man muss
auch hinterfragen dürfen ob der - oft missbrauchte - Sozialstaat in dieser
Form noch finanzierbar ist. Und so schonend wie möglich aber konsequent
sozialen Wildwuchs abbauen, bevor die letzten Trottel es Leid sind
für die anderen mit zu arbeiten und zu Hause bleiben.

also amüsier dich weiter
und lebe auf Deiner 'Heile-Welt-Insel'
spätestens wenn die Sozialsysteme krachen
bist auch Du betroffen

Kopf in den Sand ist natürlich weniger beunruhigend  
Antworten
Karlchen_I:

Dann mach ich mal den Radikalen......

 
05.10.02 14:54
und ziehe mal den ollen Lenin und die Verfassung der Sowjetunion raus. Da stand so was drin wie Pflicht zur Arbeit.

Das gilt natürlich generell. Da kann doch hier nicht jemand damit kommen, dass er für seine zu Hause herumlungernde, shopping-gehende salon-plaudernde oder tennisspielende Frau irgendwelche Steuervorteile bekommen kann. Was ganz anderes ist es dagegen, wenn Kindererziehung anfällt - das ist sozusagen gesellschaftliche Reproduktion.

Aber da wird immer über die Sozialhilfebezieher hergezogen, aber zugleich wird aufgekreischt, wenn es um den Abbau der Steuerprivilegien der häuslichen pralinenfressenden Pelztiere geht.
Antworten
Quigley:

Maxperformance

 
05.10.02 16:06
...

um es dir meinen Standpunkt ein wenig zu verdeutlichen:

ich lebe nicht auf einer insel, ich lebe in deutschland. aber vor allem lebe ich auf diesem planeten :o)
was also hindert mich, mein leben an einem anderen ort zu verbringen??
Wozu soll ich mich an Staatsgrenzen halten müssen?

Du hingegen scheinst sehr nationalitätsverbunden zu leben, du machst hier einen auf Deutschland-Retter und Vorstandsvorsitzender von Deutschland, strebst edle Ziele an, und am Ende sind wir viel ähnlicher als Du es wahr haben willst.
Wir sind beide auf unsren Vorteil aus, und sonst nichts :o)
Leugne es , wenn du willst... :o)

Du willst Dein Leben hier verbringen und mit deinem Kleinbürgertum schränkst du dein Blickfeld auf ein Land ein.

Das leben findet dort draussen statt, überall und zur gleichen Zeit.
Wenn du das kapiert hast, dann verstehst du, warum ich im gegensatz zu dir eine tatsächlich heile welt habe :o)

Viel erfolg beim sanieren,

Quigley
Antworten
C.F.Gauss:

Ich glaube, Quigley, Du hast einfach gar nichts

 
05.10.02 17:27
verstanden. Erstmal ist es eine Annahme von Dir, daß es hier hauptsächlich um Geld geht. Warum siehst Du nicht ein, daß es nicht darum geht, ein wenig an Lebensqualität einzubüßen? Ein funktionierendes System funktioniert eben nur deswegen, daß jeder sich einen Vorteil von etwas verspricht. Und das ist der Knackpunkt. Es geht darum, daß das System den Bach runtergeht, wenn niemand mehr einen Vorteil sieht, sich bis spät in der Nacht den Kopf über Dinge, die das Arbeitsleben betreffen, zerbricht. Und wenn es mal soweit ist, dann funktioniert hier gar nix mehr. Alle daraus folgenden Konsequenzen kann man sich ja dann ausmalen. Es fängt doch schon ganz klein an: Einem Arbeitnehmer, der gute Leistungen gebracht hat, wird eine Nullrunde zugemutet (klar, es muß gespart werden). Seine natürliche Reaktion darauf...warum sollte ich am Wochenende oder nach Feierabend zu hause noch etwas freiwillig arbeiten? Folgedessen geht es hier nicht darum, daß derjenige etwas weniger an Lebensqualität hat, sondern darum, daß seine Leistung nicht honoriert wird. Genau der gleiche Effekt ist, wenn einem an allen Ecken und Enden das Geld aus der Tasche gezogen wird und gerade dann, wenn man noch für andere sorgen muß. Die Leistung geht gegen Null und der Teufelskreis beginnt. Und das scheint hier niemand zu verstehen, obwohl es so einfach ist. Und ich spüre das in der Firma, in der ich arbeite und in meinem Bekanntenkreis. Und die logische Konsequenz z.B. aus einem Wegfall des Splittings ist, daß sich jeder fragt, wie er diesen Wegfall wettmachen kann, und sei es dadurch, daß er sich entschließt, nicht zu heiraten und keine Kinder zu bekommen. Ich werde das sicher nicht hinnehmen und ich werde alles dafür tun, den Staat so zu bescheißen, daß ich das Geld, das da wegfällt, wieder hereinkommt. Ist das dann besser?

Du redest von einem freien Planeten, toll für Dich. Nicht für alle ist es so einfach, wegzugehen und "an einem anderen Ort" wieder anzufangen. Vielleicht mache ich es auch noch, weil mir mittlerweile hier ziemlich viel zum Hals raushängt. Die letzten Jahre habe ich auch ziemlich viel geschuftet, aber wenn durch Neid und durch "sozial gerechte" Abgaben diese Arbeit nicht honoriert wird und dann zudem noch das Geld, das ich für die Familie brauche, knapper wird, dann tschüß. Ist das alles ein toller Effekt? Wieso wird denn so etwas ignoriert? Das ist einfach pervers! Das eigene Volk zu vergraulen, wegen dummer, naiver Gleichmacherei und Ideologie.

Ich verstehe das nicht und ich werde das nicht hinnehmen.
Antworten
Quigley:

C.F.Gauss

 
05.10.02 18:11
...

lies bitte nochmals was du eben gepostet hast...

im ersten Absatz wirfst du mir vor nichts verstanden zu haben... pflichtest aber am ende wieder bei, dass es um geld geht.
Somit Geld = Lebensqualität ... Richtig...das ist schon so, seit die Menschheit begonnen hat Muscheln als Zahlungsmittel zu nutzen.

Im zweiten absatz kommst du noch viel näher an meine Denkweise heran.
Genau so ist es, es nervt, es ist ungerecht und es ist ein Grund sich anderswo ein Fleckchen Erde zum Leben zu finden. Auch diese Möglichkeit gibt es, wie Du selbst sagst. :o)

Zum thema das kann nicht jeder:

Was hält diesen "Jeder" davon ab?? Tagtäglich regen sich ganz besonders die Deutschen darüber auf, dass bettelarme "Ausländer" in ihr gelobtes Land strömen... die können das auch :o)

Wenn du wirklich etwas bewirken wills, wie du von dir behauptest, dann ist allerdings Ariva mit seinen 300 Leuten ein sehr besccheidener Anfang :o)

Geh in die Politik und ändere was...!! Aber hör um himmelwillen damit auf, hier deine Bestätigungen zu suchen.
Nochmals:
Wenn du etwas ändern möchtest, wie du sagts, dann geh in die Politik.

Ich schaue dem solange amüsiert zu, wie sich die leute mit ihrem Deutschen-Michel-Dasein plagen :o))

Grüße,

Quigley  
Antworten
court_jester:

@Gauss

 
05.10.02 18:32
Kannst Du noch etwas anderes, als Deine eigenen geistigen Mängel auf andere zu projezieren. Bitte wandere aus. Es wird schwer sein ein Land zu finden, dass alle Deine Wünsche erfüllt. Deine Ansprüche, wie Du sie dargestellt hast wären:

  • Es muss dort möglichst asozial zugehen, am besten nach oben kriechen und nach unten treten.
  • Das Land muss auf Atomkraftwerke setzen. Je mehr desto besser
  • Umweltschutz solte dort ein Fremdwort sein


Nur schade, dass Du in Ländern wie in den USA auch ordentlich zahlen musst. Allerdings kann ich Dich beruhigen. Dieses Geld fließt kaum in die Taschen der Obdachlosen und schlechter gestellten Menschen. Mit einem Rüstungsetat von 36,1 Milliarden Dollar für 2003 ist Dein Geld viel sinnvoller angelegt. Wen kümmert es schon, dass man die schlimmste Not weltweit mit 400 Milliarden Dollar beseitigen könnte. Also wander endlich aus.
Antworten
callput:

also @quigley und c.f.gaus

 
05.10.02 18:37
prinzipiell habt ihr beide recht, aber kann man dem ganzen (c.f.gauss)nicht
entgehen? ich habe vor 15 jahren meinen unijob an den nagel gehängt, gezockt,
meinen sohn - damals säugling - geschnappt und bin um die welt getourt, habe mich glücklich scheiden lassen - auch vor 15 jahren )und habe mich unabhängig gemacht und trotzdem schön weiter meine steuern in d abgetreten, hätte ich auch woanders machen können. um es mit nietsche zu sagen, es muß eine umwertung der dinge ( werte) stattfinden.
meine ganz subjektive meinung ist, jeder kann an seiner situation was ändern,
wenn er die bildung dazu hat, die möglichkeiten sind aber durch den dicken minimiert worden und sollten heute noch ausgebaut werden, hätte der ähh die
wahlen gewonnen. in den siebzigern gab es dieses michelgejammer bei weitem nicht so ausgeprägt wie heute, da gab es aber noch einen sozialen konsenz, der
heute fehlt.
dies hindert mich nicht daran, heute rot grün zu wählen oder pds und trotzdem meinem ideal von einer gerechten gesellschaft nachzuhängen und trotzdem sechsstellige beträge an den eichel zu überweisen.
ich weiss wo ich her gekommen bin.
und quigley, woanders ist nur das wetter besser aber die satire läuft in d ab
und deswegen, bitte bleib hier.

*g* callput
Antworten
Rexini:

habe heute gelesen

 
05.10.02 18:58
das der staat 160 milliareden an subventionen bezahlt,sind da nicht irgendwo 10 milliarden um unser system am laufen zu halten ohne schon wieder den bürger zu schröpfen.
Antworten
C.F.Gauss:

Quigley, irgendwie wiederholt sich jetzt

 
05.10.02 19:04
alles: Es geht NICHT um Geld, sondern um die Konsequenzen daraus, die entstehen, wenn jemand an Lebensqualität einbüßt aus einem Grund, den er nicht akzeptiert (es geht hier nicht um mich!). Natürlich nervt das, aber das ist nicht das einzige, sondern es ist vor allem die Befürchtung, daß das alles erst der Anfang ist. Und für viele Menschen, die hier Familie, einen festen Wohnsitz, einen festen Arbeitsplatz etc. haben, ist es eben nicht einfach, alles aufzugeben. Und es geht auch nicht darum, sondern darum, daß vor allem die, die mit der Honorierung ihrer Leistung unzufrieden sind, abwandern. Außerdem habe ich nicht gesagt, daß ich etwas bewirken will. Ich habe einen anstrengenden Beruf, Familie usw. und ich habe nicht die Zeit, in die Politik zu gehen. Dazu wähle ich die Politiker, damit die etwas machen. Wenn ich etwas ändern will, dann kann ich das aber immer noch leichter dadurch, daß ich woanders hingehe.
Antworten
C.F.Gauss:

@court_jester: Also gut, dann fangen wir halt

 
05.10.02 19:07
wieder mit Beleidigungen an:

Schlicht und einfach: Verpiß dich, du Idiot, wenn du nichts anderes zu tun hast, als dir eine neue ID für Beleidigungen zuzulegen. Arschloch.
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