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Meldung des Tages: Drohnen statt Panzer: Beginnt hier der nächste Milliarden-Superzyklus?
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Der USA Bären-Thread


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Roving Hordes?

9
17.10.10 13:02
Nun, die Grundsteine dafür sind bereits gelegt.

1 Million Gang Members Have America In Their Violent Grip

Federal authorities claim that there are now over 1 million members of criminal gangs inside the United States. These 1 million gang members are responsible for up to 80% of the crimes committed in America each year.

It just isn't big cities either. Smaller cities such as Omaha, Nebraska and Nashville, Tennessee have a massive gang problem. According to USAToday, 58% of state and local law enforcement agencies reported that violent criminal gangs were active in their areas last year, up from 45% in 2004.

The reality is that urban America is overrun with gang violence. When they aren't killing each other, they are raping, murdering and intimidating the communities around them. Wherever gangs are active, home invasions are common and drug dealing is rampant.

There are many areas of the United States now where you simply DO NOT go out of your home at night. People are literally prisoners in their own homes.

And all of this economic chaos is just making the situation that much worse. You have a horde of young men that can't get jobs and that do not see a positive future for themselves in society.

The following description of life in east L.A. is quite sobering.....

thefinalhour.blogspot.com/2009/01/...bers-have-america-in.html
Der USA Bären-Thread 351880
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Im Land der unbegrenzten Kursanstiege (1)

5
17.10.10 14:09
Fühle mich irgendwie um gut 10 Jahre zurückversetzt, wenn ich mir so einige US-Charts anschaue ;-))

1999: "Internet and tech are the marvel of the world, and they will take over everything. Dot.com stocks can only go higher."

This time is different?
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Der USA Bären-Thread 351893
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Stöffen:

Im Land der unbegrenzten Kursanstiege (2)

2
17.10.10 14:10
(Verkleinert auf 87%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 351894
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Land of Opportunity

8
17.10.10 14:50

Der USA Bären-Thread 8833164

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daiphong:

Stöfen, die Realeinkommen sind bisher weniger

8
17.10.10 15:01
das Problem, zumindest insgesamt im groben statistischen Mittel.

Das Problem ist die Anzahl der Jobs (pro Kopf, Familie, Bevölkerung). Das US-Beschäftigungswunder samt seiner sehr starken soziokulturellen Integrationseffekte ist schwer angeschlagen.
(Verkleinert auf 92%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 351904
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Keno77:

Hedgefonds manipilieren Rendite

8
17.10.10 15:16

"Große Hedgefonds müssen alle drei Monate ihr Portfolio an die amerikanische Börsenaufsicht S.E.C. melden. In dieser Meldung geben sie allerdings häufig falsche Werte an. Die CFR-Wissenschaftler Gjergji Cici, Alexander Kempf und Alexander Pütz verglichen die gemeldeten Aktienbewertungen mit den tatsächlichen Kursen. Rund sieben Prozent der gemeldeten Werte seien falsch. Laut F.A.S. dienen die manipulierten Werte dazu, die Fonds wie ein stabiles Investment wirken zu lassen, das selten Verlust bringt. "

http://www.faz.net/s/...16AC1462294AC2D27E~ATpl~Ecommon~Scontent.html.:  

Anm.: die Boni der Banker sind höher als vor der Krise, bei den Hedgefonds geht das "Tricksen" weiter. Einzelfälle oder haben wir tatsächlich schon wieder die Zustände wie vor der Finanzkrise?

Es ist die Aufgabe des Marktes, so viele Marktteilnehmer wie möglich in die Irre zu führen.
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permanent:

Trichet kontert Webers Kritik an EZB-Geldpolitik

8
17.10.10 15:17

Trichet kontert Webers Kritik an EZB-Geldpolitik

Deutsche Bank Chef Axel Weber war zuletzt hart mit der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ins Gericht gegangen. Der Ankauf von Wertpapieren müsse gestoppt werden. Nun kontert EZB-Chef Trichet die Kritik seines Kollegen. Webers Meinung habe keine Mehrheit im EZB-Rat.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...dpolitik;2674432

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Dreiklang:

BT-Ideologie(IV)

7
17.10.10 15:27

Malko

http://www.ariva.de/...A_Baeren_Thread_t283343?page=2797#jumppos69946

Umwerfend intelligent sind Ideologen selten.

Ideologie ist aber in Analysen implizit enthalten. Das, was uns eine Analyse zunächst liefert, sind Thesen. Keine These ohne Antithese, aber eine  Ideologie, die keine  Abstraktion zulässt, wird auch keine Antithesen zulassen. Marx konnte die Ökonomischen Prozesse der Industrialisierung hervorragend analysieren und begründen, warum  das entfesselte Kapital sich gegen den Arbeiter richtet/richten muss. Die Ideologie der Tea-Party würde das nie verstehen, leider ist man dort  vor Marx stehen geblieben und hat außerdem keinen analytischen Anspruch. 

Marx selbst konnte den Widerspruch - nämlich, dass die Verarmung der Arbeiterklasse sich gegen das Kapital selbst richtet, nur politisch, nicht aber wirtschaftlich als Antithese formulieren. Das blieb dann Keynes vorbehalten. In der ökonomischen Analyse ging Keynes weit über Marx hinaus. Dass auch Keynes ideologisch bestimmt ist, will ich gar nicht abstreiten, es kann nicht anders sein, siehe den vorangestellten Absatz. Wer aber bei Keynes wesentliche Teile wie etwa die Ersparnis weglässt (und damit die Bedeutung der Realwirtschaft), der zerstört die analytischen Möglichkeiten von Keynes.  Krugman u. Co. - wie fast alle anglo-am. Oekonomen  (egal ob FED-Bureau, ob "Bulle" oder "Bär") steuern gezielt an Keynes vorbei, indem sie geradezu ausschliesslich den ideologischen Blickwinkel der Finanzwirtschaft haben. Bernanke kommt mir vielleicht auch deshalb als eine Mischung von Marx und Ulbricht vor. Ein Vergleich, der der Tea-Party bestimmt gefallen würde :)

...z.B.

Es zeugt z.B. von einer starken fehlerhaften Wahrnehmung wenn man Japan und die USA  in einen Topf steckt.

Eben. Mein und dein Reden, das von Kübi u.a..... Es muss aber immer wieder gesagt werden. Es stecken durchsichtige Interessen dahinter.  Der fundamentale Unterschied in der Handelsbilanz, nämlich das enorme Defizit der USA, wird schlicht verharmlost bzw. verleugnet. Die tendenziell gleichen Fehler wurden  auch in der EU gemacht. So flog Griechenland erst auf, als es Schwierigkeiten mit der Refinanzierung seines enormen Haushaltsdefizits gab. Niemand begriff - und es ist bis heute nur unzureichend begriffen worden - dass auch hier das Handelsbilanzdefizit ausschlaggebend war. Bei einer rein inländischen Verschuldung (wie im Falle Italiens) wäre das "Abstrafen" gr. Anleihen reine Hysterie gewesen. Umgekehrt geriet Spanien unter Druck, obwohl der Haushalt viel besser aufgestellt war, aber trotzdem massive Auslandsverschuldung aufgelaufen war. 

Vergleicht man also die Schulden Japans z.B. mit Deutschland muss man einen gehörigen Anteil der bei uns versprochenen Alterssicherung hinzuzählen.

Dito, das sind die antizipierten Versorgungslasten. Wurden in D. schon vor 20 Jahren bei der Wiedervereinigung  ideologisch konsequent   geleugnet. So konnte nämlich über Rententransfer in Neufünfland Kaufkraft aus der Luft gezaubert werden. Wären die Lasten ausgewiesen worden, hätte die Regierung Kohl  gleich mit massiven Steuererhöhungen , z.B. Umsatzsteuer , beginnen müssen.

 

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Dreiklang:

#982 und deshalb glaube ich der EZB nicht

8
17.10.10 15:51

natürlich betreibt die EZB "ihre" Form des QE, wie sollte man den starken Anstieg der gr. Anleihen in den letzten Tagen sonst erklären? Es gibt auch Merkwürdigkeiten bei der Konstruktion des EU-Rettungsfonds. Da war nämlich eine "Finanzierungsgarantie" eingebaut. Im Klartext: Deutschland soll die Kosten der Finanzierung den anderen EU-Partnern garantieren, indem es die Differenz der Zinskosten (Bund-Papiere vs. andere Euro-Anleihen) den Euro-Partnern aufwendet. Warum ist Köhler zurückgetreten?

Zitat aus dem HB

Laut Trichet herrscht international weitgehend Einigkeit darüber, dass Ungleichgewichte der Weltwirtschaft beseitigt werden müssen. Sonst werde der Boden für Probleme in der Zukunft bereitet, sagte Trichet am Sonntag auf einer Konferenz im italienischen Rimini. Allerdings gebe es keinen Konsens darüber, in welchem Tempo Maßnahmen für eine größere Ausgewogenheit der Weltwirtschaft ergriffen werden sollen. So müssten reife Volkswirtschaften mit hohen Defiziten sparen, während Schwellenländer mit hohen Überschüssen die Binnennachfrage ankurbeln sollten.

D.h. Deutschland ist nun plötzlich ein "Schwellenland" ? Wobei die "Steigerung der Binnennachfrage" in den "Schwellenländern"  , wenn man nur logisch nachdenkt, für die alten Industriestaaten ein viel größeres Problem darstellt als das bisherige Handelsungleichgewicht. Profitieren würden nämlich nur Japan und Dtl. Da die Ressourcen endlich sind, würden diese zwangsläufig knapper und teurer, Beispiel Energie und Nahrungsmittel: Indem sich Chinesen und Inder sich weiter dem Westen  annähern und von ihrer Reis-basierten (Mangel)Ernährung abwenden, werden Preisanstiege bei Fleisch und Getreide die Folge sein, zumal dafür auch der Bedarf an Energie/Erdöl zunimmt.

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wawidu:

stöffen # 69976

 
17.10.10 17:16
Ob wohl in dieser Zahl auch die Bankster enthalten sind?
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Dreiklang:

Fundstück

6
17.10.10 17:22

www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=3482

Und nein, der Artikel ist nicht  2010 geschrieben worden, sondern auf einem Vortrag September 2003 gehalten worden. 

(...)

But the rate of new debt growth among families is rapidly reaching alarm levels, while the overall manufacturing economy continues to stagnate or decline. Today US factories only operate at 74% of capacity, near historic lows. With so much unused capacity, there is little chance companies will soon invest in new factories or jobs. They are going to China.
 
 So Greenspan continues to rely on foreign money to prop up his consumer debt bubble, at low interest rates. Were foreign money to stop propping the US economy, now at some $2.5 billion daily, the Federal Reserve would be forced to raise its interest rates to make dollar investments more attractive. Higher rates would trigger a crisis in consumer debt, mortgage defaults, credit card and car loan failures. Higher rates would plunge the US economy into a depression. This may be about to happen, despite poor George Bush's desires to get reelected.
 
 There is a limit how much debt US families can pay to keep the economy afloat.
 
 There is no US recovery, merely a debt spending boom based on this home buying explosion. (...)

 

With rapidly rising unemployment and a real economy that is not growing, at some point there will come a violent reality clash, as the market for home lending reaches its limit. At that point the danger is the consumer will stop buying, and the manufacturing economy will not be able to create new jobs and a real recovery. The jobs have gone to China!
 
 We might already be at or very close to that point. In the past six weeks, US interest rates have risen sharply, as owners of US bonds have started to sell in panic levels, fearing the bonanza in real estate may be over, and trying to get out with some profit before bond prices collapse. The European Central Bank is advising member banks to not buy any more US Freddie Mac or government agency debts.
 
 The problem is this process of creating debt, domestic and foreign, to keep the US economy going, has gathered so much momentum it risks destroying what remains of the US manufacturing and technology base. Henry Kissinger warned in a conference of Computer Associates in June, that the US risked destroying its own middle class, and its key strategic industries via outsourcing to China, India and other cheap areas. Today only 11% of the total workforce is in manufacturing. In 1970, it was 30%. Post-industrial America is a bubble economy about to pop.
 
 Fed chief Greenspan even warned China about the rate of its trade increase with the US, pressuring China to upvalue the Renminbi to make its goods less competitive in dollar markets, and slow the job loss. But this is dangerous. China holds $340 billion in US Treasury bonds and other reserve assets. The US needs the Chinese dollar savings to finance its soaring deficits.
 
 It is caught in its own web: American jobs, hi-tech jobs as well as factory jobs, are vanishing permanently as US factories source to China
, India or other cheap areas. If Washington pressures China and others to cut back exports they risk to kill the goose that lays golden dollar eggs. Who will buy that growing Government dollar debt? Private bond traders are desperately trying to sell their US bonds. Germany can only buy so much dollar debt, also Japan.

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Keno77:

QE II auch in GB

9
17.10.10 18:08

BoE weitet Bondankaufprogramm um 100 Milliarden Pfund aus

Oktober 17, 2010

Die Bank of England (BoE) wird ihr Nothilfeprogramm für den Ankauf von Anleihen um 100 Milliarden Pfund ausweiten, um der schwächelnden Ökonomie des Landes unter die Arme zu greifen, während die Regierung ihre staatlichen Ausgaben stark kürzt, wie das Centre for Economics and Business Research (CEBR) mitteilte.

Die Zentralbank werde in nächster Zeit versuchen, den riesigen staatlichen Ausgabekürzungen durch das weitere Öffnen ihrer geldpolitischen Schleusen entgegen zu wirken.

Die britische Zentralbank werde ebenfalls ihren Schlüsselleitzins bis mindestens Ende 2012 auf einem Rekordtief von 0,5 Prozent belassen, wie die in London ansässige Gruppe CEBR heute in einem Kommentar bekannt gab.

Die BoE hielt ihren geldpolitischen Stimulierungsplan in diesem Monat weiterhin noch bei 200 Milliarden Pfund konstant. Großbritannien blickt den höchsten staatlichen Ausgabekürzungen seit dem Zweiten Weltkrieg entgegen, durch das die Regierung das rekordhohe Budgetdefizit zu senken beabsichtigt.

Die britische Handelskammer unterstützte Anfang dieses Monats einen Aufruf von Zentralbankmitglied Adam Posen, das Programm zum Ankauf von Anleihen auszuweiten, nachdem jüngst publizierte Konjunkturdaten darauf hinwiesen, dass die wirtschaftliche Erholung am Auslaufen begriffen ist. Man müsse damit rechnen, dass die politischen Entscheider die geldpolitischen Schleusen stark in die entgegengesetzte Richtung der beschlossenen fiskalpolitischen Ausgabekürzungen öffnen dürften, wie CEBR in der Erklärung weiter ausführte. Die CEBR-Prognose für das wirtschaftliche Wachstum im ersten Quartal 2011 läge aktuell bei 0,1 Prozent, was aus heutiger Sicht indiziere, dass bereits eine 50%ige Chance für ein erneutes Schrumpfen der britischen Wirtschaft im kommenden Jahr bestünde, wie es in der Erklärung abschließend hieß.

www.wirtschaftsfacts.de/?p=9269#more-9269

Es ist die Aufgabe des Marktes, so viele Marktteilnehmer wie möglich in die Irre zu führen.
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Dreiklang:

Amerikas Tunnel ins Nirgendwo

6
17.10.10 19:10

Bärisches im Spiegel:  

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,723585,00.html

 

Doch natürlich gibt es auch seriöse Stimulus-Gegner. So geriet Krugman neulich auf einer Tagung mit dem Ökonomen Niall Ferguson aneinander. Der renommierte Harvard-Professor warnte, weitere Ausgaben würden das Land in "eine Schuldenspirale" reißen.

Das Land steckt in der Sackgasse. Washington ist gelähmt, keiner wagt, Geld auszugeben, andere Ideen greifen zu kurz. David Caploe, Chefökonom der Website EconomyWatch, spricht von einem intellektuellen Vakuum, Nobelpreisträger und Keynesianer Joseph Stiglitz sogar von einer Malaise, wie sie Japan in den neunziger Jahren durchlitt: "Es ist schwer zu sehen, was uns da rausholen könnte", sagte er der "New York Times".

 


 

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permanent:

Nach Obamas Goldrausch droht die große Depression

7
17.10.10 19:22

Nach Obamas Goldrausch droht die große Depression Der USA Bären-Thread 8834219

Ausgerechnet im Glücksspielparadies Nevada könnte der Präsident die Wahlen verlieren. Nirgends in den USA ist die Arbeitslosigkeit so hoch. Von Uwe Schmitt mehr...

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Keno77:

25 Mio. Boni mit Regierungsbilligung

7
17.10.10 20:02
Auch hier zu Lande grasiert die "Boni - Seuche" unverändert fort. 25 Mio. wurden bei der HRE gezahlt, dies mit vollster Billigung der Bundesregierung, angeblich um gute Mitarbeiter zu halten.

Aber dennoch unverständlich:   die HRE hatte im Jahr 2009 insgesamt 2,2 Milliarden Verlust gemacht, die Vorstandsgehälter waren auf 500.000 Euro begrenzt worden.
Bislang beliefen sich die Staatsgarantien für die HRE auf mehr als 140 Milliarden Euro, vor wenigen Tagen mussten weitere 40 Mrd. an Staatsgarantien bewilligt werden. Die HRE ist überhaupt nicht in der Lage, diese Boni aus eigenen Mitteln zu finanzieren.


www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2010-09/...n-bunderegierung
Es ist die Aufgabe des Marktes, so viele Marktteilnehmer wie möglich in die Irre zu führen.
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Malko07:

Dreiklang (#69983), kann man

7
18.10.10 08:37
wirklich die hoch komplizierte Welt mit derartigen primitiven Ideologien erklären. Auch wenn du alles zur Ideologie erklärst, gibt es für mich zwischen nicht bewiesenen Theorien und der menschlichen Vernunft große Unterschiede.

Z.B. Griechenland:

Ein Land, das es bis heute nicht zu einer funktionierenden staatlichen Organisation gebracht hat. Seit der Abschüttelung des osmanischen Verwaltung hat man es nicht zu einer Anerkennung des neuen Staatsgebildes durch die Bevölkerung gebracht. Deshalb blüht eine einmalige Korruption, Verweigerung der Steuerbezahlung, Sippenwirtschaft usw. Als Gegenbeispiel sollte an norddeuropäische Länder erinnert sein, die noch vor dem Krieg ihren Staat mit freiwilligen Steuerzahlungen, mit selbst festgelegten Beiträgen, finanziert haben. Dass funktionierende Staatswesen besser dastehen als nicht funktionierende ist aus Sicht der menschlichen Vernunft nicht überraschend. Probleme, die aus kulturellen Gegebenheiten resultieren kann man nicht mit Handelsbeziehungen erklären. Ansonsten hätten die Monetaristen ja recht. Man braucht also nur Drachmen, die man abwertet und  Korruption, Steuerhinterziehung und Sippenwirtschaft verschwinden. Wieso war das denn nicht vor dem Euro so in Griechenland funktioniert und Griechenland hat schon so viele Staatspleiten hingelegt? Ähnliche Unterschiede gibt es auch bei uns. Da gibt es Regionen in den die Bevölkerung darauf achtet, dass sich ihre Gemeinde nicht verschuldet und andere Regionen in denen man nur nach Wohltaten schreit, egal was das finanziell bedeutet. Wenn man den Menschen bei der Betrachtung der Welt außen vor lässt, kommt man zu komischen Ergebnissen. Viele Probleme liegen im Menschen begraben  und deshalb braucht man zur Problemlösung oft auch eine Umerziehung der Menschen.

Zur Tea Party:

In vielen Bereichen kommt man als Außenstehender zum Ergebnis, die sind nicht ganz dicht und im 19. Jahrhundert stecken geblieben. Dabei sind sie in manchen Aspekten "fortschrittlicher" als die Wallstreet in anderen frönen sie einen kruden Fachismus/Rassismus. Auch hier finden wir hochkomplexe Gegebenheiten vor, die nicht mit geistig minderbemittelten Theorien erklärbar sind, ob sie nun von Marx, Keynes oder den neuzeitlichen Deppen sind.
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Malko07:

#69984: In der Eurozone

8
18.10.10 08:43
ist nicht nur das "gesunde" Deutschland und andere kranke Mitglieder vertreten. Bezüglich Stabilität nehmen wir wirklich keine Spitzenstellung ein. Wir sind nur mäßiges Mittelmaß. Und Weber steht mit seinen Aussagen alleine da. Es waren Deutschland und Frankreich, die gemeinsam den Euro-Stabilitätspakt begraben hatten und nicht Belgien oder Italien.
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permanent:

China boomt langsamer

6
18.10.10 09:07
 
Schätzung aus Regierungskreisen

China boomt langsamer

Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft dürfte sich im kommenden Jahr leicht abschwächen. Gemessen an europäischen Verhältnissen bleibt das Tempo trotz allem alles andere als moderat.

Chinas Wirtschaft verliert einer inoffiziellen Prognose zufolge im kommenden Jahr etwas an Schwung. Das Bruttoinlandsprodukt werde 2011 um neun Prozent wachsen nach einem Plus von schätzungsweise zehn Prozent in diesem Jahr, sagte ein der Regierung unterstellter Wissenschaftler der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Gründe für die leichte Abschwächung seien unter anderem steigende Arbeitskosten und überschüssige Liquidität, sagte Liu Shijin. Die Entwicklung hin zu einem moderateren Wachstum sei aber kein Grund zur Sorge. Vielmehr wachse die chinesische Wirtschaft derzeit zu schnell.

Das Wachstum hat sich bereits in diesem Jahr etwas verlangsamt: Im zweiten Vierteljahr steigerte die Volksrepublik ihre Wirtschaftskraft noch um 10,3 nach 11,9 Prozent im Auftaktquartal.

Quelle: rts

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Kicky:

Irland und der Bullshit Stresstest

7
18.10.10 09:27
www.zerohedge.com/article/...t-europe-its-bullshit-stress-test

......one of the banks that the "stress test" uncovered to be solvent was the recently insolvent Allied Irish Bank, which earlier this month needed a taxpayer injection of billions to presumably make sure that European creditors (and likely Goldman Sachs, very much like the case in Anglo Irish) never see even one dime lost. And today, an Irish Member of the European Parliament Alan Kelly said he intends to write to the EU Competition Commissioner to discover just how it is that one of Ireland's top banks slipped through the stress test cracks only to require a bail out mere months later. It appears that slowly everyone in Europe is starting to turn against the trillions in German bank liabilities that stand to be impaired, and lead to a systemic collapse, unless local taxpayers dutifully reach into their back pocket and make sure fat bankers continue their worry-free existence.....
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Kicky:

wie die ECB die irischen Staatsanleihen kaufte

5
18.10.10 09:32
www.zerohedge.com/article/...irish-september-treasury-auctions
war schon mal gebracht worden,AL hat es auch irgendwo erwähnt
Antworten
Kicky:

Are Irish Taxpayers About To Bail Out Goldman?

2
18.10.10 09:37
www.zerohedge.com/article/...-stealing-his-own-people-give-vam

order-order.com/2010/10/15/...d-to-protect-german-investments/
....So why is Dublin’s political establishment so keen to protect foreign investors at the expense of future generations? Guido has obtained the list of foreign Anglo-Irish bondholders as at the close of business tonight. These are the people whom Dublin’s politicians really seem to care about:
Der USA Bären-Thread 351978
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C&P

6
18.10.10 09:43

 

US-Notenbankpolitik

von Henrik Voigt

 

am Freitag sahen wir gemischte Wirtschaftsdaten aus den USA. Die Teuerungsrate fiel geringer aus als erwartet, der Empire State-Index zum verarbeitenden Gewerbe im Großraum New York stieg deutlich stärker als prognostiziert, während das Verbrauchervertrauen unerwartet deutlich fiel. Die Märkte schlossen darauf hin nur leicht verändert.

Heute kommen erneut wichtige Wirtschaftsdaten auf die Anleger zu. Neben Quartalszahlen wichtiger US-Technologie-Aktien dürften vor allem die Daten zur Industrieproduktion und zum Hausmarkt in den USA von Bedeutung sein. Negative Daten könnten dabei durchaus positiv aufgenommen werden, da diese die Chancen auf zusätzliche Lockerungsmaßnahmen der US-Notenbank erhöhen. Bis morgen Abend stehen zudem mehrere Reden führender US-Notenbankmitglieder an, von denen sich die Anleger weitere Hinweise auf diese erhofften Maßnahmen erhoffen. Das Kursgeschehen könnte also durchaus volatil werden.

Die Frage, ob weitere geldpolitische Lockerungen der Fed auch tatsächlich der Wirtschaft helfen und nicht in erster Linie dem Aktienmarkt, wird derzeit meiner Meinung nach viel zu wenig gestellt. Nach mehreren Jahren einer historisch einmalig lockeren Geldpolitik ist das Wachstum in den USA ja dennoch dramatisch eingebrochen (Drittelung in den letzten drei Quartalen). Eine Wirtschaft auf Drogen, der die Dosis nicht mehr genügt?

Man könnte also durchaus auf die Idee kommen, dass diese Maßnahmen in der amerikanischen Wirtschaft keine nachhaltige Wirkung haben. Sie scheinen lediglich beim Aufblähen der Aktienkurse zu helfen. Begreift man den Aktienmarkt als „Fieberthermometer der Konjunktur“, so zielt die aktuelle Notenbankstrategie wohl darauf ab, die Thermometeranzeige (Aktienkurse) in einen beruhigenden Bereich zu bringen, während der Patient weiter an Fieber leidet. Der Selbstbetrug könnte kaum größer sein. Die Folgen dürften interessant werden.

Rally oder Korrektur?

von Henrik Voigt

Der DAX macht sich seit vergangenem Freitag daran, an seiner oberen (im Chart blauen) Begrenzungslinie zu knabbern. Ob daraus ein nachhaltiger Ausbruch mit einer Jahresendrally oder eine Bullenfalle mit anschließender, tiefer Korrektur wie stets in den vergangenen Monaten wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorhersagen. Der überkaufte Zustand und das sehr bullische Sentiment sprechen eher für die Korrekturvariante. Die Saisonalität und die möglicherweise Anfang November stattfindenden Lockerungsmaßnahmen der US-Notenbank würden dagegen mehr für die bullische Variante sprechen.

In der aktuellen Marktphase dürften sich sowohl Bullen als auch Bären nicht besonders wohl fühlen, da es schlichtweg zu viele Möglichkeiten der Kursentwicklung gibt. Die Eindeutigkeit, die ich derzeit in vielen fremden Analysen (zumal in bullischen) lesen kann, kann ich leider überhaupt nicht teilen. Ich bin mir allerdings sicher, dass die charttechnische Lage in Kürze wieder eindeutiger wird. Bis dahin gilt es die Entwicklungen abzuwarten. Entweder wird der DAX mit deutlichen Verkaufssignalen unter 6300 Punkte eine tiefe Korrektur einleiten oder nahe seines derzeitigen Niveaus in eine Konsolidierung vor einem weiteren Anstieg übergehen.

DAX im Tageschart

Der USA Bären-Thread 8836123enl.fid-newsletter.de/imgproxy/img/603384879/dax181010.png" style="max-width:560px" />

Nächste Widerstände: 6600, 6450 Punkte

Nächste Unterstützungen: 6350, 6150, 6080, 5800, 5430, 5320, 5170 Punkte

 

Herzliche Grüße und viel Erfolg,

 

Ihr Henrik Voigt.

 

Chefredakteur DAX Profits

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Paris steuert auf Protektionismus-Streit mit Berli

6
18.10.10 10:03

Die Deutsche Bahn und Eurostar wollen künftig von Siemens gebaute Züge durch den Ärmelkanaltunnel rollen lassen. Aber die Regierung in Paris befürchtet ungebetene Konkurrenz für den französischen Siemens-Erzrivalen Alstom. Industrieminister Estrosi will die Allianz nun stoppen – aus Sicherheitsgründen. Dabei verlief die Probefahrt eines ICE durch den Tunnel am Wochenende reibungslos.

 

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...erlin-zu;2674792

#008080">Wir schimpfen über China, wir schimpfen über die USA, wir schimpfen über Russland wenn es um Handelshemmnisse inbesondere nicht tarifäre Handelshemmnisse geht. Wie aber steht es in unserem Binnenmarkt mit den uneingeschränkten Marktzugängen? Jeder gegen Jeden oder wie soll man die Politik aus Frankreich verstehen, wie soll man die deutsche Politik verstehen, die sich vor Hochtief stellt.
Unsere Firmen wollen im Ausland zukaufen wir aber lassen keines unserer Unternehmen aufkaufen?

Permanent

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Dreiklang:

permanent Hochtief

5
18.10.10 10:42
Nach allem, was bisher zu lesen war, geht es wohl darum, Hochtief abzuwickeln, d.h. zu "filettieren" oder zu zerschlagen. Kein "normaler" Aufkauf also.
Antworten
imagine:

Die Geldpolitik der anderen setzt EZB unter Druck!

13
18.10.10 10:46
Japan lockert die Geldmenge, in Amerika und Großbritannien kaufen die Zentralbanken weitere Staatsanleihen. Die EZB bleibt dagegen bei ihrem Plan, die expansive Geldpolitik allmählich zu normalisieren.
Von Patrick Welter, Bettina Schulz, Carsten Germis und Stefan Ruhkamp

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18. Oktober 2010 Noch reagieren die Verantwortlichen in der Europäischen Zentralbank (EZB) gelassen auf die Lockerungsübungen ihrer Kollegen in Tokio, Washington und London. Die bislang in Aussicht gestellten zusätzlichen Anleihekäufe der Fed habe der Devisenmarkt bereits vorweggenommen, heißt es aus dem Umfeld der EZB-Spitze. Es gebe keinen bestimmten erwünschten Außenwert des Euro, aber natürlich spiele er für die Geldpolitik eine wichtige Rolle. Bislang sei die Aufwertung jedoch noch nicht besorgniserregend. Seit Juni hat der Euro zum Dollar von knapp 1,20 auf zuletzt 1,40 Dollar je Euro aufgewertet. Die Aussicht auf noch niedrigere Zinsen in Amerika und zudem die Sorge, dass dies die Teuerung anheizen könnte, erhöht den Anreiz, auf andere Währungen auszuweichen.

Doch die Aufwärtsbewegung des Euro ist bislang begrenzt. Er liegt nun geringfügig über dem Niveau, das er vor der Zuspitzung der Staatsschuldenkrise im April und Mai erreicht hatte - und immer noch unter dem Niveau zu Jahresbeginn. Wichtiger ist noch die Betrachtung des gewichteten Außenwerts gegenüber einem Währungskorb der 21 wichtigsten Handelspartner, dessen Stand die EZB täglich ermittelt. Auch hier steigt der Wert, allerdings deutlich langsamer als zum Dollar allein. Gleichwohl beobachtet die EZB-Spitze die expansive Geldpolitik der Fed und anderer Notenbanken mit Sorge. Denn bei einer hemmungslosen Fortsetzung könne die Politik der anderen den Plan der EZB für die Normalisierung ihrer eigenen Geldpolitik und den Ausstieg aus den Kredithilfen für die Banken in Gefahr geraten. Es komme nun darauf an, wie groß das neue Lockerungsprogramm in den anderen Währungsräumen sei

Was also haben die Notenbanken in Amerika, Großbritannien und Japan vor? Und wo steht die EZB?

In Amerika bewegt sich die Federal Reserve seit September auf eine weitere quantitative Lockerung in der kommenden Sitzung Anfang November hin. Der Schritt ist zwar im Offenmarktausschuss noch umstritten. Der Vorsitzende der Fed, Ben Bernanke, stellte aber Ende vergangener Woche in einer Rede klar, dass er mit Blick auf die Wirtschaftsdaten eine Lockerung der Geldpolitik für geboten hält: zu schwaches Wachstum, zu niedrige Inflationsrate, zu hohes Deflationsrisiko. Bernanke hat sich zwar noch nicht festgelegt. Die Gefahren einer weiteren Lockerung sieht er aber vor allem in technischen Risiken. Die Finanzmärkte könnten etwa in Sorge verfallen, dass die Fed die ausgegebene Liquidität nicht rechtzeitig vor einem künftigen Inflationsschub einsammeln könnte. Dieses Risiko hält Bernanke aber offensichtlich für gering, weil die Zentralbank schon Methoden getestet hat, um die Liquidität aufzusaugen.

Spekuliert wird, dass die Fed etwa 500 Milliarden Dollar Staatsanleihen kaufen könnte. Das wäre etwa ein Drittel des Wertpapier-Ankaufprogramms, das im Frühjahr 2009 endete. Manche Ökonomen bezweifeln, ob die gewünschte Stimulierung der Wirtschaft so erreicht werden kann. William White, der ehemalige Chefökonom der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, sagte, schon die erste Runde der quantitativen Lockerung habe keine große Wirkung gehabt. Es mangele nicht an Liquidität, sondern an der Nachfrage. Und die werde bei einem ohnehin niedrigen Zinsniveau durch noch niedrigerer Zinsen kaum stimuliert, sagt Andreas Rees von der Bank Unicredit. Anleihekäufe für 500 Milliarden Dollar könnten das reale Zinsniveau nur um 0,1 bis 0,25 Prozentpunkte verringern. Das bringe wenig zusätzliche Nachfrage, dafür aber das Risiko neuer spekulativer Übertreibungen.

In Großbritannien hat die Bank von England Pläne für eine zweite Welle der quantitativen Lockerung zurückgestellt, um zunächst die Ankündigung des gewaltigen Sparprogramms von Schatzkanzler George Osborne am kommenden Mittwoch abzuwarten. Die drastischen Sparmaßnahmen werden einen erheblichen Einfluss auf die britische Volkswirtschaft haben: Etwa 600 000 Plätze im Öffentlichen Dienst werden in den kommenden vier Jahren wegfallen, 500 000 Arbeitsplätze im Privatsektor. Die Bank von England unterstützt das Sanierungsprogramms des Schatzamtes. Bei der nächsten Sitzung des geldpolitischen Komitees im November wird daher erwartet, dass die Zentralbank signalisieren wird, dass ihr bisheriges Programm der quantitativen Lockerung von 200 Milliarden Pfund ausgeweitet und das extrem niedrige Niveau des Eckzins von 0,5 Prozent auf lange Zeit behalten wird.

In Japan bleibt die Bank von Japan (BoJ) unter Druck, ihre bereits extreme Geldpolitik weiter zu lockern. Wegen der Konjunktur in Amerika, die sich weiter abschwächt, und des starken Yen gerät auch die wirtschaftliche Erholung Japans ins Stocken. In Tokio wird deswegen allgemein erwartet, dass die Notenbank bei ihrer nächsten Sitzung die Wachstumsprognose für das laufende Jahr nach unten korrigieren wird. Zudem hat BoJ-Governeur Masaaki Shirakawa am Wochenende bekräftigt, dass er am Kurs festhält, die Wirtschaft des Landes mit der lockeren Geldpolitik zu unterstützen. Auf ihrer vergangenen geldpolitischen Sitzung hatten die japanischen Notenbanker beschlossen, einen Fonds mit einem Volumen von 5 Billionen Yen (fast 44 Milliarden Euro) einzurichten, mit dem lang laufende Staatsanleihen, kurzfristige Schuldverschreibungen von Unternehmen, börsennotierte Investmentsfonds und Schatzwechsel gekauft werden können. Den Leitzins, der bereits seit Beginn der weltweiten Finanzkrise im Dezember 2008 bei 0,1 Prozent liegt, senkte sie noch einmal auf die Marge von "null bis 0,1 Prozent".

Die Ankündigung der Fed, ihre Geldpolitik zu lockern, dürfte den Druck auf die BoJ eher noch verstärken. Hinzu kommt, dass der Yen gegenüber dem Dollar weiter an Stärke gewinnt. Bislang haben Shirakawa und Japans Regierung weitere direkte Interventionen am Devisenmarkt nur angedroht. Je näher der Yen aber der Marke von 80 Yen zum Dollar kommt - Freitag erreichte er nach der Bernanke-Rede einen neuen 15-Jahres-Höchststand von 80,55 -, desto wahrscheinlicher wird ein erneutes Eingreifen Japans.

Im Euro-Raum scharren dagegen die ersten Geldpolitiker mit den Hufen. Der Rat hat sich zwar darauf verständigt, die nächsten Schritte für eine Normalisierung der Kreditversorgung der Banken erst Anfang nächsten Jahres zu besprechen. Aber Bundesbank-Präsident Axel Weber hat kürzlich klar gesagt, dass die EZB auf dem Weg zu einer weniger expansiven Geldpolitik nicht ewig Zeit hat. Er forderte ein sofortiges Ende der Käufe von Anleihen finanzschwacher Euro-Staaten. Das Risiko, mit der Normalisierung der Zinspolitik zu lange zu warten, sei inzwischen größer als das Risiko eines zu frühen Beginns. Ähnlich hatten sich kürzlich auch andere Mitglieder des EZB-Rats geäußert, darunter der EZB-Chefvolkswirt Jürgen Schaaf und der Luxemburger Notenbank-Gouverneur Yves Mersch.

Im Rat gibt es zwar auch Geldpolitiker, die eine lockere Geldpolitik für längere Zeit befürworten. Außerdem dürfte es erste Zinserhöhungen frühestens Ende nächsten Jahres geben. Aber bislang stellt sich die EZB eindeutig gegen die zweite Welle der quantitativen Lockerung. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat zuletzt keine Hinweise gegeben, dass es in dieser Richtung ein Einlenken geben könnte. Ob diese Haltung allerdings auch bei einer noch stärkeren Aufwertung des Euro Bestand hat, wird sich erst zeigen, wenn der Außenwert des Euro sich neuen Höchstwerten nähert. Gegenüber dem Dollar wäre das bei rund 1,60 Dollar je Euro der Fall.

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