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du scheinst meine Einstellung langsam begriffen zu haben.
Es ist richtig, das mir deutschland nicht wichtig ist. Es gibt für mich kein dasistdeutschland und das daneben dasistfrankreich.
Das sind alles nur kartographierte Grenzen, die sich Menschen selbst stecken.
Eine Eingrenzung von scheinbarem Besitz, mehr nicht...
Das Thema, die Problematik oder wie du es nennen magst, fängt viel weiter entfernt vom tellerrand horizont an.
Es ist vergleichsweise unwichtig, ob es in Deutschland ein Ehegattensplitting gibt oder nicht, oder was es letztendlich bewirkt oder auch nicht.
Dieser Thread war nur ein kleiner Anlass für meine Postings.
Versuch dir das mal einzugestehen, die Grenzen, von denen du und einige andere hier immer wieder sprechen, existieren nur in eurem Kopf.
Die verbundenheit zu dem was ihr geschaffen habt (Job, Haus, Auto, "Wohlstand")ebenfalls.
Genau diese selbsteinschränkung und gleichzeitige unzufriedenheit darüber, ist das was ich am "Kleinbürgertum" so faszinierend finde.
Ein richtiger kleiner Teufelskreis:
Der Tellerrand zu groß um zufrieden zu sein, und zu klein um die Möglichkeiten zu erkennen.
Von daher wirst du von mir keine sachlichen Argumente zum Thema Ehegattensplitting hören... Das einzige sachliche Argument das ich habe ist, dass der Grund für die Diskussion sowas von klein und nichtig ist, dass es nicht lohnt drüber zu sprechen.
du magst es für philosophieren halten..
Versuch mal dir Gedanken über dein Leben zu machen, zieh einfach mal Bilanz.
Was waren deine Wünsche, deine Hoffnungen und deine Probleme. Was würdest Du anders machen, auf was hättest du besser verzichtet und was stattdessen genossen?
wer waren deine Freunde, waren es Freunde? oder nur Bekannte?, wie willst du sterben? zufrieden alles erlebt zu haben, was du dir vorgestellt hast, oder staatsmännisch mit dem wissen "etwas bewirkt zu haben" in einem fragwürdigen System?
Wenn du das ernsthaft machst, und dieses Systemerhalten und Politisch-Engagiert-Sein etwas von der Ferne betrachtest, merkst du plötzlich, wie beschissen klein das Problem z.b. vom Ehegattensplitting ist...
Noch viel beeindruckender finde ich, dass du von einem System sprichst, das nicht nur in Deutschland vorherrscht... schreib mir das bitte mal detaillierter, was du darunter verstehst.
Btw: Nur weil ich eine etwas andere Auffassung habe, heisst das im übrigen nciht, dass ich keine Arbeit hätte, im gegenteil, aber das gehört nicht hierher.
Das heisst die Insel der seligen werde ich nicht finden. Aber das muss ja auch keine Insel oder ein Ort sein, es genügt das Gefühl gelebt zu haben...
Eine positive Bilanz, Zufriedenheit und Freiheit
Ich versuche mich auch nicht über andere zu stellen. Vielmehr scheint es widerum eine Art von Besitzängsten hervorzurufen, wenn jemand mit einer etwas offeneren, aber evtl. zufriedeneren Auffassung daherkommt.
Und letztendlich definieren wir doch Wohlstand und Lebensqualität durch Zufriedenheit.
Besten Gruß,
Quigley
Btw. ich finde einen entsprechenden Abschluss unter dem Beitrag hat etwas mit höflichkeit zu tun. das ist ebenfalls ein Problem, das wesentlich mehr zur zufriedenheit beiträgt, als eine Steuerliche Finesse, die unterm Strich sowiso nur die belohnt, bei denen eine große differrenz zwischen den einkommen herrscht.
Wenn wir ehrlich sind, die Familien, für die sich das Splitting wirklich lohnt, müssen sich nciht über zu wenig geld beklagen :o)