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Der USA Bären-Thread


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wawidu:

BKX weekly

5
08.02.08 23:19
Bei den Bankenwerten hat der Verfall eine ganz andere Dimension als zwischen 2001 und 2003 (MA 20 beachten!). Sehr bezeichnend ist der Rückpraller exakt am 7-Jahre-MA. In 2002 und 2003 lief die Kurve drei Mal kurzfristig drunter, rallyte (Wortneuschöpfung von mir) zwei Mal wieder drüber, und beim dritten Mal ging´s dann gen Norden.
Der USA Bären-Thread 147213
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Kicky:

Bear Stearns ist short mit 1 Milliarde in Subprime

8
08.02.08 23:19
Feb. 8 (Bloomberg) -- Bear Stearns Cos., the U.S. securities firm that posted its first-ever loss last quarter on mortgage writedowns, has more than $1 billion of trades that profit if subprime home loans and bonds continue to deteriorate.

The ``short'' positions on subprime mortgage securities increased from $600 million at the end of November, Chief Financial Officer Sam Molinaro said today at an investor conference in Naples, Florida. The company also reduced its holdings of so-called collateralized debt obligations and underlying bonds, Molinaro said.

The sinking value of assets tied to mortgages led to Bear Stearns's fourth-quarter loss of $854 million, and Molinaro said today that one of the firm's biggest mistakes was ``not being conservative enough and bearish enough on the subprime market.'' The firm has reversed ``long'' subprime trades that stood at $1 billion at the end of August, Molinaro said.

``There's definitely a lot of short plays out there,'' said Mark Adelson, a founding member of Adelson & Jacob Consulting in Long Island City, New York. Some subprime bonds ``could easily be bad enough that they don't pay off a penny,'' said Adelson, a former Nomura Holdings Inc. mortgage analyst.

In an interview after Molinaro's remarks, Bear Stearns spokesman Russell Sherman said the New York-based firm's subprime trades are a ``hedge'' against potential losses on investments in higher-rated mortgages, he said. .....
www.bloomberg.com/apps/...d=20601103&sid=a.2mZwwn1WtU&refer=us
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Kicky:

die passende Nachtlektüre:mein Leben als Spekulant

10
08.02.08 23:28
www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/975/156562/

Ich war ein kleiner Fisch. Ich war kein Profi, wie sie in den Großbanken sitzen und per Mausklick hunderttausende von Euros herum schieben. Oder im Fall Jérôme Kerviel auch mal fünf Milliarden Euro verzocken. Wenn es eine Hierarchie unter den täglichen Spekulanten gibt, so war ich auf der untersten Stufe. Ich schob hunderte von Euros herum. Ich schaffte es trotzdem, innerhalb einer Stunde mehrere tausend Euro in den Sand zu setzen. Es geht ganz leicht......
Ich war Student und kellnerte in einer Bar, als ich dort kurz nach dem 11. September 2001 einen Daytrader kennen lernte, der mein Mentor werden sollte. Er hatte schütteres, langes Haar. Er hatte sieben Weißbier getrunken. Er schwärmte vom Zocken. Es klang nach einer Möglichkeit, ohne großen Aufwand viel zu verdienen. Er gab sich geheimnisvoll. Widerwillig war er schließlich bereit, mir alles beizubringen, was ich wissen musste. Ein halbes Jahr später war ich soweit. Ich hatte 20 Bücher gelesen: Ich wusste jetzt, was es mit Widerständen und Unterstützungen bei Aktienkursen auf sich hat, was ein Candlestick-Chart ist und was ein MACD-Indikator (siehe Kasten). Ich wusste, wie die Terminmärkte funktionieren und wie stark die Transaktionsgebühren der Broker die Gewinne schmälern. Ich wusste, dass man sich sklavisch an ein einmal entwickeltes System zu halten hat. Und was die größten Feinde des Daytraders sind: Angst und Gier.

4. Der erste Deal

Ich handelte den Deutschen Aktienindex Dax, stand um acht Uhr morgens auf, warf einen Blick auf die Performance der amerikanischen und japanischen Märkte und spekulierte ab zehn Uhr. Ein Knockout-Produkt bildet kleinste Bewegungen des Dax ab: Steigt der Dax um einen Punkt, legt das Knockout-Papier um einen Cent zu. Unterschreitet der Schein allerdings eine bestimmte Schwelle, verfällt das eingesetzte Kapital wertlos. Der Trader wird ausgeknockt. Die Milliarden-Spekulation von Jérôme Kerviel funktionierte ganz ähnlich. Nur handelte er mit Futures, so dass sein Risiko noch größer war und er sogar ein Vielfaches mehr verlieren konnte als den Kapitaleinsatz.

Bei meinem ersten Geschäft ("Trade") stand der Dax bei 3050 Punkten. Bei einem Dax-Stand von 3100 Punkten winkte ein Gewinn von hundert Prozent. Ich kaufte 1000 Stück zu einem Kurs von 45 Cent, macht 450 Euro. Das war um 10.23 Uhr. Um 11.55 Uhr verkaufte ich den Schein für 83 Cent. Ich war abzüglich der Transaktionsgebühren um 360 Euro reicher. Für diesen Tag machte ich Feierabend. Ich aß eine Kleinigkeit und legte mich schlafen. Die 91 Minuten zwischen Kauf zum Verkauf hatten mich erschlagen.

Daytrading ist wie Boxen. Den gesamten Kampf über ist der Körper mit Adrenalin voll gepumpt, der Blick fokussiert, alles andere ausgeblendet. Auf einem Monitor flimmern die Kurse, auf dem anderen wartet die Ordermaske auf Eingaben, nebenbei läuft der Fernseher. Verkauft man die Position mit Gewinn, bekommt man eine Ahnung, was Größenwahn bedeutet: Euphorie plus eine Stimme, die einem leise einflüstert: Du hast es raus. Mit jedem zusätzlichen Gewinn schwillt dieses Flüstern zu einem Kampfgeschrei an. Man fühlt sich unbesiegbar. Ein Verlust bringt neben finanziellen Einbußen Selbstzweifel, Niedergeschlagenheit, Depression. Als ich fünf Mal hintereinander verloren hatte, kam ich mir dumm vor. Wertlos. Wie ein totaler Versager.Daytrading bringt einen an die eigenen Grenzen. Man beginnt sich selbst zu überraschen - im positiven wie im negativen Sinn. In fast allen Ratgebern zum Thema findet sich der Begriff "Selbstdisziplin". Das liegt daran, dass sich Trader ihrer eigenen Gefühle bewusst werden müssen, sonst sind sie dem Untergang geweiht......Kein Daytrader, der Kontrolle über sich und sein Tun hat, lässt seine Verluste so hoch werden. Denn: Rutscht eine Position - ohne SL - einmal ins Minus, beginnt das Hoffen. Das Hoffen aber macht jeden Händler zum Spieler. Während der Verlust größer und größer wird, redet sich der Spieler ein: Das wird schon wieder...

Ich konnte zwar nicht mehr als meinen Einsatz verlieren, den dafür aber innerhalb von Minuten. Die ersten Wochen als Daytrader waren unglaublich aufregend. Jede Form von Langeweile verschwindet aus dem eigenen Leben. Alle Gedanken kreisen um die Märkte. Während der Handelszeit ist der Köper voll gepumpt mit Adrenalin. Doch mit der Zeit wird die Aufregung zum Stress. Am Ende schlief ich nur noch sechs Stunden täglich. Nachts wollte ich die amerikanischen Märkte nicht aus den Augen verlieren, morgens musste ich wissen, wie sich die Bewegungen des japanischen Nikkei auf den deutschen Markt auswirken.

Keine Ehefrau kann die Begeisterung eines Daytraders nachvollziehen, wenn er schreit: "Schatz, der Dax ist gerade um 27 Punkte gefallen!" Kein Freund versteht am Abend beim Bier noch den Satz "Bei 6100 hat es meinen Schein ausgeknockt." Daytrader werden nur von Daytradern verstanden, aber Daytrader haben keine Kollegen. Sie sitzen täglich alleine daheim vor ihrem Computer.

Wer dreimal hintereinander in wenigen Minuten mehr gewonnen hat, als er in einem geregelten Job am Tag verdient, der wird abhängig. Er wird dieses Erfolgserlebnis immer wieder haben wollen, auch wenn er längst mehrere tausend Euro verloren hat. Dazu wird in vielen Trading-Büchern suggeriert, man müsse es nur immer wieder versuchen.

Meine Daytrading-Karriere dauerte zehn Wochen. Nachdem sich in der ersten Zeit Gewinne und Verluste in etwa die Waage gehalten hatten, folgte plötzlich Gewinn auf Gewinn. Keine großen Beträge, etwa 200 bis 300 Euro, aber sie bestätigten mich in dem, was ich tat. Die kleine Stimme begann lauter zu werden und ich mit ihr unvorsichtiger. An einem Tag hatte ich morgens eine vergleichsweise wenig riskante Position eröffnet und musste dringend zu einem Seminar in die Uni. Ich verzichtete diesmal darauf, eine Stopp-Loss-Absicherung zu setzen. Als ich drei Stunden später zurückkam, lag ich 100 Euro im Minus. Ich beschloss, ein wenig zu warten - ausnahmsweise über Nacht. Am nächsten Tag belief sich das Minus auf 500 Euro.

Ich wartete und begann zu hoffen. Während ich hoffte, schwoll der Verlust weiter und weiter an. Irgendwann war er so groß geworden, dass sich ein "Jetzt-ist-es-auch-schon-egal"-Gefühl einstellte. Fünf Tage später wurde der Schein ausgeknockt. Bei einem einzigen Trade hatte ich meine gesamten Gewinne der letzten Woche verloren. Und mein gesamtes Kapital. Zusammen 3000 Euro. Das war alles, was ich damals überhaupt besaß. Jetzt hatte ich genug.

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wawidu:

@kicky - # 16902 - Bear Stearns

9
08.02.08 23:39
Die können garnicht anders als "hedgen", denn sie stecken auch in Commercial Mortgage-Backed Securities (CMBS) dick drin - neben Bank of America, Credit Suisse/First Boston, GE Capital, GM Capital, JPMorgan, Merrill, Morgan Stanley, UBS und Wachovia. Aber wer garantiert die Hedges?
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wawidu:

Baltic Dry Index (1)

6
09.02.08 00:04
Dieser Index ist einer der wenigen, die sich nicht manipulieren lassen, denn er bildet die jeweils aktuellen Seefrachtpreise ab. Zunächst der pure Chart:
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 147215
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wawidu:

Baltic Dry Index (2)

9
09.02.08 00:07
Und nun der Chart in Korrelation zum Shanghai Composite Index:
Der USA Bären-Thread 147216
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Kicky:

sea freight futures the second highest ever

3
09.02.08 08:56
LONDON, Feb 6 - Norway's derivatives exchange Imarex NOS reported on Wednesday that sea freight futures trade rose to $1.9 billion in January, the second-highest ever recorded, amid high volatility in the cost of shipping oil and dry commodities.The exchange said Freight Forward Agreements , traded through IMAREX and cleared at NOS, rose to 49,000 contracts across its principal niche markets.

Dry commodities futures transactions across its screens represented half of that volume, 24,000 lots -- up 290 percent on last year, it said, while high volatility in dry seaborne freight futures pushed actual traded values up 650 percent to $1.4 billion.

"January was at record levels for the IMAREX screen with over 30,000 lots out of 49 000 in total, traded electronically with us," said head of market place operations at IMAREX, Gunnar Lindqvist.We also beat previous records in tanker and dry bulk FFA volumes, out-performing every other broker in the market on growth, by a substantial margin," he said in a statement.

Imarex said oil tanker freight derivatives, the mainstay of its business, set two new records: transactions rose 83 percent to 1,637 versus last year and notional values rose 75 percent to $428 million. Freight options soared 77 percent to 3,600.

"This is phenomenal growth," said managing director Mikal Boe, adding that screen-based assisted trading had only been up and running for four years.

He said Imarex-based transactions represented 50 percent of the world's growing oil freight future market.

Boe said soaring volatility in the shipping of global dry commodities, where physical spot freight prices have sunk from all-time highs struck in November, had driven much of the growth.

He said the implied volatility for panamax-class ships, typically 80,000 tonnes, hauling dry commodities like grains and minerals was around 72 percent in paper trades. Volatility in oil, or "wet" derivatives markets had also been high, he said.

Imarex said the propertion of transactions traded electronically on its screens rose 62 percent of the total volume, some 30,000 lots, compared with last year -- more than 10 times that of its nearest competitor.

wawidu irgendwas ist da schon merkwürdig -oder?
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Kicky:

Imarex

2
09.02.08 09:00
sg.news.yahoo.com/rtrs/20080206/...t-imarex-trade-7318940.html
Link zu obigem Artikel
ELECTRONIC market place for freight derivatives Imarex handled over US$10bn worth of futures and options billion on its trading screen in 2007.

Of a total $13 billion in freight futures and options traded via Imarex and NOS Clearing in 2007, over 75% were traded on the Imarex screen. The remainder was traded via third party FFA brokers and cleared at NOS on an OTC cleared basis. An additional $2 billion in fuel oil swaps were also traded on the screen.

An Imarex statement says: “Electronic screen trading of FFAs and Freight Options is one of the hottest topics for discussion in the freight derivatives market going into 2008. Several companies operating in the industry have developed electronic screen systems, but only the IMAREX screen has stood the test of time, and is attracting serious volumes of trades as a result.”

"IMAREX was set up to be the central exchange for freight derivatives, and as a result we have invested large amounts of money, technology and human resources into making the screen work," says CEO and Founder Herman Michelet. "You can see it is working well!"
www.mgn.com/news/dailystorydetails.cfm?storyid=8435&type=2
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Malko07:

US-Rezession.

12
09.02.08 12:04
Allenthalben hört man die USA befänden sich schon in einer Rezession. Eine Rezession definiert sich über mindestens 2 aufeinander folgende Quartale mit negativem Wachtum. Im vierten Quartal gab es noch Wachstum. Also können wir unmöglich heute schon in einer Rezession stecken. Aus diesen Aussagen spricht die große Ungeduld und die Hoffnung auf schnell fallende Kurse mit den sich dann ergebenden Einkaufsgelegenheiten. Es sind also durchgehend Hoffnungen und nicht fundierte Aussagen. Nicht grundlos werden diese Annahmen hauptsächlich in Aktienspekulantenkreisen vertreten. In Bondskreisen sieht man die Welt total anders.

Was wäre schlimmer? 2 Quartale mit einem Wachstum von -1% mit anschließender Erholung oder 2 bis 3 Jahre ein Wachstum zwischen 1,5 und 0%? Ich glaube Letzteres würde zu größeren Kreisen führen und die Weltwirtschaft stärker infizieren. Ich persönlich nehme Letzteres als wahrscheinlicher an. Viele Bereiche in den USA funktionieren noch sehr gut und es gibt keine Indizien, dass sich dieses so schnell ändern sollte. Die Verbraucher werden allerdings trotz aller Zinssenkungen und Konjunkturprogrammen sehr lange brauchen bis sie wieder richtig atmen können. Das ist keine Angelegenheit von einem halben Jahr. Auch die Bankenkrise wird nicht in 6 Monaten verdaut sein.

Wie sich bei einem derartigen Szenario die Aktienkurse entwickeln werden ist schwer abzuschätzen. Neue Höchststände kann man höchstwahrscheinlich auf absehbare Zeit ausschließen. In Bondskreisen rechnet man mehrheitlich mit weiteren Kurssteigerungen und damit weiter verfallenden Renditen.

Also in Geduld üben. Zuerst müssen wir den Bärenmarkt erreichen.

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Anti Lemming:

J. Cramer empfiehlt BXK-Short als Hedge

6
09.02.08 12:59
Wenn ein ausgewiesener Kontraindikator wie J. Cramer - Bulle und Mit-Gründer von TheStreet.com - einen Short auf den US-Bankenindex BKX empfiehlt, um damit das Depot abzusichern (unten), so ist dies mit Vorsicht zu genießen. Meist tritt dann eher das Gegenteil ein - genauso wie Cramers Long-Empfehlungen nach kurzem Höhenflug meist fallen (Frick lässt grüßen).

Die Argumente von Cramer sind aber im Prinzip zutreffend. Früher konnten Banken einmalige Mega-Abschreibungen vornehmen (so groß, dass Allen - einmalig - die Kinnlade runterklappte), wobei sie nicht nur alle realen Verluste abschrieben, sondern zusätzlich alle zukünftig erwarteten. Gab es dann in den Folgequartalen weniger Verluste als befürchtet, konnten die Banken "überaschend gute" Zahlen präsentieren. Diese Tricks sind den Banken und anderen US-AGs aber nun auf Grund eines Gesetzes, des 2002 in Kraft getretenen  Sarbanes-Oxley Act,  verboten.

de.wikipedia.org/wiki/Sarbanes-Oxley_Act

Es ist daher damit zu rechnen, dass sich die Verlustabschreibungen der Banken in den nächsten Quartalen fortsetzen. Das zieht die Krise in die Länge, wie ja auch Malko im letzten Posting schon befürchtete.



Sell the BKX to Avoid Mortgage Troubles
By Jim Cramer
Street.com Columnist
2/8/2008 2:23 PM EST

Nasty, funky, rumor-filled tape. As usual. More writedowns coming.

To which I say, no kidding. Does anyone really think, with housing continuing to go down in value, that there won't be more writedowns?

Remember, if you are at a big bank you aren't allowed to kitchen-sink anymore. You can't "restructure" and take a $20 billion hit, because that's why we have Sarbanes-Oxley. The government got tired of companies taking massive hits for the future and then adding back the gains on a quarter-to-quarter basis. You have to take the hit now for what has gone bad, but not for what may go bad.

Consequently, as long as the stuff in the mortgage bonds goes down, you are going to have banks' bottom lines be impacted ... negatively.

You want to sidestep it? Sell the Bank Index.


It's a good way to protect yourself against the writedown rumor-mongering.
Antworten
Knappschafts.:

Steinbrück warnt vor Weltuntergangsstimmung

6
09.02.08 13:33

Steinbrück warnt vor Weltuntergangsstimmung wegen Finanzkrise Der USA Bären-Thread 3977198
Freitag, 8. Februar 2008,

Der USA Bären-Thread 3977198
Tokio (Reuters) - Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat kurz vor dem Finanzministertreffens der G-7 in Tokio nochmals eindringlich für internationale Verabredungen zur Verhinderung von Finanzkrisen plädiert.

Seine Priorität sei, vorrangig auf globaler Ebene und dann nachgeordnet auf europäischer und nationaler Ebene Maßnahmen zu verabreden, die das Risiko solcher Krisen künftig eindämmen, sagte Steinbrück am Freitag in Tokio. Bei nationalen Schritten müsse aber darauf geachtet werden, dass es nicht zu Wettbewerbsnachteilen für deutsche Banken komme. Bei der Erkenntnis, dass unter anderem mehr Transparenz an den Finanzmärkten nötig sei, gebe es inzwischen eine deutliche Annährung zwischen der angloamerikanischen und der europäischen Seite.

Zwar sei noch überhaupt nicht absehbar welche Risiken nach dem US-Hypothekenmarkt auch im Konsumkreditbereich - etwa bei Autofinanzierungen oder Kreditkarten - noch schlummerten. Es gebe aber keinen Grund, jetzt "Weltuntergangsstimmung zu deklamieren", sagte er. Es gebe auch für die Europäer keinen Grund, den USA mit einem Konsumprogramm zu folgen. Das gelte allein schon, weil in Europa die wirtschaftlichen Bedingungen anders sei. So sehe er beispielsweise auch keinerlei Anlass, die deutsche Regierungsprognose von 1,7 Prozent Wachstum in diesem Jahr zu ändern.

Die Zuführung von Liquidität nach Aufkommen der jüngsten Zuspitzung der Finanzkrise durch die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank nannte Steinbrück "sehr vernünftig". Sie habe aber ebensolche Risiken, wie die jüngsten deutlichen Zinssenkungen der Fed.

Antworten
metropolis:

Seit wann sagt ein Politiker die Wahrheit?

10
09.02.08 13:38
Der USA Bären-Thread 147243
Antworten
wawidu:

@Malko - # 16909 - US-Rezession

6
09.02.08 14:30

"Zuerst müssen wir den Bärenmarkt erreichen."



Welchen Bärenmarkt meinst du denn: den des Financial Sectors, des Retail Sectors, des Real Estate Sectors oder den der Leitindizes? Aus charttechnischer Sicht befinden sich auch $WLSH, $NYA und $SPX bereits zweifelsfrei im Bärenmarkt. Alle drei Preiskurven haben ihre "führenden" MAs seit 2003 an der Unterseite bereits unterschritten, und die Rallyies der letzten Tage sind exakt an diesen (SPX z.B an MA 500) nach unten abgeprallt. Diese MAs waren auch die "führenden" im Bullenmarkt zwischen 1982 und 2000 an der Unterseite und zwischen 2000 und 2003 an der Oberseite.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 147247
Antworten
permanent:

Guten Tag

4
09.02.08 14:34

Meine Eingaben zu Investmentmöglichkeiten im Agrarsektor werde ich in Zukunft hier einstellen:

http://www.ariva.de/Ergaenzung_II_t248347?pnr=3977259#jump3977259

G7 Schätzung 400Mrd. Dollar Abschreibungsbedarf

http://www.handelsblatt.com/News/Unternehmen/...chreibungsbedarf.html

Schönes Wochenende.

Das Wetter ist hier so genial, es wäre eine Schande vor dem Rechner sitzen zu bleiben.

 

Gruß

Permanent

Antworten
Malko07:

wawidu, ich meine den Bärenmarkt im

8
09.02.08 15:17
DJIA, S&P500, DAX, CAC40 und FTS100, also den großen westlichen Indizes.

Ich weiß, Indizes gibt es tausende und Subindizes entstehen täglich neue. Die interessieren mich nur wenig und dass wir im Finanzsektor schon lange eine Krise haben ist mir bekannt. Mir ist auch bekannt, dass z.B. die HYPO REAL ESTATE schon dort angekommen ist. Aber ich sprach von Märkten und nicht von Flohmärkten.
Antworten
Malko07:

Nachtrag: Meine Definition eines

3
09.02.08 15:19
Bärenmarktes ist die schon seit Jahren allgemein übliche und hat nichts mit Charttechnik zu tun. Mir reichen Tabellen.  
Antworten
Anti Lemming:

5,8-Milliarden-Kredit der Deutschen Bank geplatzt

3
09.02.08 15:24
Die Gespräche über die Umschuldung eines Milliardenkredits der Deutschen Bank an den New Yorker Immobilieninvestor Harry Macklowe sind geplatzt. Es geht um 5,8 Milliarden Dollar, die bereits am Donnerstag hätten zurückgezahlt werden müssen. Trotz der stattlichen Summe gibt sich die Deutsche Bank gelassen.

HB NEW YORK. Die Verhandlungen seien am Freitagabend ergebnislos abgebrochen worden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Damit wäre Macklowe in Zahlungsverzug für das 5,8 Milliarden Dollar (vier Milliarden Euro) schwere Darlehen, mit dem er im vergangenen Jahr sieben Bürohochhäuser in Manhattan im Wert von sieben Milliarden Dollar gekauft hatte. Der Kredit ist seit Donnerstag zur Rückzahlung fällig.

www.handelsblatt.com/News/Unternehmen/...-milliardenhoehe.html
Antworten
Platschquatsc.:

Shortquote,PCR und Vola

7
09.02.08 15:26
sprechen kurzfristig nicht unbedingt für deutlich neue Tiefs und auch die im Anhang nicht aufgeführten meisten StimmungsIndikatoren,UP/Down-Volumen-Ratios oder auch Advancer/Decliner-Ratios sind eher unten als oben.
Die Cot-Daten diese Woche sind nicht sehr eindeutig lassen sich aber auch leicht bullisch interpretieren was aber an der übergeordneten Shortrichtung nichts ändert.
Bei Big und MiniFuts gab es gegensätzliche Positionierungen bei allen Gruppen wobei sie bei den BigFuts folgende Tendenz ergibt:
Large: Longs und Shorts gekauft mit Tendenz leicht Long
Comms: Shoerts verkauft  somit fraglich ob nun Longs oder Shorts aufgestockt werden
Smalls: haben die Shorts der Comms gekauft und sollten nun eigentlich auf dem falschen Fuß erwischt werden wenn die Comms nicht gerade ihre Shorts jetzt schon zurück haben wollen.
Link zu den Cot-Daten (S&P steht etwa in der Mitte):
www.cftc.gov/dea/futures/deacmelf.htm
(Verkleinert auf 55%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 147258
Antworten
Platschquatsc.:

Bärenmarkt

10
09.02.08 16:08
Mag sein das wir einen Bärenmarkt haben und das dieser nicht so wie der letzte ist aber
sowas kann auch bedeuten das er diesmal länger oder eben auch kürzer verläuft als 2000.Chartvergleiche wegen der extremen Bewegungen mit 2000 bieten sich aber nunmal an und je nach Index und Indikator ergeben sich da bereits Warnzeichen (kurzfristig) für die Bären und insbesondere dann wenn ein "wirtschaftliches Wunder" aus dem Hut gezaubert wird vieleicht sogar mittelfristige Warnzeichen für Bären.
Im Anhang der NYSE-Composite als großer Index der nicht so im Rampenlicht steht wie der S&P (hier ist noch etwas mehr Luft nach unten) und wegen
der Volumen und MACD(als wichtigster Trendfolgeindikator!!!) Anzeige und egal der MACD gerade noch sein Buy-signal hält oder wieder auf Short dreht was neue Tiefs im Index bringen könnte(siehe 1998)so ist das ganze im Moment so ausgelutsch das eine kleine fundamentale Katastrophe anstehen müsste um sofort ins Bodenlose zu fallen.
Die MACD-Einstellung ist übrigens Standart und bietet im Daily-Bild eine gute Vergleichsmöglichkeit.
(Verkleinert auf 77%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 147263
Antworten
Dozoern:

@ HELABA ; Randnotiz

5
09.02.08 17:05
Du hast ja recht metro, die HELABA - Prognosen lagen in 2007 komplett daneben, wie ich ja schon zwei mal ausführlich gepostet habe. Ich sollte also wohl daneben schreiben: Mit Vorsicht zu geniessen. Und in der Tat, da sitzen wohl ein Haufen (junge) Volkswirte zusammen, die nicht BÖRSE können.

Die HELABA war in 2007 zu früh bärisch, verpasste den Upmove ab März und wechselte dann im Herbst zu spät ins Bullenlager, wurde also vom Absturz im Januar kalt erwischt. Sie sitzt jetzt zwischen Baum und Borke: Das Q1 wird relativ schlecht (7600 von 8400 kommend), Q2 besser (8000) und Q3 bringt ein neues ATH (8300).

Für mich ist es trotz der hohen Irrtumsquote immer mal wieder interessant da hin zugucken, weil der Fall exemplarisch zeigt:

- So schwer ist Börse, trotz einer 30 Mann / Frau starken Analyse-Abteilung.
- So schlecht liegen unsere Landesbanken.
- Das sind die Leute (Frau Dr. Traut) die im Fernsehen auftreten und Kursbewegungen erläutern.
- Und irgendwie hat sie für  mich schon was von einem Kontraindikator.

Also, wenn Frau Dr. Traut an 8300 in Q3 glaubt (und viele mit ihr), dann würd ich mal dahinter drei Fragezeichen machen. Für Norddeutsche: Achtung - Klabautermann in der Takelage gesichtet!
Antworten
obgicou:

@Malko

3
09.02.08 17:09

Wie nennt man es dann, wenn die Wirtschaft in einem Monat um 10% sinkt (rein theoretisch), ist das dann noch Expansion, oder Stagnation, oder was?

Diese Rezessionsdefinition (mind. 2 Quartale negatives Wachstum) ist doch eine reine Erfindung der Spin-Doktoren. Damit die Herren Paulson, Bernanke und Bush mit ruhigem Gewissen sagen kann können, wir sind noch nicht in einer Rezession.

Antworten
wawidu:

US-Rezession (1)

7
09.02.08 17:17
Mit der "offiziellen" Definition einer Rezession auf Basis des GDP kommen wir nicht weiter, Malko. Wir wissen doch alle, mit welchen hedonischen Tricks die Regierungsstatistiker ihre Zahlen gewinnen. Ich erinnere nur an die des Bureau of Labor Statistics. Es gibt jedoch ein unabhängiges Institut, dessen Frühindikatoren sehr zuverlässig sind: das Economic Cycle Research Institute, kurz: ECRI. Nachfolgend die aktuellen Charts von diesem.
(Verkleinert auf 92%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 147276
Antworten
wawidu:

US-Rezession (2)

 
09.02.08 17:18
(Verkleinert auf 92%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 147277
Antworten
Anti Lemming:

Obigcou - Rezessions-Feststellung

13
09.02.08 17:19
Stimmt. Die offizielle Definition einer Rezession erfordert ja zwangsläufig mindestens 6 Monate (zwei Quartale) Beoachtungszeit. Dann vergehen nochmals 2 Monate, bis die letzten Daten feststehen. So kann frühestens nach 8 Monaten eine Rezession zweifelsfrei nachgewiesen werden. Dann sind Rezessionen aber - ebenfalls nach offizieller Definition - meist schon wieder vorbei, weil sie ja nur zwei bis drei Quartale dauern.

FAZIT: Eine Rezession KANN mit gängigem Vorgehen NIE zu der Zeit festgestellt werden, in der sie sich ereignet. Sie bleibt posthum-Stoff für Wirtschaftshistoriker. An der Börse jedoch wird die Zukunft gehandelt. Wenn die Rezession offiziell konstatiert wird, ist die Börse schon wieder halb oben, weil sie die Entwicklung um ein halbes Jahr vorwegnimmt ;-))
Antworten
metropolis:

Dozoern - helaba

 
09.02.08 17:30
BEsser hätte ich es nicht zusammenfassen können. Ich persönlich las die Analysen irgendwann nicht mehr weil sie einfach nur noch traurig waren. Spätestens nach dem Dreh auf die Bullenseite im September/Oktober.

Dass andere genauso auf die Nase gefallen sind hatte ich ja auch bereits erläutert. Mir ist da der Smart Investor als herausragendes Beispiel vor Augen, zumal DIE ja Ahnung von Börse haben sollten. Aber Ahnung schützt vor Torheit nicht...
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