AMD und Infineon bleiben am Boden – dafür darf dieser KI-Gewinner jetzt abheben!

Max Gross Max Gross
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Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.

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Ein Bündel Glasfaserkabel (Symbolbild).
© Denny Müller auf Unsplash.
Die Halbleiterhersteller AMD und Infineon konnten mit ihren Zahlen nicht überzeugen, umso besser hat dafür Arista Networks seine Hausaufgaben gemacht.
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KI-Zulieferer Arista Networks überzeugt auf ganzer Linie

Mit Ausnahme von Nvidia haben inzwischen sechs der sieben Magnificent-Seven-Werte ihre Quartalsberichte vorgelegt. Langeweile kommt dennoch nicht auf, denn auch in dieser Woche präsentieren etliche hochkarätige Unternehmen und Publikumslieblinge ihre Geschäftsberichte. Dazu gehörten beispielsweise am Dienstagabend Halbleiterwert AMD sowie am Mittwochmorgen Infineon. Beide verpassten es jedoch, den nach den starken Kursanstiegen in diesem Jahr hohen Erwartungen der Investoren gerecht zu werden.

Deutlich besser dagegen kommen zur Wochenmitte die am Dienstagabend von Zulieferer Arista Networks an. Das Unternehmen, das sich auf Verbindungs- und Netzwerktechnik für den Einsatz in Rechenzentren spezialisiert hat, konnte seine Anlegerinnen und Anleger begeistern – und wird dafür mit einem neuen Allzeithoch belohnt.

Werte aus dem Artikel:
AMD Aktie 399,35 € -0,16%
Arista Networks Aktie 160,64 € +0,61%
Infineon Aktie 54,89 € -0,16%

Umsatz übertrifft die Erwartungen deutlich

Gegenüber dem Vorjahresquartal legten die Erlöse um 38,2 Prozent auf 3,04 Milliarden US-Dollar zu. Damit konnten die Schätzungen der Analystinnen und Analysten um sensationelle 210 Millionen US-Dollar übertroffen werden. Sowohl die Produkt- als auch die Dienstleistungserlöse entwickelten sich dabei sehr stark.

Das vom deutschen Milliardär Andreas Bechtolsheim mitgegründete Unternehmen verwies in seiner Pressemitteilung auf den Erfolg seiner "Arista 2.0 Plattform-Strategie" und bezeichnete Netzwerktechnik als das "zentrale Nervensystem für die Infrastruktur vom Kunden, zu Forschungscampussen und schließlich zu KI-Rechenzentren".

Gewinn zieht auch dank Zinserträgen an

Auch auf der Ertragsseite überraschte Arista Networks positiv. Der bereinigte Gewinn pro Aktie fiel mit 1,02 US-Dollar um 12 Cent höher aus als erwartet. Insgesamt erzielte das Unternehmen (nach standardisierter Rechnungslegung GAAP) einen auf die Anteilseignerinnen und -eigner entfallenden Nettogewinn von 1,21 Milliarden US-Dollar nach 888,8 Millionen US-Dollar im Jahr zuvor (+36,1 Prozent).

Auch der operative Cashflow entwickelte sich sehr stark. Dieser legte von 1,84 auf rund 2,78 Milliarden US-Dollar zu. Diese nutzte Arista Networks nicht zuletzt für den umfangreichen Kauf von Wertanlagen, deren Bestand von 8,8 auf 11,1 Milliarden US-Dollar kletterte. Diese defensive Finanzstrategie zahlt sich aus: Aus "anderen" Quellen stammende Einkünfte beliefen sich im abgelaufenen Quartal auf 126,3 Millionen US-Dollar nach 94,0 Millionen US-Dollar im Jahr zuvor – ein angenehmer Kontrast zu den explodierenden Zinskosten von Hyperscalern wie Alphabet, Meta Platforms und Oracle.

Prognose fällt sehr stark aus

Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres blickt Arista Networks zuversichtlich in die Zukunft. Im kommenden Quartal erwartet das Management Erlöse in Höhe von 3,3 Milliarden US-Dollar. Damit konnte die Marktprognose von 2,95 Milliarden US-Dollar weit übertroffen werden.

Darüber hinaus erwartet der Konzern anhaltend starke Margen (operative Marge: 48 bis 49 Prozent) und dementsprechend hohe Gewinne. Die sollen bereinigt 1,06 bis 1,08 US-Dollar je Anteil betragen. Marktbeobachterinnen und -beobachter hatten im Mittel lediglich auf 0,92 US-Dollar getippt.

Aktie schießt auf ein neues Allzeithoch

Am Markt zeigen sich Anlegerinnen und Anleger begeistert über den rundherum gelungenen Auftritt von Arista Networks. Die Aktie konnte sich bereits in der US-Nachbörse zweistellig steigern und legte am Mittwochmittag sogar um bis zu 16 Prozent zu.

Damit gelingt ihr aus dem Sprung der Anstieg über die Marke von 200 US-Dollar und damit auch auf neue Allzeithochs, die aus technischer Perspektive starke Kaufsignale darstellen. Die jüngsten Kursgewinne mitberücksichtigt hat sich Arista Networks in diesem Jahr bereits um rund 60 Prozent verteuert.

Das muss jedoch noch nicht das Ende des Aufwärtstrends bedeuten, denn die zeitweise drohenden bearishen Divergenzen im RSI dürften heute Geschichte sein, während der Trendstärkeindikator MACD auf eine Beschleunigung der Aufwärtsdynamik hindeutet.

03.08.26 - ARIVA.DE Redaktion

Fazit: Klarer Aufwärtstrend, aber Bewertung läuft aus dem Ruder

Aus fundamentaler Perspektive dürften weitere Kursgewinne schon deutlich schwieriger zu erzielen sein. Für 2026 ist das Unternehmen bereits mit mehr als dem 55-Fachen seiner erwarteten Gewinne bewertet. Auch das Kurs-Gewinn-Wachstumsverhältnis ist mit einem Wert von deutlich über 2 nicht mehr attraktiv.

Dieser Trend setzt sich über alle Bewertungskennzahlen fort, die Aufschläge gegenüber dem Branchenmittel betragen zum Teil mehrere Hundert Prozent und auch gegenüber der historischen Norm ist Arista Networks nicht mehr günstig. Hier betragen die Abweichungen zwischen 35 und 60 Prozent. Wer bereits investiert ist, lässt seine Gewinne bis zu einer im Chart klar erkennbaren Top-Bildung laufen. Alle übrigen Anlegerinnen und Anleger sollte sich von der Aktie zunächst fernhalten.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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