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Der USA Bären-Thread


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Dreiklang:

Malko, Märkte funktionieren immer

9
02.09.12 11:17
die Planwirtschaft allerdings schafft es, den Marktbegriff umzudefinieren. Das beste Beispiel ist der COMECON mit seinen "Transferrubel". Rubel ist dann nicht mehr gleich Rubel, es kommt darauf an, auf welchem Konto er gebucht wird.

Planwirtschaft kommt nun im EZB/FED-Modell als ZIRP daher. Unkollateralisiertes Gelddrucken wird als "Easing" deklariert, im EZB-Modell wird sogar Kreditrückzahlung mit dem Euphemismus "Emergency Liquidity Assistance"   über Gelddrucken abgewickelt, siehe Griechenland.

Kredite funktionieren nur mit einem Rückzahlungsversprechen, das mit Leistung, d.h. mit Gegenwert in Gütern (egal ob materiell oder immateriell) verbunden ist. Das Problem mit den Krediten liegt darin, dass die Problemstaaten gar kein Angebot haben und auch keines haben werden, das die Kreditschöpfung rechtfertigt. Ein solches System kann man nicht "eindampfen". Man muss es STOPPEN!

Fundamental betreiben wir nun mit den Zentralbanken Nachfragepolitik, um eine systemische Angebotsschwäche "auszugleichen" ( = Insolvenzverschleppung). Keynes würde sich im Grabe umdrehen!

Und deine (pseudopopulistische) "Eindampfung der Finanzbranche" kannst du stecken lassen. Die Personalpolitik der Banken ist mir sowas von egal. Wichtig ist nur, dass die Angebotsseite gestärkt wird , dass Energie, Rohstoffe etc. bezahlbar (in Terms of Trade: mit Arbeit bezahlbar) bleiben. Und da sind die Hauptgegner die Zentralbanken!

Zu sagen, "das darf man nicht!" ohne zu sagen wie es vor sich gehen soll ist kindisch, es ist im wesentlichen sinnloses Meckern. Selbstverständlich dürfen die Notenbanken in der jetzigen Lage erhöht Liquidität erzeugen solange oben genanntes Ziel eingehalten wird. Und Zeit kaufen ist eben nicht einfach nur Zeit. Zum geordneten Ablauf (Schrumpfen) bedarf es Zeit! Und wir befinden uns schon in diesem Prozess.

Märkte funktionieren selten, während Krisen nie. Die Geschichte ist voll mit Beispielen. Und wenn die Märkte nicht mehr funktionieren, müssen höhere Instanzen eingreifen. Dies kann man unterschiedlich organisieren, zuschauen alleine reicht nicht!


Eine "höhere Instanz" ?
Genauso dürften es Samaras, Juncker, Monti, Draghi, Barroso etc. auch sehen. Der Begriff ist "EUDSSR" ist ja nicht rein zufällig entstanden.

Malko, du bist entlarvt.
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A.L.:

Korrektur zu # 950

3
02.09.12 11:19
Der kursive Satz am Anfang von # 950 ist (offenbar durch Aktivität des Ariva-Editors) auch noch einmal an das Ende meines zweiten Absatzes gerückt (dort nicht kursiv). Bitte gedanklich streichen, sonst macht der ganze Text von mir keinen Sinn.
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Lehmann reloaded ?

11
02.09.12 11:22
Angst vor Mega-Crash: Mysteriöse Vorgänge bei Morgan Stanley

Wird Morgan Stanley das nächste Lehman? 40 Top-Manager wollen die Bank verlassen, offiziell wegen Problemen mit der „Technik“. Spekulationen verweisen dagegen auf eine möglicherweise fatale falsche Wette, die die Bank zu Fall bringen könnte.

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/...ei-morgan-stanley/

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Die Ratten Verlassen das sinkende Schiff

6
02.09.12 11:26

in Moskau haben weitere Ratten das sinkende Schiff verlassen:
http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/...hefs-weg-Bestaetigung.html

 Navigator.C

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und weiter gehts

6
02.09.12 11:38

Paukenschlag: Frankreich muss zweitgrößte Immobilien-Bank verstaatlichen

In Frankreich erreicht die Immobilienkrise einen neuen Höhepunkt: Finanzminister Pierre Moscovici gab am Freitag bekannt, dass der Staat den angeschlagenen Immobilien-Finanzierer Crédit Immobilier de France verstaatlichen muss. Für die marode Bank hatte sich kein Käufer gefunden.  deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/...nk-verstaatlichen/

Ein weiterer Fall für den  Rettungszirkus  

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Dreiklang:

Krugman soll "Sabbatical nehmen"

6
02.09.12 11:44
Mit seinem Blog-Beitrag:

krugman.blogs.nytimes.com/2012/08/30/fear-of-china-syndrome/

redet Krugman (wieder einmal) der Monetarisierung das Wort. Der Brüller ist:

But what would happen if the private sector stopped deleveraging? The answer is, we’d have a strong economic recovery, which would among other things greatly reduce the budget deficit. A side implication of this point, of course, is that for the time being that deficit is a good thing, helping to support the economy while the private sector unwinds its excessive leverage.

Das heißt, wenn der Ami seine Kreditkarte plündert, gehts up? Und die fundamentalen Probleme der USA lösen sich auf? Die Leserantworten sind eindeutig (war noch vor Kurzem nicht so), man könnte fast denken, ZeroHedge habe den Blog gekapert. Am besten: A Nobel prize is no license to be wrong. Krugman should take a sabbatical, hit the books and sharpen up. He's making a fool of himself and making liberals look bad.

Auf ZH dazu passend:

www.zerohedge.com/news/...hyperinflations-56-hyperdeflations-0
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Navigator.C:

17.12.2012

6
02.09.12 11:48

Immerhin lässt sich Terminlich schon genaueres zum nächsten Kollaps sagen

Falschmünzer, Quartalsirre und Montag, der 17. Dezember

:...

Dann wird die Sache doppelt-exponentiell und die Hyperinflation ist im  Anmarsch. Seit langem gibt es schon ein statistisches Modell (Sornette, Takayasu and Zhou – model),  dass solche Hyperinflationen abschätzen kann. Für vergangene Ereignisse  trifft dieses Modell im allgemeinen ganz gut zu. Russische  Wissenschaftler (Akaev et al.)  haben anhand dieses statistischen Verfahrens nun den finanziellen  „Weltuntergang“ auf den 17.12.2012 berechnet. Oder genauer gesagt, den  Beginn der gefürchteten Stagflation in den USA, und damit der Welt.

Nun, auf Montag den 17. würde ich mich nicht unbedingt festlegen wollen,  allerdings hat der Schweizer Sornette mit seinen statistisch  ausgefuchsten Vorhersagen schon öfters richtig gelegen, vielleicht nun  auch Akaev et al.? Der Vorteil solcher Statistiken liegt darin, dass sie  sich nicht mit den Details herum schlagen, sondern nur die effektive  Phänomenologie betrachten. Verblüffender Weise käme der Zeitpunkt etwa 6  Wochen nach der US-Wahl und mitten im Weihnachtsgeschäft zustande, was  in der Tat logisch einiges für sich hat. Oder eben auch etwas früher  oder später, jedenfalls dürfte etwa um den kommenden Jahreswechsel herum  das Ende der Fahnenstange so ziemlich erreicht sein, sofern man nicht  massiv mit unorthodoxen Methoden gegensteuert: Also das Geld vehement  nach Unten statt nach Oben pumpt.

Aber wer glaubt schon an den Weihnachtsmann.

http://tandemvipera.blogspot.de/2012/08/falschmunzer-quartalsirre-und-montag.html

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Kicky:

Credit Immobilier de France wird verstaatlicht

5
02.09.12 12:38
die zweitgrösste Hypothekenbank in Frankreich,muss noch von Brüssel genehmigt werden
www.zerohedge.com/news/...zes-its-second-largest-mortgage-lend

....The government supports the establishment to avoid panic on a large French issuer. Because if the CIF is a small branch network with 300 branches, more than 30 billion euros in loans bear its signature. However, the downgrade by Moody's gave investors the right to be reimbursed for certain bond lines. Therefore unable to refinance since the first degradation of the note in February, was moving rapidly towards the liquidity crisis. Friday evening, a board of CIF followed up with the inevitable next step.The government has set conditions for their intervention. One of them has already been met. Claude Sadoun, CEO of the banking system, leaves office. His successor will be chosen by the state. ....

End result: congratulations France: your Fannie/Freddie-Dexia moment has finally arrived, and the score, naturally: bankers 1 - taxpayers 0.
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Malko07:

A.L. (#98950), wieder ein Problem mit dem

7
02.09.12 12:39
richtigen entspannten Lesen? Oder war is so missverständlich?

Was bedeutet wohl "Sie sind nur noch scheinbar vorhanden"? Das bedeutet doch, dass sie zu großen Teilen wertlos sind und sehr wahrscheinlich keine riesigen Wertsteigerungen erleben werden. Ansonsten wären sie real noch vorhanden.

Und habe ich bezweifelt, dass der Steuerzahler zahlen müsste? Es ging mir darum, dass er möglichst wenig zahlen soll. Er zahlt ja schon und wird weiter zahlen und daran gibt es keinen Weg vorbei. Es geht nur darum den Schaden zu minimieren und nicht wie du es wünscht die Katastrophe zu erzeugen.  

Wärest du in der Lage im Zusammenhang zu lesen würdest du
   "Sie sind nur noch scheinbar vorhanden. "
nicht auf die Leichen sondern auf die Werte beziehen ansonsten wäre die Wirkung auf den Geldumlauf ja auch eine ganz andere.

Aber was soll's. Ist ja schon sehr lange bekannt. Lustig ist in deinem Beitrag ja auch das totale Unverständnis der Märkte. Bekanntlich führt ein temporäres Überangebot von Wertgegenständen zu einem Crash, d.h. Die Gegenstände werden sehr schnell wertlos. Dagegen führt eine Streckung über die Zeitachse zu einer Verringerung von Schäden. Nicht grundlos verdienen heute manche Unternehmen mit dem Auflösen von US-Immobilienpapieren Geld, die du vor noch nicht allzu langer Zeit als wertlos angesehen hast. Der Erlös ist weit vom ursprünglichen Nominalwert entfernt aber auch weit von der Wertlosigkeit. Und diesbezüglich gilt es die Schäden zu minimieren, sie bleiben groß genug. Und je kleiner die Schäden um so weniger wird auch der Steuerzahler leisten müssen. Unter Steuerzahler verstehe ich auch diejenigen, die keine Steuer explizit zahlen, jedoch staatliche Leistungen in Anspruch nehmen.

Aber wenn man Missverständnisse bewusst sucht, braucht man sich nicht mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Bekanntlich haben wir jetzt schon eine deutliche Abwertung in den Problemländern ohne eine Katastrophe erzeugt zu haben. Aber wenn man katastrophengeil ist ...
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Kicky:

Hedge Funds kaufen MBS, wollen Hypothekengewinne

4
02.09.12 12:43
www.ritholtz.com/blog/2012/09/...to-mbs-go-for-mortgage-gains/

   “I simply love the mortgage market. It’s the best place to be right now.”

   -Steve Kuhn, Pine River’s mortgage chief, at the 2012 SALT Conference



Absolute Return and Alpha:  Hedge Fund Firms are piling into the MBS market and putting up lofty returns, but high risks remain:“Cerberus Capital Management, Pine River Capital Management and Canyon Partners are among dozens of firms to earn market-beating returns this year by investing in mortgage backed securities. The MBS strategy they employ has become, almost by default, the most attractive in the hedge fund industry.....
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Kicky:

Die wahre Geschichte über Mitt Romney+Bain Capital

4
02.09.12 12:52
by: Matt Taibbi
www.rollingstone.com/politics/news/...ital-20120829?print=true

The critics couldn't be more wrong. Mitt Romney is no tissue-paper man. He's closer to being a revolutionary, a backward-world version of Che or Trotsky, with tweezed nostrils instead of a beard, a half-Windsor instead of a leather jerkin. His legendary flip-flops aren't the lies of a bumbling opportunist – they're the confident prevarications of a man untroubled by misleading the nonbeliever in pursuit of a single, all-consuming goal. Romney has a vision, and he's trying for something big: We've just been too slow to sort out what it is, just as we've been slow to grasp the roots of the radical economic changes that have swept the country in the last generation.

The incredible untold story of the 2012 election so far is that Romney's run has been a shimmering pearl of perfect political hypocrisy, which he's somehow managed to keep hidden, even with thousands of cameras following his every move. And the drama of this rhetorical high-wire act was ratcheted up even further when Romney chose his running mate, Rep. Paul Ryan of Wisconsin – like himself, a self-righteously anal, thin-lipped, Whitest Kids U Know penny pincher who'd be honored to tell Oliver Twist there's no more soup left. By selecting Ryan, Romney, the hard-charging, chameleonic champion of a disgraced-yet-defiant Wall Street, officially succeeded in moving the battle lines in the 2012 presidential race......

But what most voters don't know is the way Mitt Romney actually made his fortune: by borrowing vast sums of money that other people were forced to pay back. This is the plain, stark reality that has somehow eluded America's top political journalists for two consecutive presidential campaigns: Mitt Romney is one of the greatest and most irresponsible debt creators of all time. In the past few decades, in fact, Romney has piled more debt onto more unsuspecting companies, written more gigantic checks that other people have to cover, than perhaps all but a handful of people on planet Earth.....
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A.L.:

Kicky - # 060, Malko - # 059

7
02.09.12 13:33
Die Hedgefonds reiten bei den MBS (= US-Hypothekenschrott) eine Welle der technischen Erholung, die mMn eine Art "dead cat bounce" darstellt. Sie fällt nicht zufällig in eine Phase, in der auch US-Junkbonds - getrieben vom Anlagenotstand infolge von ZIRP und NIRP - völlig ungerechtfertigte irrationale Höhenflüge hinlegen:

http://stockcharts.com/h-sc/ui?s=hyg
http://stockcharts.com/h-sc/ui?s=jnk

Zwar haben sich die Hauspreise im Zuge der allg. Assetaufblasung durch die Fed leicht von ihren Langzeittiefs erholt - und mancher Zocker wittert Morgenluft. Doch von einer Kehrtwende im US-Housingmarkt kann mMn nicht die Rede sein. Ich hab am 24.8.12 einen aufschlussreichen Langzeit-Chart zu den US-Neubauverkäufen gepostet:

www.ariva.de/forum/Der-USA-Baeren-Thread-283343?page=3944#jump14010510

Das Problem nennt Ritzholtz ja auch am Ende: "The question is how long those lofty returns can last . . .”

Fakt bleibt - und damit antworte ich auch Malko in # 059 - , dass z. B. gebündelte Erdbeerpflücker-Hauskredite langfristig wertlos werden, weil diese Klientel mit der Rückzahlung schlicht überfordert ist. Sie wurden damals mit verlogenen "teaser rates" (eine Art Zusatzbeleihung der Beleihung, um die Zinslast befristet zu senken) in die Subprime-Verträge gelockt. Hauptsache Goldman erhielt etwas "zum Bündeln" und zum Weiterreichen als "AAA-Anlage" an Banken in aller Welt (inkl. IKB/Landesbanken). Geld stinkt ebensowenig wie Boni, sofern man letztere "zeitnah" abkassiert.

Der Schmuh bei den staatlichen Bad Banks besteht darin, dass die Bad Banks den vorherigen Besitzern bei der Übernahme der Schrottpapiere einen Preis zahlen, der gemessen am realen Wert zu hoch ist. Zu diesem Aufpreis kommt es nicht zuletzt deshalb, weil viele Normalo-Banken (Coba etc.) den Hyposchrott noch in den Bankbüchern halten, wo sie mit 100 % Nominalwert deklariert sind. Das "Zugeben" der Wertlosigkeit erfolgt sukzessive, eben auch weil sonst Hamburg und Schleswig-Holstein wegen der hochgehebelten Subprime-Käufe der HSH Nordbank heute schon pleite wären.

Dass die Abwicklung auf die lange Zeitachse geschoben wird, ist m. E. sinnvoll, um den sofortigen Kollaps zu vermeiden. Ein hässlicher Aspekt dabei bleibt jedoch, dass  Hunderte Milliarden Restschuld sozusagen in einem 30-Jahre-Kredit klammheimlich dem Steuerzahler umgehängt werden. Die hohe Summe der Abschreibungen macht die lange Zeitachse zwingend erforderlich. Damit wird die "versteckte Schulden-Sozialisierung" verzockter Banken geschickt und langfristig versteckt. Die absolute Höhe dieser Abschreibungen bleibt jedoch immens. Das heißt: Die Leichen stinken im Keller weiter.

Ich bin übrigens nicht "katastrophengeil", wie Du schreibst, sondern ich bin Realist. Auch Bundesbank-Chef Weidmann, der mMn hochverantwortlich handelt, indem er Draghi in die Flutungs-Parade fährt, wird von Leuten wie Frìcke (und neuerdings auch Merkel/Schäuble) als Katastrophet bzw. verquerer Außenseiter-Spielverderber hingestellt, obwohl er eigentlich ein Ordnungswahrer der alten Schule ist.

Dass "diesmal Alles anders" sein soll, war nicht nur bei der Dot.com-Blase eine Lüge. Auch bei der jetzigen "EZB-Rettung" samt Rettungsschirmen aller Art dürfte sich mittel- bis langfristig herausstellen, dass die Akteure einer Wahnidee aufgesessen sind. Aber das interessiert die Politiker ja nicht, weil sie dann längst in Rente sind. Es gilt, die nächsten Wahlen zu gewinnen. Das ist dieselbe "Kurzatmigkeit" wie die Fixierung vieler Firmen auf das nächste Quartal (und sonst nichts).

Ich stelle fest, dass Du offenbar auf diesen neuen Merkel-/Schäuble-Kurs aufgesprungen bist. Dazu passt, Kritiker als "katastrophengeil" zu bezeichnen.
Wir sind hier aber im USA Bärenthread, und der ist mMn dazu da ist, Wahrheiten schonungslos und ungeschönt auszusprechen, ohne dass Flutungs-Zensoren die Katastropheten-Keule herausholen.
Antworten
Malko07:

Ist der Merkel-/Schäuble-Kurs

3
02.09.12 13:41
neu? Ich konnte bis jetzt nichts Neues daran entdecken. Also deine Vorschläge fordern zu einem sehr großen Teil die Katastrophe und das Leiden! Deshalb meine Bewertung katastrophengeil. Kommt ganz alleine von mir - ich habe nicht vorher mit Merkel telefoniert.
Antworten
A.L.:

# 961 - Taibbi ist ein begnadeter Polemiker

4
02.09.12 13:59
Auszug aus # 961: "And the drama of this rhetorical high-wire act was ratcheted up even further when Romney chose his running mate, Rep. Paul Ryan of Wisconsin – like himself, a self-righteously anal, thin-lipped, Whitest Kids U Know penny pincher who'd be honored to tell Oliver Twist there's no more soup left."

deutsch:

Und die Dramatik von [Romneys] rethorischem Hochseil-Akt wurde noch weiter auf die Spitze getrieben, als er Paul Ryan aus Wisconsin zu seinem Vize ernannte. Ryan ist -  wie Romney - ein selbstgerechter, analer, dünnlippiger Rassisten-Pfennigfuchser, der noch eine Auszeichnung dafür erhalten würde, wenn er Oliver Twist mitteilte, dass die Suppe alle ist.



Dagegen sieht selbst Tyler Durden von Zerohedge alt aus, obwohl der heute ebenfalls ein polemisches Glanzlicht servierte:

Durdens Text zum kontraindikatorischen Barrons-Titelbild, gepostet von Turboluke in # 949:

Just when all hope was gone that the market has lost all connection with newsflow, discounting, or fundamentals, and all that mattered was how loudly this or that head of printing could jaw(or finger)bone stocks up, here comes that patron saint of all contrarian indicators, the Barron's cover, and "Tough as Teflon." Or at least this was before central planning. Nowadays, every downtick is a catalyst to buy, as it has become a well known fact that even a 0.1% drop in the market is not only a catalyst for widespread panic, but also grounds for immediate promises of endless easing by any and all Goldman affiliated central banks (that would be all of them - mein Reden, A.L.).

www.zerohedge.com/news/barrons-cover-back
Antworten
Dreiklang:

Malko, du verwechselst Liquidität mit Solvenz

8
02.09.12 14:06
und du willst Geld immer weiter in Staaten pumpen, welche insolvent sind. Insolvent heißt: Jeder zusätzliche €, den man ihnen gibt, kann nur noch zu einem kleinen Teil zurückgezahlt werden. Von Zinsen ist hier gar nicht zu reden, denn die Staaten können schon netto nicht zurückzahlen, die Zinsen könnten also nur vom Kredit selbst kommen.

So ist Spanien jetzt schon pleite. Haushalt sah für das 1. Quartal  80 Mia Ausgaben vor, Steuereinnahmen 40 Mia. D.h. die Ausgaben waren 100% größer als die Einnahmen!

Wenn ich sage: Das System Euro muss gestoppt werden, dann meine ich es auch so. Die Schuldenfinanzierung Spaniens ist einerseits zu stoppen, weil Spanien insolvent ist. Sollte Spanien dann eine Schuldscheinwährung einführen ( = Peseta, = Papier ohne Kaufkraft) fällt der spanische Staat garantiert auseinander. Exakt das Gleiche würde mit GR passieren, wenn es wieder zur Drachma übergeht. Da niemand in Europa diesen politischen Turmoil will, können die Staaten immer weitere Güterlieferungen erpressen (es wird zwar formal "nur" Geld geliefert, aber die Pleitestaaten wollen Ware und der € hat ja dank deutscher Arbeit Kaufkraft!!)

Man kann Weidmann vorwerfen, dass er diplomatisch allzu konziliant ist. So ist es nuneinmal mit Ämtern, die von der deutschen Politik bestimmt werden. Ich bin nicht konziliant, ich bin konsequent:

Lassen wir Spanien ruhig pleite gehen.
Antworten
A.L.:

# 963 - zum Umschwenken Merkels auf Draghi-Kurs

4
02.09.12 14:06
(Memo für Malko, dass es bei Merkel einen Kurswechsel gab)

www.handelsblatt.com/politik/deutschland/...inter-draghi/7012136.html

Handelsblatt
EZB-Hilfen
Merkel stellt sich hinter Draghi

17.08.2012, 08:46 Uhr

Für die Bundeskanzlerin ist der Kurs des EZB-Präsidenten Mario Draghi bei den Hilfen für verschuldete Euroländer absolut in Ordnung. Das gelte auch für die Bedingungen, die Staaten als Gegenleistung erfüllen müssen.

Ottawa - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Donnerstag (Ortszeit) in Kanada den Kurs des EZB-Präsidenten Mario Draghi bei der Hilfestellung für verschuldete Euroländer unterstützt. Das Bestehen der EZB auf bestimmte Bedingungen, die Staaten als Gegenleistung für Hilfe erfüllen müssten, sei absolut in Ordnung. [Darum geht es doch gar nicht, Frau Merkel. Es geht nicht um die Bedingungen, sondern um die Flutungen an sich, DIE sind der Knackpunkt - A.L.] Es sei die Voraussetzung, um eine positive Entwicklung des Euro sicherzustellen. Merkel wiederholte zudem, dass sich alle Mitgliedsländer verpflichtet fühlten, den Euro als gemeinsame Währung zu halten. “Die Zeit drängt”, sagte Merkel vor Journalisten nach ihren Gesprächen mit dem kanadischen Ministerpräsidenten Stephen Harper in der Hauptstadt Ottawa.

Es war der erste öffentliche Aufritt der Bundeskanzlerin nach der Sommerpause. Kanada sei mit seiner strikten Haushaltsdisziplin und einem starken Wachstumskurs Vorbild für die Lösung der Eurokrise: “Kanada ist nicht ein Ratgeber, der nur anderen etwas nahelegt, sondern es auch Zuhause praktiziert.”

Draghi hatte am 2. August erneute Anleihekäufe der EZB von verschuldeten Staaten unter strenge politische Auflagen gestellt. Spanien und Italien haben sich noch nicht zu formellen Anträgen für solche Bondkäufe entschieden.

“Es wird mittlerweile klar, dass die EZB-Bondkäufe unter dem Vorbehalt fiskalischer und struktureller Reformen stehen werden”, hieß es von Analyst Jürgen Michels von der Citigroup in einer Markteinschätzung.

Merkel wird ihre Krisenpolitik in der kommenden Woche mit einem Treffen des französischen Staatspräsidenten Francois Hollande am 23. August fortsetzen, wie die Nachrichtenagentur Agence France-Presse AFP berichtete. Am darauffolgenden Tag wird der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras zu Gesprächen in Berlin erwartet.
Antworten
permanent:

Frühwarnung aus Wolfsburg

6
02.09.12 14:12
Frühwarnung aus Wolfsburg

VW fürchtet den Herbst

Europas größer Autobauer bereitet sich und seine Geschäftspartner angeblich auf ein Ende des Absatzbooms vor: Hinter vorgehaltener Hand sollen Zulieferer mündliche Warnungen vor einem Produktionsrückgang erhalten haben. VW bezeichnet die Gerüchte als "spekulativ".

Der deutsche Automobilkonzern Volkswagen bereitet seine Zulieferer einem Medienbericht zufolge auf mögliche Produktionskürzungen im Herbst vor.

Nach Informationen der "Automobilwoche" wurden die Unternehmensführungen der VW-Partner mündlich darauf hingewiesen, dass die Produktion des Konzerns im Herbst um etwa zehn Prozent sinken könnte.

Der Hintergrund dürfte nicht nur VW-Aktionären zu denken geben: Die Rede ist von einer Vorsichtsmaßnahme für den Fall eines möglichen Konjunktureinbruchs.

Ein VW-Sprecher bezeichnete den Bericht als "spekulativ". Er betonte jedoch, dass die nächsten Monate insgesamt "deutlich schwieriger und fordernder werden".

Den Informationen der Fachzeitung zufolge habe der Wolfsburger Konzern bei seiner Frühwarnung ausdrücklich hervorgehoben, dass die Planzahlen für die Herbst- und Winterproduktion noch nicht nach unten korrigiert worden seien.

Der VW-Vorstand rechne weiterhin mit der Möglichkeit, dass die Konjunktur in einigen Ländern wieder anziehen werde, hieß es.
n-tv

Antworten
A.L.:

Romney scheffelte Millionen als "Heuschrecke"

4
02.09.12 15:20

schreibt Matt Taibbi im Rolling Stone Magazine. Die Spin-Story, Romney sei ein cleverer "Turnaround-Spekulant", der maroden Firmen zu neuer Blüte verhalf - so stellt die US-Finanzpresse ihn dar - , ist eine Lüge.

In Wahrheit machte Romney seine 250 Mio. überwiegend als PE-Heuschrecke, die Firmen aufkaufte, deren Assets verhökerte, zig Mitarbeiter entließ - und den Firmen im Gegenzug horrende Schulden für die PE-Übernahme aufbürdete, aus denen er dann auch seine üppigen Millionen-Honorare abzwackte.

Derselbe Mann macht nun Propaganda gegen Obamas Überschuldung (die man zu Recht kritisieren muss, aber nicht von solch verlogener Basis aus). Obama habe, so Romney, mit seiner Überschuldung einen "Präriebrand ausgelöst, der bald auch unsere Häuser und Kinder erfasst". Romney hat die Überschuldung zum Hauptwahlkampfpunkt erhoben. Laut Taibbi ist dies die Heuchelei des  Jahrhunderts, eben weil Romney als PE-Heuschrecke zuvor davon LEBTE, Firmen in - oft ruinöse - Überschuldung zu stürzen.

Auszug aus Kickys Link in # 961:


By making debt the centerpiece of his campaign, Romney was making a calculated bluff of historic dimensions – placing a massive all-in bet on the rank incompetence of the American press corps. The result has been a brilliant comedy: A man makes a $250 million fortune loading up companies with debt and then extracting million-dollar fees from those same companies, in exchange for the generous service of telling them who needs to be fired in order to finance the debt payments he saddled them with in the first place. That same man then runs for president riding an image of children roasting on flames of debt, choosing as his running mate perhaps the only politician in America more pompous and self-righteous on the subject of the evils of borrowed money than the candidate himself. If Romney pulls off this whopper, you'll have to tip your hat to him: No one in history has ever successfully run for president riding this big of a lie. It's almost enough to make you think he really is qualified for the White House.

The unlikeliness of Romney's gambit isn't simply a reflection of his own artlessly unapologetic mindset – it stands as an emblem for the resiliency of the entire sociopathic Wall Street set he represents. Four years ago, the Mitt Romneys of the world nearly destroyed the global economy with their greed, shortsightedness and – most notably – wildly irresponsible use of debt in pursuit of personal profit. The sight was so disgusting that people everywhere were ready to drop an H-bomb on Lower Manhattan and bayonet the survivors. But today that same insane greed ethos, that same belief in the lunatic pursuit of instant borrowed millions – it's dusted itself off, it's had a shave and a shoeshine, and it's back out there running for president.

Mitt Romney, it turns out, is the perfect frontman for Wall Street's greed revolution. He's not a two-bit, shifty-eyed huckster like Lloyd Blankfein. He's not a sighing, eye-rolling, arrogant jerkwad like Jamie Dimon. But Mitt believes the same things those guys believe: He's been right with them on the front lines of the financialization revolution, a decades-long campaign in which the old, simple, let's-make-stuff-and-sell-it manufacturing economy was replaced with a new, highly complex, let's-take-stuff-and-trash-it financial economy. Instead of cars and airplanes, we built swaps, CDOs and other toxic financial products. Instead of building new companies from the ground up, we took out massive bank loans and used them to acquire existing firms, liquidating every asset in sight and leaving the target companies holding the note. The new borrow-and-conquer economy was morally sanctified by an almost religious faith in the grossly euphemistic concept of "creative destruction," and amounted to a total abdication of collective responsibility by America's rich, whose new thing was making assloads of money in ever-shorter campaigns of economic conquest, sending the proceeds offshore, and shrugging as the great towns and factories their parents and grandparents built were shuttered and boarded up, crushed by a true prairie fire of debt.

Mitt Romney – a man whose own father built cars and nurtured communities, and was one of the old-school industrial anachronisms pushed aside by the new generation's wealth grab – has emerged now to sell this make-nothing, take-everything, screw-everyone ethos to the world. He's Gordon Gekko, but a new and improved version, with better PR – and a bigger goal. A takeover artist all his life, Romney is now trying to take over America itself. And if his own history is any guide, we'll all end up paying for the acquisition...
 

Antworten
A.L.:

Woher will die EZB eigentlich wissen

2
02.09.12 15:54
welche Risikoprämie (Zinsspread) für PIIGS-Staatsanleihen angemessen ist? Das muss sie, wenn sie Obergrenzen (für den Effektivzins) definieren will, ab denen sie PIIGS-Bonds aufkauft.

Der Artikel unten bestätigt meine Bedenken in # 948:

Auszug:

...such an approach would require the ECB to determine what it thinks is the appropriate risk premium for Spanish, Italian or other government bonds.

“Who is the ECB to decide the appropriate spread levels?” said Piet Lammens, fixed-income strategist at KBC Bank in Brussels.

www.marketwatch.com/story/...ty-worries-set-ecb-tough-task-2012-08-31



Ebenso muss man der Fed vorhalten, woher sie eigentlich genau wissen will, ob und ab wann (zeitlich wie zinslich) neue QE-Runden gerechtfertigt sind.
Antworten
daiphong:

#65 Spanien ist Totalschaden

7
02.09.12 15:58
wie Griechenland, auch weil es sich über die Autonomiebestrebungen seiner Provinzen zersetzt. Das Zentrum wird nur noch anerkennt, wenn es Geld liefert (Staat, Banken, EU, EZB), ansonsten spielt die Abzockerkultur unschuldige und unbeteiligte Provinz und Opfer und verschiebt sein Kapital weltweit. Das Militär und die Kirche werden wie ehedem wieder das einzige sein, was den Laden mit Gewalt und Ideologie zusammenhält. Bürgerliche Gesellschaft hat man im Ernst nicht gelernt, und "Kapitalismus" reicht halt nicht.
Antworten
A.L.:

Karstadt-Rettung

7
02.09.12 16:06
Da man Karstadt-Arbeitsplätze schlecht nach China verlagern kann, sollen die Gehälter deutlich gesenkt werden.

www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/...-koechen/70084746.html

Ein Modell, dass in den PIIGS bislang nicht akzeptiert wurde (dort müssten die Gehälter teils halbiert werden, z. B. in GR).

Wenn dem so ist, bleibt alternativ nur, den Euro zu verlassen.

Griechische Löhne, die teils über vergleichbaren deutschen liegen, sind bei der dortigen niedrigen Arbeitsproduktivität nicht zu halten. Man kann diese Ungleichgewichte auch nicht durch ESM-Tranferzahlungen ins Lot bringen. Letztere halten die Missstände nur künstlich weiter am Laufen (Insolvenzverschleppung).
Antworten
Navigator.C:

Nepotismus

4
02.09.12 17:00

Inland

Lokalgrößen:
Milliardengrab BER droht im November die Insolvenz
www.focus.de/finanzen/news/...er-die-insolvenz_aid_811043.html

Gesellschaft:
Der horrende Preis der Gleichmacherei
www.manager-magazin.de/finanzen/...ungen/0,2828,851956,00.html

Tierwelt:
Regierung will herrenlose Stubentiger einsperren
www.focus.de/panorama/welt/...tiger-einsperren_aid_810961.html

TV:
So kassiert uns bald die GEZ ab
www.bild.de/ratgeber/recht/gez/...e-gebuehr-25891698.bild.html

Golem

Bürokratie:
EU will plant Frauenquote für Aufsichtsräte
www.bild.de/home/telegramm/home-telegramm/...index=0.bild.html

Technik:
Nieder mit der EU! Her mit der Glühbirne!
www.mmnews.de/index.php/politik/10604-eu-gluehbirnenverbot


Ausland

Schmiergeld:
Morgan Stanley zahlt Sarkozy für Rede 250.000 Euro
www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/09/46617/

Sicherheit:
Geheimdienst-Skandal wegen Luxus-Party im 007-Stil
www.focus.de/politik/ausland/...mes-bond-party_aid_811160.html

Finanzen:
GR: 261 Mrd Steuerflucht
www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/...-gr-261-mrd-steuerflucht

Staatsbankrotte:
Schulden außer Kontrolle: Japan befürchtet Staatspleite
www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/09/46615/

Slowenien ist nächster Pleitekandidat
diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/...link=/home/index.do

Planung:
Saudi Arabia’s Qassim faces fuel crisis:
www.presstv.ir/detail/2012/09/01/259340/...fuel-crisis-report/


Resultate:

Seidenschals für China, Carepakete für Europa – Wie Hersteller von Konsumgütern unsere Zukunft sehen
blog.markusgaertner.com/2012/08/31/...r-unsere-zukunft-planen/

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daiphong:

#70 Man muss EU wie Euro erhalten,

9
02.09.12 19:56
der Koordinationsbedarf in Europa ist derart hoch, dass es ohne nicht geht, und alle Ausstiege wären nur eine Kapitulation vor den zugrundeliegenden Problemen - die bestünden dann nämlich fort.

Man muss in EU und Euro dazu aber auch den Mut haben, ruinierte Staaten auch in der Größe Spaniens zur Reform ihrer Grundstrukturen zu zwingen und von öffentlichen Staatsfinanzierungen abzuschneiden.

Falls in Spanien bürgerliche Verhältnisse nur innerhalb der Regionen möglich sind, und der gesamte Staatsaufbau gescheitert ist, muss man den Zentralstaat zerlegen und seine Kompetenzen wie Schulden weitgehend auf die Regionen aufteilen. Die Zentralstaatlichkeit würde auf ein Minimum reduziert.

Das kann zwar das künftige Ausmaß an Unverantwortlichkeit, Fehlplanung, Abzockermentalität, Illusionen senken, das Problem der bisherigen Überschuldung von Staat und Banken wäre aber noch nicht gelöst. Aufgrund der Leistungsfähigkeit in Tourismus und Industrie sollte Spanien aber eine Gesamtstaatsverschuldung von z.B. 100% BIP tragen und mit der Zeit abbauen können.

Die EU könnte diesen Prozess aktiv moderieren und durch das Aufrechterhalten des ausländischen Zahlungsverkehrs und Sicherung der Bestandsschulden im Ausland.
ELA/TArget/Anleihenkäufe für den Zentralstaat etc. müste man aber komplett stoppen.

Zugleich eine Lehrstunde für die EU, dass bürgerliche Gesellschaft selbst innerhalb von Nationen meist nur föderal geht und alle Träume von einem allgemeinen europäischen Superzentralstaat Makulatur sind. Tatsächlich hätte die EU eine Aufsicht und Beratung zu leisten zur Qualität der Staaten und der Märkte, statt sich von ihren Fehlbildungen  zu permanenter Rettung treiben zu lassen.
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Kicky:

Portugal wird sein Sparziel auch nicht erreichen

6
02.09.12 20:09
www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/...el-nicht-erreichen-1.17555992

...Ziel ist ein Defizit von 4,5% des Bruttoinlandproduktes (BIP). Gemäss einem Expertenbericht an Mitglieder des Haushaltsausschusses des portugiesischen Parlaments dürfte das Staatsdefizit im ersten Halbjahr dieses Jahres zwischen 6,7 und 7,1% des BIP liegen.

Laut dem von der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa zitierten Bericht machten die Experten vor allem den deutlichen Rückgang an Steuereinnahmen für das Verfehlen des Sparziels verantwortlich....

Das Reformprogramm war Bedingung für die Gewährung internationaler Finanzhilfen in Höhe von 78 Mrd. €. Doch die Konsolidierungsmassnahmen machen der Wirtschaft des Landes schwer zu schaffen, und die Arbeitslosenquote erreichte mit derzeit 15% ein Rekordhoch.
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Kicky:

Kritik an Bernankes Geldpolitik in Jackson Hole

5
02.09.12 20:16
Der amerikanische Ökonom Michael Woodford hat die Geldpolitik der Federal Reserve deutlich kritisiert. Auf der Notenbankerkonferenz in Jackson Hole sprach Woodford von „Wunschdenken" und bezweifelte, dass die bisherigen Ankäufe von Anleihen oder die bedingte Zusicherung eines faktischen Nullzinssatzes bis mindestens 2014 effektiv gewesen seien. Erst am Freitag hatte der Fed-Vorsitzende Ben Bernanke auf der Konferenz erklärt, die Fed habe mit ihrem Ankauf von Staatsanleihen seit der Finanzkrise die Wirtschaftsleistung um 3 Prozent gestärkt und für 2 Millionen neue Stellen gesorgt. Bernanke hatte eine deutliche Sympathie für ein weiteres Ankaufprogramm erkennen lassen, sich aber noch nicht festgelegt.

Der Ökonom der Columbia-Universität warf der Fed vor, die Wirksamkeit ihrer geldpolitischen Sondermaßnahmen zu untergraben, weil sie diese mit dem Versprechen der Wachsamkeit vor künftigen Inflationsrisiken versehe. . Damit habe die Fed eben keine feste Zusage gemacht, auch künftig eine lockere Geldpolitik beizubehalten, sondern ihren „Pessimismus über die Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Erholung" verbreitet. Woodford vermutet, dass man so die Amerikaner nicht dazu bringe, mehr Geld auszugeben. Die Fed solle sich als Ziel die nominale Wirtschaftsleistung setzen und die Geldpolitik solange expansiv halten, bis das Bruttoinlandsprodukt wieder das Vorkrisenniveau erreicht habe.......

faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/...ckson-hole-3.aspx
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