Setzen SK Hynix und Samsung jetzt auf chinesische Chip-Technik?

Pascal Grunow Pascal Grunow
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Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet. 

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Samsung und SK Hynix testen offenbar chinesische Halbleiteranlagen für ihre China-Werke, um sich gegen mögliche Verschärfungen der US-Exportbeschränkungen abzusichern.
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Die südkoreanischen Speicherchiphersteller Samsung und SK Hynix prüfen offenbar Halbleiter-Fertigungsanlagen des chinesischen Ausrüsters Advanced Micro-Fabrication Equipment (AMEC) für einen möglichen Einsatz in ihren Werken in China.

Hintergrund sind wachsende Sorgen über mögliche weitere Verschärfungen der US-Exportkontrollen, die den Betrieb ihrer chinesischen Werke künftig erschweren könnten.

An der Börse sorgte die Entwicklung für eine positive Reaktion. Die Aktie von SK Hynix beendete den Handel mit einem Plus von 7,67 Prozent, während Samsung um 3,54 Prozent zulegen konnte.

Absicherung gegen weitere Verschärfungen der US-Handelspolitik

Werte aus dem Artikel:
Samsung (ADR) Aktie 3.015 € +1,86%
SK Hynix Aktie 1.030 € -1,90%

Die Tests mit den Anlagen des in Shanghai ansässigen Unternehmens AMEC begannen Reuters zufolge bereits zu einem Zeitpunkt, als Unsicherheit darüber herrschte, ob Washington den beiden südkoreanischen Konzernen weiterhin den Import westlicher Halbleiterausrüstung nach China gestatten würde.

Nachdem Washington den beiden Konzernen 2023 zunächst den Status als "Validated End User" eingeräumt hatte, wurde diese Sonderregelung 2025 aufgehoben. Für das Jahr 2026 verfügen Samsung und SK Hynix zwar über jährliche Genehmigungen für bestimmte Lieferungen von Chipfertigungsanlagen nach China. Es wird jedoch befürchtet, dass künftige Restriktionen auch Wartung, Reparaturen oder Ersatzteile für bereits installierte westliche Maschinen betreffen könnten.

Bislang haben die Evaluierungen noch nicht zu einer Entscheidung über einen breiteren Einsatz der chinesischen Maschinen geführt. Für AMEC wäre eine erfolgreiche Qualifizierung durch Samsung oder SK Hynix ein Meilenstein und zugleich eine starke Bestätigung der Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Technologie.

Druck auf westliche Ausrüstungshersteller könnte wachsen

Sollten sich chinesische Ausrüster dauerhaft etablieren, könnte dies den Wettbewerbsdruck auf Branchengrößen wie Applied Materials, Lam Research oder KLA erhöhen. Analysten der Deutschen Bank erwarten, dass AMEC, Naura Technology, Piotech und ACM Research im Jahr 2026 jeweils Umsätze von mehr als einer Milliarde US-Dollar erzielen.

Gemeinsam könnten diese Anbieter bis zu 30 Prozent des chinesischen Marktes für Wafer-Fertigungsanlagen erobern, dessen Volumen auf 28 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.


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