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Sollte der taumelnde Immobilienriese untergehen, würde dies nicht so sehr die kreditgebenden Banken treffen. Den grössten Schaden könnten die vielen Kleinanleger und Familien haben, die Wohnungen und Investment-Produkte bei dem Konzern aus Shenzhen gekauft haben.
Das Prinzip ist so einfach, wie riskant. Eine Kreisstadt irgendwo in China bietet Bauland zur Versteigerung an. Evergrande sichert sich mit geliehenem Geld die grössten Stücke und beginnt sogleich mit der Planung von Wohnungen, gewöhnlich Hochhauskomplexe mit 20 und mehr Etagen. Zeitgleich beginnt Evergrande mit der Vermarktung der Apartments; nicht selten sind alle verkauft, bevor überhaupt der erste Spatenstich erfolgt ist. Parallel dazu kauft die Firma auf Kredit immer neues Land zu und startet weitere Projekte. So geht es in China seit Jahrzehnten, und das nicht nur bei Evergrande sondern bei fast allen grossen Immobilienentwicklern des Landes....
Doch das Modell, das die Wohnungspreise vor allem in den grossen Städten im Osten des Landes in den vergangenen Jahren in astronomische Höhen getrieben hat, scheint auf einmal nicht mehr zu funktionieren. Denn gut ein Jahr vor dem wichtigen Parteitag, an dem Staats- und Parteichef Xi Jinping sich für eine dritte Amtszeit bestätigen lassen will, hat er sich auf die Fahnen geschrieben, Wohneigentum auch für die weniger Betuchten erschwinglich zu machen. In Peking etwa kostet eine mittelgrosse Wohnung das 20-fache des jährlichen Durchschnittslohns in der chinesischen Hauptstadt. Mit zahlreichen neuen Einschränkungen, unter anderem bei der Kreditvergabe, will Xi darum den heiss gelaufenen Markt abkühlen – offenbar nach dem Prinzip koste es, was es wolle...."
da haben offenbar die recht, die prophezeien, der chinesische Staat wird Evergreen nicht retten
immerhin hat Evergreen den zornigen Investoren angeboten, sie könnten ein Wohnung erhalten
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