Über hundert Firmen und staatl. Institute (China) entwickelt Covid-19-Impfstoffe. Es gibt zig unterschiedlichliche Ansätze vom Lebendimpfstoff (China) bis zu hochmodernen Vektorviren- und RNA-Impfstoffen.
Das ist zunächst mal positiv (für die Menschheit), denn das erhöht stark die Wahrscheinlichkeit, dass es bei einem der vielen Versuche relativ schnell klappt. Doch am Ende dürften weltweit nur schätzungsweise fünf Impfstoffe zur Massenanwendung gelangen. Das ist negativ für die
(n - 5) Firmen, deren Impfstoff dann nicht gebraucht wird.
Wer entscheidet, welcher Impfstoff massenhaft eingesetzt wird? Pro forma die Mediziner, die in Hinblick auf Wirksamkeit (Zahl der gebildeten Antikörper des Immunsystems der Geimpfen) und Verträglichkeit (möglichst wenig unerwünschte Nebenwirkungen) das Beste aus dem vielfältigen Angebot auswählen.
Nicht zu unterschätzen ist aber, gerade in USA, die Marktmacht der Pharmalobby. Es könnte durchaus sein, dass ein zweitklassiger Impfstoff den Vorzug erhält, weil er am aufwändigsten vermarktet wird (und die Politiker womöglich am meisten geschmiert).
Der aktuelle Kursrückgang bei Moderna könnte einpreisen, dass Marktgigant Pfizer, der mit der dt. Biontech kollaboriert, vor einigen Tagen eine sehr vielversprechende Phase-1-Studie präsentieren konnte. Der Impfstoff von Moderna wird damit womöglich zur 2. Wahl.
Einige Pharma-Firmen produzieren jetzt schon ihren Impfstoff in Millionen Dosen, damit dieser später, wenn die erhoffte Zulassung erfolgt, schnell in genügender Menge bereitsteht. Dazu zählt auch Moderna, die kürzlich eigens fafür eine große Kapitalerhöhung durchgeführt hatte.
Ich habe den Verdacht, dass die Firmen, die stark auf Vorrat produzieren, auch auf den "normativen Zwang des Faktischen" setzen. Die Politiker sollen (nachträglich) "respektieren", wie intensiv sich diese Firmen für das Wohl der Menschheit (sprich: für die eigene Tasche) eingesetzt haben...
Pfizer, mit der ich mich 2004 intentiv befasst hatte....
https://www.ariva.de/forum/pfizer-zu-unrecht-im-keller-205724...gibt Riesensummen für die Forschung aus, doch nur selten kommen dabei neue Blockbuster-Medikamente raus. Pfizer wuchs vor allem durch Geld, indem kleinere Pharmafirmen, die ein gutes neues Medikament (z. B. vor vielen Jahren auch Viagra) entwickelt hatten, einfach übernommen wurde. Das ist dann eher finanzielles Geschick. Darin scheint zumindest Pfizer besser zu sein als in wissenschaftlicher Innovation. Die Pharmabranche zählt zu den korruptesten und skrupellosesten auf der Welt.