- SK Hynix plant Kapitalausgaben von 45 Billionen Won.
- Der Betriebsgewinn stieg im Juni-Quartal um 557 Prozent.
- Die Aktie fiel in Seoul um 19 Prozent trotz hoher Gewinne.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Nicolas Ebert SK Hynix will seine Investitionen in diesem Jahr auf ein Rekordniveau erhöhen. Der südkoreanische Chiphersteller plant Kapitalausgaben von mindestens 45 Billionen Won. Das entspricht rund 31 Milliarden US-Dollar und einem Anstieg um etwa 50 Prozent.
Der Konzern reagiert damit auf die starke Nachfrage nach Speicherchips für Künstliche Intelligenz. Im Juni-Quartal stieg der Betriebsgewinn um 557 Prozent. Die operative Marge erreichte wegen des anhaltenden Speicherengpasses mehr als 80 Prozent und damit einen neuen Höchststand.
Trotzdem brach die Aktie am Mittwoch in Seoul um 19 Prozent ein. Betriebsgewinn und Umsatz blieben hinter den hohen Erwartungen der Analysten zurück. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass Technologiekonzerne mehr Rechenzentren bauen könnten, als langfristig benötigt werden.
Management wies Befürchtungen zurück
SK Hynix schließt langfristige Lieferverträge ab und sieht kein Ende der starken Nachfrage. Der Konzern erwartet, dass die Nachfrage das Angebot mindestens bis 2030 übersteigen wird. Ab 2027 soll der neue Hochleistungsspeicher High Bandwidth Memory 4E in großen Mengen an Nvidia geliefert werden.
"Die Erwartungen der Anleger könnten etwas überzogen gewesen sein", sagte Jason Lemire, Anlagechef bei Bold Wealth Partners. Die Ergebnisse seien dennoch beeindruckend. Der hohe Nachfragedruck zwinge das Unternehmen zu einer drastischen Erhöhung der Investitionen.
Die Aktie steht bereits seit Juni unter Druck. Innerhalb von rund einem Monat verlor SK Hynix über 40 Prozent seines Börsenwertes. Anleger zweifeln zunehmend daran, dass die weltweiten Ausgaben für Künstliche Intelligenz die hohen Bewertungen der Chipbranche rechtfertigen.
Der Nettogewinn sprang im abgelaufenen Quartal wegen einmaliger Investitionsgewinne um 1.242 Prozent. Dennoch blieb die Reaktion am Markt negativ. "Die Nachfrage ist stark und der Boom bei Speichern für Künstliche Intelligenz ist noch nicht vorbei", sagte eToro-Analyst Josh Gilbert gegenüber Bloomberg. Die Erwartungen seien dem Unternehmen jedoch bereits vorausgeeilt.
SK Hynix hat nach eigenen Angaben mehrjährige Verträge mit rund zehn Kunden abgeschlossen. Die Muttergesellschaft SK Group vereinbarte zudem eine Partnerschaft mit Nvidia mit einem möglichen Geschäftsvolumen von mehr als 500 Milliarden US-Dollar.
Sanjeev Rana, Forschungschef bei CLSA Securities Korea, bleibt trotz der schwächeren Zahlen optimistisch. Auch 2027 werde das Angebot an Speicherchips sehr knapp bleiben. Nach der starken Kurskorrektur sieht er deshalb eine Kaufgelegenheit.
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